Movie 43

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Filmdaten
Deutscher Titel Movie 43
Originaltitel Movie 43
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 94[1] Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
JMK 16[2]
Stab
Regie Bob Odenkirk,
Elizabeth Banks,
Steven Brill,
Steve Carr,
Rusty Cundieff,
James Duffy,
Griffin Dunne,
Peter Farrelly,
Patrik Forsberg,
Will Graham,
James Gunn,
Brett Ratner,
Jonathan van Tulleken
Drehbuch Steve Baker,
Will Carlough,
Jacob Fleisher,
Patrik Forsberg,
Rocky Russo,
Jeremy Sosenko
Produktion Charles B. Wessler,
Peter Farrelly,
Ryan Kavanaugh,
John Penotti
Musik William Goodrum
Kamera Frank G. DeMarco,
Steve Gainer,
Matthew F. Leonetti,
Daryn Okada,
William Rexer,
Mattias Rudh,
Newton Thomas Sigel,
Tim Suhrstedt
Schnitt Debra Chiate,
Patrick J. Don Vito,
Suzy Elmiger,
Mark Helfrich,
Craig Herring,
Myron I. Kerstein,
Joe Randall-Cutler,
Sam Seig,
Cara Silverman,
Sandy S. Solowitz,
Jonathan van Tulleken,
Håkan Wärn,
Paul Zucker
Besetzung
Synchronisation

Movie 43 ist eine US-amerikanische Episoden-Filmkomödie verschiedener Regisseure aus dem Jahr 2013. Sie enthält zwölf Handlungsstränge.[3]

Movie 43 verfügt mit einem Ensemble der Film-Stars Richard Gere, Dennis Quaid, Hugh Jackman, Kate Winslet, Gerard Butler, Halle Berry, Johnny Knoxville, Emma Stone, Seann William Scott, Uma Thurman und vielen weiteren über ein All-Star-Cast. Der Film wurde in Deutschland am 24. Januar 2013 veröffentlicht, in den Vereinigten Staaten einen Tag später.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film besteht aus zwölf lose miteinander verbundenen Episoden. Als Rahmenhandlung dient die Suche dreier Jugendlicher nach dem titelgebenden Film im Internet. Zwei der Jugendlichen stellen ein Video in das Internet ein und merken kurz darauf, dass sie dabei von ihrem kleinen Bruder Baxter reingelegt werden. Als Rache planen die beiden Jugendlichen, Baxters Laptop mit Computerviren zu infizieren. Dafür lenkt einer der Jugendlichen Baxter ab und behauptet, es existiere ein mysteriöses Video „Movie 43“. Als Baxter im Internet sucht, findet er viele Videoclips und Filmausschnitte:

  1. Beth trifft sich mit einem erfolgreichen Mann in einem Restaurant. Als dieser seinen Schal abnimmt, entdeckt Beth, dass sich bei ihrem Date ein Hodensack am Hals befindet.
  2. Die Eltern des jungen Kevin halten es für richtig, ihren Sohn zu Hause zu unterrichten. Sie berichten ihren Nachbarn von ihren Erziehungsmethoden und machen deutlich, dass er trotzdem wie in der öffentlichen Schule behandelt wird. So wird der Sohn von seinen Eltern regelmäßig schikaniert.
  3. Jason möchte seiner Freundin Vanessa einen Heiratsantrag machen. Sie hingegen überrascht ihn mit dem Vorschlag, dass Jason auf sie „draufkacken“ soll, weil sie ihn für ihren Seelenpartner hält. Als er sich nach einem Gespräch mit einem Freund damit einverstanden zeigt, kommt es zu einem Eklat, da Jasons Stuhldrang kaum noch zu halten ist. Er verschreckt Vanessa, die daraufhin flüchtet. Als Jason ihr nachläuft, wird er von einem Auto angefahren und sein Stuhl verteilt sich über dem Auto und der Straße. Vanessa verzeiht ihm darauf und will ihn heiraten.
  4. Neil trifft seine Ex-Freundin Veronica im Supermarkt, in welchem er arbeitet. Nachdem sie intime Details ausgetauscht haben und beide ihre Zuneigung deutlich machten, verlässt Veronica den Supermarkt. Die im Supermarkt befindliche Kundschaft hörte das Gespräch jedoch mit und ermutigt Neil daraufhin, Veronica hinterherzulaufen.
  5. In einem Ausschnitt nimmt Robin bei einem Speed-Dating teil, wird jedoch ständig von Batman gestört. Als er ein Date mit Supergirl hat, befindet sich Batman unter dem Tisch und macht anzügliche Bemerkungen über Supergirls Intimbereich. Als Supergirl später in Schwierigkeiten steckt, versucht Robin sie zu retten. Nach dem geglückten Rettungsversuch küsst Robin Supergirl. Daraufhin wird Supergirl von Batman, der die Wahrheit von Anfang an wusste, als Riddler entlarvt.
  6. Ein Konzern versucht den neuen MP3-Player „iBabe“ auf den Markt zu bringen. Der MP3-Player sieht wie eine nackte Frau aus, wobei der Kühlventilator an der Stelle sitzt, an der Frauen ihren Scheideneingang haben. Jugendliche stecken ihren Penis in diese Öffnung, was die Firma aufgrund der Verletzungsgefahr in Schwierigkeiten bringt. Später wird das Produkt in einem Werbespot beworben, die den Intimbereich mit Stacheldraht umgeben zeigt.
  7. Die dreizehnjährige Amanda ist bei ihrem Freund zu Hause und bemerkt plötzlich, dass sie zum ersten Mal ihre Periode bekommt. Sie, ihr Freund und dessen Bruder sind mit der Situation überfordert, wobei ihr Freund von einer akuten Verletzung Amandas ausgeht.
  8. Peter zeigt seinem Mitbewohner Brian einen Kobold, den er im Keller gefangen hält. Beide versuchen herauszufinden, wo der Kobold sein Gold versteckt hält. Als der Bruder des Kobolds mit dem Gold erscheint, beginnen Peter und Brian mit den Kobolden zu kämpfen. Peter schafft es, die Kobolde zu erschießen. Brian verliert beim Kampf jedoch ein Auge.
  9. Emily und Donald haben ein Blind Date. Emily findet es langweilig und schlägt Donald vor, Wahrheit oder Pflicht zu spielen. Die Aufgaben des Spieles werden immer verrückter. Es fängt damit an, einer fremden Person an den Hintern zu fassen und endet mit missglückten Schönheitsoperationen der Protagonisten.
  10. Der Basketball-Trainer Jackson will seinem Team erklären, dass sie das Spiel aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe gewinnen werden, nachdem die Spieler dem Gegnerteam mehr Gewinnchancen zurechnen.
  11. Eine Beziehung zwischen Amy und Anson gestaltet sich schwierig, da Beezel, eine Cartoonfigur, sich zwischen Amy und Anson stellt, wobei Beezel eine starke Ablehnung gegenüber Amy zeigt. Anson ist jedoch von der Unschuld Beezels überzeugt. Nachdem ein Streit zwischen Amy und Beezel eskaliert, stellt Amy Anson vor die Wahl und verlangt, Beezel loszuwerden. Anson willigt ein. Am Tag der Abgabe versucht Beezel, unbeobachtet von Anson, Amy zu töten. In einem Kampf kann Amy Beezel schließlich mit einer Schaufel überwältigen. Dabei wird sie von Kindern beobachtet, die nun mit Plastikgabeln auf Amy losgehen und sie schließlich töten.

Produktion[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten zu dem Film dauerten vier Jahre, da man sich immer den Terminkalendern der zahlreichen Schauspieler und Regisseure anpassen musste. Movie 43 hatte ein Budget von 6 Millionen US-Dollar und spielte bisher weltweit ungefähr 30 Millionen US-Dollar ein.[4]

Insgesamt wirkten 13 Regisseure und 18 Drehbuchautoren an dem Film mit.[3]

Dabei zeigt die US-amerikanische Fassung eine andere Rahmenhandlung („The Pitch“) als die europäische.

Kritiken[Bearbeiten]

Erste Kritiken waren generell negativ. Der Metascore-Dienst Rotten Tomatoes ermittelte bislang nur 4 % positive Filmkritiken (Stand: Juli 2013).[5]

„Der Witz soll daraus entstehen, dass Privates öffentlich und auf diese Weise Scham lächerlich gemacht wird. Doch der gezielte Bruch von Bildertabus allein ist noch nicht komisch und zeugt nur von der Verklemmtheit des Konzepts. Auch die bemerkenswerte Anzahl namhafter Hollywood-Stars macht den derben Humor nicht goutierbarer.“

Lexikon des Internationalen Films.[6]

„Aber vielleicht tut man ‚Movie 43‘ auch zu viel der Ehre an, wenn man ihm politische Satire unterstellt. Wahrscheinlich ist dies nur das Ergebnis eines feuchtfröhlichen Betriebsausflugs, bei dem die Beteiligten so richtig die Sau rauslassen durften und dabei sicher mehr Spaß hatten als die, die nun vor der Leinwand sitzen und zuschauen.“

Stuttgarter Zeitung.[7]

„‚Movie 43‘ basiert größtenteils auf oberflächlichen Gags, die jedoch durch die Einbettung in das durch und durch schräge Setting eines jeden Kurzfilms an Skurrilität gewinnen. Die Schauspiel-Leistungen entsprechen dem Genre, einzig der überproportionale Gebrauch deftigen Vokabulars wird im Laufe der eineinhalb Stunden ein wenig ermüdend. Die unterschiedlichen Filmsprachen der Regisseure in ‚Movie 43‘ machen den Streifen zu einer abwechslungsreichen Komödie, die durchaus die Lachmuskeln trainiert.“

Kleine Zeitung.[8]

„Anderthalb Stunden, bei der ein geschmackloser Witz den nächsten jagt, verpackt in komplett verrückte Geschichten ohne jeglichen Zusammenhang – Movie 43 ist sicher kein Film wie jeder anderer. Als hätte man sich einen Abend lang wahllos durch obskure YouTube-Videos geklickt. Wer also auf der Suche nach einem neuen ‚Kinoereignis‘ ist, wird hier auf jeden Fall fündig. Ob einem dieses Ereignis aber auch gefällt, hängt sehr davon ab, wie lustig man die Vorstellung von fluchenden Kobolden, onanierenden Zeichentrickkatzen oder Männern mit Hoden am Hals findet.“

film-rezensionen.de[9]

Synchronisation[Bearbeiten]

Die Synchronisation stellte die Firma RC Production Kunze & Wunder GmbH & Co. KG her, für das Dialogbuch war Tobias Neumann verantwortlich. Die Dialogregie führte Axel Malzacher.

Rolle Darsteller Synchronsprecher[10]
Boss Richard Gere Hubertus Bengsch
Charlie Wessler Dennis Quaid
Davis Hugh Jackman Thomas Nero Wolff
Beth Kate Winslet Ulrike Stürzbecher
Kobold 1 & 2 Gerard Butler Tobias Kluckert
Emily Halle Berry Melanie Pukaß
Pete Johnny Knoxville Florian Halm
Veronica Emma Stone Anja Stadlober

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Preis Kategorie Träger Ergebnis
2014 Goldene Himbeere Schlechtester Film Gewonnen
Goldene Himbeere Schlechteste Schauspielerin Halle Berry und Naomi Watts Nominiert
Goldene Himbeere Schlechtestes Leinwandpaar Die gesamte Besetzung von Movie 43 Nominiert
Goldene Himbeere Schlechteste Regie Die 13 Regisseure Elizabeth Banks, Steven Brill, Steve Carr, Rusty Cundieff, James Duffy, Griffin Dunne, Peter Farrelly, Patrik Forsberg, Will Graham, James Gunn, Bob Odenkirk, Brett Ratner und Jonathan van Tulleken Gewonnen
Goldene Himbeere Schlechtestes Drehbuch Steve Baker, Ricky Blitt, Will Carlough, Tobias Carlson, Jacob Fleisher, Patrik Forsberg, Will Graham, James Gunn, Claes Kjellstrom, Jack Kukoda, Bob Odenkirk, Bill O’Malley, Matthew Alec Portenoy, Greg Pritikin, Rocky Russo, Olle Sarri, Elizabeth Wright Shapiro, Jeremy Sosenko, Jonathan van Tulleken, Jonas Wittenmark Gewonnen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK, Zugriff am 2. Februar 2013
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. a b MOVIE 43 TV Spot No3 (englisch), abgerufen am 27. Februar 2013
  4. Movie 43, boxofficemojo.com, abgerufen am 9. Februar 2013
  5. Movie 43 auf Rotten Tomatoes
  6. Movie 43 im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 3. Februar 2013
  7. Das puritanische Amerika lässt Dampf ab in Stuttgarter Zeitung.de, abgerufen am 2. Februar 2013
  8. ‚Movie 43‘: Wahnwitzige Episoden-Komödie aus dem Hause Farrelly in Kleine Zeitung.at, abgerufen am 2. Februar 2013
  9. Movie 43 auf www.film-rezensionen.de, abgerufen am 31. Mai 2013
  10. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 3. Februar 2013