Andrea Petković

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Andrea Petković Tennisspieler
Andrea Petković
Andrea Petković 2014 in Indian Wells
Spitzname: Andy, Petko
Nationalität: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 9. September 1987
Größe: 180 cm
Gewicht: 69 kg
1. Profisaison: 2006
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Eric van Harpen
Preisgeld: 4.126.742 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 343:198
Karrieretitel: 4 WTA, 9 ITF
Höchste Platzierung: 9 (10. Oktober 2011)
Aktuelle Platzierung: 17
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 70:72
Karrieretitel: 0 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 46 (14. Juli 2014)
Aktuelle Platzierung: 55
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 8. September 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Andrea Petković (kyrillisch Андреа Петковић) (* 9. September 1987 in Tuzla, SR Bosnien und Herzegowina, Jugoslawien) ist eine deutsche Tennisspielerin. Die Tochter serbischer Eltern[1] erhielt 2001 die deutsche Staatsangehörigkeit.[2] Sie spricht neben Deutsch und Serbisch noch Englisch und Französisch.[3]

In ihrer Karriere gewann sie bereits vier WTA-Turniere im Einzel: 2009 und 2014 in Bad Gastein, 2011 in Straßburg und 2014 in Charleston. Außerdem sicherte sie sich neun Einzel- und drei Doppeltitel bei ITF-Turnieren. 2007 und 2009 wurde sie jeweils Deutsche Meisterin.

Zu den prominentesten Spielerinnen, die sie besiegte, zählen Jelena Dokić (2009 in Bukarest und 2011 in Brisbane), Daniela Hantuchová (2010 in Brisbane), Ana Ivanović (2003 bei den Australian Open der Juniorinnen und 2010 in 's-Hertogenbosch), Swetlana Kusnezowa (2009 und 2010 in Tokio), Nadja Petrowa (US Open 2010) und Marion Bartoli (ebenfalls 2011 in Brisbane). Im Achtelfinale der Australian Open bezwang sie 2011 die ehemalige Grand-Slam-Turniersiegerin Marija Scharapowa, nur Wochen später in Miami auch die damals aktuelle Weltranglistenerste Caroline Wozniacki.

Karriere[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Als sie sechs Monate alt war, wanderte ihre Familie nach Deutschland aus. Im Alter von sechs Jahren begann sie mit dem Tennissport. Die Initiative ging von ihrem Vater Zoran Petković aus; der ehemalige jugoslawische Tennisprofi und Davis-Cup-Spieler war Trainer in einem Tennisclub in Darmstadt und spielte lange Zeit eine wichtige Rolle in ihrem Team.[4] Wegen ihrer guten Schulnoten riet er ihr zunächst von einer Profikarriere ab und setzte ihr eine Frist, innerhalb der sie die Top 50 der Welt erreichen sollte.[5]

Im Mai 2004 gewann sie in Antalya ihr erstes ITF-Turnier. Es folgten Siege in Podgorica (2004), Davos und Alphen aan den Rijn (jeweils 2005), ein weiterer Titelgewinn gelang ihr im September 2006 in Sofia.

2007[Bearbeiten]

Im April 2007 wurde Petković von der deutschen Teamchefin Barbara Rittner erstmals für den Fed Cup in Fürth gegen Kroatien nominiert. Dort kam sie im Doppel an der Seite von Tatjana Malek zum Einsatz; ihr Sieg gegen die Paarung Jelena Kostanić Tošić und Sanja Ančić (6:3, 6:7, 6:3) verhalf Deutschland zu einem 4:1-Sieg.

Bei den French Open nahm sie zum ersten Mal an einem Grand-Slam-Turnier teil und schaffte dort ohne Satzverlust die Qualifikation für das Hauptfeld. Durch einen 4:6-, 6:3-, 6:3-Sieg über Jarmila Groth erreichte sie die zweite Runde, in der sie Marion Bartoli mit 6:0, 2:6, 3:6 unterlag. Im Juli gewann Petković in Contrexéville (50.000 $) ihr sechstes ITF-Turnier. Damit stand sie am 30. Juli 2007 erstmals unter den Top 100 der WTA-Weltrangliste; bei den US Open war sie also erstmals für das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers qualifiziert. Auch dort erreichte sie nach einem Sieg (6:4, 6:1) über die US-Amerikanerin Audra Cohen die zweite Runde, in der sie Lucie Šafářová mit 3:6 und 3:6 unterlag.

Im Dezember 2007 wurde sie erstmals Deutsche Meisterin bei den Aktiven; im Finale in Biberach bezwang sie Julia Görges mit 7:5, 6:7, 6:4.

Petković bereit zum Return

2008[Bearbeiten]

Am 15. Januar 2008 erlitt sie in der Erstrundenpartie der Australian Open gegen Anna Tschakwetadse bereits nach zwei Minuten Spielzeit einen Kreuzbandriss. Sie musste daraufhin fast acht Monate pausieren. Am 1. September 2008 in Maribor bestritt sie ihr erstes Turnier nach der Verletzung, bis Jahresende konnte sie sich unter anderem durch einen Turniersieg beim ITF-Turnier in Istanbul wieder bis auf Platz 315 der Weltrangliste verbessern.

2009[Bearbeiten]

Anfang des Jahres konnte Petković dank einem Protected Ranking an den Australian Open teilnehmen. Mit einem Sieg über Kathrin Wörle erreichte sie die zweite Runde, dort unterlag sie Alizé Cornet. Erfolgreicher war sie auf ITF-Turnieren; am 10. Mai 2009 gewann sie beispielsweise den Titel bei dem mit 100.000 $ dotierten Turnier in Bukarest. Im Halbfinale besiegte sie Jelena Dokić und bis Juni meldete sie sich wieder zurück in den Top 100.

Am 26. Juli gewann Petković in Bad Gastein ihren ersten Titel auf der WTA Tour. Auf dem Weg ins Finale, das sie gegen Ioana Raluca Olaru mit 6:2, 6:3 gewann, schlug sie unter anderem Iveta Benešová, Anna-Lena Grönefeld und Jaroslawa Schwedowa. Außerdem erreichte sie zusammen mit Tatjana Malek das Finale der Doppelkonkurrenz. In der Woche darauf stand sie im Halbfinale des WTA Turniers in Istanbul. Dort unterlag sie Lucie Hradecká knapp mit 7:6, 5:7, 5:7.

Am 3. August 2009 war sie die Nr. 52 im WTA-Ranking. Beim WTA-Turnier von Tokio gelangte sie über die Qualifikation bis ins Achtelfinale, in dem sie Agnieszka Radwańska knapp in drei Sätzen unterlag. Im Laufe des Turniers bezwang sie u.a. Swetlana Kusnezowa - ihr erster Sieg über eine aktuelle Top-10-Spielerin. Im Dezember wurde sie in Offenburg zum zweiten Mal nach 2007 Deutsche Meisterin. Sie gewann das Turnier ohne Satzverlust und besiegte u.a. im Halbfinale wieder Julia Görges.

Petković beim Aufschlag

2010[Bearbeiten]

Bei ihrem ersten Turnier im neuen Jahr erreichte sie in Brisbane nach Siegen über Iveta Benešová (6:7, 6:2, 6:1), Vania King (4:6, 6:2, 6:1) und Daniela Hantuchová (6:4, 6:2) das Halbfinale, in dem sie sich der späteren Turniersiegerin Kim Clijsters mit 4:6, 2:6 geschlagen geben musste. Damit gehörte sie zum ersten Mal zu den Top 50 der Weltrangliste. Bei den Australian Open scheiterte sie in Runde zwei an Carla Suárez Navarro. Im Februar bestritt sie im Fed-Cup-Viertelfinale gegen Tschechien in Brünn erstmals als Nummer 1 des Teams beide Einzel; sie habe dem hohen Druck nicht standhalten können und deshalb beide Partien verloren.

In der darauffolgenden Woche gelang ihr in Paris mit Siegen über Katarina Srebotnik und der an Nr. 5 gesetzten Aravane Rezaï der Einzug ins Viertelfinale, in dem sie Jelena Dementjewa 6:3, 4:6, 2:6 unterlag. Bei den French Open erreichte sie durch einen Sieg über Jelena Wesnina die zweite Runde, in der sie gegen Titelverteidigerin Swetlana Kusnezowa, nachdem sie beim Stand von 6:4, 5:4 drei Matchbälle vergeben hatte, mit 6:4, 5:7, 4:6 ausschied. Zwei Wochen später beim Rasenturnier in ’s-Hertogenbosch erreichte sie ihr zweites Finale auf der WTA Tour. Auf dem Weg dorthin schlug sie unter anderem Ana Ivanović. Im Finale musste sie sich Justine Henin knapp mit 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben. In Wimbledon unterlag sie in Runde eins Anna Tschakwetadse.

Nachdem ihre Vorbereitung auf die US Open wenig erfolgreich verlaufen war, konnte sie dort ihr bislang bestes Grand-Slam-Turnier spielen. Nach Siegen über die an Nr. 17 gesetzte Nadja Petrowa (6:2, 4:6, 7:6), Bethanie Mattek-Sands (3:6, 6:3, 7:5) und Peng Shuai (kampflos) stand sie im Achtelfinale, in dem sie der späteren Finalistin Wera Swonarjowa unterlag.

2011[Bearbeiten]

Das Jahr begann gut für Petković: In Australien kam sie beim Jahresauftaktturnier in Brisbane ins Finale, unterlag dort jedoch Petra Kvitová sehr deutlich. Bei den Australian Open ging sie als Nr. 30 an den Start und erreichte ihr bestes Abschneiden bei einem Grand-Slam-Turnier (unter anderem besiegte sie Marija Scharapowa) mit dem Einzug ins Viertelfinale, in dem sie Li Na 2:6, 4:6 unterlag. In den Hallen von Paris erreichte sie ebenfalls das Viertelfinale (Siege über Angelique Kerber und Kristína Kučová), in dem sie Bethanie Mattek-Sands in drei Sätzen unterlag. In Dubai scheiterte sie in Runde zwei in drei Sätzen an Kaia Kanepi. Beim großen WTA-Event in Indian Wells kam sie nicht über die dritte Runde hinaus (Zweisatzniederlage gegen Marion Bartoli). Beim Turnier in Miami schlug Petković als erste Deutsche seit Steffi Graf bei den French Open 1999 eine Weltranglistenerste.[6] Im Achtelfinale besiegte sie Caroline Wozniacki mit 7:5, 3:6, 6:3 und im Viertelfinale bezwang sie auch die ehemalige Nummer 1, Jelena Janković, mit 2:6, 6:2 und 6:4, bevor sich im Halbfinale Scharapowa beim 6:3, 0:6 und 2:6 als die Stärkere erwies. Damit stieß Petković erstmals in ihrer Karriere unter die 20 Besten der Welt (Rang 19) vor.

Im Fed-Cup-Playoff gegen die USA gewann sie ihre beiden Einzel jeweils in zwei Sätzen (6:3, 6:4 gegen Christina McHale sowie 6:2, 6:3 gegen Melanie Oudin). Deutschland gewann klar mit 5:0 und stieg damit wieder in die erste Weltgruppe auf.[7] Kurz darauf erreichte sie mit einem erneuten Dreisatzerfolg über Janković beim WTA-Turnier in Stuttgart das Viertelfinale, scheiterte dann aber trotz fulminantem Start an Caroline Wozniacki. Bei den Turnieren in Madrid und Rom schied sie jeweils in der zweiten Runde aus. Sie überwand das kleine Tief dann in Straßburg, wo sie eine Woche vor den French Open ihren zweiten Titel auf der WTA Tour holte. Sie profitierte allerdings von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Finalgegnerin Marion Bartoli.

Bei den French Open zog Petković zum zweiten Mal in Folge in das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Dort unterlag sie jedoch Scharapowa klar mit 0:6 und 3:6. In Wimbledon stieß sie mit Siegen über Stéphanie Foretz Gacon (6:3, 6:4) und Stéphanie Dubois (6:3, 4:6, 6:3) in die dritte Runde vor, in der sie gegen die 20-jährige Xenia Perwak (Nr. 89 der Weltrangliste) überraschend 4:6, 6:7 verlor. Beim WTA-Turnier in San Diego schied sie im Halbfinale gegen Agnieszka Radwańska mit 6:4, 0:6 und 4:6 aus (sie musste sich wegen einer leichten Lebensmittelvergiftung in Satz zwei übergeben). Mit ihren guten Ergebnissen stand sie erstmals - wenn auch zunächst nur für eine Woche - unter den Top Ten der WTA-Weltrangliste. Im Viertelfinale von Toronto verlor sie gegen Radwańska (4:6, 3:6) auch das vierte Match gegen die Polin.

In New York kam sie mit Siegen über Jekaterina Bytschkowa, Jie Zheng, Roberta Vinci und Carla Suarez Navarro erstmals ins Viertelfinale der US Open, in dem die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki sie jedoch im Tiebreak des zweiten Satzes mit 7:5 (Endergebnis 6:1, 7:6) niederrang. Beim anschließenden Turnier in Peking zog Petković nach teils engen Partien gegen Šafářová, Suárez Navarro, Bartoli und Pawljutschenkowa sowie einem glatten 6:2, 6:0 über Monica Niculescu sogar ins Finale ein. Die Chance, ihr drittes WTA-Turnier zu gewinnen, konnte sie aber nicht nutzen; sie unterlag Radwańska auch beim fünften Aufeinandertreffen (5:7, 6:0, 4:6), nachdem sie zwischenzeitlich mit einem furiosen zweiten Satz den Gleichstand hergestellt, dann aber zwei Chancen auf ein Break zum 5:3 im dritten ausgelassen hatte.

2012[Bearbeiten]

Nach dem WTA-Turnier in Sydney im Januar wurde bei Petković ein Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk im unteren Bereich des Rückens diagnostiziert, daher musste sie die Australian Open absagen.[8]

Nach mehr als drei Monaten Verletzungspause trat sie dann in Stuttgart an. In der Achtelfinalbegegnung gegen die Weltranglistenerste Wiktoryja Asaranka musste sie beim Stande von 2:6, 4:4 verletzungsbedingt aufgeben; sie war umgeknickt und hatte sich einen doppelten Bänderriss zugezogen, der operiert werden musste.[9] Anfang Juni konnte Petković mit der Reha beginnen. Sie strebte eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in London an,[10] musste am 18. Juli ihre Teilnahme jedoch aufgrund der Verletzung absagen.

Am 20. August feierte Petković beim Hartplatzturnier in New Haven ihr erneutes Comeback, bei dem sie in der ersten Runde Tímea Babos mit 6:3, 5:7 und 7:5 schlagen konnte.

Bei ihrem Debüt beim Hopman Cup am 29. Dezember 2012 kam es zum nächsten Rückschlag. Beim Stande von 6:4 in der Partie gegen Ashleigh Barty musste sie wegen einer erneuten Knieverletzung aufgeben.[11] Bei einer MRT-Untersuchung am nächsten Tag stellte sich heraus, dass der Innenmeniskus gerissen war.[12] Die Australian Open und den Fed Cup im Februar musste sie daraufhin absagen.[13] [14]

2013[Bearbeiten]

Beim WTA-Turnier von Indian Wells gab Petković ihr Comeback. Sie verlor ihr Match in der Qualifikationsrunde gegen Mónica Puig mit 6:72 und 3:6. Zwei Wochen später stand sie dank einer Wildcard im Hauptfeld der Sony Open Tennis in Miami. Hier schied sie in der dritten Runde gegen Ajla Tomljanović aus. Da ihr Weltranglistenplatz nicht zur direkten Teilnahme an den French Open ausreichte, musste sie in die Qualifikation; sie unterlag dort in Runde zwei Zhou Yimiao aus China mit 7:61, 6:72 und 4:6. Nachdem sie auch im Doppel der French Open in Runde eins ausgeschieden war, spielte sie das 100.000$-ITF-Turnier in Marseille, das sie mit einem Finalsieg (6:4, 6:2) über Anabel Medina Garrigues gewann.[15] In der Woche darauf konnte sie beim WTA-Turnier in Nürnberg ihre gute Form bestätigten. Erst im Finale musste sie sich Simona Halep, der Aufsteigerin des Jahres, mit 3:6 und 3:6 geschlagen geben.

Für Wimbledon erhielt Petković vom Veranstalter eine Wildcard. Nach einem Sieg über Pauline Parmentier scheiterte sie dort in der zweiten Runde mit 6:72, 6:2 und 6:8 an Sloane Stephens.

Am 17. September schied sie bei den Korea Open, an Nummer 7 gesetzt, in Runde eins gegen Francesca Schiavone aus. Eine Woche später bei den Toray Pan Pacific Open verlor sie nach einem Erstrundensieg über Jelena Wesnina erneut gegen die an 13 gesetzte Simona Halep. Bei den China Open besiegte sie zunächst Titelverteidigerin Wiktoryja Asaranka und in der zweiten Runde Swetlana Kusnezowa, bevor sie nach hartem Kampf mit 4:6, 7:64 und 6:72 gegen Lucie Šafářová ausschied.

2014[Bearbeiten]

Die Saison begann Petković in Brisbane, wo sie ihre Auftaktpartie gegen Bethanie Mattek-Sands mit 6:4 und 7:5 gewann, ehe sie Serena Williams mit 4:6, 4:6 unterlag. An den Australian Open nahm sie nach vielen verletzungsbedingten Ausfällen erstmals seit drei Jahren wieder teil. Sie verlor dort in Runde eins mit 2:6 und 3:6 gegen Magdaléna Rybáriková. Im Doppel erreichte sie an der Seite von Annika Beck die zweite Runde. Nach einem unerfreulichen Monat März und einem Trainerwechsel gewann sie am 6. April mit dem Family Circle Cup in Charleston schließlich ihren dritten Einzeltitel auf der Tour.

Bei den French Open erreichte sie nach Siegen über Misaki Doi, Stefanie Vögele, Kristina Mladenovic, Kiki Bertens und Sara Errani erstmals das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Dort hatte sie gegen Simona Halep trotz einer 3:1-Führung im zweiten Satz am Ende mit 2:6 und 6:74 das Nachsehen. Im Juli konnte sie dann durch einen Finalsieg über die Qualifikantin Shelby Rogers zum zweiten Mal das Turnier von Bad Gastein gewinnen.

Training[Bearbeiten]

Zu Beginn ihrer Karriere wurde sie von ihrem Vater Zoran Petković trainiert, der für Jugoslawien im Davis Cup spielte. Bis Oktober 2010 unterstützte sie außerdem Glen Schaap, der zu den US Open 2010 von Petar Popović abgelöst wurde. Seit Februar 2014 wird Petković von Eric van Harpen betreut.[16]

Neben dem Techniktraining setzt sie im Fitnessbereich auf den argentinischen Coach Juan Bernardo Carberol, der früher Rainer Schüttler zur Seite gestanden hat.[17] Seit 2011 trainiert Petković in der von Rainer Schüttler und Alexander Waske gegründeten Schüttler Waske Tennis-University.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2006 machte Petković an der Georg-Büchner-Schule in Darmstadt, wo sie die elfte Klasse übersprungen hatte,[1] ihr Abitur mit einem Notenschnitt von 1,2.[6][1] Als Tennisprofi studiert sie nebenher Politikwissenschaft an der Fernuniversität in Hagen.[6]

In unregelmäßigen Abständen berichtet sie auf der Internetseite der FAZ über ihr Leben und ihre Erlebnisse auf dem Tennisplatz.

Nach einer 2010 bei den US Open verlorenen Wette mit ihrem Trainer Petar Popović machte sie den „Petko-Dance“ zu ihrem Markenzeichen. Nach einem gewonnenen Match präsentierte sie ein paar Tanzschritte, um sich so vom Publikum zu verabschieden. Da dies zu Irritationen geführt hatte, beschloss Petković, das Ritual aufzugeben.[18]

Erfolge[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 26. Juli 2009 OsterreichÖsterreich Bad Gastein WTA International Sand RumänienRumänien Ioana Raluca Olaru 6:2, 6:3
2. 21. Mai 2011 FrankreichFrankreich Straßburg WTA International Sand FrankreichFrankreich Marion Bartoli 6:4, 1:0 Aufgabe
3. 6. April 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Sand SlowakeiSlowakei Jana Čepelová 7:5, 6:2
4. 13. Juli 2014 OsterreichÖsterreich Bad Gastein WTA International Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shelby Rogers 6:3, 6:3

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 19. Juni 2010 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch WTA International Rasen BelgienBelgien Justine Henin 6:3, 3:6, 4:6
2. 9. Januar 2011 AustralienAustralien Brisbane WTA International Hartplatz TschechienTschechien Petra Kvitová 1:6, 3:6
3. 9. Oktober 2011 China VolksrepublikChina Peking WTA Premier Mandatory Hartplatz PolenPolen Agnieszka Radwańska 5:7, 6:0, 4:6
4. 15. Juni 2013 DeutschlandDeutschland Nürnberg WTA International Sand RumänienRumänien Simona Halep 3:6, 3:6
5. 4. August 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington D.C. WTA International Hartplatz SlowakeiSlowakei Magdaléna Rybáriková 4:6, 6:72

Karrierestatistik und Turnierbilanz[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Gesamt
Australian Open 1 2 2 VF 1 0
French Open 2 2 VF HF 0
Wimbledon 1 3 2 3 0
US Open 2 1 AF VF 1 1 3 0
WTA Tour Championships   0
Doha n. a. bzw. a. K. n. a. bzw. a. K. 1 0
Dubai n. a. bzw. a. K. 2 2 andere Kategorie 0
Indian Wells 1 3 1 0
Miami 3 HF 3 2 0
Charleston andere Kategorie 0
Rom AF 2 2 0
Madrid andere Kategorie AF 2 1 0
Berlin 1 nicht ausgetragen 0
San Diego a. K. andere Kategorie 0
Cincinnati n. a. bzw. a. K. 2 HF 2 1 0
Montreal/Toronto 1 VF 0
Tokio AF AF 1 2 a. K. 0
Wuhan nicht ausgetragen   0
Zürich nicht ausgetragen 0
Peking n. a. bzw. a. K. 2 F 1 AF   0
Moskau andere Kategorie 0
Olympische Spiele n. a. nicht ausgetragen nicht ausgetragen n. a. 0
Fed Cup PO PO PO PO   0
Turnierteilnahmen 2 2 11 19 18 27 12 26 24 2 10 18 16 178
Erreichte Finals 0 0 2 2 2 2 1 4 1 1 0 3 2 20
Gewonnene Einzel-Titel 0 0 2 2 1 1 1 2 0 1 0 1 2 13
Hartplatz-Siege/-Niederlagen 0:0 0:0 2:1 3:8 7:8 15:13 8:6 16:15 22:17 35:11 11:9 15:10 7:7 141:105
Sand-Siege/-Niederlagen 0:1 0:1 21:9 20:9 26:10 22:10 5:2 25:8 8:6 17:4 1:2 12:5 19:5 176:72
Rasen-Siege/-Niederlagen 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 0:1 0:0 0:0 4:3 2:2 0:0 1:1 3:2 10:9
Teppich-Siege/-Niederlagen 0:1 1:1 0:0 0:0 0:0 4:2 1:3 4:1 0:0 0:0 0:0 0:0 0:0 10:8
Gesamt-Siege/-Niederlagen 0:2 1:2 23:10 23:17 33:18 41:26 14:11 45:24 34:26 54:17 12:11 28:16 29:14 337:194
Weltranglistenpunkte N/A
Jahresendposition 416 338 238 100 315 56 32 10 143 39   N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; RR = Round Robin (Gruppenphase); n. a. = nicht ausgetragen; a. K. = andere Kategorie; PO (Playoff) = Auf- und Abstiegsrunde im Fed Cup; K1, K2, K3 = Teilnahme in der Kontinentalgruppe I, II, III im Fed Cup.

Berücksichtigt wurden die Turniere der Kategorie Tier I (bis 2008), bzw die Turniere der Kategorien Premier Mandatory und Premier 5 (seit 2009).

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren im Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Bilanz Karriere
Australian Open 1 1 2 1:3 1
French Open 1 AF 1 AF 5:4 AF
Wimbledon 1 1 2 2 HF 6:5 HF
US Open 2 1 2 1 1 1 2:6 2
Jahresbilanz 1:2 0:4 5:4 0:1 1:3 9:4 16:18

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Andrea Petkovic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Christian Rotter: „Man muss sich einen Panzer anlegen“. In: Mannheimer Morgen. 18. November 2009, S. 11, archiviert vom Original am 15. April 2011, abgerufen am 15. April 2011 (pdf; 687 kB).
  2. Tennis-Star Petkovic: "Wenn ich verliere, bin ich ungenießbar". Abgerufen am 27. April 2014.
  3. Women’s Tennis Association: Andrea Petkovic Biography. In: wtatennis.com. Abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
  4. Michael Eder: „Die Serben-Clique tut Andrea gut“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 14. April 2011, abgerufen am 10. Juni 2014.
  5. Zoran Petkovic: Der Tennisvater der besonderen Art. In: tennisnet.com. 31. Mai 2011, abgerufen am 10. Juni 2014.
  6. a b c Christian Mixa: Petkovic fühlt sich reif für die Top Ten. Nach Sieg gegen Wozniacki. In: sportschau.de. Westdeutscher Rundfunk Köln, 23. März 2011, archiviert vom Original am 15. April 2011, abgerufen am 15. April 2011.
  7. Petkovic küsst das Damentennis aus dem Dornröschenschlaf
  8. Stressfraktur im Rücken: Petkovic sagt Melbourne ab
  9. WTA: Petkovic erfolgreich operiert
  10. Petkovic kann mit der Reha beginnen (de) Axel Springer AG. 6. Juni 2012. Abgerufen am 11. Juni 2012.
  11. Knieverletzung stoppt Petković
  12. Petkovic withdraws from Hyundai Hopman Cup 2013
  13. Petkovic sagt Australian Open ab (abgerufen von sport1.de am 2. Januar 2013)
  14. Andrea Petkovic sagt Australian Open ab (abgerufen von sportschau.de am 2. Januar 2013)
  15. $100,000 Marseille ITF-Turnierseite
  16. Petkovic und van Harpen testen Zusammenarbeit
  17. Petkovic: "Will mein Tennis auf ein neues Level heben". Deutsche Telekom AG (dpa). 11. November 2010. Abgerufen am 11. November 2010.
  18. Petkovic bedauert Irritationen über „Petko-Dance“ (de) Focus online. 4. April 2011. Abgerufen am 11. Juni 2012.