Marion Bartoli

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Marion Bartoli Tennisspieler
Marion Bartoli
Nationalität: FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag: 2. Oktober 1984
Größe: 170 cm
Gewicht: 63 kg
1. Profisaison: 2000
Spielhand: Rechts, Vorhand und Rückhand beidhändig
Trainer: Dr. Walter Bartoli (Vater)
Preisgeld: 8.504.232 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 481:297
Karrieretitel: 7 WTA, 6 ITF
Höchste Platzierung: 7 (30. Januar 2012)
Aktuelle Platzierung: 15
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 117:82
Karrieretitel: 3 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 15 (5. Juli 2004)
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 10. Juni 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Marion Bartoli (* 2. Oktober 1984 in Le Puy-en-Velay, Département Haute-Loire) ist eine französische Tennisspielerin. Sie hat ihren Wohnsitz in Genf.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Marion Bartoli wurde im Alter von sechs Jahren von ihrem Vater, einem Arzt, an das Tennisspiel herangeführt. Seit dem Jahr 2000 ist sie Tennisprofi. Die 1,70 m große Rechtshänderin spielt Vor- und Rückhand beidhändig, was im Profitennis eher selten ist. Sie entschied sich für diese Spielweise bereits im Kindesalter. Die damalige Weltranglistenerste Monica Seles praktizierte diese Technik erfolgreich.

Als Juniorin gewann Bartoli 2001 die US Open sowie die Australischen Hartplatzmeisterschaften und die Victorian Championships. 2002 deklassierte sie die viermalige Grand-Slam-Turniersiegerin Arantxa Sanchez Vicario mit 6:3 und 6:1. Wenige Monate später gelang ihr dann der Sprung in die Top 100 der WTA-Weltrangliste.

2006[Bearbeiten]

2006 gewann sie im neuseeländischen Auckland ihren ersten Titel auf der WTA Tour und in New Haven schlug sie die damalige Nummer 6 der Welt, Nadja Petrova, mit 4:6, 6:4, 7:6. Die Saison endete mit der Finalteilnahme in Bali sowie Turniersiegen in Tokio und Quebec City.

2007[Bearbeiten]

Den ersten größeren Erfolg feierte Bartoli 2007, als sie das Finale in Wimbledon erreichte, dort aber Venus Williams in zwei glatten Sätzen unterlag. An Position 18 gesetzt schaltete sie dabei im Achtelfinale mit der Serbin Jelena Janković die Nummer drei des Turniers aus und im Halbfinale sogar die topgesetzte Belgierin Justine Henin. Zudem stand sie in diesem Jahr sowohl bei den French Open (Niederlage gegen Jelena Janković) als auch bei den US Open im Achtelfinale (Niederlage gegen Serena Williams).
In jener Saison bestritt sie außerdem das Endspiel in Prag (Niederlage gegen Akiko Morigami) und erreichte in Eastbourne (Niederlage gegen Justine Henin), in Luxemburg (Aus gegen Daniela Hantuchová) und in Linz (Aus gegen Patty Schnyder) jeweils das Halbfinale. Zudem stand sie im Viertelfinale von Toronto (Niederlage gegen Zi Yan) und in Zürich (Aus gegen Tatiana Golovin). Bartoli qualifizierte sich damit für die WTA Tour Championships in Madrid und beendete ihr vorläufig bestes Jahr als Weltranglistenzehnte.

2008[Bearbeiten]

An die Vorjahreserfolge konnte sie nicht anknüpfen, bestätigte aber unter anderem durch die Endspielteilnahme in Stanford (Niederlage gegen Aleksandra Wozniak) und Halbfinalteilnahmen in Montreal (Niederlage gegen Dominika Cibulková) und Linz (Aus gegen Wera Swonarjowa) ihre Top-20-Platzierung.

2009[Bearbeiten]

Bei den Australian Open gelang ihr erneut ein großer Sieg (6:1, 6:4) über die neue Nummer 1, Jelena Janković, mit dem sie ins Viertelfinale einzog. Ihren vierten Turniersieg holte sie in Monterrey gegen Na Li. Am Jahresende war Bartoli die Nummer 12 der Welt.

2010[Bearbeiten]

Ihr größter Erfolg im Jahr 2010 war das Erreichen der Vorschlussrunde in Miami (Kategorie: Premier Mandatory), in der sie Venus Williams in zwei Sätzen unterlag. In Cincinnati und Montreal (beide Kategorie: Premier 5) kam das Aus jeweils im Viertelfinale gegen Maria Scharapowa bzw. Wiktoryja Asaranka.

2011[Bearbeiten]

Bemerkenswert war ihr Vorstoß ins Halbfinale der French Open, wo sie in einem packenden Match bei widrigen Umständen (heftige Windböen) der Titelverteidigerin Francesca Schiavone unterlag. Drei Wochen zuvor hatte sie im Finale von Straßburg zu Beginn des zweiten Satzes wegen Verletzung aufgeben und den Turniersieg Andrea Petkovic überlassen müssen. Beim Rasenturnier in Eastbourne konnte sie sich dann ihren ersten WTA-Titel auf Gras sichern. Nach einem klaren Halbfinalsieg über die Australierin Samantha Stosur bezwang sie im Endspiel die Tschechin Petra Kvitová, die ihr allerdings drei Sätze abverlangte. Damit rückte Bartoli auf Platz 9 der Weltrangliste vor. In Wimbledon beendete sie durch ein umkämpftes 6:3, 7:66 über Titelverteidigerin Serena Williams vorläufig deren Comeback und zog ins Viertelfinale ein, wo sie sich Sabine Lisicki mit 4:6, 7:64, 1:6 geschlagen geben musste. In Stanford (Kalifornien) konnte sich Serena Williams dann revanchieren. Im Endspiel unterlag Bartoli der wieder erstarkten US-Amerikanerin nach umkämpftem ersten Satz mit 5:7 und 1:6.

2012[Bearbeiten]

Das Jahr begann verheißungsvoll mit dem Einzug ins Viertelfinale von Sydney, wo sie von der Weltranglistenersten Asaranka gestoppt wurde. In Melbourne unterlag sie in Runde drei der Chinesin Zheng, erreichte aber dennoch nach dem Turnier mit Platz 7 ihre bislang beste Position in der WTA-Weltrangliste. Beim Hallenturnier von Paris stand sie gegen Angelique Kerber im Finale, in dem sie sich nur knapp mit 6:7, 7:5, 3:6 geschlagen geben musste. In Doha schied sie im Halbfinale gegen Sam Stosur aus. In Indian Wells kam das Aus im Viertelfinale gegen Ana Ivanović, bevor sie in Miami erneut ins Semifinale einziehen konnte, sich dort aber gegen Agnieszka Radwańska deutlich unterlegen präsentierte. Bei den French Open, wo man sie im Vorfeld als Geheimtip gehandelt hatte, scheiterte sie bereits in Runde zwei an der jungen Kroatin Petra Martić. Ebenso in Wimbledon, wo sie der Kroatin Mirjana Lucic mit 4:6 und 3:6 unterlag. Beim Hartplatzturnier von San Diego erreichte sie dann das Finale, das sie gegen Dominika Cibulková mit 1:6 und 5:7 verlor.

Erfolge[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Legende
Grand Slam (0)
Tennis Masters Cup (0)
WTA Masters Series (0)
WTA Tour (7)
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 7. Januar 2006 AustralienAustralien Auckland Hart RusslandRussland Wera Swonarjowa 6:2, 6:2
2. 8. Oktober 2006 JapanJapan Tokio Hart JapanJapan Aiko Nakamura 2:6, 6:2, 6:2
3. 5. November 2006 KanadaKanada Québec Hart (Halle) RusslandRussland Olga Putschkowa 6:0, 6:0
4. 8. März 2009 MexikoMexiko Monterrey Hart (Halle) China VolksrepublikChina Li Na 6:4, 6:3
5. 2. August 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stanford Hart Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Venus Williams 6:2, 5:7, 6:4
6. 18. Juni 2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eastbourne Rasen TschechoslowakeiTschechoslowakei Petra Kvitová 6:1, 4:6, 7:5
7. 16. Oktober 2011 JapanJapan Osaka Hart AustralienAustralien Samantha Stosur 6:3, 6:1

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Legende
Grand Slam (1)
Tennis Masters Cup (0)
WTA Masters Series (0)
WTA Tour (6)
Nr. Datum Turnier Belag Siegerin Ergebnis
1. 17. September 2006 IndonesienIndonesien Bali Hart RusslandRussland Swetlana Kusnezowa 5:7, 2:6
2. 13. Mai 2007 TschechienTschechien Prag Sand JapanJapan Akiko Morigami 1:6, 3:6
3. 23. Juni 2007 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Venus Williams 4:6, 1:6
4. 20. Juli 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stanford Hart KanadaKanada Aleksandra Wozniak 5:7, 3:6
5. 10. Januar 2009 AustralienAustralien Brisbane Hart WeissrusslandWeißrussland Wiktoryja Asaranka 3:6, 1:6
6. 21. Mai 2011 FrankreichFrankreich Straßburg Sand DeutschlandDeutschland Andrea Petkovic 4:6, 0:1 Aufgabe
7. 31. Juli 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stanford Hart Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Serena Williams 5:7, 1:6
8. 22. Juli 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Diego Hart SlowakeiSlowakei Dominika Cibulková 1:6, 5:7

Spielweise[Bearbeiten]

Marion Bartoli spielt seit 1992 sowohl Vorhand als auch Rückhand beidhändig. Ihr Vater hatte 1992 ein Match von Monica Seles gesehen, die diese Technik erfolgreich praktizierte, und seiner Tochter daraufhin empfohlen, doch ebenfalls beidhändig zu spielen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marion Bartoli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien