Deggingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Deggingen
Deggingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Deggingen hervorgehoben
48.5963888888899.7191666666667492Koordinaten: 48° 36′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 492 m ü. NHN
Fläche: 22,7 km²
Einwohner: 5230 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 230 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73326,
73312 (Berneck)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07334
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 9
73326 Deggingen
73326,
73312 (Berneck)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text Deggingen
Webpräsenz: www.deggingen.de
Bürgermeister: Karl Weber
Lage der Gemeinde Deggingen im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Blick vom Aussichtspunkt bei Berneck (754 m) auf Deggingen, dahinter die Nordalb
Ökologisch wertvolle Wacholderheide auf der Nordalb bei Deggingen
Reichenbach im Täle, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1979

Deggingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Göppingen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Deggingen liegt etwa in der Mitte des Oberen Filstals am Aufstieg zur Schwäbischen Alb in 470 bis 520 Meter Höhe.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Deggingen gehört die ehemals selbstständige Gemeinde Reichenbach im Täle. Zur Gemeinde Deggingen in den Grenzen vom 31. Dezember 1974 gehören das Dorf Deggingen, der Weiler Berneck, Kirche und Kloster Ave Maria (Tugstein) und die Häuser Bierkeller und Nordalb sowie die abgegangene Ortschaft Bogenweiler. Zur ehemaligen Gemeinde Reichenbach im Täle gehören das Dorf Reichenbach im Täle und das Gehöft Gairen sowie die abgegangene Burg Gerenberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurde Reichenbach im Täle nach Deggingen eingemeindet..
siehe auch Burgruine Berneck mit Buschelkapelle

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 2419
1907 2331
17. Mai 1939 2584
13. September 1950 3820
27. Mai 1970 5415
31. Dezember 1983 5508
31. Dezember 2000 5668
31. Dezember 2005 5664
31. Dezember 2010 5456

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

In Deggingen wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Deggingen hat nach der letzten Wahl 15 Mitglieder (vorher 18). Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[3]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
63,49 %
24,26 %
12,24 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+2,19 %p
-0,84 %p
-1,36 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 63,49 9 61,3 12
FWV Freie Wählervereinigung Deggingen 24,26 4 25,1 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 12,24 2 13,6 2
gesamt 100,0 15 100,0 18
Wahlbeteiligung 54,03 % 56,00 %

Wappen[Bearbeiten]

Im Wappen des Ortes ist ein weißer Elefantenkopf mit darunterliegendem gelben, sechszackigen Stern auf rotem Hintergrund zu sehen. Der Elefant war das Wappentier der Grafen von Helfenstein, die den Ort bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1627 besessen haben. Der Stern ist wahrscheinlich nur ein unterscheidendes Beizeichen. Elefantenkopf und Stern sind erstmals 1551 als Gerichtssiegel des Markts Deggingen belegt. 1954 wurde am Rathaus ein anders aussehendes Stadtrelief angebracht, welches das Helfensteiner Wappen mit dem des Ortsadels verbindet. Auf Antrag der Gemeinde verlieh das Innenministerium am 30. Juni 1959 das ursprüngliche Wappen mit den Helfensteiner Farben Weiß und Rot.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Partnergemeinde von Deggingen ist Kottmar in der Oberlausitz in Sachsen. Es waren noch weitere Partnerschaften angedacht, die aber niemals realisiert wurden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Deggingen wird in seiner Nord-Süd-Achse durch die Bundesstraße 466 geteilt. Die Bundesstraße führt durch das komplette Obere Filstal und verbindet somit die Bundesautobahn 8 mit Geislingen. Täglich ist diese Straße durch Berufspendler und Güterverkehr stark frequentiert.

Bahn[Bearbeiten]

Deggingen war von 1903 bis 1983 durch die Nebenbahn Geislingen an der Steige–Wiesensteig („Tälesbahn“) an das Schienennetz angebunden. Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen erbauten das Bahnhofsgebäude als Einheitsbahnhof vom Typ IIb.[4]

Rad[Bearbeiten]

Der Bereich des ehemaligen Bahndamms wurde in einen Fahrradweg umgebaut. Dadurch besitzt das Obere Filstal ein hervorragend ausgebautes Fahrradwegenetz und ist Bestandteil der „Filstalroute“.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Im Weiler Berneck befindet sich ein Segelfluggelände.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Heilig Kreuzkirche
Ave Maria
Ehemaliges Gasthaus Post

Deggingen liegt an der Schwäbischen Albstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Im Norden von Deggingen liegt die „Nordalb“, die einen hervorragenden Ausblick in das Obere Filstal bietet.

Vereine[Bearbeiten]

  • 1674 wurde die Schützengesellschaft Deggingen gegründet.
  • 1867 wurde der Liederkranz Concordia Deggingen gegründet. Mit ihren acht Untergruppen (Gemischter Chor, Junger Chor, Jugendchor, Kinderchor, Notahopser, Mandolinen-, Theater- und Binokelgruppe) ist die Concordia einer der am stärksten strukturierten Vereine in Deggingen.
  • 1958 wurde der Musikverein Deggingen gegründet. Die Blasmusik im Ort weist eine über 100-jährige Tradition auf.
  • Pfadfinder Deggingen: 1962 wurde der DPSG-Stamm Deggingen gegründet.

Gebäude[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Darcis,Herbert Allmendinger: Deggingen und Reichenbach im Täle :ein Heimatbuch erarbeitet vom Arbeitskreis Heimatbuch: Geislingen an der Steige : Maurer, [2010]. ISBN 978-3-00-033078-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deggingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 289–290
  3. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  4.  Rainer Stein: Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In: Eisenbahn-Journal Württemberg-Report. Band 1, Nr. V/96, Merker, Fürstenfeldbruck 1996, ISBN 3-922404-96-0, S. 80–83.