Martin Fourcade

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Martin Fourcade Biathlon
Martin Fourcade
Verband FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag 14. September 1988
Geburtsort Céret, Frankreich
Karriere
Verein Club Ski Nordique Villard de Lans
Trainer Siegfried Mazet
Debüt im Europacup 2008
Debüt im Weltcup 2008
Weltcupsiege 38 (32 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 5 × Gold 6 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
SJWM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2010 Vancouver Massenstart
Gold 2014 Sotschi Verfolgung
Gold 2014 Sotschi Einzel
Silber 2014 Sotschi Massenstart
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2011 Chanty-Mansijsk Verfolgung
Silber 2011 Chanty-Mansijsk Sprint
Bronze 2011 Chanty-Mansijsk Mixed-Staffel
Gold 2012 Ruhpolding Sprint
Gold 2012 Ruhpolding Verfolgung
Gold 2012 Ruhpolding Massenstart
Silber 2012 Ruhpolding Staffel
Gold 2013 Nové Město Einzel
Silber 2013 Nové Město Mixed-Staffel
Silber 2013 Nové Město Sprint
Silber 2013 Nové Město Verfolgung
Silber 2013 Nové Město Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze 2007 Martell Staffel
IBU Junioren-Sommerbiathlon-WM
Gold 2008 Haute Maurienne Sprint
Silber 2008 Haute Maurienne Staffel
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 1. (2011/12, 2012/13, 2013/14)
Einzelweltcup 1. (2012/13)
Sprintweltcup 1. (2011/12, 2012/13, 2013/14)
Verfolgungsweltcup 1. (2009/10, 2011/12, 2012/13, 2013/14)
Massenstartweltcup 1. (2012/13, 2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 5 1 1
Sprint 9 9 7
Verfolgung 11 6 5
Massenstart 7 3 1
Staffel 6 7 4
letzte Änderung: 14. Dezember 2014

Martin Fourcade (* 14. September 1988 in Céret) ist ein französischer Biathlet. Der vier Jahre jüngere Bruder von Simon Fourcade gehört zu den erfolgreichsten Biathleten der Gegenwart. Bisher wurde er zweimal Olympiasieger, fünfmal Weltmeister und dreimal Gewinner der Weltcup-Gesamtwertung. Hinzu kommen sieben weitere WM-Medaillen und zwei weitere olympische Medaillen.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge und erste Saison im Weltcup[Bearbeiten]

Martin Fourcade betreibt Biathlon seit 2002. Der Student aus La Llagonne im Département Pyrénées-Orientales startet für den Club Ski Nordique Villard de Lans und wird von Stéphane Bouthiaux trainiert. Seit 2002 gehört er dem französischen Nationalkader an und ab 2006 startete er in internationalen Juniorenwettbewerben. Erster Höhepunkt war die Teilnahme an der Juniorenweltmeisterschaft 2007 in Martell. Fourcade wurde Fünfter im Einzel sowie Neunter in Sprint und Verfolgung. Gekrönt wurden diese Leistungen durch den Gewinn der Bronzemedaille in der Staffel. Weitere gute Ergebnisse folgten ein Jahr später bei der nächsten WM in Ruhpolding. Dort wurde er Achter im Einzel, Zehnter in der Verfolgung, Elfter im Sprint und Fünfter mit der französischen Juniorenstaffel. Im Junioren-Europacup erreichte Fourcade bis 2008 vier Podiumsplatzierungen und gewann dabei ein Sprintrennen in Cesana San Sicario. Bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2008 gewann er in Haute Maurienne bei den Wettbewerben der Junioren mit den Skirollern Gold im Einzel, wurde Vierter in der Verfolgung und gewann mit der Mixed-Staffel Silber.

Recht erfolgreich verlief Fourcades erster Wettbewerb im Erwachsenenbereich. Bei den Biathlon-Europameisterschaften 2008 in Nové Město na Moravě wurde er 23. im Einzel, 18. im Sprint, Neunter der Verfolgung sowie Achter im Staffelwettbewerb. Sein Debüt im Biathlon-Weltcup gab Fourcade beim Finale der Saison 2007/08 am Holmenkollen in Oslo. Er wurde 61. im Sprint und verpasste eine erstmalige Teilnahme an der Verfolgung nur um einen Platz. Zur Saison 2008/09 wurde Fourcade in den französischen Weltcup-Kader aufgenommen, war aber zu Beginn nur im Biathlon-Europacup aktiv. Beim dritten Weltcup-Event der Saison in Hochfilzen erhielt er seine erste Bewährungschance und gewann als 36. im Einzel erste Weltcuppunkte. Im folgenden Sprintrennen kam er auf Rang zehn. Bis zum Saisonende landete Fourcade bei 13 weiteren Rennen unter den ersten 25 - das beste Ergebnis war dabei ein achter Platz in der Verfolgung bei den Weltmeisterschaften in Pyeongchang. Mit diesen konstanten Leistungen etablierte er sich im französischen Kader und beendete seine erste Weltcupsaison mit 345 Punkten auf Platz 24 - als zweitbester Franzose hinter seinem Bruder Simon.

Saison 2009/10 - Erste Weltcupsiege und Silbermedaille bei den Olympischen Spielen[Bearbeiten]

In der Saison 2009/2010 gelang Fourcade der endgültige Durchbruch in die Weltspitze. Er wurde durchgehend im Weltcup eingesetzt und gehörte zu den Stammläufern der französischen Staffel. Schon beim Saisonauftakt in Östersund lief er mit Platz 7 und 8 in Einzel und Sprint zweimal in die Top-Ten und gewann außerdem erstmals ein Staffelrennen. Rechtzeitig vor den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver steigerte er seine Leistungen weiter und erzielte in den fünf Rennen vor den Spielen immer eine Top-Ten-Platzierung. Die Olympischen Spiele begannen für Fourcade aber im Vergleich eher enttäuschend, da er weder in Sprint (Platz 35), Verfolgung (Platz 34) oder Einzel (Platz 14) eine herausragende Platzierung erreichte. Zum Abschluss der Einzelwettbewerbe konnte er dann aber doch noch seinen größten bisherigen Karriereerfolg feiern, indem er im Massenstart die Silbermedaille gewann. An diese Leistung knüpfte Fourcade nach Olypia weiter an, als er in Kontiolahti im Sprint als Dritter einen Podestplatz errang. In der Verfolgung schaffte er dann den Sprung nach ganz vorne und gewann das erste Weltcuprennen seiner Karriere. Bei der vorletzten Weltcup-Station am Osloer Holmenkollen legte er nach und siegte sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung. Durch den Sieg im Jagdrennen verdrängte er in der Disziplinwertung des Verfolgungsweltcups den bis dahin führenden Simon Eder noch vom ersten Platz und sicherte sich die kleine Kristallkugel mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem Österreicher. Im Gesamtweltcup erreichte er mit seinen drei Saisonsiegen und insgesamt fünf Podestplätzen 719 Punkte und damit Platz 5 in der Endabrechnung.

Saison 2010/11 - Erster Weltmeistertitel[Bearbeiten]

In der Saison 2010/2011 machte Martin Fourcade einen weiteren Schritt nach vorne. Zum Saisonauftakt in Östersund konnte der Franzose zwei dritte Plätze in Einzel und Sprint einfahren. Bis zu den Weltmeisterschaften in Chanty-Mansijsk folgten sieben weitere Podestplätze, darunter auch seine ersten beiden Siege im Massenstart. Bei den Weltmeisterschaften wurde Fourcade zu einem der bestimmenden Athleten und konnte insgesamt drei Medaillen gewinnen. Eine Silbermedaille im Sprint und ein dritter Platz in der Mixed-Staffel wurden dabei von der ersten Goldmedaille seiner Karriere in der Verfolgung gekrönt. Zum Abschluss der Saison konnte er noch einen weiteren Podestplatz beim Weltcupfinale in Oslo erreichen und erhöhte damit seine Ausbeute an Podiumsplätze in dieser Saison auf 12. Hinter Tarjei Bø und Emil Hegle Svendsen reichte dies mit 990 Punkten zum dritten Platz im Gesamtweltcup in seiner zweiten vollen Saison.

Saison 2011/12 - Erfolg im Gesamtweltcup und drei Goldmedaillen[Bearbeiten]

Seine bis dahin beste Saison erlebte Martin Fourcade 2011/2012. Gleich zum Saisonauftakt in Östersund sicherte er sich zwei Siege in drei Rennen und übernahm somit auch das gelbe Trikot des Führenden im Gesamtweltcup. Im Laufe der Saison lieferte sich Fourcade einen Zweikampf mit dem Norweger Emil Hegle Svendsen um die Führung im Gesamtklassement. Nach dem Jahreswechsel musste Fourcade in Oberhof ein Rennen auslassen und verlor somit auch die Führung an Svendsen. Mit guten Ergebnissen bei den folgenden Weltcuprennen konnte er sich das gelbe Trikot zurückerobern und startete als einer der Mitfavoriten bei den Weltmeisterschaften 2012 in Ruhpolding, wo er jedoch zum Auftakt als Schlussläufer der Mixed-Staffel keine Medaille gewinnen konnte. Zu Beginn der Einzelrennen gelang ihm der Sieg im Sprint vor seinem Dauerrivalen Svendsen. Somit ging er als Erster ins anschließende Verfolgungsrennen und gewann auch dort, diesmal vor dem Schweden Carl Johan Bergman, die Goldmedaille, nachdem er ihn auf der Schlussrunde hatte abhängen können. Im Einzelrennen landete Fourcade nur auf dem 25. Rang. In der darauffolgenden Staffel ging Fourcade in Führung liegend als Schlussläufer an den Start. Es kam erneut zum direkten Duell mit Emil Hegle Svendsen. Beim letzten Schießen musste er drei Mal nachladen, während Svendsen ohne Fehlschuss blieb, für die norwegische Staffel die Führung übernahm und diese bis zum Ende vor Fourcade verteidigte. Beim abschließenden Massenstartrennen war Martin Fourcade trotz zweier Schießfehler zum dritten Mal bei den Titelkämpfen erfolgreich, nachdem er sich auf der Schlussrunde gegen den fehlerfrei gebliebenen Schweden Björn Ferry durchgesetzt hatte. Mit drei Gold- und einer Silbermedaille war er der erfolgreichste Athlet der Titelkämpfe. Zudem konnte er die Führung im Gesamtklassement ausbauen, da die Weltmeisterschaften auch für die Weltcupwertung mitzählten. Beim Saisonfinale im russischen Chanty-Mansijsk sicherte sich Fourcade mit zwei Siegen bereits frühzeitig den Sieg in der Gesamtwertung und entschied zugleich auch Sprint- und Verfolgungsweltcup für sich. Nach Patrice Bailly-Salins sowie dem vierfachen Sieger Raphaël Poirée ist Fourcade damit der dritte Franzose, der den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte.

Saison 2012/13 - Rekordsaison und zweiter Gewinn des Gesamtweltcups[Bearbeiten]

Die Saison 2012/2013 begann für Fourcade mit zwei Siegen (im Einzel und in der Verfolgung) beim Weltcupauftakt in Östersund. Bis zum Jahresende holte er vier weitere Podestplätze in fünf Wettbewerben bei den Weltcups in Hochfilzen und Pokljuka und ging mit der Führung im Gesamtweltcup in das Jahr 2013. Dieses begann für Fourcade mit einer Schulterverletzung, die er sich bei der World Team Challenge zugezogen hatte. Aufgrund dieser Verletzung konnte er an den Rennen in Oberhof nur bedingt teilnehmen und erreichte keine Top-10-Plätze. Zurück auf die Siegesspur fand Fourcade eine Woche später beim Weltcup in Ruhpolding, wo er sowohl in Sprint und Massenstart als auch mit der Mannschaft in der Staffel erfolgreich war. Die Weltmeisterschaft in Nové Město na Moravě startete für Fourcade mit einer Silbermedaille in der Mixed-Staffel. Zwei Tage später konnte er sich erneut über eine Silbermedaille freuen, welche er im Sprint gewann. Bei der darauffolgenden Verfolgung erreichte er erneut den zweiten Rang, wobei er sich wie schon im Sprint dem Norweger Emil Hegle Svendsen denkbar knapp geschlagen geben musste. Wenige Tage später errang Fourcade seinen ersten Titel dieser Weltmeisterschaften durch einen Sieg im Einzel, womit er in seiner Karriere nun mindestens eine WM-Goldmedaille in allen vier Individualdisziplinen gewinnen konnte. In der Herren-Staffel errang Fourcade mit seinen Teamkollegen erneut eine Silbermedaille. Im Massenstart, als letztem Event der WM, konnte Fourcade erstmals keine Medaille gewinnen. Insgesamt war Fourcade der fünfterfolgreichste Biathlet der Weltmeisterschaft und der erfolgreichste Nicht-Norweger.

Eine Woche nach der Weltmeisterschaft folgte der Weltcup am Holmenkollen in Oslo. Im Sprint musste Fourcade sich dem Norweger Tarjei Bø knapp geschlagen geben, in der darauffolgenden Verfolgung sicherte er sich seinen 20. Weltcupsieg und vorzeitig die kleine Kugel des Verfolgungsweltcups. Beim abschließenden Massenstart erreichte er den zweiten Platz und baute seinen Vorsprung im Gesamtweltcup weiter aus. Bei der Olympiaprobe in Sotschi konnte Fourcade das Einzelrennen gewinnen und sicherte sich, vier Rennen vor Saisonende, die Gesamtweltcupwertung sowie auch zum ersten Mal in seiner Karriere die Disziplinenwertung im Einzel. Beim Weltcupfinale in Chanty-Mansijsk gewann er den Sprint und erreichte im folgenden Verfolgungswettkampf den dritten Platz hinter dem Österreicher Christoph Sumann und seinem Bruder Simon. Im letzten Wettbewerb der Saison, dem Massenstart, sicherte sich Fourcade den insgesamt zehnten Saisonsieg. Mit diesem Erfolg gewann er auch die Kristallkugel im Massenstart-Weltcup und ist damit neben seinem Landsmann Raphaël Poirée (dem dies in der Saison 2003/04 gelang) der einzige Athlet, der in einer Saison alle kleinen Kristallkugeln für die vier Disziplinenwertungen, sowie die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup gewinnen konnte. Außerdem stellte der Franzose mit insgesamt 1.248 Punkten einen neuen Punkterekord im Weltcup auf und verbesserte damit die Marke von 1.110 Punkten des Norwegers Tarjei Bø aus der Saison 2010/11. Ebenfalls ein neuer Rekord sind die 19 Podestplätze, die Fourcade bei insgesamt 26 Wettbewerben einfahren konnte.

Saison 2013/14 - Zweifacher Olympiasieg und dritter Gewinn des Gesamtweltcups[Bearbeiten]

Zu Beginn der Saison 2013/2014 konnte Fourcade mit Siegen in Einzel und Sprint in Östersund gleich wieder die Gesamtführung im Weltcup übernehmen. Auch beim nachfolgenden Event in Hochfilzen gewann Fourcade ein Rennen. Seine Serie von 13 Podiumsplätzen in Folge endete schließlich beim dritten Weltcup-Event in Annecy-Le Grand Bornand, wo er in der Verfolgung nur den 17. Platz belegte. In Oberhof konnte er nach zwei dritten Plätzen hinter Svendsen und Bjoerndalen mit dem Massenstart sein viertes Weltcup-Rennen der Saison gewinnen. Zugunsten der Olympia-Vorbereitung verzichtete Fourcade auf die Rennen in Ruhpolding, wodurch er auch kampflos die Disziplinenwertung im Einzel, die in dieser Saison in nur zwei Rennen entschieden wurde, an den Norweger Svendsen abgeben musste. Nach der Pause kehrte er in Antholz in den Weltcup zurück. Dort reichte es in Sprint und Verfolgung aber nur für die Plätze 5 und 9. Bei den Olympischen Spielen in Sotschi erzielte Fourcade im ersten Wettbewerb, dem Sprint, nur den sechsten Platz. Im nachfolgenden Verfolgungsrennen konnte er diesen Rückstand aber aufholen und seine erste Olympische Goldmedaille gewinnen. Drei Tage nach diesem Erfolg gewann Fourcade auch die Goldmedaille im Einzelrennen. Im Massenstart musste sich Fourcade im Zielsprint dem Norweger Svendsen geschlagen geben, gewann aber seine dritte Medaille in Sotschi. Gemeinsam mit Ole Einar Bjørndalen ist Fourcade damit der einzige Biathlet, der bei den gleichen Olympischen Spielen drei Medaillen in Individualdisziplinen gewinnen konnte. Bjørndalen war dies zuvor 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin gelungen.

Im ersten Weltcup nach den Olympischen Spielen erreichte Fourcade in Pokljuka jeweils den siebten Platz in Sprint und Verfolgung. Damit zementierte er seine Führung im Gesamtweltcup und konnte auch die Führung im Verfolgungsweltcup übernehmen. Im abschließenden Massenstart schaffte er den Sprung aufs Podest und wurde hinter dem Schweden Björn Ferry Zweiter. Eine Woche später, beim vorletzten Weltcup-Event in Kontiolahti, erreichte Fourcade zwei weitere zweite Plätze in Sprint und Verfolgung. Dadurch gewann er nicht nur erneut die Sprint-Gesamtwertung, sondern auch zum dritten Mal in Folge den Gesamt-Weltcup. Zuvor war dies nur Frank Ullrich (1980-1982) und Fourcades Landsmann Raphaël Poirée (2000-2002) gelungen. Beim Weltcupfinale in Oslo sicherte sich Fourcade durch einen fünften Platz in der Verfolgung zum vierten Mal in seiner Karriere die kleine Kristallkugel für den Verfolgungsweltcup. Im abschließenden Massenstart feierte er seinen fünften Saisonerfolg im Weltcup und gewann auch die Gesamtwertung in dieser Disziplin. Durch den Gewinn seiner insgesamt zehnten kleinen Kristallkugel für einen Disziplinenweltcup zog Fourcade mit seinem Landsmann Poirée gleich. Einzig Ole Einar Bjørndalen war mit insgesamt 19 kleinen Kristallkugeln erfolgreicher.

Saison 2014/15[Bearbeiten]

Die Saison 2014/2015 begann für Fourcade mit einer Enttäuschung - in Östersund beendete er erstmals seit fast vier Jahren ein Rennen außerhalb der Punkteränge. Die nachfolgenden Sprint- und Verfolgungswettbewerbe entschied er aber für sich. Beim nächsten Weltcup-Event in Hochfilzen gewann er die Verfolgung und übernahm damit erstmals in dieser Saison die Führung im Gesamtweltcup.

Statistik[Bearbeiten]

Olympische Winterspiele[Bearbeiten]

  • Vancouver 2010: 2. Massenstart, 6. Staffel, 14. Einzel, 34. Verfolgung, 35. Sprint
  • Sotschi 2014: 1. Verfolgung, 1. Einzel, 2. Massenstart, 6. Sprint, 6. Mixed-Staffel, 8. Staffel

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

  • Pyeongchang 2009: 4. Staffel, 8. Verfolgung, 13. Einzel, 15. Massenstart, 18. Sprint
  • Chanty-Mansijsk 2010: 5. Mixed-Staffel
  • Chanty-Mansijsk 2011: 1. Verfolgung, 2. Sprint, 3. Mixed-Staffel, 10. Einzel, 10. Massenstart, 12. Staffel
  • Ruhpolding 2012: 1. Sprint, 1. Verfolgung, 1. Massenstart, 2. Staffel, 11. Mixed-Staffel, 25. Einzel
  • Nove Mesto 2013: 1. Einzel, 2. Sprint, 2. Verfolgung, 2. Staffel, 2. Mixed-Staffel, 10. Massenstart

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Einzel
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 14. März 2010 FinnlandFinnland Kontiolahti Verfolgung (12,5 km)
2. 18. März 2010 NorwegenNorwegen Oslo Sprint (10 km)
3. 20. März 2010 NorwegenNorwegen Oslo Verfolgung (12,5 km)
4. 22. Januar 2011 ItalienItalien Antholz Massenstart (15 km)
5. 13. Februar 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Fort Kent Massenstart (15 km)
6. 06. März 2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk (WM) Verfolgung (12,5 km)
7. 30. November 2011 SchwedenSchweden Östersund Einzel (20 km)
8. 04. Dezember 2011 SchwedenSchweden Östersund Verfolgung (12,5 km)
9. 11. Februar 2012 FinnlandFinnland Kontiolahti Sprint (10 km)
10. 03. März 2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding (WM) Sprint (10 km)
11. 04. März 2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding (WM) Verfolgung (12,5 km)
12. 11. März 2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding (WM) Massenstart (15 km)
13. 16. März 2012 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Sprint (10 km)
14. 17. März 2012 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Verfolgung (12,5 km)
15. 28. November 2012 SchwedenSchweden Östersund Einzel (20 km)
16. 02. Dezember 2012 SchwedenSchweden Östersund Verfolgung (12,5 km)
17. 12. Januar 2013 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Sprint (10 km)
18. 13. Januar 2013 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Massenstart (15 km)
19. 14. Februar 2013 TschechienTschechien Nové Město na Moravě (WM) Einzel (20 km)
20. 02. März 2013 NorwegenNorwegen Oslo Verfolgung (12,5 km)
21. 07. März 2013 RusslandRussland Sotschi Einzel (20 km)
22. 09. März 2013 RusslandRussland Sotschi Sprint (10 km)
23. 15. März 2013 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Sprint (10 km)
24. 17. März 2013 RusslandRussland Chanty-Mansijsk Massenstart (15 km)
25. 28. November 2013 SchwedenSchweden Östersund Einzel (20 km)
26. 30. November 2013 SchwedenSchweden Östersund Sprint (10 km)
27. 08. Dezember 2013 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Verfolgung (12,5 km)
28. 05. Januar 2014 DeutschlandDeutschland Oberhof Massenstart (15 km)
29. 23. März 2014 NorwegenNorwegen Oslo Massenstart (15 km)
30. 06. Dezember 2014 SchwedenSchweden Östersund Sprint (10 km)
31. 07. Dezember 2014 SchwedenSchweden Östersund Verfolgung (12,5 km)
32. 14. Dezember 2014 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Verfolgung (12,5 km)
Team
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 06. Dezember 2009 SchwedenSchweden Östersund Staffel1
2. 22. Januar 2012 ItalienItalien Antholz Staffel2
3. 10. Januar 2013 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel2
4. 20. Januar 2013 ItalienItalien Antholz Staffel2
5. 19. Januar 2014 ItalienItalien Antholz Staffel2
6. 30. November 2014 SchwedenSchweden Östersund Mixed-Staffel3
2 Mit Simon Fourcade, Jean-Guillaume Béatrix und Alexis Bœuf.
3 Mit Anaïs Bescond, Anaïs Chevalier und Simon Fourcade.

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 5 9 11 7 6 38
2. Platz 1 9 6 3 7 26
3. Platz 1 7 5 1 4 18
Top 10 11 38 32 19 29 129
Punkteränge 15 52 42 26 31 166
Starts 18 59 42 26 31 176
Stand: 19. Dezember 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martin Fourcade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien