Kommissar für Wettbewerb

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Der Kommissar für Wettbewerb ist ein Mitglied der Europäischen Kommission und zuständig für kommerziellen Wettbewerb, Unternehmensfusionen und Anti-Kartell-Gesetzgebung.

Die ihm unterstehende Generaldirektion Wettbewerb hat weitreichenden Einfluss sowohl bei der Genehmigung von Subventionen durch Mitgliedstaaten als auch bei der Fusions- und Monopolkontrolle. Davon sind auch multinationale Unternehmen betroffenen, die ihren Sitz nicht in der EU haben, aber auf dem Europäischen Binnenmarkt aktiv sind. In der Vergangenheit wurden Fusionen wie z. B. der US-amerikanischen Unternehmen General Electric und Honeywell unterbunden sowie Bußgelder bis über eine Milliarde Euro verhängt, etwa gegen Microsoft (insgesamt 1,7 Mrd €), Intel (1,06 Mrd. €), ThyssenKrupp (478 Mio €) oder Siemens (419 Mio €). [1] Da die Europäische Kommission in der Wettbewerbspolitik sehr weitreichende Kompetenzen hat, gilt das Amt als ein Schlüsselressort.

Derzeitiger Amtsinhaber in der Kommission Barroso II seit Februar 2010 ist Joaquín Almunia, der zugleich einer der Vizepräsidenten der Kommission ist.

Bisherige Amtsinhaber[Bearbeiten]

Kommissar Amtszeit Staat nationale Partei europäische Partei /
politische Richtung
Joaquín Almunia seit 2010 Spanien PSOE SPE
Neelie Kroes 2004-2010 Niederlande VVD ELDR
Mario Monti 1999-2004 Italien parteilos
Karel Van Miert 1993-1999 Belgien SP SPE
Leon Brittan 1989-1993 Großbritannien Conservative Party ED
Peter Sutherland 1985-1989 Irland FG EVP
Frans Andriessen 1981-1985 Niederlande CDA EVP
Raymond Vouel 1976-1981 Luxemburg LSAP SPE
Albert Borschette 1970-1976 Luxemburg parteilos
Maan Sassen 1967-1970 Niederlande KVP christdemokratisch
Hans von der Groeben 1959-1967 Deutschland CDU nahestehend christdemokratisch

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatIntel kündigt Berufung gegen EU-Geldbuße an. Heise Zeitschriftenverlag, abgerufen am 13. Mai '09.