HMNZS Achilles (70)

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HMNZS Achilles
HMNZS Achilles
Übersicht
Bauwerft

Cammell Laird, Birkenhead, England

Kiellegung 11. Juni 1931
Stapellauf 1. September 1932
1. Dienstzeit Flagge
Indienststellung 10. Oktober 1933
Außerdienststellung 17. September 1946
Verbleib Verkauft an die indische Marine
2. Dienstzeit Flagge
Indienststellung 5. Juli 1948
Außerdienststellung 30. Juli 1978
Verbleib zur Verschrottung verkauft
Technische Daten
Verdrängung

Standard 7.270 ts
maximal 9.740 ts

Länge

169 m

Breite

17 m

Tiefgang

5,8 m

Besatzung

550 (Frieden) 680 (Krieg) Mann

Antrieb
  • Dampfturbinen (Typ Parson)
  • 6 Admiralty Dampfkessel (3-Trommel-Typ)
  • 74.000 PS auf 4 Schrauben
Geschwindigkeit

32,5 kn

Reichweite

5730 sm bei 13 kn

Bewaffnung
  • 8 × 15,2-cm-Geschütze
  • 4 × 10,2-cm-Flugabwehrgeschütze
  • 10 × 12,7-mm-Maschinengewehre
  • 8 × Torpedorohre Ø 53,3 cm

Die HMNZS Achilles war ein neuseeländischer Leichter Kreuzer der Leander-Klasse im Zweiten Weltkrieg. Sie wurde vor allem durch das Gefecht mit dem deutschen Panzerschiff Admiral Graf Spee bekannt.

Vor dem Krieg[Bearbeiten]

Die Achilles wurde ursprünglich für die Royal Navy gebaut und als HMS Achilles am 10. Oktober 1933 in Dienst gestellt. Sie diente vom 31. März an in der Neuseeland-Abteilung der Royal Navy bis die Royal New Zealand Navy gegründet wurde, in die sie im September 1941 transferiert wurde. Sie wurde in HMNZS Achilles umbenannt. Die Besatzung bestand zu 60 % aus Neuseeländern.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Südamerika[Bearbeiten]

HMS Achilles von der HMS Ajax aus gesehen bei der Seeschlacht vor dem Río de la Plata

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs patrouillierte die Achilles an der Westküste Südamerikas, um deutsche Frachtschiffe abzufangen. Am 22. Oktober 1939 hatte sie die Falklandinseln erreicht, wo sie der Force G unter Commodore Henry Harwood zugeteilt wurde. Sie nahm mit dessen Geschwader an der Seeschlacht vor dem Río de la Plata teil.

Pazifik[Bearbeiten]

Nach der Schlacht kehrte die Achilles am 23. Februar 1940 nach Auckland zurück, wo sie bis zum Juni instand gesetzt wurde. Nachdem Japan in den Krieg eingetreten war, eskortierte sie Truppentransporte, und stieß zur ANZAC Abteilung im südwestlichen Pazifik. Während das Schiff vor New Georgia mit US-amerikanischen Kräften operierte, wurde es am 5. Januar 1943 von einer Bombe am Turm X getroffen. Der Kreuzer wurde von April 1943 bis Mai 1944 repariert, wobei der Turm X durch vier Ordnance QF 2-Pfünder-Marinegeschütze ersetzt wurde. Im Mai 1945 wurde die Achilles der britischen Pazifikflotte (Task Force 57) zugeteilt.

Indische Marine[Bearbeiten]

Am 17. September 1946 wurde die Achilles an die Royal Navy zurückgegeben. Sie wurde an die indische Marine verkauft und am 5. Juli 1948 als HMIS Delhi wieder in Dienst gestellt. Als Indien unabhängig wurde, wurde das Schiff in INS Delhi umbenannt. Ihre erste Besuchsreise führte sie im Jahr 1948 nach Ostafrika, den Seychellen und Mauritius. Im Juni 1950 fuhr Premierminister Jawaharlal Nehru auf ihr zu einem Staatsbesuch nach Indonesien.

Während der Besetzung Goas am 18. Dezember 1961 versenkte die Delhi ein portugiesisches Schiff und zwang ein weiteres zur Selbstversenkung. Außerdem unterstützte sie die indische Armee durch Landbeschuss. Am Zweiten Indisch-Pakistanischen Krieg im September 1965 nahm sie nicht teil, weil sie zu dieser Zeit im Trockendock lag.

Das Schiff blieb bis zum 30. Juli 1978 in Dienst und wurde danach zur Verschrottung verkauft.

Heute[Bearbeiten]

Der Turm Y wurde bei der Verschrottung entfernt und Neuseeland als Geschenk übergeben. Er ist am Eingang der Devonport Naval Base in Auckland ausgestellt. Der Verbleib der weiteren Türme ist unklar.

Trivia[Bearbeiten]

Im Jahr 1956 spielte die Achilles sich selbst in dem Film Panzerschiff Graf Spee.

Eine neuseeländische Antarktis-Expedition benannte den 3770 m hohen Mount Achilles in den Admiralitätsbergen nach dem Schiff.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HMNZS Achilles (70) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mount Achilles (Englisch) In: Geographic Names Information System. United States Geological Survey. Abgerufen am 6. März 2011.