La Rioja (spanische Region)

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La Rioja (span.)
 
La Rioja
Flagge
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Wappen
Wappen
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Über dieses Bild
Basisdaten
Land: Spanien
Verwaltungssitz: Logroño
Fläche: 5.045 km²
Einwohner: 322.027 (1. Januar 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 63,8 Einw./km²
Ausdehnung: Nord–Süd: ca. 50 km
West–Ost: ca. 100 km
ISO 3166-2: ES-RI
Website: www.larioja.org
Politik und Verwaltung
Amtssprache: Spanisch
Autonomie seit: 9. Juni 1982
Präsident: Pedro Sanz Alonso (PP)
Vertretung in den
Cortes Generales:
Kongress: 4 Sitze
Senat: 2 Sitze
Gliederung: Die Autonome Gemeinschaft besteht
aus einer einzigen Provinz.
Karte
Karte
Der Ebro und Weinanbau in der Rioja
Landschaft in der Rioja

La Rioja [la'rjoxa] ist eine Provinz und autonome Gemeinschaft im Norden Spaniens mit der Hauptstadt Logroño. Weitere Städte und Ortschaften dieser für ihren Wein, den Rioja, bekannten Region sind Calahorra, Arnedo, Haro, San Asensio und Nájera. La Rioja umfasst eine Fläche von 5.045 km²; die Einwohnerzahl beträgt 322.027 Einwohner (Stand 1. Januar 2013).

Wortherkunft[Bearbeiten]

Vermutlich ist das Wort Rioja eine Zusammensetzung aus „Río-Oja“,[2] bedeutet also „Oja-Fluss“, der durch die Region La Rioja in den Ebro fließt. Andere Meinungen bringen das Wort mit Ableitungen aus der baskischen Sprache in Verbindung.[3]

Geographie[Bearbeiten]

Die Rioja grenzt an die autonomen Gemeinschaften Kastilien-León, Baskenland, Navarra und Aragonien. Die Nordgrenze der Region mit dem Baskenland und Navarra ist etwa identisch mit dem Verlauf des Ebro.

Das Klima ist trocken mit kontinentalem Einfluss, warm im Sommer und kühl im Winter.

Neben dem fruchtbaren Ebrobecken bietet die Rioja auch Bergketten des Iberischen Gebirges, wie der Sierra de la Demanda, deren höchster Gipfel der San Lorenzo mit 2.271 m ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Zeit des Römischen Reichs war die Rioja im Norden und Westen von Vaskonen und im Süden und Osten von keltischen Stämmen (Beronen und Pelendonen) besiedelt.

Während des Westgotischen Reiches gehörte der größte Teil der Rioja zum Herzogtum Kantabrien, einem Grenzgebiet zur Verteidigung gegen Kantabrer und Vaskonen. Nach dem Fall des Westgotenreiches im 8. Jahrhundert war es maurisches Territorium.

Ab dem 10. Jahrhundert kämpften Navarra und Kastilien um die Vorherrschaft der Region. Im Verlauf dieser Konfrontationen trafen 1176 Alfons VII. von Kastilien und Sancho VI. von Navarra ein Abkommen, so dass Navarra ab 1177 den Großteil der Rioja an Kastilien abtreten musste.

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Gebiet der Rioja auf die kastilischen Provinzen Soria und Burgos aufgeteilt. Im Verlauf der spanischen Verwaltungsreform von Rafael del Riego wurde 1833 die Provinz Logroño geschaffen. Nach Ende der Franco-Diktatur wurde der Name der Provinz 1980 offiziell in La Rioja geändert. Seit 1982 ist die Region La Rioja eine autonome Gemeinschaft mit eigenem Statut innerhalb des spanischen Staates.

Wirtschaft[Bearbeiten]

2006 betrug das BIP der Rioja 7.143.395.000 Euro. Rund die Hälfte des BIPs fallen auf den Dienstleistungssektor, ein Viertel auf den Industriesektor. Der wichtigste Industriezweig ist die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie vor der Metall- und der Textilindustrie.[4]

In der Region La Rioja liegen große Teile des Weinanbaugebietes D.O.C. Rioja, das zu den bedeutendsten in Europa gehört; siehe hierzu den Hauptartikel Rioja (Wein). Daher ist die Region am Instituto de Ciencias de la Vid y del Vino beteiligt.

Neben dem Weinbau gibt es in der Rioja im Ebrobecken wichtige Gemüseanbaugebiete. Es werden vor allem Champignons, Artischocken, Spargel und Paprika kultiviert.

Im Vergleich mit dem BIP der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreicht La Rioja einen Index von 111 (EU-27:100, Stand 2006).[5]

Größte Gemeinden[Bearbeiten]

(Stand 1. Januar 2013)

Gemeinde Einwohner
Logroño 153.066
Calahorra 24.509
Arnedo 14.559
Haro 11.713
Alfaro 9811
Lardero 9121
Nájera 8377
Villamediana de Iregua 7383
Santo Domingo de la Calzada 6614
Autol 4450

Subregionen und Comarcas[Bearbeiten]

Die autonome Region La Rioja ist unterteilt in drei Subregionen. Rioja Alta, Rioja Media und Rioja Baja, die sich weiter in 13 Verwaltungseinheiten (Comarcas) wie folgt untergliedern:

Subregionen
von La Rioja
Sierra
(Bergregion)
Valle
(Talregion)
Rioja Alta
Comarca de Anguiano
Comarca de Ezcaray
Comarca de Haro
Comarca de Santo Domingo de la Calzada
Comarca de Nájera
Rioja Media
Tierra de Cameros
*Camero Nuevo
*Camero Viejo
Comarca de Logroño
Rioja Baja
Comarca de Cervera
Comarca de Alfaro
Comarca de Arnedo
Comarca de Calahorra
La Rioja(España) Comarcas 02.svg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Henrike Knörr: Guillermo Rittwagen
  3. Luis Vicente Elías Pastor: Revista de Folklore. Fundación Joaquín Díaz 1990/10a/114
  4. Datos de Economía. Instituto de Estadística de La Rioja
  5. Contabilidad Regional de España. Base 2000. Instituto Nacional de Estadística (pdf; 66 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: La Rioja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: La Rioja – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

42.283333333333-2.4666666666667Koordinaten: 42° N, 2° W