Joachim Heinrich Campe

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Joachim Heinrich Campe
J. H. Campe –
Kupferstich von F. Müller
Grabmal von Joachim Heinrich Campe auf dem Magnifriedhof in Braunschweig
Gedenkstein im Hammer Park, Hamburg: Hier wirkte J. H. Campe von 1778 bis 1783 und schrieb seinen Robinson. Hamm, d. 31. Jan. 1883. Die 5 Bürgervereine a/d Bille. Der Stein wurde ursprünglich vor Campes Haus am Hammer Deich aufgestellt und erst nach der Zerstörung Süd-Hamms im Zweiten Weltkrieg an den heutigen Standort versetzt.

Joachim Heinrich Campe (* 29. Juni 1746 in Deensen bei Holzminden; † 22. Oktober 1818 in Braunschweig) war ein deutscher, den Idealen der Aufklärung verpflichteter Schriftsteller, Sprachforscher, Pädagoge und Verleger.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Kaufmanns Burkhard Hilmar Campe besuchte ab 1760 als einer der ersten Schüler die Amelungsbornsche Klosterschule zu Holzminden (heute Campe-Gymnasium), studierte ab 1765 in Helmstedt und ab 1768 in Halle evangelische Theologie (bei Johann Salomo Semler). Anschließend war er von 1769 bis 1773 und im Jahr 1775 Hauslehrer und Erzieher von Alexander und Wilhelm von Humboldt in Tegel. Von 1773 bis 1775 war er Feldprediger des in Potsdam stationierten Regiments des Kronprinzen, dann 1776 Prediger an der Heiliggeistkirche ebendort. Anschließend nahm er den Ruf an das Philanthropinum (eine Reformschule) von Prof. Johann Bernhard Basedow in Dessau an und wurde dort kurze Zeit Mitkurator, bald auch dessen Leiter. Nach einem Streit mit Basedow verließ er Dessau und ging nach Hamburg.

Campe war 1777 der Freimaurerloge Balduin zur Linde in Leipzig beigetreten, 1778 der Loge Absalom zu den drei Nesseln in Hamburg. Er trat 1780 aber wieder aus, wohl weil er in seinen karitativen Absichten enttäuscht war; jedenfalls hat er keine Loge mehr besucht.[1]

1777 übertrug ihm Jakob Böhl, der Leiter eines großen Handelshauses, die Erziehung seiner Söhne. In der damals ländlichen Umgebung von Billwerder gründete Campe am Hammerdeich (heute Hamburg-Hamm) eine eigene Erziehungsanstalt. In dieser Zeit pflegte er intensive Kontakte mit den Berliner und Hamburger Aufklärern Friedrich Gottlieb Klopstock, Mathias Claudius, Gotthold Ephraim Lessing. Er verkehrte in den Häusern Reimarus und Sieveking. Der 1779/1780 erschienene Jugendroman Robinson der Jüngere, eine freie Übersetzung und Bearbeitung des Robinson Crusoe von Daniel Defoe, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, gilt als erste spezifische deutsche Jugendschrift und wurde zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Jugendromane überhaupt. 1781 folgte der Jugendroman Die Entdeckung von Amerika. Die Tantiemen machten Campe finanziell unabhängig.[2]

Ostern 1783 übergab er die Leitung seines Erziehungsinstitutes an Ernst Christian Trapp und zog sich mit vier Schülern auf ein Gut nach Trittau (heute Kreis Stormarn) zurück. Seine aktive Zeit als Erzieher endete nun, und er widmete sich verstärkt seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Seiner pädagogischen Berufung blieb er in seinen Schriften treu. Schwerpunkte seiner erzieherischen Überlegungen waren die Auseinandersetzung mit Rousseaus Émile oder Über die Erziehung, Fragen der Berufserziehung, der Charakterformung und allgemeine Bildungsfragen, wie die literarische Erziehung. Besonders am Herzen lag ihm die Geschlechtererziehung. Mit seinem Theophron versuchte er den Jungen, mit dem „väterlichen Rath“ den Mädchen für das Leben Orientierungen zu geben. Die geschlechtliche Unterweisung (Aufklärung) war ihm so wichtig, dass er für das Thema zwei Teile seiner allgemeinen Revision zur Verfügung stellte. Johann Friedrich Oest und Peter Villaume waren die Autoren. Campe unternahm Reisen durch Deutschland und die Schweiz.

1788 berief Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel Campe als „Hochfürstlichen Schulrath“ zum Leiter eines Schuldirektoriums nach Wolfenbüttel. Unter der administrativen Leitung von Karl August von Hardenberg, dem späteren preußischen Reformkanzler, sollte das Schulwesen des Landes umgreifend reformiert werden. Weitere Mitglieder des Direktoriums waren Konrad Heusinger, Johann Stuve und Ernst Christian Trapp. Die einschneidenden Reformpläne scheiterten am Widerstand der Kirche und der Landstände. 1790 wurde das Schuldirektorium aufgelöst.

Bereits 1787 gründete Campe die Braunschweigische Schulbuchhandlung, die er selber leitete. Der Herzog förderte dieses Vorhaben, wusste den Aufklärer zumeist vor der preußischen Zensur zu bewahren, subventionierte den Kauf eines Verlagsgebäudes und gewährte Portofreiheit für die Buchsendungen. Campe verstand es, in dieser urheberrechtsfreien Zeit seine Rechte an den eigenen Büchern zu wahren und noch mehr mit dem Druck auch fremder Werke zu verdienen. Der Aufklärer Campe, der seine jungen Leser ursprünglich vor verderblichen Romanen bewahren wollte, erfand im deutschen Buchhandel die Massenproduktion.

Wenige Tage nach dem Sturm auf die Bastille brach Campe zusammen mit seinem ehemaligen Schüler Wilhelm von Humboldt nach Paris auf. Gemeinsam besichtigte man die Revolutionsplätze, soupierte mit Mirabeau, nahm an Sitzungen der Nationalversammlung teil, so auch der Nachtsitzung des 4./5. August, die den Zustand Frankreichs so grundlegend veränderte.

Campe erhielt am 26. August 1792 neben Friedrich Schiller, Friedrich Gottlieb Klopstock, George Washington, Johann Heinrich Pestalozzi und 16 anderen Ausländern den Ehrenbürgerbrief der Republik Frankreich.

Campes einzige Tochter Charlotte, Vorbild der „Lotte“ in seiner Robinson-Bearbeitung, heiratete 1795 den Verleger Friedrich Vieweg, der 1799 von Berlin nach Braunschweig umsiedelte und auch die Schulbuchhandlung übernahm.

Kurz zuvor hatte der spätere Buchhändler, -drucker und Verleger Friedrich Bernhard Culemann bei Campe seine Ausbildung absolviert.[3]

1807 wurde er Deputierter Braunschweigs in Kassel, der Hauptstadt des von Napoleon gegründeten Königreichs Westphalen. Aufgrund der zunehmenden politischen Reaktion, wohl aber auch wegen der Auswirkungen einer schweren Krankheit, zog er sich ins Privatleben zurück.

In der Folge verlagerte sich der Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Tätigkeit in Richtung Studien zur deutschen Sprache. Er gab schon vor Konrad Duden ein großes Wörterbuch der deutschen Sprache heraus.

1809 verlieh ihm die Universität Helmstedt die Ehrendoktorwürde der Theologie.

Joachim Heinrich Campe war der Onkel von Julius Campe und Friedrich Campe.

Am 22. Oktober 1818 starb Joachim Heinrich Campe als wohlhabender, aber von der Öffentlichkeit nahezu vergessener Mann in Braunschweig.

Verdeutschungen von Fremdwörtern[Bearbeiten]

Campe entwickelte für zahlreiche (ca. 11.500) Fremdwörter Verdeutschungen, von denen etwa 300 in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommen wurden, beispielsweise

Keinen Eingang in die Alltagssprache fanden u. a.

Campes Sprachpurismus war aber nicht nationalistisch, sondern aufklärerisch motiviert. Vermutlich unter dem Eindruck des hohen Diskussionsniveaus der einfachen Bevölkerung Frankreichs während der Französischen Revolution, bemühte sich Campe, Fremdwörter durch im Sprachsystem verankerte, durchsichtige und damit auch Ungebildeten verständliche Wörter zu ersetzen. Damit, so hoffte er, wären diese Ungebildeten nicht mehr vom politischen Geschehen ausgeschlossen. Campe bezweckte also nicht vorrangig den Erhalt sprachlicher Reinheit, sondern die Schaffung von etwas, das später „Öffentlichkeit“ heißen sollte; letztlich war sein Programm daher emanzipativ.[4]

Bezüglich der Ausbildung einer deutschen Standardsprache aus den verschiedenen deutschen Mundarten verlief die Bruchlinie im barocken Sprachenstreit hauptsächlich entlang der konfessionellen Grenzen. Dabei versuchten vor allem süddeutsche und österreichische Geistliche, eine südliche Schreibsprache zu etablieren, während die Gelehrten des protestantischen Nordens eine an die meißnerische Mundart angelehnte hochdeutsche Schriftsprache bevorzugten. In diesem damals heftig geführten Streit war Campe klar auf Seite der nördlichen Schriftvariante, wie sie 1748 von Johann Christoph Gottsched vorgelegt worden war. Er wandte sich jedoch gegen die Bildung der Standardsprache ausschließlich aus mitteldeutschen Dialekten, wie sie Johann Christoph Adelung in seinem Wörterbuch praktiziert hatte. Stattdessen plädierte er für eine gleichmäßig aus allen Dialekten schöpfende Standardsprache.[5] Erst 1784 wurde der barocke Sprachenstreit zumindest auf politischer Ebene endgültig entschieden, indem auch in den habsburgischen Kronländern die Gottsched'sche Variante als Amtssprache eingeführt wurde. Damit war aber für den Süden des deutschsprachigen Raumes das aufklärerische Prinzip, die Schrift möglichst nah an das Gesprochene heranzuführen, nicht verwirklicht worden.

Werke[Bearbeiten]

  • Philosophische Gespräche über die unmittelbare Bekanntmachung der Religion und über einige unzulängliche Beweisarten derselben (1773)
  • Sittenbüchlein für Kinder aus gesitteten Ständen (Dessau 1777)
  • Pädagogische Unterhandlungen (1777)
  • Sammlung einiger Erziehungsschriften (Leipzig, 1778)
  • Robinson der Jüngere. Ein Lesebuch für Kinder (Bd. 1 Hamburg 1779, Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv; Bd. 2 Hamburg 1780, Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
  • Kleine Kinderbibliothek (12 Bände, Hamburg 1779 bis 1784)
  • Die Entdeckung von Amerika (1781)
  • Theophron oder Der erfahrene Ratgeber für die unerfahrene Jugend (Bd. 1 Hamburg 1783, Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv; Bd. 2 Hamburg 1783, Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
  • Väterlicher Rath für meine Tochter. Ein Gegenstück zum Theophron, der erwachsenen weiblichen Jugend gewidmet (1789)
  • Allgemeine Revision des gesamten Schul- und Erziehungswesens. Von einer Gesellschaft praktischer Erzieher (Hamburg, Wolfenbüttel, Wien, Braunschweig, 1785 bis 1792)
  • Erste Sammlung merkwürdiger Reisebeschreibungen für die Jugend (12 Teile, Hamburg 1785 bis 1793, Fortsetzung 6 Teile, Braunschweig 1794 bis 1801)
  • Über einige verkannte, wenigstens ungenützte Mittel zur Beförderung der Industrie, der Bevölkerung und des öffentlichen Wohlstandes. Zwei Fragmente (Wolfenbüttel, 1786)
  • Ueber das Zweckmäßige und Unzweckmäßige in den Belohnungen und Strafen (Braunschweig, 1788, Digitalisat der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung)
  • Braunschweigisches Journal philosophischen, philologischen und pädagogischen Inhalts (Braunschweig 1788 bis 1791); fortgesetzt als:
  • Schleswigsches, ehemals Braunschweigiges Journal (Neues Braunschweigiges Journal) (Altona, 1792); dann:
  • Schleswigsches Journal (Altona, 1792 bis 1793)
  • Briefe aus Paris (1790)
  • Proben einiger Versuche von deutscher Sprachbereicherung (Braunschweig 1791)
  • Geschichte der französischen Staatsumwälzung (1792)
  • Über die Reinigung und Bereicherung der deutschen Sprache (Braunschweig, 1794, Digitalisat)
  • Beiträge zur Beförderung der fortschreitenden Ausbildung der deutschen Sprache (Braunschweig 1795 bis 1797)
  • Wörterbuch zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Wörter (2 Teile, Braunschweig 1801; Auflage 1813: Volltext in der Google-Buchsuche)
  • Neue Sammlung merkwürdiger Reisebeschreibungen für die Jugend (7 Teile, Braunschweig 1802 bis 1806)
  • Sämtliche Kinder- und Jugendschriften (38 Teile, Braunschweig 1806 bis 1822)
  • Wörterbuch der deutschen Sprache (5 Bände, 1807 bis 1812)
  • Hanno Schmitt (Hrsg.): Briefe von und an Joachim Heinrich Campe, Band 1: Briefe von 1766–1788, Harrassowitz, Wiesbaden 1996, Band 2: Briefe von 1789–1814, ISBN 978-3-447-05682-3, Wiesbaden 2008.
  • Uber Empfindsamkeit und Empfindelei in pädagogischer Hinsicht Hamburg 1779, neu herausgegeben von Klaus-D. Becker, ISBN 978-3-941919-92-1, Potsdam 2012

Porträts[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Biographische Abrisse

Vertiefendes zur Biographie

  • Hans-Jürgen Perrey: Joachim Heinrich Campe (1746–1818). Menschenfreund – Aufklärer – Publizist. edition lumière, Bremen 2010. (= Philanthropismus und populäre Aufklärung. Studien und Dokumente 2; Presse und Geschichte – Neue Beiträge 56), ISBN 978-3-934686-84-7.
  • Hanno Schmitt (Hrsg.): Visionäre Lebensklugheit. Joachim Heinrich Campe in seiner Zeit (1746–1818). Harrassowitz, Wiesbaden 1996. (= Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek 74), ISBN 3-447-03822-5.

Jugendliteratur und Erziehung

  • Alwin Binder und Heinrich Richartz: Joachim Heinrich Campes „Robinson der Jüngere“ als literarische Darstellung von Theorie und Praxis des aufstrebenden Bürgertums. In: Joachim Heinrich Campe: Robinson der Jüngere, zur angenehmen und nützlichen Unterhaltung für Kinder. Nach dem Erstdruck hrsg. von Alwin Binder und Heinrich Richartz. Stuttgart 1981/2000 (= Reclams UB 7665), ISBN 3-15-007665-X, S. 376–425.
  • Gabriele Brune-Heiderich: Die Begegnung Europas mit der überseeischen Welt. Völkerkundliche Aspekte im jugendliterarischen Werk Joachim Heinrich Campes. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1989 (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 11, Pädagogik; 385), ISBN 3-631-41834-5.
  • Hans-Heino Ewers (Hrsg.): Kinder- und Jugendliteratur der Aufklärung. Reclam, Stuttgart 1991, ISBN 3-15-009992-7 (Volltext-Digitalisat (PDF) der Universität Köln), S. 463–468 (Verzeichnis der dort abgedruckten Schriften).
  • Ludwig Fertig: Campes politische Erziehung. Eine Einführung in die Pädagogik der Aufklärung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1977 (= Impulse der Forschung 27), ISBN 3-534-07744-X.
  • Michaela Jonach: Väterliche Ratschläge für bürgerliche Töchter. Mädchenerziehung und Weiblichkeitsideologie bei Joachim Heinrich Campe und Jean-Jacques Rousseau. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1997 (= Aspekte pädagogischer Innovation 22), ISBN 3-631-32373-5.
  • Christa Kersting: Die Genese der Pädagogik im 18. Jahrhundert. Campes „Allgemeine Revision“ im Kontext der neuzeitlichen Wissenschaft. Deutscher Studien-Verlag, Weinheim 1992, ISBN 3-89271-381-2.
  • Friedrich Koch: Sexualität, Erziehung und Gesellschaft. Von der geschlechtlichen Unterweisung zur emanzipatorischen Sexualpädagogik. Lang, Frankfurt am Main u. a. 2000, ISBN 978-3-631-36525-0.
  • Ralf Koerrenz: Elementargrammatik der Religion und Moral. Orientierungen in Joachim Heinrich Campes Seelenlehre. In: Joachim Heinrich Campe: Seelenlehre für Kinder. IKS Garamond, Jena 2010 (= Pädagogische Reform in Quellen; Edition Paideia 7), ISBN 978-3-938203-86-6, S. XXI–XXXVI.
  • Silke Köstler-Holste: Natürliches Sprechen im belehrenden Schreiben. J. H. Campes „Robinson der Jüngere“ (1779/80). Niemeyer, Tübingen 2004 (= Reihe germanistische Linguistik 247), ISBN 3-484-31247-5.
  • Carola Pohlmann: Erfahrungs schriebs und reichts der Jugend, J. H. Campe als Kinder- und Jugendschriftsteller. Reichert, Wiesbaden 1996 (= Ausstellungskataloge. Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz 18), ISBN 3-88226-893-X.
  • Angelika Reinhard: Die Karriere des Robinson Crusoe vom literarischen zum pädagogischen Helden. Eine literaturwissenschaftliche Untersuchung des Robinson Defoes und der Robinson-Adaptionen von Campe und Forster. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1994. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur; 1463) ISBN 3-631-42450-7.

Sprachreinigung

  • Helmut Henne: Semantik und Lexikographie. Untersuchungen zur lexikalischen Kodifikation der deutschen Sprache. De Gruyter, Berlin u. a. 1972 (= Studia linguistica Germanica 7), ISBN 3-11-003528-6.
  • Wolfgang Krischke: Was heißt hier Deutsch? Kleine Geschichte der deutschen Sprache. Beck, München 2009, (= Beck'sche Reihe 4079), ISBN 978-3-406-59243-0, S. 232 ff.
  • Ryszard Lipczuk: Geschichte und Gegenwart des Fremdwortpurismus in Deutschland und Polen. Lang, Frankfurt am Main u. a. 2007 (= Danziger Beiträge zur Germanistik 23), ISBN 978-3-631-57388-4.
  • Sibylle Orgeldinger: Standardisierung und Purismus bei Joachim Heinrich Campe. De Gruyter, Berlin u. a. 1999 (= Studia linguistica Germanica 51), ISBN 3-11-016312-8.
  • Jürgen Schiewe: Sprachpurismus und Emanzipation. Joachim Heinrich Campes Verdeutschungsprogramm als Voraussetzung für Gesellschaftsveränderungen. Olms, Hildesheim u. a. 1988 (= Germanistische Linguistik 96/97), ISBN 3-487-09289-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Joachim Heinrich Campe – Quellen und Volltexte
 Commons: Joachim Heinrich Campe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinz Jansen: Aus dem Göttinger Hainbund. Münster 1933, S. 77. Allg. Handbuch der Freimaurerei, Bd. I, Leipzig 1863, S. 159
  2. Vgl. Ewers, Hans-Heino: Kinder- und Jugendliteratur der Aufklärung. Stuttgart: Reclam, 1991. S. 463f. Ebenso die Einleitung vom Theophron.
  3. Hugo Thielen: Culemann, (1), Friedrich Bernhard, in: Stadtlexikon Hannover, S. 119
  4. Helmut Henne: Braunschweigische Wörterbuchwerkstatt - Joachim Heinrich Campe und sein(e) Mitarbeiter, in: Hanno Schmitt (Hg.): Visionäre Lebensklugheit. Joachim Heinrich Campe in seiner Zeit (1746–1818). Harrassowitz, Wiesbaden 1996. (= Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek; 74), S. 215-224, hier: S. 221f.
  5. Helmut Henne: Braunschweigische Wörterbuchwerkstatt - Joachim Heinrich Campe und sein(e) Mitarbeiter, in: Hanno Schmitt (Hg.): Visionäre Lebensklugheit. Joachim Heinrich Campe in seiner Zeit (1746–1818). Harrassowitz, Wiesbaden 1996. (= Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek; 74), S. 215-224, hier: S. 217f; Sibylle Orgeldinger: Standardisierung und Purismus bei Joachim Heinrich Campe. de Gruyter, Berlin u. a. 1999, (= Studia linguistica Germanica; 51), S. 28f.