Halle Berry

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Halle Berry bei der Comic Con 2013
Halle Berry bei der Oscarverleihung 2011

Halle Maria Berry [ˈhælɪ ˈbɛɹɪ] (* 14. August 1966 in Cleveland, Ohio) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Bekannt wurde sie vor allem als Leticia Musgrove in dem Filmdrama Monster’s Ball (2001), für das sie im Jahr 2002 als erste afro-amerikanische Schauspielerin mit dem Oscar als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.

Leben[Bearbeiten]

Halle Berry auf der Catwoman-Premierenparty in Hamburg (2004)

Halle Berry, das Kind einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters, wurde von ihrer Mutter Judith nach dem beliebten Kaufhaus Halle’s Department Store in Cleveland benannt. Die Eltern trennten sich, als sie vier Jahre alt war. Die Mutter zog mit Halle und ihrer älteren Schwester in einen vorwiegend von Weißen besiedelten Vorort. Die Schwestern waren dort immer wieder rassistischen Anfeindungen ausgesetzt, sodass sich Halle sehr in sich selbst zurückzog. Sie verfolgte von da an ihr Streben nach Anerkennung und schaffte es dann auch, sich mit viel Ehrgeiz an ihrer Schule zu etablieren – sie wurde sogar Ballprinzessin.

Anfangs nahm sie an zahlreichen Schönheitswettbewerben teil und gewann eine ganze Reihe davon – unter anderem wurde sie „Miss Ohio USA“. Im Alter von 18 Jahren entschied sie sich für ein Studium im Fach Fernsehjournalismus, brach es aber nach einem Praktikum vorzeitig ab. Sie versuchte es nun mit der Schauspielerei.

Ihren ersten Fernsehauftritt hatte sie 1991 in der TV-Comedyserie Living Dolls, kurz darauf bekam sie eine Rolle in der Fernsehserie Unter der Sonne Kaliforniens. Bei ihrem Filmdebüt hatte sie sich gleich einer besonderen schauspielerischen Herausforderung zu stellen. In Spike Lees Jungle Fever (1991) spielte sie an der Seite von Wesley Snipes die drogensüchtige Vivian.

Danach hatte sie Achtungserfolge mit dem Film Boomerang und der Fernsehminiserie Queen (1993). Internationale Aufmerksamkeit bescherte ihr 1994 der Film Flintstones – Die Familie Feuerstein. Darauf folgten einige weniger bedeutende Filme und erst 1999 konnte Berry in der TV-Produktion Rising Star sich wieder als Charakterdarstellerin zeigen.

Nach Erfolgsfilmen wie X-Men und Passwort: Swordfish schaffte sie mit Monster’s Ball ihren Durchbruch.

Im Jahr 2004 erwies sich Catwoman als kommerzieller Flop. Für ihre Darstellung in diesem Film wurde sie 2005 mit der Goldenen Himbeere ausgezeichnet. Berry sorgte für eine Überraschung, als sie diesen Anti-Preis persönlich entgegennahm: „Man muss eben auch mit Kritik leben.“

Im April 2009 veröffentlichte Coty einen Duft mit dem Namen Halle by Halle Berry.[1]

Im Jahr 2010 kam das kanadische Drama Frankie and Alice in die Kinos, in dem sie die weibliche Hauptrolle spielte und das sie mit produzierte.[2] Die Dreharbeiten fanden zum Jahreswechsel 2008/09 in Vancouver statt. 2012 wurde sie von Brad Anderson für den Thriller The Call – Leg nicht auf! gecasted, in dem Berry eine Mitarbeiterin der LAPD-Notrufzentrale spielt.[3] Der Film hatte am 15. März in den Vereinigten Staaten und am 11. Juli 2013 in Deutschland Premiere.[4]

Berry hält die Rechte an der Verfilmung des Lebens der afroamerikanischen Pianistin und Autorin Philippa Schuyler (1931–1967), mit der Mitte der 2000er-Jahre die Sängern Alicia Keys in Verbindung gebracht wurde.[5]

Halle Berrys deutsche Synchronsprecherin ist Melanie Pukaß.

Privates[Bearbeiten]

Als Halle Berry 1989 während der Dreharbeiten zur Fernsehserie Living Dolls das Bewusstsein verlor, wurde bei ihr Diabetes mellitus Typ 1 diagnostiziert. Ehrenamtlich engagiert sich Berry seitdem in der „Juvenile Diabetes Association“. Berry verfügt nur noch über 20 Prozent Hörfähigkeit auf dem rechten Ohr, nachdem sie Anfang der 1990er-Jahre von einem gewalttätigen Freund geschlagen worden war.[6]

Im Jahr 1991 war sie mit Spike Lee liiert. Berry war von 1992 bis 1996 mit dem Baseballspieler David Justice und in zweiter Ehe von 2001 bis 2005 mit dem R&B-Sänger Eric Benet verheiratet. Am 16. März 2008 wurde ihre Tochter geboren. Vater des Kindes ist Gabriel Aubry, mit dem sie ab Mitte Mai 2008 verlobt war.[7] Im April 2010 wurde die Trennung des Paares bekannt. Im März 2012 wurde die Verlobung Berrys mit dem französischen Schauspielkollegen Olivier Martinez öffentlich, an dessen Seite sie im selben Jahr im Actionfilm Dark Tide erschien. Ein Sorgerechtsstreit mit Aubry verhinderte im November 2012 Berrys Pläne, mit Martinez und ihrer Tochter nach Paris umzuziehen.[6] Am 13. Juli 2013 heiratete sie Olivier Martinez in Frankreich.[8]Am 5. Oktober 2013 wurde ihr Sohn geboren.[9]

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Film Preis Kategorie
2000 Jungle Fever Golden Globe
2000 Rising Star (Die Geschichte der Dorothy Dandridge) Golden Globe
2000 Rising Star (Die Geschichte der Dorothy Dandridge) Emmy Award
2002 Bambi
2002 Monster’s Ball Silberner Bär (Berlinale 2002)
2002 Monster’s Ball Oscar Beste Hauptdarstellerin
2002 Passwort: Swordfish Image Award Beste Hauptdarstellerin
2005 Catwoman Goldene Himbeere Schlechteste Darstellerin
2014 The Call – Leg nicht auf! und Movie 43 Goldene Himbeere (Nominierung) Schlechteste Darstellerin

Außerdem erhielt sie am 3. April 2007 den Stern Nummer 2333 auf dem Hollywood Walk of Fame.[10]

2002 wurde sie von der Zeitschrift Maxim zur Woman of the Year ausgezeichnet. Zur Sexiest Woman Alive 2008 ernannte sie die Zeitschrift Esquire.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Halle Berry – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. cosmoty.de
  2. Frankie and Alice bei imdb
  3. Halle Berry Signs on for The Hive
  4. Releasedates
  5. Munday, Matt: Sweet soul superstar Singer – and now actress – Alicia Keys has moved up to a new level. In: The Daily Telegraph, 19. Juni 2004, S. 7.
  6. a b Halle Berry. In: Internationales Biographisches Archiv 04/2013 vom 22. Januar 2013, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 05/2013 (abgerufen via Munzinger Online).
  7. Nachwuchs: Halle Berry ist Mutter. Spiegel Online, 17. März 2008, abgerufen am 27. Februar 2013.
  8. Halle Berry und Olivier Martinez haben geheiratet. Abgerufen am 23. Juli 2013.
  9. Halle Berry bekommt ihr zweites Kind. Abgerufen am 16. März 2014.
  10. Walk of Fame: Stern Nr. 2333 für Halle Berry. Focus, 4. April 2007, abgerufen am 27. Februar 2013.
  11. Halle Berry Is the Sexiest Woman Alive, 2008. Esquire, 10. Oktober 2008, abgerufen am 27. Februar 2013 (englisch).