k.k. Landwehr

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Vorderseite der k.k. Landwehr Regimentsfahnen
Rückseite der k.k. Landwehr Regimentsfahnen

Die kaiserlich-königliche Landwehr (auch: k.k. Landwehr) bestand von 1869 bis 1918 aus den Territorialstreitkräften der cisleithanischen Reichshälfte, die als Pendant zur k.u. Landwehr aufgestellt wurden. Die beiden Landwehren bildeten mit der Gemeinsamen Armee und der k.u.k. Kriegsmarine die Bewaffnete Macht (oder Wehrmacht) Österreich-Ungarns.

Im Gegensatz zum Deutschen Reich, wo sich die Landwehr größtenteils aus Reservisten und Ungedienten zusammensetzte, bestand die kaiserlich-königliche Landwehr aus regulären Verbänden. Sie war etatmäßig voll aufgestellt und nicht teilmobil oder gekadert. Die Landwehr ist nicht mit dem Landsturm zu verwechseln.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gebäude der ehemaligen k.k. Franz-Joseph-Landwehrakademie in Wien

Die Wurzeln der Landwehr finden sich im 16. Jahrhundert als Aufgebot aller Wehrfähigen zur Landesverteidigung.

Während der Napoleonischen Kriege wurde mit kaiserlichem Patent vom 9. Juni 1808 eine Landwehr als ständige und allgemeine Einrichtung zur Ergänzung der regulären österreichischen Armee geschaffen. Eingesetzt wurde diese Truppe 1809 und zwischen 1813 und 1814. Im Jahre 1859 wurde die Landwehr aufgehoben.

Nach dem verlorenen Krieg des Kaisertums Österreich gegen das Königreich Preußen erreichte das Königreich Ungarn mit dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich 1867 seine Teilsouveränität. Ungarn wollte nun neben der k.u.k. Armee und der k.u.k. Kriegsmarine, die nur dem Kaiser und dem k.u.k. Kriegsminister unterstanden, auch eigene Streitkräfte besitzen, die der ungarischen Regierung unterstehen sollten. Der Ausgleich umfasste daher auch das Recht Ungarns, die königlich ungarische Landwehr, Király Honvédség, umgangssprachlich meist kurz Honvéd genannt, aufzubauen.

Als cisleithanisches Pendant dazu wurde in den im Reichsrat vertretenen Königreichen und Ländern, dem verbliebenen Kaisertum Österreich, daher ebenfalls eine Landwehr errichtet. Ihre Aufgaben wurden zuletzt 1889 im österreichischen Wehrgesetz (RGBl. Nr. 41 / 1889[2]) wie folgt festgelegt:

§ 4. Die Landwehr ist im Kriege zur Unterstützung des Heeres und zur inneren Vertheidigung, im Frieden ausnahmsweise auch zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren bestimmt.

In § 14 Wehrgesetz 1889 wurde das jährliche Rekrutenkontingent für die Landwehr mit 10.000 Mann festgelegt.

Die Wehrpflicht bei der Landwehr bestand vom 21. bis zum 32. Lebensjahr und betrug zwei bzw. drei aktive Jahre bei der Truppe. Die Einjährig-Freiwilligen dienten nur ein Jahr, erhielten aber keine Löhnung und mussten für ihre Ausrüstung selbst aufkommen. Nach der Vollendung des 32. Lebensjahres wurden die wehrpflichtigen Landwehrmänner zum Landsturm überstellt. Da mehr Wehrpflichtige vorhanden waren, als benötigt wurden, entschied das Los, wer der Armee, der Landwehr bzw. der Ersatzreserve zugewiesen wurde.

Seinen „Marsch Nr. 1“, den Ludwig van Beethoven 1808 als „Marsch der böhmischen Landwehr“ komponierte, ist heute als Yorckscher Marsch bekannt. Er gehört als Bestandteil des Großen Zapfenstreichs heute zu den bekanntesten Märschen der Militärmusik.

Truppenfahne[Bearbeiten]

Die k.k. Landwehr führte zunächst keine Truppenfahne, jedoch wurde im September 1915 von Kaiser Franz Joseph I in Anerkennung der besonders verdienstvollen Leistungen der k.k. Landwehr die Fahne M 1915 gestiftet, und unter Aufsicht des Heeresmuseums 1916 produziert. Sie sollten nach Kriegsende an die Einheiten übergeben werden. Der Vorgang war geregelt im Verordnungsblatt für die k.k. Landwehr, Normalverordnungen, 22. Stück, vom 8. September 1915, in welchem das Procedere für die Verleihung der Fahnen mit Zirkularverordnung vom 4. September 1915, Präs.Nr. 14.256 bestimmt wurde. Dazu wurde das folgende Schreiben erlassen:

„Seine k.u.k. Apostolische Majestät haben in neuerlicher allergnädigster Anerkennung der besonders verdienstvollen Leistungen der k.k. Landwehr, welche während der ganzen bisherigen Kriegsperiode mit den Truppen des k. und k. Heeres in unentwegter und treuester Pflichterfüllung vor dem Feinde wetteifert und bereits wiederholt die Allerhöchste Anerkennung fand, die Beteilung der k.k. Landwehrfußtruppen mit Fahnen huldvollst in Aussicht zu nehmen geruht. Die Verfügung wegen Ausstattung und Ausführung dieser Fahnen sowie betreff Anfertigung und feierlicher Ausgabe werden nach Beendigung des Krieges erfolgen. Dieser Allerhöchste Gnadenakt soll für die Truppen der k.k. Landwehr ein weiterer Ansporn zu neuen Heldentaten sein und wird sich dieselbe gewiß durch weitere glänzende Leistungen vor dem Feinde dieser Allerhöchsten Verfügung immer wieder würdig weisen!“

Freiherr von Georgi m.p.
General der Infanterie

Die Fahnen wurden während der Dauer der Monarchie nicht mehr ausgegeben, erst später erfolgte die Verabfolgung an Traditionsverbände. Wieviele dieser Fahnen angefertigt wurden, ist nicht bekannt. Nachweislich wurde zumindest die Fahne des „k.k. Landwehr-Infanterieregiments - Linz - Nr. 2“ am 8. Juni 1924 an den „Kameradschaftsbund ehemaliger Zweierschützen“ in Linz übergeben. Ebenfalls ist die Existenz der Fahne des „k.k. Landwehr-Infanterieregiments "Wien" Nr. 1“ nachgewiesen.

Aufbau[Bearbeiten]

Die österreichische Landwehr unterstand dem k.k. Landesverteidigungsministerium (wie der Honvéd dem k.u. Honvédministerium – beide unabhängig vom gemeinsamen Kriegsministerium).

Oberleutnant der Landesschützen Dienst/Ausgehrock

Das k.k. Landesverteidigungsministerium befand sich in Wien in der Babenbergerstraße 5. Das Landwehroberkommando war im ersten Stock des damaligen k.k. Justizministeriums am Schillerplatz 4 untergebracht. Landwehrstäbe und das Landwehrplatzkommando waren in Privathäusern einquartiert. Während des Ersten Weltkrieges war das k.k. Ministerium für Landesverteidigung im Kriegsüberwachungsamt vertreten.

Die Landwehr verfügte über eigene Kasernen, Depots und Bildungsstätten für die Offiziere. Die Ausbildung der Landwehroffiziere erfolgte in der k.k. Franz-Joseph-Militärakademie in der Boerhaavegasse in Wien, einer von fünf Militärakademien in Österreich-Ungarn. Zusätzlich gab es eine Militär-Oberrealschule in Wien und eine Militär-Unterrealschule in Bruck an der Leitha.

Kasernen der Landwehr in Wien waren die Kaiserebersdorfer Landwehr-Artilleriekaserne, Kaiser-Franz-Joseph-Landwehrkaserne und die Landwehrkaserne Siebenbrunnengasse. Benachbart zu dieser Kaserne war das Landwehr-Ausrüstungsdepot. Das k.k. Landwehr-Waffendepot wurde beim Arsenal in Wien errichtet.

Bei Kriegsausbruch 1914 bestand die k.k. Landwehr aus:

Obwohl die Landwehr-Infanterieregimenter personell schwächer ausgestattet waren als die Regimenter der k.u.k. Infanterie (die Landwehrregimenter hatten nur drei statt der bei der Gemeinsamen Armee üblichen vier Bataillone - ausgenommen hiervon waren die Landesschützen-Regimenter Nr. I und Nr. III, die ebenfalls über vier Bataillone verfügten), waren sie ausrüstungsmäßig diesen oft überlegen. Die Parlamente Cis- und Transleithaniens waren nämlich eher gewillt, „ihren“ Truppenverbänden finanzielle Mittel bereitzustellen als der gemeinsamen Armee.

Als Besonderheit galt auch die Bezeichnung der Regimenter, die den Garnisonsort des Regimentsstabes im Namen führten (z.B. k. k. Landwehr-Infanterie-Regiment „Eger“ Nr. 6). Das gleiche galt auch für die Landesschützen, die ja zur Landwehr gehörten (k.k. Landesschützen-Regiment „Innichen“ Nr. III). Damit wurde die Verbundenheit des jeweiligen Regiments mit dem betreffenden Garnisonsort betont.

Infanterie[Bearbeiten]

Am 11. April 1917 wurden die Infanterieverbände der Landwehr umbenannt. Der Begriff „Landwehr“ wurde durch „Schützen“ ersetzt.

  • Landwehr Infanterie-Truppendivision = k.k. Schützendivision[3]
  • Landwehrinfanteriebrigade = k.k. Schützenbrigade
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Pola“ Nr. 5 = k.k. Schützenregiment „Pola“ Nr. 5[4]

Landwehr Infanterie Truppendivisionen[Bearbeiten]

I. II.
  • »13. Landwehr Infanterie Truppendivision«

- Wien VIII. Bez. Albertgasse 24

Kommandant: Feldmarschalleutnant Eduard Edler von Kreysa
Generalstabschef: Hauptmann des Generalstabskorps Heinrich Mazanee Edler von Engelhardswall
Landwehrkommando in Wien
  • Verbände:

25. Landwehrinfanteriebrigade (Wien VII Bez. Neustiftgasse 28)

Kommandant: Generalmajor Karl Englert
LIR 1 - LIR 24

26. Landwehrinfanteriebrigade (Brünn) Kommandant: Generalmajor Emil Lischka

LIR 14 - LIR 25
  • »21. Landwehr Infanterie Truppendivision«

- Prag

Kommandant: Feldmarschalleutnant Artur Ritter von Przyborski
Generalstabschef: Oberstlt. des Generalstabskorps Josef Ritter von Hiltl
Landwehrkommando in Prag
  • Verbände:

41. Landwehrinfanteriebrigade (Pilsen)

Kommandant: Generalmajor Otmar Panesch
LIR 6 - LIR 7

42. Landwehrbrigade (Prag)

Kommandant: Generalmajor Alois Podhajský
LIR 8 - LIR 28 - LIR 29
I. II.
  • »22. Landwehr Infanterie Truppendivision«

- Graz

Kommandant: Feldmarschalleutnant Heinrich Ritter von Krauss-Elislago
Generalstabschef: Major des Generalstabskorps Karl Plachota
Landwehrkommando in Graz
  • Verbände:

43. Landwehrinfanteriebrigade (Graz)

Kommandant: Generalmajor Josef Nemeczek
LIR 3 - LIR 26 - LIR 31/1

44. Landwehrinfanteriebrigade (Pola) Kommandant: Generalmajor Ignaz Schmidt Edler von Fussina

LIR 4 - LIR 5 - LIR 27/2
  • »26. Landwehr Infanterie Truppendivision«

- Leitmeritz

Kommandant: Feldmarschalleutnant Karl von Křitek
Generalstabschef: Oberstlt. des Generalstabskorps Wilhelm Klingkigt
Landwehrkommando in Leitmeritz
  • Verbände:

51. Landwehrinfanteriebrigade (Hohenmauth)

Kommandant: Generalmajor Viktor Seidler
LIR 11 - LIR 12 - LIR 30

52. Landwehrinfanteriebrigade (Leitmeritz) Kommandant: Generalmajor Otto Gössmann

LIR 9 - LIR 5 - LIR 10
I. II.
  • »44. Landwehr Infanterie Truppendivision«

- Innsbruck

Kommandant: Feldmarschallleutnant Heinrich Tschurtschenthaler von Helmheim
Generalstabschef: Major des Generalstabskorps Ludwig Ritter Ehrlich von Treuenstätt
Landesverteidigungskommando in Innsbruck
  • Verbände:

87. Landwehrinfanteriebrigade (Linz)

Kommandant: Genenralmajor Rudolf Krauss
LIR 2 - LIR 21

88. Landesschützenbrigade (Bozen) Kommandant: Generalmajor Karl Georgi

LSchR I - LSchR II - LSchR III
  • »45. Landwehr Infanterie Truppendivision«

- Przemyśl

Kommandant: Feldmarschalleutnant Stephan Ljubičić
Generalstabschef: Major des Generalstabskorps Milan Ritter Bleiweis von Tersteniški
Landwehrkommando in Przemyśl
  • Verbände:

89. Landwehrinfanteriebrigade (Przemyśl)

Kommandant: Generalmajor Ernst Ritter Hörmann von Wöllersdorf und Urbair
LIR 18 - LIR 33

90. Landwehrinfanteriebrigade (Jaroslau)

Kommandant: Generalmajor Johann Edler von Sauerwein
LIR 17 - LIR 34
I. II.
  • »46. Landwehr Infanterie Truppendivision«

- Krakau

Kommandant: Feldmarschalleutnant Karl Nastopil
Generalstabschef: Hauptmann des Generalstabskorps Emil Hondl
Landwehrkommando in Krakau
  • Verbände:

91. Landwehrinfanteriebrigade (Krakau)

Kommandant: Genenralmajor Alfred Kochanowsky Edler von Korwinau
LIR 16 - LIR 31

92. Landesschützenbrigade (Olmütz)

Kommandant: Generalmajor Adam Brandner Edler von Wolfszahn
LIR 13 - LIR 15

Landwehr-Infanterieregimenter[Bearbeiten]

Das Infanterieregiment bestand nur aus drei statt der bei der Gemeinsamen Armee üblichen vier Bataillone. Als Garnison wird stets der Sitz des Regimentsstabes angegeben.

  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Wien“ Nr. 1
25. Landwehr Infanteriebrigade – 13. Landwehr Infanterie Truppendivision – II. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Wien (Stab - XIII. Bez. HütteldorferStr. 188)48° 11′ 49″ N, 16° 17′ 7″ O48.19694444444416.285277777778
Nationalitäten: 95 % Deutsche – 5 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Wien A
Kommandant: Oberst Alexander Dini
Stabsoffiziere: Oberstlt. Gustav Urbanek - Oberstlt. Karl Schubert - Major Friedrich Bitterlich - Major Franz Heillinger - Major Karl Edler von Ruckmich - Major Julius Hoppe
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Graz“ Nr. 3
43. Landwehr Infanteriebrigade – 22. Landwehr Infanterie Truppendivision – III. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Graz - II. Baon Leoben
Nationalitäten: 94 % Deutsche – 6 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Graz und Marburg -
Kommandant: Oberst Franz Flach
Stabsoffiziere: Oberstlt. Friedrich Hadler - Oberstl. Friedrich Teppner - Major Maximilian Kispert - Josef Karpellus - Major Friedrich Ritter von Wohlrab - Major August Strasser
Hauptmann der Landwehr nach 1908 in Paradeadjustierung als Einzelperson
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Klagenfurt“ Nr. 4
44. Landwehr Infanteriebrigade – 22. Landwehr Infanterie Truppendivision – III. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Klagenfurt - II. und III. Baon Hermagor
Nationalitäten: 79 % Deutsche – 21 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Klagenfurt
Kommandant: Oberst Friedrich Eckhardt von Eckhardtsburg
Stabsoffiziere: Oberstlt. Karl Brunner - Oberstlt. Alois Edler von Fritsch - Major Eduard Alpi - Major Desiderius Deniflée - Major Robert Salomon - Major Emil Raabl von Hauenfreienstein
Das Landwehr Infanterie Regiment Nr. 4 gehörte zur k.k. Gebirgstruppe. Ab dem 11. April 1917 hieß es k.k. Gebirgs-Schützenregiment Nr. 1
Abweichend von der Landwehr-Adjustierungsvorschrift trug es die Uniform nach dem Muster der Landesschützen mit dem Edelweiß am Kragen, jedoch statt des Tiroler Adlers die Nummer 4 am Jägerhorn des Hutes.
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Pola“ Nr. 5
Bedeckungstruppe von Pola
Errichtet: 1889: Garnison: Pola
Nationalitäten: 45 % Slowenen – 22 % Serben/Croaten – 20 % Italiener – 8 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Triest
Kommandant: Oberst Richard Keki
Stabsoffiziere: Oberstl. Eugen Vučinić - Oberstlt. Bernhard Zahn - Oberstlt. Georg Mitrović - Oberstlt. Heinrich Mandolfo - Major Edmund Lazar - Major Peter Franičević - Major Emil Ritter von Fischer
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Pilsen“ Nr. 7
41. Landwehr Infanteriebrigade – 21. Landwehr Infanterie Truppendivision – VIII. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Pilsen - III. Baon in Rokycany
Landwehr-Ergänzungsbezirk: 60 % Tschechen – 30 % Deutsche – 10 % Andere
Ergänzungsbezirk: Pilsen und Beraun
Kommandant: Oberst Franz Sappe
Stabsoffiziere: Oberstlt. Leo Pflug . Oberstlt. Johann Weber - Oberstlt. Adam Brun - Major Wilhelm Baumgartner - Major Eduard Scheiber - Major Wilhelm Mayer-Koffler - Major Karl Fischer
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Prag“ Nr. 8
42. Landwehr Infanteriebrigade – 21. Landwehr Infanterie Truppendivision – VIII. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Prag
Nationalitäten: 95 % Tschechen – 5 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Prag und Beraun
Kommandant: Oberst Albert Welley
Stabsoffiziere: Oberstlt. Wilhelm Pulz - Oberstlt. Josef Trink - Major Franz Wolf - Major Franz Štěpánek - Major Jakob Zdeněk - Major Klaudius Ritter Schoen von Liebingen - Major Johann Nachtmann - Major Julius Biborosch
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Leitmeritz“ Nr. 9
52. Landwehr Infanteriebrigade – 26. Landwehr Infanterie Truppendivision – IX. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Leitmeritz - III. Baon in Komotau
Nationalitäten: 86 % Deutsche – 14 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Leitmeritz und Komotau
Kommandant: Oberst Josef Ritter Reyl-Hanisch von Greiffenthal
Stabsoffiziere: Oberst Karl Edler von Maschke - Oberstlt. Franz Schmidt - Oberstlt. Franz Knirsch - Major Erwin Preuss - Major Franz Gasser - Major Leo Stangl
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Jungbunzlau“ Nr. 10
52. Landwehr Infanteriebrigade – 26. Landwehr Infanterie Truppendivision – IX. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Jungbunzlau - III. Baon in Turnau
Nationalitäten: 95 % Tschechen – 5 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Jungbunzlau und Turnau
Kommandant: Oberst Viktor Meisel
Stabsoffiziere: Oberstlt. Franz Wanka - Oberstlt. Karl Bubnik - Major Moritz von Frank - Major Johann Preiss
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Jičin“ Nr. 11
51. Landwehr Infanteriebrigade – 26. Landwehr Infanterie Truppendivision – IX. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Jičín - III. Baon in Jaroměř
Nationalitäten: 63 % Tschechen – 36 % Deutsche – 1 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Jičin und Königgrätz
Kommandant: Oberst Emil Stangl
Stabsoffiziere: Oberst Ignaz Bezděk - Oberstlt. Josef Basler - Oberstlt. Karl Petzold - Oberstlt. Franz Rutta - Oberstlt. Edgar Gautsch von Frankenborn - Major Rudolf Hug
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Časlau“ Nr. 12
51. Landwehr Infanteriebrigade – 26. Landwehr Infanterie Truppendivision – IX. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Časlau
Nationalitäten: 87 % Tschechen – 13 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Časlau und Jungbunzlau
Kommandant: Oberst Oskar Esch
Stabsoffiziere: Oberstlt. Emil Pohl - Oberstlt. Josef Dokoupil - Major Franz Großauer - Majoer Franz Weinbacher - Major Hermann Jellinek
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Olmütz“ Nr. 13
92. Landwehr Infanteriebrigade – 46. Landwehr Infanterie Truppendivision – I. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Olmütz - III. Baon in Mährisch-Schönberg
Nationalitäten: 64 % Tschechen – 31 % Deutsche – 5 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Olmütz und Mährisch Schönberg
Kommandant: Oberst Emil Wank
Stabsoffiziere: Oberstlt. Josef Baranowski - Oberstlt. Franz Lindner - Oberstlt. Friedrich Ritter von Stępski - Major Gustav Illić - Major Julius Kuczera - Major August Ritter von Panzera - Major Adolf Buchsbaum
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Brünn“ Nr. 14
26. Landwehr Infanteriebrigade – 13. Landwehr Infanterie Truppendivision – II. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Brünn- II. Baon in Iglau
Nationalitäten: 67 % Tschechen – 31 % Deutsche – 2 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Brünn und Iglau
Kommandant: Oberst Gustav Ritter von Zygadłowicz
Stabsoffiziere: Oberstlt. i. Generalstabskorps Karl Stutz - Oberstlt. Oskar Waßhuber - Oberstlt. Eduard Rott - Major Rudolf Steinbrecher - Major Franz Tippelt
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Troppau“ Nr. 15
92. Landwehr Infanteriebrigade – 46. Landwehr Infanterie Truppendivision – I. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Troppau - III. Baon in Mährisch-Weißkirchen
Nationalitäten: 82 % Deutsche – 18 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Troppau und Olmütz
Kommandant: Oberst Emil Pattay Edler von Ključ
Stabsoffiziere: Oberstlr. Konrad Pikolka - Major Theodor Piekhart - Major Emil Pohlenz - Major Johann Mohelský
Landwehrinfanterist des Regt. Nr. 6 in Paradeadjustierung
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Krakau“ Nr. 16
91. Landwehr Infanteriebrigade – 46. Landwehr Infanterie Truppendivision – I. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Krakau
Nationalitäten: 82 % Polen – 18 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Krakau und Wadowice
Kommandant: Oberst Heinrich Freiherr von Dürfeld
Stabsoffiziere: Oberstlt. Ludwig Zawada - Oberstlt. Ludwig Freisinger - Oberstlt. Karl Prettner - Major Alexander Edler von Karchesy - Major Adolf Meindl - Major Eduar Müller
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Rseszów“ Nr. 17
90. Landwehr Infanteriebrigade – 45. Landwehr Infanterie Truppendivision – X. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Rzeszów
Nationalitäten: 97 % Polen – 3 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Rzeszów
Kommandant: Oberst Edmund Lober Edler von Karstenrod
Stabsoffiziere: Oberstlt. Moritz Löwenstein - Major Karl Nikodem - Major Karl Kunzek - Major Josef Sittenberger * k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Przemyśl“ Nr. 18
89. Landwehr Infanteriebrigade – 45. Landwehr Infanterie Truppendivision – X. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Przemyśl
Nationalitäten: 47 % Ruthenen – 43 % Polen – 10 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Przemyśl und Sanok
Kommandant: Oberst Eduard Bezdiczka
Stabsoffiziere: Oberst Robert Pluhard von Ulogponte - Oberstlt. Franz Kraliček - Oberstlt. Karl Lindinger - Major Hugo Reichel - Major Ignaz Pick - Major Viktore Jarosz
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Lemberg“ Nr. 19
85. Landwehr Infanteriebrigade – 43. Infanterie Truppendivision – XI. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Lemberg
Nationalitäten: 59 % Ruthenen – 31 % Polen – 10 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Lemberg und Brzezany
Kommandant: Oberst Karl Jent
Stabsoffiziere: Oberstlt. Johann Opletal - Oberstlt. Franz Springinsfeld - Major Rudolf Thom - Major Alexander Süss - Major Franz Paulik - Major Kajetan Amirowicz - Major Miecislaus Linde
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Stanislau“ Nr. 20
85. Landwehr Infanteriebrigade – 43. Landwehr Infanterie Truppendivision – XI. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Stanislau
Nationalitäten: 72 % Ruthenen – 28 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Stanislau, Brzezany und Czortków
Kommandant: Oberst Anton Kosel
Stabsoffiziere: Oberstlt. Adolf Flecker - Oberstlt. Josef Otter - Oberstlt. Emanuel Hohenauer - Major Maximilian Preier - Major Otto Schreyer
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment „Sankt Pölten“ Nr. 21
87. Landwehr Infanteriebrigade – 44. Landwehr Infanterie Truppendivision – XIV. Armeekorps
Errichtet: 1889: Garnison: Sankt Pölten
Nationalitäten: 98 % Deutsche – 2 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: St. Pölten und Wien B
Kommandant: Oberst Eduard Edler von Dietrich
Stabsoffiziere: Oberstlt. Josef Vizthum - Oberstlt. Heribert Marchesani - Major Franz Sax - Major Josef Koch - Major Johann Lentsch - Major Gottfried Koch - Major Johann Ritter von Wróblewski
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 22
86. Landwehr Infanteriebrigade – 43. Landwehr Infanterie Truppendivision – III. Armeekorps
Errichtet: 1889
Garnison: Czernowitz
Nationalitäten: 27 % Ruthenen – 54 % Rumänen – 19 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Czernowitz und Kolomea
Kommandant: Oberst Alois Göttl
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 23
5. Gebirgs-Infanteriebrigade – 18. Infanterie Truppendivision – XVI. Armeekorps
Errichtet: 1893
Garnison: Zara
Nationalitäten: 82 % Serben/Croaten – 18 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Sebenico
Kommandant: Oberst Alfred Plesskot
Landesschützenoffizier in Dienst/Ausgangsadjustierung
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 24
25. Landwehr Infanteriebrigade – 13. Landwehr Infanterie Truppendivision – II. Armeekorps
Errichtet: 1900
Garnison: Wien
Nationalitäten: 97 % Deutsche – 3 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Wien B und Znaim
Kommandant: Oberst Otto Richter
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 25
26. Landwehr Infanteriebrigade – 13. Landwehr Infanterie Truppendivision – II. Armeekorps
Errichtet: 1900
Garnison: Kremsier
Nationalitäten: 83 % Tschechen – 17 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Kremsier
Kommandant: Oberst Karl Mader
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 26
43. Landwehr Infanteriebrigade – 22. Landwehr Infanterie Truppendivision – III. Armeekorps
Errichtet: 1901
Garnison: Marburg
Nationalitäten: 77 % Deutsche – 23 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Marburg und Cilli
Kommandant: Oberst Wenzel Schönauer
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 27
44. Landwehr Infanteriebrigade – 23. Landwehr Infanterie Truppendivision – III. Armeekorps
Errichtet: 1901
Garnison: Laibach
Nationalitäten: 86 % Slowenen – 14 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Laibach und Triest
Kommandant: Oberst Karl Zahradniczek
Das Landwehr Infanterie Regiment Nr. 27 gehörte zur k.k. Gebirgstruppe. Ab dem 11. April 1917 hieß es k.k. Gebirgs-Schützenregiment Nr. 2
Abweichend von der Landwehr-Adjustierungsvorschrift trug es die Uniform nach dem Muster der Landesschützen mit dem Edelweiß am Kragen, jedoch statt des Tiroler Adlers die Nummer 27 am Jägerhorn des Hutes.
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 28
42. Landwehr Infanteriebrigade – 21. Landwehr Infanterie Truppendivision – VIII. Armeekorps
Errichtet: 1899
Garnison: Pisek
Nationalitäten: 79 % Tschechen – 20 % Deutsche – 1 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Pisek, Neuhaus und Beneschau
Kommandant: Oberst Josef Fiedler
Landwehr-Kaserne in Budweis
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 29
42. Landwehr Infanteriebrigade – 21. Landwehr Infanterie Truppendivision – XVII. Armeekorps
Errichtet: 1899
Garnison: Budweis
Nationalitäten: 45 % Tschechen – 54 % Deutsche – 1 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Budweis und Pisek
Kommandant: Oberst Johann Wurja
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 30
51. Landwehr Infanteriebrigade – 26. Landwehr Infanterie Truppendivision – IX. Armeekorps
Errichtet: 1899
Garnison: Hohenmauth
Nationalitäten: 68 % Tschechen – 28 % Deutsche – 4 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Hohenmauth und Königgrätz
Kommandant: Oberst Rudolf Kasel
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 31
91. Landwehr Infanteriebrigade – 46. Landwehr Infanterie Truppendivision – I. Armeekorps
Errichtet: 1901
Garnison: Teschen
Nationalitäten: 33 % Tschechen – 37 % Deutsche – 27 % Polen – 1 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Teschen und Wadowice
Kommandant: Oberst Emil Maculan
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 32
91. Landwehr Infanteriebrigade – 46. Landwehr Infanterie Truppendivision – I. Armeekorps
Errichtet: 1901
Garnison: Neusandez
Nationalitäten: 91 % Polen – 9 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Neusandez und Tarnów
Kommandant: Oberst Silvester Edler von Lucanović
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 33
89. Landwehr Infanteriebrigade – 45. LandwehrInfanterie Truppendivision – X. Armeekorps
Errichtet: 1901
Garnison: Stryj
Nationalitäten: 73 % Ruthenen – 27 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Stryj und Sambor
Kommandant: Oberst Ludwig Hromatka
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 34
90. Landwehr Infanteriebrigade – 45. Landwehr Infanterie Truppendivision – X. Armeekorps
Errichtet: 1901
Garnison: Jaroslau
Nationalitäten: 75 % Polen – 25 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Jaroslau und Gródek Jagiellonski
Kommandant: Oberst Ferdinand Wlaschütz
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 35
85. Landwehr Infanteriebrigade – 43. Landwehr Infanterie Truppendivision – XI. Armeekorps
Errichtet: 1898
Garnison: Zloczów
Nationalitäten: 68 % Ruthenen – 25 % Polen – 9 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Zloczów und Tarnopol
Kommandant: Oberst Alfred Regenermel
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 36
86. Landwehr Infanteriebrigade – 43. Landwehr Infanterie Truppendivision – III. Armeekorps
Errichtet: 1899
Garnison: Kolomea
Nationalitäten: 70 % Ruthenen – 21 % Polen – 9 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Kolomea, Stanislau und Czortków
Kommandant: Oberst Adalbert Dobija
  • k.k. Landwehr Infanterie Regiment Nr. 37
4. Gebirgs-Infanteriebrigade – 18. Infanterie Truppendivision – XVI. Armeekorps
Errichtet: 1906
Garnison: Gravosa
Nationalitäten: 82 % Serben/Croaten – 8 % Andere
Landwehr-Ergänzungsbezirk: Castelnuovo
Kommandant: Oberst Franz Grossmann

Landesschützenregimenter[Bearbeiten]

Die Landesschützen bildeten ab 1906 die k.k. Gebirgstruppe[5] und wurden 1917 in „Kaiserschützen“ umbenannt. Je nach Datum werden daher die unterschiedlichen Bezeichnungen gebraucht.

Adjustierung[Bearbeiten]

Als Paradekopfbedeckung diente bei der Landwehrinfanterie der Hut der Jägertruppe aus mattschwarzem, wasserdichtem Filz. Er bestand aus dem Stutz samt Krempe und war mit einer grünen Rundschnur, einem Jagdhorn und einem Federbusch aus schwarzen Hahnenfedern ausgestattet. Die Hutschnur war aus Schafwolle, hatte einen Schubknopf und an beiden Enden je eine mit grüner Wolle überzogene und an den Enden netzartig überflochtene Eichel. Die beiden Eicheln waren am Hutsturz hinten angebracht. Die Schnur für Offiziere war aus schwarz durchwirktem Goldgespinst.

Der Sturz wies die Form eines ovalen Kegels auf, mit einem oben mäßig gebauchten Boden. Die Krempe war hinten und vorn flach gelegt, an beiden Seiten jedoch aufwärts gestülpt. Der Rand der Krempe war mit schwarzem, lackiertem Kalbsleder eingefasst.

An der linken Seite des Sturzes gab es eine rückwärts geneigte Hülse aus Hutfilz zur Befestigung des Federbusches. Das Hutemblem – aus goldfarbenem Metall – bestand aus dem Jägerhorn. In der Windungslichte war die Bataillonsnummer aus versilbertem Pakfong angebracht. Das Emblem wurde über der Federhülse befestigt, sodass die Nummer die gleiche schiefe Richtung zeigten wie die Buschhülse. Der Federbusch war in der Form eines Hahnenschweifs auf einem 1,5 mm starken Stück Eisendraht aufgebunden. Die Länge des Federbuschs betrug 29 cm. Der Busch wurde in die Hülse am Hut gesteckt, sodass die Federn nach hinten bogenförmig herabhingen.

Feldmarschmäßig wurde die Feldkappe der Infanterie verwendet.

Der Waffenrock der Landwehrinfanterie war – bei den Mannschaften und Offizieren – im Schnitt entsprechend der Infanterie. Der Mannschaftsrock aus hechtgrauem Tuch hatte Achselspangen, Achselwülste, Kragen und Ärmelaufschläge von grasgrüner Farbe. Die Knöpfe aller Regimenter waren weiß und mit der Bataillonsnummer versehen.

Die Bluse der Landwehrinfanterie hatte die gleiche Farbe wie der Waffenrock. Die Truppengattungszugehörigkeit wurde durch grasgrüne Parolis gekennzeichnet. Hinsichtlich der übrigen Ausrüstung gab es keinen Unterschied zur Linieninfanterie.

Die Hose aus hechtgrauem Tuch war entsprechend der Vorschrift für die deutschen Regimenter lang geschnitten. Sie war für Offiziere mit grasgrünen Lampassen ausgestattet, Mannschaften und Unteroffiziere hatten grasgrüne Passepoils an der Seitennaht.

Abweichende Adjustierung für die Regimenter 4 und 27

Ausgenommen von diesem Reglement waren die Regimenter 4 und 27, die wie die Landesschützen uniformiert waren.

Beim Hut gab es keine Unterschiede zur Adjustierung der Landwehrinfanterie.

Feldmarschmäßig wurde die Feldkappe der Infanterie verwendet. Als besonderes Abzeichen befand sich an der linken Seite der Kappe eine kleine, schräg nach vorn oben gerichtete Tasche, in die ein Spielhahnstoß eingesteckt wurde. Bei Eigentumsmützen kam es vor, daß die Federn direkt an der Mütze angebracht und nicht in die kleine Tasche eingesteckt wurden, um die weißen Federn besser zur Geltung zu bringen.

Der Waffenrock der beiden Regimenter war wie bei den Landesschützen – bei den Mannschaften und Offizieren – im Schnitt abweichend von der Infanterie zweireihig geschnitten und mit zwei Reihen zu je acht silbernen Köpfen besetzt. Die Knöpfe trugen die Regimentsnummer in arabischen Ziffern. Der Mannschaftsrock aus hechtgrauem Tuch hatte Achselspangen, Achselwülste, Kragen und Ärmelaufschläge von grasgrüner Farbe. Auf dem Kragen befand sich auf jeder Seite hinter den Distinktionsabzeichen ein mattsilbernes Edelweiß.

Die Bluse der Schützen hatte die gleiche Farbe wie der Waffenrock. Die Truppengattungszugehörigkeit wurde durch grasgrüne Parolis gekennzeichnet. Hinsichtlich der übrigen Ausrüstung gab es Unterschiede zu den Infanterietruppenteilen der k.u.k. Armee.

Die Hose war wie die der Landwehr Infanterie.

Kavallerie[Bearbeiten]

Reitende Landesschützen[Bearbeiten]

k.k. Reitender Landesschütze
  • k.k. Reitende Dalmatiner Landesschützen Division
Als Verbindungskavallerie zugewiesen:
1 Zug 1. Eskadron zu 4. Gebirgsbrigade – 18. Infanterie Truppendivision
1 Zug 1. Eskadron zu 2. Gebirgsbrigade
1 Zug 1. Eskadron zu 14. Gebirgsbrigade – 47. Infanterie Truppendivision
1 Zug 2. Eskadron zu 5. Gebirgsbrigade – 18. Infanterie Truppendivision
1 Zug zu 18. Infanterie Truppendivision
2 Züge zu 40. Honved Infanterie Division
Nationalitäten: 82 % Serben/Croaten – 18 % Andere
Errichtet: 1874
Garnison: Sinj
Kommandant: Oberstleutnant Julius Stöger-Steiner

Ulanen[Bearbeiten]

Tschapka eines Subalternoffiziers des k.k. Landwehr Ulanenregiments Nr.2
  • k.k. Landwehr Ulanen Regiment Nr. 1
3. Landwehr Kavalleriebrigade
Als Divisionskavallerie zugewiesen:
1.+2. Esk. der 11. Infanterie Truppendivision
3.+4. Esk. der 30. Infanterie Truppendivision
5.+6. Esk. der 43. Landwehr Infanterie Division
Nationalitäten: 65 % Ruthenen – 30 % Polen – 5 % Verschiedene
Ergänzungsbezirk: Lemberg
Garnison: Lemberg
Kommandant: Oberst Gustav Resch
  • k.k. Landwehr Ulanen Regiment Nr. 2
2. Landwehr Kavalleriebrigade
Als Divisionskavallerie zugewiesen:
1.+2. Esk. der 26. Landwehr Infanterie Division
3.+4. Esk. der 29. Infanterie Truppendivision
5.+6. Esk. der 10. Infanterie Truppendivision
Nationalitäten: 58 % Tschechen – 42 % Verschiedene
Ergänzungsbezirk: Leitmeritz
Garnison: Hohenmauth
Kommandant: Oberst Emil Hofsass
  • k.k. Landwehr Ulanen Regiment Nr. 3
3. Landwehr Kavalleriebrigade
Als Divisionskavallerie zugewiesen:
1.+2. Esk. der 45. Landwehr Infanteriedivision
3.+4. Esk. der 24. Infanterie Truppendivision
5.+6. Esk. der 2. Infanterie Truppendivision
Nationalitäten: 69 % Polen – 26 % Ruthenen – 5 % Verschiedene
Ergänzungsbezirk: Przemysl
Garnison: Rzeszów
Kommandant: Oberst Valerian Fehmel
  • k.k. Landwehr Ulanen Regiment Nr. 4
2. Landwehr Kavalleriebrigade
Als Divisionskavallerie zugewiesen:
1.+2. Esk. der 5. Infanterie Truppendivision
3.+4. Esk. der 12. Infanterie Truppendivision
5.+6. Esk. der 46. Landwehr Infanteriedivision
Nationalitäten: 85 % Polen – 15 % Verschiedene
Ergänzungsbezirk: Krakau
Garnison: Olmütz
Kommandant: Oberst Josef Weidenhoffer
  • k.k. Landwehr Ulanen Regiment Nr. 5
1. Landwehr Kavalleriebrigade
Als Divisionskavallerie zugewiesen:
1.+2. Esk. der 4. Infanterie Truppendivision
3.+4. Esk. der 25. Infanterie Truppendivision
5.+6. Esk. der 13. Landwehr Infanteriedivision
Nationalitäten: 97 % Deutsche – 3 % Verschiedene
Ergänzungsbezirk: Wien
Garnison: Stockerau
Kommandant: Oberst Julius Brandmeyer
  • k.k. Landwehr Ulanen Regiment Nr. 6

1. Landwehr Kavalleriebrigade

Als Divisionskavallerie zugewiesen:
1.+2. Esk. der 3. Infanterie Truppendivision
3.+4. Esk. der 8. Infanterie Truppendivision
5.+6. Esk. der 44. Landwehr Infanteriedivision
Nationalitäten: 60 % Deutsche – 39 % Tschechen – 1 % Verschiedene
Ergänzungsbezirk: Prag
Garnison: Wels
Kommandant: Oberst Ferdinand von Habermann

Artillerie[Bearbeiten]

Feldkanonendivisionen[Bearbeiten]

  • k.k. Landwehr Feldkanonendivision Nr. 13
Errichtet: 1913
Nationalitäten: 83 % Deutsche – 17 % Andere
Ergänzungsbezirk: Wien
Garnison: Wien
  • k.k. Landwehr Feldkanonendivision Nr. 21
Errichtet: 1913
Nationalitäten: 27 % Deutsche – 72 % Tschechen – 1 % Andere
Ergänzungsbezirk: Prag
Garnison: Prag
  • k.k. Landwehr Feldkanonendivision Nr. 22
Errichtet: 1913
Nationalitäten: 71 % Deutsche – 26 % Slowenen – 3 % Andere
Ergänzungsbezirk: Graz
Garnison: Graz
  • k.k. Landwehr Feldkanonendivision Nr. 26
Errichtet: 1913
Nationalitäten: 55 % Deutsche – 43 % Tschechen – 2 % Andere
Ergänzungsbezirk: Leitmeritz
Garnison: Theresienstadt
  • k.k. Landwehr Feldkanonendivision Nr. 43
Errichtet: 1913
Nationalitäten: 55 % Ruthenen – 25 % Polen – 20 % Andere
Ergänzungsbezirk: Lemberg
Garnison: Lemberg
Errichtet: 1913
Nationalitäten: 60 % Deutsche – 39 % Tschechen – 1 % Andere
Ergänzungsbezirk: Prag
Garnison: Linz
  • k.k. Landwehr Feldkanonendivision Nr. 45
Errichtet: 1913
Nationalitäten: 60 % Ruthenen – 25 % Polen – 15 % Andere
Ergänzungsbezirk: Przemysl
Garnison: Przemysl
  • k.k. Landwehr Feldkanonendivision Nr. 46
Errichtet: 1913
Nationalitäten: 49 % Polen – 27 % Deutsche – 24 % Andere
Ergänzungsbezirk: Krakau
Garnison: Olmütz

Feldhaubitzdivisionen[Bearbeiten]

  • k.k. Landwehr Feldhaubitzdivision Nr. 13
Errichtet: 1909
Nationalitäten: 83 % Deutsche – 17 % Andere
Ergänzungsbezirk: Wien
Garnison: Wien
  • k.k. Landwehr Feldhaubitzdivision Nr. 21
Errichtet: 1909
Nationalitäten: 27 % Deutsche – 72 % Tschechen – 1 % Andere
Ergänzungsbezirk: Prag
Garnison: Prag
  • k.k. Landwehr Feldhaubitzdivision Nr. 22
Errichtet: 1909
Nationalitäten: 71 % Deutsche – 26 % Slowenen – 3 % Andere
Ergänzungsbezirk: Graz
Garnison: Graz
  • k.k. Landwehr Feldhaubitzdivision Nr. 26
Errichtet: 1909
Nationalitäten: 55 % Deutsche – 43 % Tschechen – 2 % Andere
Ergänzungsbezirk: Leitmeritz
Garnison: Theresienstadt
  • k.k. Landwehr Feldhaubitzdivision Nr. 43
Errichtet: 1909
Nationalitäten: 55 % Ruthenen – 25 % Polen – 20 % Andere
Ergänzungsbezirk: Lemberg
Garnison: Lemberg
Errichtet: 1909
Nationalitäten: 60 % Deutsche – 39 % Tschechen – 1 % Andere
Ergänzungsbezirk: Prag
Garnison: Linz
  • k.k. Feldhaubitzdivision Nr. 45
Errichtet: 1909
Nationalitäten: 60 % Ruthenen – 25 % Polen – 15 % Andere
Ergänzungsbezirk: Przemysl
Garnison: Przemysl
  • k.k. Landwehr Feldhaubitzdivision Nr. 46
Errichtet: 1909
Nationalitäten: 49 % Polen – 27 % Deutsche – 24 % Andere
Ergänzungsbezirk: Krakau
Garnison: Olmütz

Museale Rezeption[Bearbeiten]

Die Geschichte der österreichisch-ungarischen Streitkräfte ist im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien, von Kaiser Franz Joseph I. als „k.k. Hofwaffenmuseum“ gegründet, im Detail dokumentiert. In einer gesonderten Vitrine im Saal V („Franz-Joseph-Saal“) des Museums sind mehrere Uniformen der k.k. Landwehr ausgestellt, ein Relief an der Rückseite der Vitrine zeigt die Territorien an, aus denen sich die k.k. Landwehr und die k.u. Landwehr rekrutierten.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Jahre 1917 wurde der Begriff Landwehr bei der Infanterie durch Schützen ersetzt „Landwehr-Infanterie-Regiment = Schützen-Regiment“
  2. (= S. 93)
  3. Das Wort Truppen wie es bei Landwehr Infanterie-Truppendivision und Infanterie-Truppendivision gebräuchlich war, kam hier in Fortfall
  4. Die Zusatznamen wurden 1918 ebenfalls abgeschafft, daran hielt sich aber niemand, insbesondere die vorhandenen Briefbögen und Stempel zuerst „aufzubrauchen“ waren
  5. Dazu kamen dann noch die Landwehr-Infanterie-Regimenter Nr. 4 und Nr. 27
  6. Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Saal VI - Die k.(u.)k. Armee von 1867-1914, Wien 1989, S. 25.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz von Lichem: Spielhahnstoß und Edelweiß – die Friedens- und Kriegsgeschichte der Tiroler Hochgebirgstruppe „Die Kaiserschützen“ von ihren Anfängen bis 1918. Leopold Stocker Verlag, Graz 1977, ISBN 3-7020-0260-X.
  • Heinz von Lichem: Der Tiroler Hochgebirgskrieg 1915–1918. Steiger Verlag, Berwang (Tirol) 1985, ISBN 3-85423-052-4.
  • Anton Graf Bossi Fedregotti: Kaiserjäger – Ruhm und Ende: nach dem Kriegstagebuch des Oberst von Cordier. Stocker Verlag, Graz 1977, ISBN 3-7020-0263-4.
  • Carl Freiherr von Bardolff: Soldat im alten Österreich – Erinnerungen aus meinem Leben. Diederichs Verlag, Jena 1938.
  • Johann Christoph Allmayer-Beck, Erich Lessing: Die K.(u.)K. Armee 1848–1918. Bertelsmann Verlag, München 1974.
  • Oskar Brüch, Günter Dirrheimer: Das k. u. k. Heer 1895. (= Schriften des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien (Militärwissenschaftliches Institut), Band 10), Stocker Verlag, Graz 1997, ISBN 3-7020-0783-0.
  • Stefan Rest, M Christian Ortner, Thomas Ilming: Des Kaisers Rock im 1. Weltkrieg – Uniformierung und Ausrüstung der österreichisch-ungarischen Armee von 1914 bis 1918. Verlag Militaria, Wien 2002, ISBN 3-9501642-0-0.
  • Andreas Danner, Martin Prieschl, Johannes Heubel: Für Gott, Kaiser und Oberösterreich - das k.k. Landwehrinfanterieregiment Linz Nro. 2. In: 50 Jahre Wiedererrichtung Garnison Ried - Tapfer, standhaft und treu. Ried im Innkreis 2008, S. 142–144.
  • Thomas Reichl: Die österreichische Landwehr 1809. In: Viribus Unitis. Jahresbericht des Heeresgeschichtlichen Museums 2009, Wien 2009. ISBN 978-3-902551-15-3.
  • k.u.k. Kriegsministerium: Dislokation und Einteilung des k.u.k. Heeres, der k.u.k. Kriegsmarine, der k.k. Landwehr und der k.u. Landwehr. In: Seidels kleines Armeeschema. Hrsg. Seidel & Sohn, Wien 1914
  • k.u.k. Kriegsministerium: Adjustierungsvorschrift für das k.u.k. Heer, die k.k. Landwehr, die k.u. Landwehr, die verbundenen Einrichtungen und das Korps der Militärbeamten. Wien 1911/1912
 Commons: Österreich-Ungarns Landwehruniformen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Uniformen Österreich-Ungarn (Übersicht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weblinks[Bearbeiten]