Gammelshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gammelshausen
Gammelshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gammelshausen hervorgehoben
48.6416666666679.6502777777778442Koordinaten: 48° 39′ N, 9° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 442 m ü. NHN
Fläche: 3,31 km²
Einwohner: 1428 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 431 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73108
Vorwahl: 07164
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 023
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 19
73108 Gammelshausen
Webpräsenz: www.gammelshausen.de
Bürgermeister: Daniel Kohl
Lage der Gemeinde Gammelshausen im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Gammelshausen 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Evangelische Kirche in Gammelshausen

Gammelshausen ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart. Zur Gemeinde Gammelshausen gehören neben dem Dorf Gammelshausen keine weiteren Orte.

Geographie[Bearbeiten]

Gammelshausen liegt in 385 bis 722 Meter Höhe am Albtrauf, etwa neun Kilometer südlich der Kreisstadt Göppingen. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf dem Sielenwang.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Heiningen, Eschenbach, Bad Ditzenbach, Gruibingen, Dürnau und das zu Eschenbach gehörige Lotenberg.(alle Landkreis Göppingen)

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname ist auf einen früheren alamannischen Sippenführer Gamold zurückzuführen. Aus dem früheren Gamoltzhusen entwickelte sich das heutige Gammelshausen.[2]

Beim Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden konnte die Gemeinde Gammelshausen im Jahr 1975 beim Landes- und beim Bundeswettbewerb jeweils eine Goldmedaille erzielen.

Religionen[Bearbeiten]

In der Ortsmitte steht eine evangelische Kirche, für die der Pfarrer aus Dürnau zuständig ist.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 286
1907 344
17. Mai 1939 307
13. September 1950 412
27. Mai 1970 688
31. Dezember 1983 1480
31. Dezember 2005 1415
31. Dezember 2010 1464

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gammelshausen hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,28 %
45,72 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,72 %p
+5,72 %p
FWV Freie Wählervereinigung Gammelshausen 54,28 5 unbekannt 6
BWV Bürgerliche Wählervereinigung Gammelshausen 45,72 5 unbekannt 4
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 58,7 % 60,6 %

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Gemeindewappens von Gammelshausen lautet: In Gold unter einem roten Kirschenpaar ein rotes Haus.

Das Kirschenpaar des teilredenden Wappens weist auf den Kirschbau hin, der in Gammelshausen betrieben wird. Das Haus steht für den zweiten Namensteil im Ortsnamen Gammelshausen. Das Wappen und die rot-gelbe Gemeindeflagge wurden am 9. Oktober 1959 durch das Innenministerium verliehen.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Gammelshausen unterhält seit 1983 partnerschaftliche Beziehungen zu Breil/Brigels im Kanton Graubünden in der Schweiz.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Am nördlichen Ende von Gammelshausen schließt sich ein Fußballplatz an. Außerdem betreibt und unterhält Gammelshausen gemeinsam mit Dürnau ein Sport- und Freizeitzentrum, welches sich aber in Dürnau am Ortsrand zu Gammelshausen befindet. Oberhalb der Gemeinde befindet sich ein Veranstaltungsplatz auf dem Galgenbuckel, der regelmäßig für verschiedene Ereignisse wie Sonnwendfeuer verwendet wird. Der Ort eignet sich bestens als Ausgangspunkt für Mountainbiketouren auf die umliegenden Berge Fuchseck, Sielenwang, Köpfle und Kornberg.

Vereine[Bearbeiten]

  • Kegelverein Gammelshausen; die erste Damenmannschaft spielt zurzeit in der 2. Bundesliga, die erste Herrenmannschaft in der Verbandsliga.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Blick auf Gammelshausen, im Hintergrund Fuchseck, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1982

Verkehr[Bearbeiten]

Gammelshausen ist durch Landstraßen mit Heiningen, Dürnau, Gruibingen und dem zu Bad Ditzenbach gehörenden Auendorf verbunden. Die Anschlussstellen Aichelberg und Mühlhausen der Autobahn A 8 liegen etwa 9 km entfernt. Es verkehren mehrere Buslinien in Gammelshausen, mit denen man u. a. in die Kreisstadt Göppingen gelangen kann.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In der Nähe des Rathauses steht das 1976 fertiggestellte Gemeindehaus. Darin befindet sich eine Kegelbahn[3] sowie seit 2000 auch ein Jugendraum. Gammelshausen verfügt außerdem über ein öffentliches Backhaus.

Bildung[Bearbeiten]

Gammelshausen hat keine eigenen Schulen oder Kindergärten. Stattdessen besuchen die Gammelshäuser Kinder die gemeinsamen Einrichtungen in der Nachbargemeinde Dürnau. Diese liegen vom Ortsrand nur etwa einen Kilometer entfernt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Gammelshausen befindet sich ein Obstlehrpfad, der im Jahr 1974 eingeweiht wurde und bis nach Dürnau verläuft. In neuerer Zeit kam noch der erste schwäbische Spruchweg hinzu.

Literatur[Bearbeiten]

Claus Anshof: „I glaub net amol des, was i sieh!“ Glaubliche und unglaubliche Geschichten aus einem schwäbischen Dorf. Gemeinde Gammelshausen, 1986.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. gammelshausen.de: Eine sympathische Gemeinde, Gemeinde Gammelshausen, abgerufen 11. Januar 2009
  3. Info auf der Internetbeschreibung der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gammelshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien