Venus Williams

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Venus Williams Tennisspieler
Venus Williams
Venus Williams 2010 bei den US Open
Nationalität: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 17. Juni 1980
Größe: 185 cm
Gewicht: 72,5 kg
1. Profisaison: 1994
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Esther Lee
Preisgeld: 30.122.776 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 664:178
Karrieretitel: 45 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 1 (25. Februar 2002)
Aktuelle Platzierung: 19
Wochen als Nr. 1: 11
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 174:30
Karrieretitel: 21 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 1 (7. Juni 2010)
Aktuelle Platzierung: 123
Wochen als Nr. 1: 8
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Olympische Spiele
Letzte Aktualisierung der Infobox: 8. September 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Venus Ebony Starr Williams (* 17. Juni 1980 in Lynwood, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Tennisspielerin.

Venus Williams gewann bislang 45 Titel im Einzel, darunter sieben bei Grand-Slam-Turnieren und einen bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000. Im Doppel gewann sie zusammen mit ihrer Schwester Serena 24 Titel, davon zwölf bei Grand-Slam-Turnieren und drei bei Olympischen Spielen (2000, 2008 & 2012). Auch im Mixed an der Seite von Justin Gimelstob gewann Venus Williams zwei Grand-Slam-Titel.

Biografie[Bearbeiten]

Venus ist die Tochter von Richard und Oracene Williams und die Schwester von Serena Williams. Die insgesamt fünf Williams-Schwestern zogen als Kinder nach Compton, Kalifornien. Die Eltern wollten, dass wenigstens eine ihrer Töchter sich im Tennis in der Weltspitze etablieren würde. Und Venus entwickelte sich noch während ihrer Schulzeit tatsächlich zu einer der besten Tennisspielerinnen Kaliforniens. Später wechselte sie sich mit ihrer Schwester Serena an der Spitze ab.

Karriere[Bearbeiten]

vor 2002[Bearbeiten]

Venus Williams wurde 1994 Profispielerin. Ihr erstes WTA-Turnier bestritt sie als 14-Jährige in Stanford.[1] Bereits 1997 erreichte sie das Finale der US Open, in dem sie Martina Hingis unterlag. 1998 gewann sie an der Seite von Justin Gimelstob die Australian Open und die French Open im Mixed.

1999 unterlag sie in der "Regenschlacht" von Wimbledon der früheren Weltklassespielerin Steffi Graf mit 2:6, 6:3 und 4:6.

Im Jahr 2000 gewann sie neben den Titeln bei den Grand-Slam-Turnieren in Wimbledon und New York auch die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney im Einzel und im Doppel (mit Schwester Serena). 2001 wiederholte sie ihre Erfolge in Wimbledon und bei den US Open.

2002–2003[Bearbeiten]

Am 25. Februar 2002 stand Venus erstmals an der Spitze der WTA-Weltrangliste. Sie erreichte bei Grand-Slam-Turnieren viermal in Folge das Endspiel, in dem sie aber jeweils ihrer Schwester unterlag. 2003 zog sie erneut ins Finale von Wimbledon ein und verlor wiederum gegen Serena. Insgesamt stand sie elf Wochen lang an der Spitze der Weltrangliste.

2005–2006[Bearbeiten]

Am 2. Juli 2005 besiegte sie im längsten Wimbledon-Finale aller Zeiten Lindsay Davenport mit 4:6, 7:6(4), 9:7 und sicherte sich damit ihren fünften Grand-Slam-Einzeltitel. Zudem gewann sie im Mai mit einem 6:3-, 6:1-Endspielsieg über Nicole Vaidišová das Turnier in Istanbul.

Ein Kuriosum fand mit Venus' Beteiligung im Mai 2005 statt - ein Tennismatch mit der türkischen Grand-Slam-Teilnehmerin İpek Şenoğlu auf der Bosporus-Brücke, die Europa und Asien verbindet. Es war der erste Wettbewerb, der zeitgleich auf zwei Kontinenten ausgetragen wurde.

2006 bestritt Venus Williams, die wie ihre Schwester Serena seit vielen Jahren unter Verletzungen leidet und oft viele Monate pausieren muss, lediglich sechs Turniere. In Warschau sowie bei den French Open erreichte sie das Viertelfinale, in Rom schied sie im Halbfinale aus. Bei den French Open unterlag sie Nicole Vaidišová, die sie im Jahr zuvor im Finale von Istanbul noch deutlich besiegt hatte. Die US Open musste sie absagen. In Luxemburg schied sie gegen Agnieszka Radwańska mit Schmerzen in beiden Handgelenken aus. Durch die geringe Anzahl der gespielten Turniere war sie am Ende der Saison nur noch die Nummer 48 der Welt.

2007[Bearbeiten]

Auch das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres 2007 musste sie aufgrund ihrer Verletzung absagen. Am 19. Februar 2007 gab sie beim WTA-Turnier in Memphis ihr Comeback und gewann auf Anhieb (klarer Finalsieg über Shahar Peer). Im Juli gewann sie dann überraschend zum vierten Mal den Titel in Wimbledon. Auf dem Weg dorthin besiegte sie unter anderem Marija Scharapowa und Ana Ivanović, im Finale bezwang sie Marion Bartoli mit 6:4 und 6:1. Nach erneuten Verletzungsproblemen gelang ihr bei den US Open ein erfolgreiches Comeback. Sie erreichte mit Siegen über Aljona Bondarenko, Ana Ivanović und Jelena Janković das Halbfinale, in dem sie in zwei Sätzen – wie ihre Schwester Serena Williams eine Runde zuvor – gegen die damalige Weltranglistenerste Justine Henin verlor. Anschließend gewann sie das Turnier von Seoul mit einem Finalsieg über Marija Kirilenko.

2008[Bearbeiten]

Nach einer abwechslungsreichen ersten Saisonhälfte gewann Venus Williams in Wimbledon ohne Satzverlust ihren siebten Grand-Slam-Titel im Einzel und bereits den fünften Titel in Wimbledon. Im Finale setzte sie sich mit 7:5 und 6:4 gegen Serena durch - es war der erste Sieg bei einem Grand-Slam-Finale gegen ihre Schwester seit den US Open 2001. Zudem setzten sich die Williams-Schwestern gemeinsam in der Doppelkonkurrenz durch. Ebenfalls ohne Satzverlust erreichten sie das Finale und schlugen dort Lisa Raymond und Samantha Stosur mit 6:2 und 6:2. Im Oktober gewann Venus das Turnier in Zürich, wobei sie im Halbfinale Ana Ivanović und im Finale Flavia Pennetta bezwang. Beim Jahresabschluss in Doha erreichte sie mit Siegen über Dinara Safina, Serena Williams, Jelena Dementjewa und Jelena Janković das Finale der WTA Tour Championships. Dort bezwang sie Wera Swonarewa mit 6:7, 6:0 und 6:2. Außerdem gewannen die Williams-Schwestern 2008 bei den Olympischen Spielen von Peking wie schon 2000 in Sydney die Goldmedaille.

2009[Bearbeiten]

Bei den Australian Open konnte Venus Williams mit ihrer Schwester Serena das Damendoppel für sich entscheiden. Im Einzel unterlag sie in der zweiten Runde nach einem vergebenen Matchball bei einer 5:2-Führung im dritten Satz Carla Suárez Navarro mit 6:2, 3:6, 5:7. In der Runde zuvor hatte sie sich mit 6:3, 6:3 gegen Angelique Kerber durchgesetzt.

In Dubai holte sie mit einem deutlichen 6:4, 6:2 im Finale über Virginie Razzano ihren 40. Turniersieg im Einzel. Zuvor hatte sie Alizé Cornet mit 6:3, 6:2 und Anastassija Pawljutschenkowa mit 6:0, 6:1 sowie Jelena Dementjewa im Viertelfinale mit 6:3, 6:3 besiegt und sich im Halbfinale gegen Serena - damals Weltranglistenerste - mit 6:1, 2:6, 7:6 durchgesetzt.

In Wimbledon unterlag sie als Titelverteidigerin im Finale ihrer Schwester in zwei Sätzen. Im Halbfinale hatte sie zuvor die Weltranglistenerste Dinara Safina mit 6:1, 6:0 besiegt - eines der klarsten Ergebnisse, mit der eine Nummer 1 der Welt hat vom Platz gehen müssen. Mit ihrer Schwester verteidigte sie dagegen den Doppeltitel gegen Rennae Stubbs und Samantha Stosur, es war bereits ihr neunter Doppeltitel bei einem Grand-Slam-Turnier. In Stanford spielte sich Venus im Einzel bis ins Finale und konnte auf dem Weg dorthin mit Siegen über Scharapowa und Dementjewa glänzen. Im Finale unterlag sie dann überraschend Marion Bartoli. Mit ihrer Schwester spielte sie zum ersten Mal wieder bei einem Turnier außerhalb der Grand-Slam-Serie Doppel - sie gewannen ohne Probleme den Titel.

2009 bei den US Open

Bei den US Open erreichte sie nach Siegen über Duschewina, Mattek-Sands und Rybariková das Achtelfinale und musste dort gegen die zurückgekehrte Kim Clijsters antreten. Nach einem kuriosen Match der beiden ging Venus als Verliererin vom Platz (0:6, 6:0 und 4:6). Im Doppel an der Seite ihrer Schwester spielte sie wesentlich erfolgreicher. An vier gesetzt gewannen sie den Titel mit einem Finalsieg gegen das zu der Zeit beste Damendoppel, bestehend aus Cara Black aus Simbabwe und der US-Amerikanerin Liezel Huber.

Obwohl es zwischendurch nicht so gut lief und sie zweimal binnen einer Woche gegen Anastassija Pawljutschenkowa verlor (zuvor hatte nur Lindsay Davenport sie in zwei Wochen zweimal schlagen können), konnte sie sich dennoch für die WTA Tour Championships qualifizieren. Als Titelverteidigerin stand sie in einer Gruppe mit ihrer Schwester Serena sowie Jelena Dementjewa und Swetlana Kusnezowa. Zwar konnte Venus nur gegen Kusnezowa gewinnen, sie erreichte aber dennoch das Halbfinale. Dort traf sie auf Jelena Janković, gegen die sie mit 5:7, 6:3 und 6:4 die Oberhand behielt. Im Finale traf sie erneut auf ihre Schwester und musste sich dieser mit 2:6, 6:7 geschlagen geben. Im Doppel schieden die Williams-Schwestern im Halbfinale aus.

2010[Bearbeiten]

Bei den Australian Open spielte sich Venus Williams bis ins Viertelfinale. Auf dem Weg dorthin besiegte sie Lucie Šafářová, Sybille Bammer, Casey Dellacqua und Francesca Schiavone. Hätte sie nicht gegen Li Na mit 6:2, 6:7, 5:7 verloren, wäre sie im Halbfinale wieder mal auf Serena getroffen. Wie bei jedem Grand-Slam-Turnier der letzten Jahre traten die Williams-Schwestern auch hier im Doppel an und verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr. Im Halbfinale besiegten sie das Duo Lisa Raymond/Rennae Stubbs und im Finale erneut die Paarung Black/Huber, damit gewannen sie zusammen ihren elften Grand-Slam-Titel.

Danach spielte Venus wie schon im Vorjahr die Turniere von Dubai und Acapulco. In Dubai verteidigte sie ihren Titel ohne Satzverlust, Gegnerinnen waren unter anderem Sabine Lisicki, Anastassija Pawljutschenkowa und im Finale Wiktoryja Asaranka. Im März setzte sie ihre Siegesserie beim Turnier von Miami fort. Auf dem Weg ins Finale besiegte sie Daniela Hantuchová, Agnieszka Radwańska und Marion Bartoli. Dort unterlag sie dann Kim Clijsters sehr deutlich mit 2:6, 1:6.

Nach kurzer Verletzungspause kehrte sie auf die Tour zurück in Rom, wo sie im Jahr zuvor das Halbfinale erreicht hatte. Diesmal kam sie nach Siegen über Patty Schnyder und Shahar Peer nur bis ins Viertelfinale, in dem sie gegen Jelena Janković mit 0:6, 1:6 eine ihrer schmerzlichsten Niederlagen einstecken musste.

Dagegen erreichte sie in Madrid sowohl im Einzel als auch im Doppel (mit ihrer Schwester) das Finale. Im Einzel gewann sie gegen Swonarjowa, Schiavone, Stosur und Peer, ehe sie im Finale überraschend Aravane Rezaï unterlag. Dennoch schob sie sich wieder auf Weltranglistenplatz 2. Im Doppel gewannen die Williams-Schwestern wieder einmal gegen Cara Black/Liezel Huber, wodurch Venus auch in dieser Weltrangliste Zweite wurde.

Bei den French Open war sie im Einzel an Nummer 2 gesetzt; sie erreichte mit einem Sieg über die letztjährige Halbfinalistin Dominika Cibulková das Achtelfinale, in dem sie mit 3:6, 4:6 an Nadja Petrowa scheiterte. Im Doppel konnte sie zusammen mit ihrer Schwester den zweiten French-Open-Titel nach 1999 perfekt machen. Es war der 12. Titel der beiden bei einem Grand-Slam-Turnier und der vierte in Folge, damit ein "unechter Grand-Slam". Bis dahin hatten nur die Paarungen Navratilova/Shriver und Gigi Fernández/Natallja Swerawa vier Grand-Slam-Turniere in Folge gewinnen können. In Wimbledon unterlag Venus im Viertelfinale überraschend Zwetana Pironkowa mit 2:6 und 3:6. Danach bestritt sie lediglich noch die US Open, bei denen sie ohne Satzverlust das Halbfinale erreichte und dort in drei Sätzen knapp der späteren Siegerin Kim Clijsters unterlag. Aufgrund einer Knieverletzung beendete sie frühzeitig die Saison und konnte so auch nicht an den WTA Tour Championships teilnehmen, für die sie sich qualifiziert hatte.

2011[Bearbeiten]

Das Jahr eröffnete sie bei den Australian Open, wo sie zunächst Sara Errani in zwei glatten Sätzen besiegte. In der zweiten Runde gegen Sandra Záhlavová zog sich Venus Williams eine Verletzung im Hüftbereich zu, die sie bis Juni pausieren ließ. Sie konnte sich gegen Záhlavová zwar mit 6:7 (6:8), 6:0, 6:4 durchsetzen, allerdings war bereits während des Matches zu sehen, dass sie unter großen Schmerzen spielte. In der dritten Runde gegen Andrea Petković musste sie schließlich bereits beim Stande von 0:1 aufgeben. Es war ihre erste Aufgabe während einer Partie seit Los Angeles 2004 und das erste Mal seit Peking 2005, dass sie ein Turnier nicht regulär zu Ende spielte.

Bei ihrem Comeback in Eastbourne (Rasen) ging es in der ersten Runde erneut gegen Petković (7:5, 5:7, 6:3). In der zweiten Runde deklassierte sie Ana Ivanović mit 6:3, 6:2. Im Viertelfinale scheiterte sie (2:6, 7:5, 2:6) dann zum ersten Mal an Daniela Hantuchová, gegen die sie in den zehn Partien zuvor lediglich zwei Sätze hatte abgeben müssen.

In Wimbledon setzte sich Venus Williams in der ersten Runde deutlich gegen Akgul Amanmuradova aus Usbekistan durch, in Runde zwei benötigte sie beinahe drei Stunden für den Sieg über Kimiko Date Krumm. Das Match, das 6:7, 6:3, 8:6 endete, wurde als hochklassig bewertet. Allerdings kam das Aus dann im Achtelfinale, wo sie mit demselben Resultat wie im Vorjahr (2:6, 3:6) an Pironkowa scheiterte, nachdem sie sich in der Runde zuvor noch problemlos mit 6:0, 6:2 gegen Martinez-Sanchez durchgesetzt hatte.

Die komplette Sommersaison musste sie aufgrund einer Virusinfektion absagen, sie war bis zu den US Open außer Gefecht. Dort konnte sie sich in der ersten Runde gegen Wesna Dolonz klar durchsetzen. Allerdings musste Venus Williams ihre dann in Runde zwei angesetzte Partie gegen Sabine Lisicki kurzfristig absagen, da bei ihr das Sjögren-Syndrom diagnostiziert wurde. Dieses hatte sie rückblickend wohl bereits längere Zeit beeinflusst, da sie des Öfteren über Schwäche, Müdigkeit oder mangelnde Energie auf dem Platz und während ihrer Partien geklagt hatte. Sie begab sich umgehend in Behandlung.

2012[Bearbeiten]

Im Februar gewann sie mit Liezel Huber das Doppel in der Fed-Cup-Partie gegen Weißrussland. Im März stieg sie mit einer Wildcard beim WTA-Turnier in Miami wieder in die Tour ein. Sie unterlag dort im Viertelfinale Agnieszka Radwańska in zwei Sätzen. Auf dem Weg dahin besiegte sie in Runde zwei die damalige Nummer 3, Petra Kvitová, im dritten Satz mit 6:0 sowie im Achtelfinale Ana Ivanović mit 6:7, 6:2, 6:2.

In Charleston erreichte sie ebenfalls das Viertelfinale, sie verlor dort in drei Sätzen erstmals gegen Samantha Stosur. Im Turnierverlauf besiegte sie unter anderem Jelena Janković mit 7:5, 6:0. In Madrid schied sie nach knappem Auftaktsieg gegen Simona Halep in der zweiten Runde gegen Angelique Kerber aus. In Rom besiegte sie Halep, Jekaterina Makarowa wie auch Samantha Stosur jeweils klar in zwei Sätzen. Im Viertelfinale verlor sie trotz guter Leistung erstmals seit fünf Jahren gegen Scharapowa.

Weniger gut lief es bei den French Open, wo sie nach einem Auftaktsieg über Paula Ormaechea in Runde zwei gegen Agnieszka Radwańska verlor. Auch in Wimbledon verlor sie nach einer schwachen Leistung deutlich gegen Jelena Wesnina; es wurde vermutet, dass dies mit dem im Vorjahr diagnostizierten Sjögren-Syndrom zusammenhing. In Wimbledon hatte sie letztmals 1997 in Runde eins verloren. An der Seite ihrer Schwester Serena gab sie dann nach über zwei Jahren ihr Comeback im Doppel. In der zweiten Runde gegen Nadja Petrowa und Marija Kirilenko drehten die beiden einen 3:5-Rückstand im dritten Satz. Im Halbfinale besiegten sie die Weltranglistenersten Huber und Raymond nach verlorenem ersten Satz am Ende deutlich mit 2:6, 6:2, 6:1. Im Finale setzten sich die Williams-Schwestern gegen Lucie Hradecká und Andrea Hlaváčková in zwei Sätzen durch und gewannen ihren 13. gemeinsamen Grand-Slam-Titel, ihren fünften in Wimbledon.

Bei den Olympischen Spielen in London nahm Venus im Einzel wie im Doppel (an der Seite ihrer Schwester) teil. Im Einzel besiegte sie zunächst die Weltranglistenzehnte Sara Errani mit 6:3, 6:1 und in der zweiten Runde Aleksandra Wozniak ebenso deutlich mit 6:3, 6:1. Im Achtelfinale unterlag sie dann erneut Angelique Kerber mit 6:7, 6:7. Williams vergab im ersten Satz beim Stande von 5:4 drei Satzbälle und verspielte im Tiebreak eine 5:1-Führung. Auch im zweiten Satz konnte sie ein frühes Break nicht nutzen. Im Doppel hingegen triumphierten die Williams-Schwestern nach 2000 und 2008 zum dritten Mal. Venus sicherte sich damit ihre vierte Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Die Williams-Schwestern besiegten im Endspiel erneut Hradecká und Hlaváčková in zwei Sätzen. Im Achtelfinale hatten sich die beiden gegen Doppel Kerber/Lisicki in zwei Sätzen durchgesetzt wie auch im Halbfinale gegen Petrowa/Kirilenko. Mit ihrer jeweils vierten Goldmedaille waren die Williams-Schwestern nun die erfolgreichsten Tennisspieler bei Olympia. Diese Wertung wurde seit über einem Jahrhundert von dem Briten Reginald Doherty angeführt.

Bei ihrem letzten Vorbereitungsturnier für die US Open in Cincinnati erreichte Venus Williams erstmals in dieser Saison im Einzel ein Halbfinale. Nach dem Auftaktsieg über Kirilenko und dem Sieg über Chanelle Scheepers schlug sie als Ungesetzte im Achtelfinale erneut Sara Errani (6:3, 6:0) und im Viertelfinale setzte sie sich gegen Samantha Stosur durch. Bei ihrer anschließenden Niederlage gegen Li Na klagte sie ab Mitte des zweiten Satzes über Rückenprobleme, die sie bei ihrem Aufschlag, den sie nicht mit der gewohnten Geschwindigkeit ausführen konnte, behinderten. Sie verlor am Ende mit 5:7, 6:3 und 1:6.

Folgende Teile scheinen seit 2013 nicht mehr aktuell zu sein: Verlauf der Karriere Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

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Persönliches[Bearbeiten]

Eine ältere Halbschwester von Venus, Yetunde Price (* 1972), wurde am Morgen des 14. September 2003 an ihrem früheren Wohnort Compton in ihrem Fahrzeug erschossen.

Im Juli und August 2005 zeigte der US-amerikanische Fernsehsender ABC Family eine sechsteilige Realityshow mit dem Titel Venus and Serena: For Real, die sich um das Leben der beiden Schwestern dreht.

Seit 2009 ist sie zusammen mit ihrer Schwester Serena sowie Gloria Estefan, Emilio Estefan, Fergie, Jennifer Lopez und Marc Anthony Mitbesitzerin des US-amerikanischen Footballclubs Miami Dolphins.

Zitat[Bearbeiten]

“It was more than a dream come true because I had never dreamed it.”

„Es war mehr als ein wahr gewordener Traum, denn ich hatte nicht einmal davon geträumt“

Venus Williams nach den beiden Olympiasiegen 2000

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren und bei den WTA Tour Championships[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Bilanz Karriere Titel
Australian Open VF VF HF VF F 3 AF 1 VF 2 VF 3 3 1 41:14 F 0
French Open 2 VF AF VF 1 F AF VF 3 VF 3 3 3 AF 2 1 2 42:17 F 0
Wimbledon 1 VF VF S S F F 2 S 3 S S F VF AF 1 3 73:12 S 5
US Open F HF HF S S F AF VF HF VF AF HF 2 2 2 3 65:14 S 2
WTA Tour Championships HF HF S F S 1

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Bilanz Karriere Titel
Australian Open AF HF S S VF S S VF 36:4 S 4
French Open S 3 S 1 14:2 S 2
Wimbledon 1 S AF S AF 2 S S VF S 2 39:6 S 5
US Open 1 S HF AF S AF HF VF 27:6 S 2
WTA Tour Championships HF HF 0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Venus Williams – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 40 LOVE History: Stanford