Gabriela Soukalová

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Gabriela Soukalová Biathlon
Gabriela Soukalova, 2010 in Obertilliach
Verband TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag 1. November 1989
Geburtsort Jablonec nad Nisou, TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei
Karriere
Beruf Studentin
Verein KBL SG Jablonec nad Nisou
Trainer Gabriela Soukalová
Karel Soukal
Aufnahme in den
Nationalkader
2007
Debüt im Europacup 2009
Debüt im Weltcup 2009
Weltcupsiege 8 (7 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympia-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2014 Sotschi Massenstart
Silber 2014 Sotschi Mixed-Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Bronze 2013 Nové Město Mixed-Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
Silber 2011 Ridnaun Sprint
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2009 Canmore Staffel
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 4. (2013/14)
Einzelweltcup 1. (2013/14)
Sprintweltcup 5. (2013/14)
Verfolgungsweltcup 8. (2012/13)
Massenstartweltcup 7. (2012/13)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 2 0 0
Sprint 2 0 0
Verfolgung 2 1 0
Massenstart 1 0 1
Staffel 1 1 3
letzte Änderung: 12. Januar 2014

Gabriela Soukalová (* 1. November 1989 in Jablonec nad Nisou) ist eine tschechische Biathletin. Seit der Saison 2012/2013 gehört sie zur Weltspitze dieser Wintersportart.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Erste Erfolge[Bearbeiten]

Gabriela Soukalová jun. startet für Jiskra Josefův Důl und den SKP Jablonex. Seit ihrer Kindheit wird sie trainiert von ihren Eltern Gabriela Svobodová (erfolgreiche ehemalige Skilangläuferin und Gewinnerin einer olympischen Silbermedaille) und Karel Soukal. Sie trat erstmals 2008 international an. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Ruhpolding belegte sie Rang 36 im Einzel, 37 im Sprint und 22 in der Verfolgung. Besser verliefen die Junioren-Weltmeisterschaften 2009 in Canmore, wo Soukalová Achte im Einzel wurde, 15. in Sprint und Verfolgung und mit Veronika Vítková sowie Veronika Zvařičová gewann sie im Staffelwettbewerb den Titel. In Ufa war bei der Junioren-EM ein siebter Rang im Einzel bestes Ergebnis, zudem wurde Soukalová 19. des Sprints und 20. der Verfolgung. Ein drittes Mal trat sie in Torsby bei einer Junioren-WM an und belegte dort Platz 13 im Einzel, 14 im Sprint und zehn in der Verfolgung. Mit der Staffel erreichte die Vorjahressiegerin jedoch nur Rang acht.

Im Leistungsbereich tritt Soukalová seit 2009 an. In Nové Město na Moravě konnte sie bei ihrem Debüt im IBU-Cup Platz 47 im Sprint erreichen. In Obertilliach erreichte sie 2010 mit Rang sechs in einem Sprint ihr bis dahin bestes Ergebnis. Noch im selben Jahr trat sie in Hochfilzen erstmals im Biathlon-Weltcup an und erreichte den 99. Platz des Sprintrennens. In Ruhpolding lief sie gemeinsam mit Veronika Vítková, Magda Rezlerová und Zdeňka Vejnarová im Staffelrennen auf den sechsten Platz. Zum bisherigen Höhepunkt der Karriere wurde die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, wo Soukalová 60. des Einzels wurde, im Staffelrennen mit Vítková, Rezlerová und Vejnarová als 16. einen eher enttäuschenden Platz erreichte. Nach den Spielen erreichte sie am Holmenkollen in Oslo den 52. Rang im Sprint, zum Saisonfinale in Chanty-Mansijsk bei der Biathlon-Mixed-Relay-Weltmeisterschaft 2010 mit Barbora Tomešová, Michal Šlesingr und Jaroslav Soukup Platz sieben. Weltmeisterschaften 2011 in Chanty-Mansijsk erreichte Soukalovás mit den Rängen 47 im Einzel, 25 im Sprint, 22 in der Verfolgung und elf mit der Staffel gute Ergebnisse.

Internationaler Durchbruch[Bearbeiten]

Die Saison 2012/2013 brachte Soukalovás internationalen Durchbruch in die Weltspitze. Bereits am Anfang der Saison zeigte sich die gesamte tschechische Mannschaft in guter Form und sicherte sich im ersten Rennen der Saison, der Mixed-Staffel im schwedischen Östersund den dritten Platz. Nach mehreren Platzierungen unter den besten 20 gewann Soukalová beim Sprint in Pokljuka nach einem fehlerfreien Schießen ihr erstes Weltcuprennen. In der anschließenden Verfolgung blieb sie ebenfalls fehlerfrei, musste sich jedoch der überaus laufstarken Miriam Gössner geschlagen geben, die trotz zwei Sekunden Rückstand aus dem Sprint und fünf Schießfehlern Soukalová knapp auf den zweiten Platz verwies. Am Folgetag erreichte Soukalová mit zwei Schießfehlern hinter Tora Berger und Miriam Gössner den dritten Platz im Massenstart. An den Wettkämpfen in Oberhof hinderte sie eine Grippe an der Teilnahme. Bei den Wettkämpfen in Ruhpolding erreichte sie ohne Schießfehler einen elften Platz im Sprint, während sie mit insgesamt sechs Schießfehlern im Massenstart nur als letzte Läuferin ins Ziel kam. Bei ihrer Heim-Weltmeisterschaft in Nové Město na Moravě erreichte sie gemeinsam mit Veronika Vítková, Jaroslav Soukup und Ondřej Moravec hinter den Staffeln von Norwegen und Frankreich den dritten Platz. Auch in den Einzelrennen erreichte sie durchweg gute Resultate und platzierte sich immer unter den besten 20. Im Einzel belegte sie den 12. Platz, wurde 14. des Sprints, 20. der Verfolgung, 18. des Massenstartrennens und Staffel-Zehnte. Zum Saisonfinale in Chanty-Mansijsk konnte sie alle drei Weltcuprennen für sich entscheiden. Zuerst gewann sie den Sprint und später auch die Verfolgung und den Massenstart.

Die Siegesserie setze Soukalová in der Saison 2013/2014 fort. Zunächst gewann sie überraschend mit Veronika Vítková, Zdeněk Vítek und Ondřej Moravec den Saisonauftakt mit der Mixed-Staffel, wenig später auch das erste Einzel der Saison. Danach trug sie als Führende im Gesamtweltcup durchgehend das gelbe Trikot bis zu den Wettkämpfen in Oberhof. In Ruhpolding sicherte sie sich mit ihrem zweiten Sieg beim zweiten und letzten Einzelwettkampf der Saison den Gesamtweltcup in dieser Disziplin. Bei den letzten Weltcuprennen vor den Olympischen Spielen in Antholz brach ihr beim ersten Schießen im Sprint ein Teil des Verschlusses ihres Gewehrs. Als sie beim zweiten Schießen die Sicherheitsregeln am Schießstand verletzte, weil sie sich das Ersatzgewehr nach Anzeigen eines Problems durch Handzeichen nicht von einem Offiziellen zur Schießmatte bringen ließ, sondern die Gewehre selbst austauschte, wurde sie disqualifiziert und konnte deshalb auch am Verfolgungsrennen nicht teilnehmen. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gewann sie im Massenstart hinter Darja Domratschawa die Silbermedaille – 30 Jahre und zwei Tage nachdem ihre Mutter (damals noch unter ihrem Mädchennamen Gabriela Svobodová) bei den Olympischen Winterspielen 1984 die Silbermedaille mit der Langlaufstaffel gewann. Gemeinsam mit Veronika Vítková, Jaroslav Soukup und Ondřej Moravec gewann sie zwei Tage später noch die Silbermedaille mit der Mixed-Staffel. Ihre gute Platzierung im Gesamt-Weltcup büßte sie nach den Olympischen Spielen endgültig ein, nachdem sie an den Wettkämpfen im slowenischen Pokljuka krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte. Bei den letzten Rennen dieser Saison konnte sie nicht mehr in den Kampf um den Gesamtweltcup eingreifen, ein dritter Platz im finnischen Kontiolahti war nach den Olympischen Spielen ihre beste Platzierung im Weltcup. Am Ende belegte sie den vierten Rang in der Gesamtwertung hinter Kaisa Mäkäräinen, Tora Berger und Darja Domratschawa.

Privates[Bearbeiten]

Soukalová ist mit dem Badmintonspieler Petr Koukal liiert.

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 2 2 3 1 1 9
2. Platz 1 1 2
3. Platz 1 3 4
Top 10 4 5 5 2 13 29
Punkteränge 5 14 13 6 18 56
Starts 8 21 15 6 18 68
Stand: 12. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gabriela Soukalova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien