Rechberghausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rechberghausen
Rechberghausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rechberghausen hervorgehoben
48.7305555555569.6397222222222339Koordinaten: 48° 44′ N, 9° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 339 m ü. NHN
Fläche: 6,4 km²
Einwohner: 5307 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 829 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73098
Vorwahl: 07161
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 038
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amtsgasse 4
73098 Rechberghausen
Webpräsenz: www.rechberghausen.de
Bürgermeister: Reiner Ruf
Lage der Gemeinde Rechberghausen im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild

Rechberghausen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Göppingen in Baden-Württemberg. Der Ort gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Blick auf Rechberghausen

Die Gemeinde liegt im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb und am Rande des östlichen Schurwaldes auf etwa 320 bis 400 m ü. NN am Marbach, einem rechten Nebengewässer der Fils.

Gliederung[Bearbeiten]

Sie besteht aus dem Hauptort Rechberghausen und dem Weiler Oberhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1245 erstmals urkundlich erwähnt. Er gehörte damals den Herzögen von Teck, nachdem die dortige Burg zuvor wohl den Herren von Rechberg gehört hatte. 1366 kamen Ort und Burg an Österreich. 1374 verkaufte Österreich beide an die Herren von Rechberg zu Hohenrechberg. Über die Grafen von Preysing und die Grafen von Degenfeld-Schonburg kam Rechberghausen Ende 1805 an das Haus Württemberg.

Religionen[Bearbeiten]

Bis zur Reformation war Rechberghausen nach Göppingen eingepfarrt, da die Rechberger Herren jedoch römisch-katholisch blieben, wurde dort eine eigene Pfarrgemeinde eingerichtet.

Konfessionell waren bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Katholiken in großer Überzahl. Heute gibt es eine sehr aktive evangelische Gemeinde. Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1912, die evangelische Jesus-Christus-Kirche 1961 geweiht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Oberes Tor

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 737
1907 1335
17. Mai 1939 1726
13. September 1950 2514
27. Mai 1970 4629
31. Dezember 1983 4916
31. Dezember 2000 5490
31. Dezember 2005 5532
31. Dezember 2010 5366

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehört mit den Nachbargemeinden Adelberg, Birenbach und Börtlingen dem Gemeindeverwaltungsverband „Östlicher Schurwald“ an, der seinen Sitz in Rechberghausen hat.

Wappen[Bearbeiten]

Das Neue Schloss in Rechberghausen dient heute als Rathaus
Blick auf Rechberghausen, Federzeichnung von Margret Hofheinz-Döring

Blasonierung: In Silber auf grünem Dreiberg ein aufgerichteter roter Rehbock.

Ursprünglich führte die Gemeinde einen Steinbock auf ihrem Schultheißenamtssiegel, tauschte ihn aber am 16. Oktober 1932 gegen das „redende“ Wappen mit dem Rehbock aus. Dieser steht sowohl für die Rehberge, in Verbindung mit dem Dreiberg auch für die Familie von Rechberg, zu deren Herrschaft der Ort bis 1789 gehörte.

Die Flaggenfarben Grün-Weiß wurden vom Innenministerium am 18. Februar 1959 verliehen.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. Dezember 1977 Reiner Johannes Ruf.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Rechberghausen hat 18 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[3]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 50,26 %
 %
40
30
20
10
0
27,15 %
36,12 %
20,74 %
15,99 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,15 %p
+5,62 %p
+0,84 %p
+0,69 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,15 5 34,3 6
UB Unabhängige Bürger Rechberghausen 36,12 6 26,2 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 20,74 4 19,9 3
Grüne Die Grünen 15,99 3 15,3 3
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 50,26 % 54,4 %

Partnerstädte[Bearbeiten]

Partnergemeinde von Rechberghausen ist seit 1991 die Gemeinde Bad Schlema in Sachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ehemaliger Bahnhof der Hohenstaufenbahn

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 297 (TübingenLorch). Bis 1984 war sie durch die Hohenstaufenbahn (Schwäbisch GmündGöppingen) auch an das Schienennetz angebunden.

Bildung[Bearbeiten]

In Rechberghausen befindet sich die Schurwald-Haupt- und Realschule. Außerdem existieren eine zweizügige Grundschule, ein kommunaler, ein römisch-katholischer und ein evangelischer Kindergarten. Außerdem existiert in Rechberghausen eine Außenstelle der Schurwald-Volkshochschule und der Schurwald-Musikschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Marbach wurde renaturiert und naturnah gestaltet
Die Gartenschau in Rechberghausen fand vom 29. Mai bis zum 20. September 2009 statt

Theater[Bearbeiten]

Im ehemaligen Bahnhof der Hohenstaufenbahn befindet sich ein Amateurtheater, das Theater im Bahnhof, mit regelmäßigem Spielplan.

Grünprojekt 2009[Bearbeiten]

Am 29. Mai 2009 wurde das Grünprojekt Rechberghausen eröffnet, eine kleine Landesgartenschau in Baden-Württemberg. Dazu entstand unter anderem ein Landschaftspark mit See und Aussichtsturm.

Die erhoffte Besucherzahl von 120.000 war am Ende der viermonatigen Veranstaltung mit über 240.000 Gästen weit übertroffen.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Konrad Plieninger (1928–2008), Gymnasialprofessor, Historiker, Romanist und Germanist
Rechberghausen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rechberghausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Eberhard Gönner und Heinz Baruda: „Wappenbuch des Landkreises Göppingen“, Herausgegeben vom Landkreis Göppingen und der Archivdirektion Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1966
  3. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  4. Informationen der Gemeinde zur Gartenschau