Venus Williams

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Venus Williams Tennisspieler
Venus Williams
Nationalität: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 17. Juni 1980
Größe: 185 cm
Gewicht: 72,5 kg
1. Profisaison: 1994
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Esther Lee
Preisgeld: 28.668.243 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 632:159
Karrieretitel: 44 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 1 (25. Februar 2002)
Aktuelle Platzierung: 24
Wochen als Nr. 1: 11
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 166:25
Karrieretitel: 20 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 1 (7. Juni 2010)
Aktuelle Platzierung: 26
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Olympische Spiele
Letzte Aktualisierung der Infobox: 13. Mai 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Venus Ebony Starr Williams (* 17. Juni 1980 in Lynwood, Kalifornien, USA) ist eine US-amerikanische Tennisspielerin.

Venus Williams gewann bislang 44 Titel im Einzel, darunter sieben bei Grand-Slam-Turnieren und einen bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000. Im Doppel gewann sie zusammen mit ihrer Schwester Serena 24 Titel, davon zwölf bei Grand-Slam-Turnieren und drei bei Olympischen Spielen (2000, 2008 & 2012). Auch im Mixed gewann Venus Williams an der Seite von Justin Gimelstob zwei Grand-Slam-Turniere. Insgesamt kommt sie bislang auf Preisgelder in Höhe von rd. 28,6 Mio. US-Dollar.

Inhaltsverzeichnis

Biografie [Bearbeiten]

Venus ist die Tochter von Richard und Oracene Williams und die Schwester von Serena Williams. Die insgesamt fünf Williams-Schwestern zogen als Kinder nach Compton, Kalifornien. Die Eltern wollten, dass wenigstens eine ihrer Töchter sich im Tennis in der Weltspitze würde etablieren können. Und Venus entwickelte sich noch während ihrer Schulzeit tatsächlich zu einer der besten Tennisspielerinnen Kaliforniens. Später wechselte sie sich mit ihrer Schwester Serena an der Spitze ab.

Tennis-Karriere [Bearbeiten]

Bis 2002 [Bearbeiten]

Venus Williams wurde in den späten 1990er Jahren Profispielerin. Bereits 1997 erreichte sie das Finale der US Open, in dem sie Martina Hingis unterlag. 1998 gewann sie an der Seite von Justin Gimelstob die Australian Open und die French Open im Mixed.

1999 unterlag sie in der "Regenschlacht" von Wimbledon der früheren Weltklassespielerin Steffi Graf mit 2:6, 6:3 und 4:6.

Im Jahr 2000 gewann sie neben den Titeln bei den Grand-Slam-Turnieren in Wimbledon und New York auch die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney in Einzel und Doppel (mit Schwester Serena). 2001 wiederholte sie ihre Erfolge in Wimbledon und bei den US Open.

2002/2003 [Bearbeiten]

Am 25. Februar 2002 stand Venus erstmals an der Spitze der Weltrangliste. Sie erreichte bei Grand-Slam-Turnieren viermal in Folge ein Endspiel, das sie aber jeweils gegen ihre Schwester Serena verlor. 2003 zog sie erneut ins Finale von Wimbledon ein und verlor wiederum gegen Serena. Insgesamt war sie elf Wochen lang auf Position 1 der Weltrangliste.

2005/2006 [Bearbeiten]

Am 2. Juli 2005 besiegte sie im längsten Wimbledonfinale aller Zeiten Lindsay Davenport mit 4:6, 7:6(4), 9:7 und sicherte sich damit ihren fünften Grand-Slam-Einzeltitel. Zudem gewann sie im Mai nach einem 6:3-, 6:1-Endspielsieg über Nicole Vaidišová das Turnier in Istanbul.

Ein Kuriosum fand mit Venus' Beteiligung im Mai 2005 statt - ein Tennismatch mit der türkischen Grand-Slam-Teilnehmerin İpek Şenoğlu auf der Bosporus-Brücke, die Europa und Asien verbindet. Es war der erste Wettbewerb, der zeitgleich auf zwei Kontinenten ausgetragen wurde.

2006 bestritt Venus Williams, die wie ihre Schwester Serena seit vielen Jahren unter Verletzungen leidet und oft viele Monate pausieren muss, lediglich sechs Turniere. In Warschau sowie bei den French Open erreichte sie das Viertelfinale, in Rom schied sie im Halbfinale aus. Bei den French Open unterlag sie [Nicole Vaidišová, die sie im Jahr zuvor im Finale von Istanbul noch deutlich besiegt hatte. Die US Open musste sie absagen. In Luxemburg schied sie gegen die Polin Agnieszka Radwańska wegen massiver Beschwerden in beiden Handgelenken aus. Durch die geringe Anzahl der gespielten Turniere war sie am Ende der Saison nur noch die Nummer 48 der Welt.

2007 [Bearbeiten]

Auch das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres 2007, die Australian Open, musste Venus Williams aufgrund ihrer Verletzung absagen. Am 19. Februar 2007 gab sie beim WTA-Turnier in Memphis ihr Comeback und gewann auf Anhieb (klarer Finalsieg über Shahar Peer). Im Juli gewann sie dann überraschend zum vierten Mal in Wimbledon. Auf dem Weg dorthin besiegte sie unter anderem Marija Scharapowa und Ana Ivanović. Im Finale bezwang sie Marion Bartoli mit 6:4 und 6:1. Nach Verletzungsproblemen gelang ihr bei den US Open ein erfolgreiches Comeback. Sie erreichte mit Siegen über Aljona Bondarenko, Ana Ivanović und Jelena Janković das Halbfinale, wo sie in zwei Sätzen – wie ihre Schwester Serena Williams eine Runde zuvor – gegen die damalige Weltranglistenerste Justine Henin verlor. Anschließend gewann sie das Turnier von Seoul mit einem Finalsieg über Marija Kirilenko.

2008 [Bearbeiten]

Nach einer abwechslungsreichen ersten Saisonhälfte 2008 gewann Venus Williams in Wimbledon ohne Satzverlust ihren siebten Grand-Slam-Titel im Einzel und bereits den fünften Titel in Wimbledon. Im Finale setzte sie sich mit 7:5 und 6:4 gegen Serena durch - es war der erste Sieg bei einem Grand-Slam-Finale gegen ihre Schwester seit den US Open 2001. Zudem setzten sich die Williams-Schwestern gemeinsam in der Doppelkonkurrenz durch. Ebenfalls ohne Satzverlust erreichten sie das Finale und schlugen dort Lisa Raymond/Samantha Stosur mit 6:2 und 6:2. Im Oktober gewann Venus das Turnier in Zürich, wobei sie im Halbfinale Ana Ivanović und im Finale Flavia Pennetta bezwang. Beim Jahresabschluss in Doha erreichte sie mit Siegen über Dinara Safina, Serena Williams, Jelena Dementjewa und Jelena Janković das Finale der WTA Tour Championships. Dort bezwang sie auch Wera Swonarjowa mit 6:7, 6:0 und 6:2. Außerdem gewannen die Williams-Schwestern wie schon 2000 in Sydney 2008 bei den Olympischen Spielen von Peking die Goldmedaille.

2009 [Bearbeiten]

Bei den Australian Open konnte Venus Williams mit ihrer Schwester Serena das Damendoppel für sich entscheiden. Im Einzel unterlag sie in der zweiten Runde nach einem vergebenen Matchball bei einer 5:2-Führung im dritten Satz der Spanierin Carla Suárez Navarro mit 6:2, 3:6, 5:7. In der Runde zuvor hatte sie sich mit 6:3, 6:3 gegen die Deutsche Angelique Kerber durchgesetzt.

In Dubai holte sie mit einem deutlichen 6:4, 6:2 im Finale über die Französin Virginie Razzano ihren 40. Turniersieg im Einzel. Zuvor hatte sie Alizé Cornet mit 6:3, 6:2 und Anastassija Pawljutschenkowa mit 6:0, 6:1, ließ Jelena Dementjewa im Viertelfinale beim 6:3, 6:3 kaum eine Chance und setzte sich im Halbfinale gegen ihre Schwester Serena - damals Weltranglistenerste - mit 6:1, 2:6, 7:6 durch.

In Wimbledon konnte sie ihren Einzel-Titel nicht verteidigen, sie unterlag ihrer Schwester im Finale in zwei Sätzen. Im Halbfinale hatte sie zuvor die Weltranglistenerste Dinara Safina mit 6:1, 6:0 besiegt - eines der klarsten Ergebnisse, mit der eine Nummer 1 der Welt hatte vom Platz gehen müssen. Mit ihrer Schwester verteidigte sie jedoch den Doppeltitel gegen die Australierinnen Rennae Stubbs und Samantha Stosur, es war bereits der neunte Doppeltitel bei einem Grand-Slam-Turnier. In Stanford spielte sich Venus im Einzel bis ins Finale und konnte auf dem Weg dorthin mit Siegen über Scharapowa und Dementjewa glänzen. Im Finale unterlag sie dann etwas überraschend der Fränzösin Marion Bartoli. Mit ihrer Schwester spielte sie zum ersten Mal wieder bei einem Turnier außerhalb der Grand-Slam-Serie Doppel - sie gewannen ohne Probleme den Titel.

Venus Williams bei den US Open, 2009

Bei den US Open erreichte sie nach Siegen über Duschewina, Mattek-Sands und Rybariková das Achtelfinale und musste dort gegen die zurückgekehrte Kim Clijsters antreten. Nach einem wenig konstanten Match der beiden ging Venus als Verliererin vom Platz (0:6, 6:0 und 4:6). Im Doppel an der Seite ihrer Schwester spielte sie wesentlich erfolgreicher. An vier gesetzt gewannen sie den Titel mit einem Finalsieg gegen das derzeit beste Damendoppel, bestehend aus Cara Black aus Simbabwe und der US-Amerikanerin Liezel Huber.

Während es zwischendurch nicht so gut lief, als sie zweimal binnen einer Woche gegen die Russin Anastassija Pawljutschenkowa verlor (zuvor hatte nur Lindsay Davenport sie in zwei Wochen zweimal schlagen können), konnte sie sich dennoch für die WTA Tour Championships qualifizieren. Als Titelverteidigerin stand sie einer Gruppe mit ihrer Schwester Serena sowie Jelena Dementjewa und Swetlana Kusnezowa. Zwar konnte Venus nur gegen Kusnezowa gewinnen, sie erreichte aber dennoch das Halbfinale. Dort traf sie auf Jelena Janković, gegen die sie mit 5:7, 6:3 und 6:4 die Oberhand behielt. Im Finale traf sie erneut auf ihre Schwester und musste sich dieser mit 2:6, 6:7 geschlagen geben. Im Doppel schieden die Williams-Schwestern im Halbfinale aus.

2010 [Bearbeiten]

Wie fast jedes Jahr war das erste Turnier von Venus Williams das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres, die Australian Open, wo sie sich bis ins Viertelfinale spielen konnte. Auf dem Weg dorthin besiegte sie Lucie Šafářová, Sybille Bammer, Casey Dellacqua und Francesca Schiavone. Hätte sie nicht gegen Na Li mit 6:2, 6:7, 5:7 verloren, wäre sie im Halbfinale auf Serena getroffen. Wie bei jedem Grand-Slam-Turnier der letzten Jahre traten die Williams-Schwestern auch hier im Doppel an und sie verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr. Im Halbfinale schlugen sie das Duo Lisa Raymond/Rennae Stubbs. Im Finale besiegten sie dann erneut die Paarung Black/Huber und gewannen damit ihren elften gemeinsamen Grand-Slam-Titel.

Danach spielte Venus wie schon im Vorjahr die Turniere von Dubai und Acapulco. In Dubai verteidigte sie ihren Titel ohne Satzverlust, Gegnerinnen waren unter anderem die Deutsche Sabine Lisicki, Anastassija Pawljutschenkowa und im Finale die Weißrussin Wiktoryja Asaranka. Im März setzte sie ihre Siegesserie beim Turnier von Miami fort. Auf dem Weg ins Finale besiegte sie Daniela Hantuchová, Agnieszka Radwańska und Marion Bartoli. Dort unterlag sie dann Kim Clijsters sehr deutlich mit 2:6, 1:6.

Nach kurzer Verletzungspause kehrte sie zurück nach Rom, wo sie im Jahr zuvor das Halbfinale erreicht hatte. Diesmal kam sie nach Siegen über Patty Schnyder und Shahar Peer nur bis ins Viertelfinale, wo sie gegen Jelena Janković mit 0:6, 1:6 eine ihrer schmerzlichsten Niederlagen einstecken musste.

Dagegen konnte sie in Madrid sowohl im Einzel als auch im Doppel (mit ihrer Schwester Serena) das Finale erreichen. Im Einzel gewann sie gegen Swonarjowa, Schiavone, Stosur und Peer, ehe sie im Finale überraschend der Französin Aravane Rezaï unterlag. Dennoch schob sie sich wieder auf Weltranglistenplatz 2. Im Doppel gewannen die beide Williams wieder einmal gegen Cara Black/Liezel Huber, wodurch Venus auch in dieser Weltrangliste Zweite wurde.

Bei den French Open war sie im Einzel an 2 gesetzt und erreichte mit einem Sieg über die letztjährige Halbfinalistin Dominika Cibulková aus der Slowakei das Achtelfinale. Sie scheiterte dann an Nadja Petrowa mit 3:6, 4:6. Im Doppel konnte sie zusammen mit ihrer Schwester den zweiten French-Open-Titel nach 1999 perfekt machen. Es war der 12. Titel der beiden bei einem Grand-Slam-Turnier und der vierte in Folge, damit ein "Unechter Grand-Slam". Bis dahin konnten nur die Paarungen Navratilova/Shriver und Gigi Fernández/Natallja Swerawa vier Grand-Slam-Turniere in Folge gewinnen. In Wimbledon unterlag Venus Williams überraschend im Viertelfinale der Bulgarin Zwetana Pironkowa mit 2:6 und 3:6. Daraufhin bestritt sie lediglich noch die US Open, wo sie ohne Satzverlust das Halbfinale erreichte und dort in drei Sätzen denkbar knapp der späteren Siegerin Kim Clijsters unterlag. Aufgrund einer Knieverletzung beendete Venus Williams frühzeitig die Saison und konnte so auch nicht an WTA Tour Championships teilnehmen, für die sie sich qualifiziert hatte.

2011 [Bearbeiten]

Das Jahr 2011 eröffnete sie bei den Australian Open, wo sie in der ersten Runde gegen die Italienerin Sara Errani in zwei glatten Sätzen gewann. In der zweiten Runde gegen Sandra Záhlavová hingegen zog sich Venus Williams eine Verletzung im Hüftbereich zu, die sie bis Juni pausieren ließ. Sie konnte sich gegen Záhlavová zwar mit 6:7 (6:8), 6:0, 6:4 durchsetzen, allerdings war bereits während des Matches zu sehen, dass sie unter großen Schmerzen spielte. In der dritten Runde gegen die Deutsche Andrea Petković musste sie schließlich bereits beim Stand von 0:1 aufgeben. Es war ihre erste Aufgabe während eines Matches seit Los Angeles 2004 und das erste Mal seit Peking 2005, dass sie ein Turnier nicht regulär zu Ende spielte.

Bei ihrem Comeback in Eastbourne (Rasen) kam es in der ersten Runde zur erneuten Begegnung mit Andrea Petković (7:5, 5:7, 6:3). In der zweiten Runde deklassierte sie die Serbin Ana Ivanović mit 6:3, 6:2. Im Viertelfinale scheiterte Venus Williams dann an Daniela Hantuchová. Sie unterlag der Slowakin, gegen die sie in zehn Partien davor lediglich zwei Sätze hatte abgeben müssen, zum ersten Mal (2:6, 7:5, 2:6).

In Wimbledon setzte sich Venus Williams in der ersten Runde deutlich gegen Akgul Amanmuradova aus Usbekistan durch, in der zweiten Runde brauchte sie allerdings beinahe drei Stunden für den Sieg über die Japanerin Kimiko Date Krumm. Das Match, das 6:7, 6:3, 8:6 endete, wurde als hochklassig bewertet. Allerdings kam das Aus bereits im Achtelfinale, wo sie mit demselben Resultat wie im Vorjahr (2:6, 3:6) an Pironkowa scheiterte, nachdem sie sich in der Runde zuvor noch problemlos mit 6:0, 6:2 gegen die Spanierin Martinez-Sanchez durchgesetzt hatte.

Nachdem sie die komplette Sommersaison aufgrund einer Virusinfektion hatte absagen müssen, war sie bis zu den US Open außer Gefecht. Dort konnte sie sich in der ersten Runde gegen die Russin Wesna Dolonz klar durchsetzen. Allerdings musste Venus Williams ihre für Runde zwei angesetzte Partie gegen die Deutsche Sabine Lisicki kurzfristig absagen, da bei ihr das Sjögren-Syndrom diagnostiziert wurde. Dieses hatte rückblickend wohl bereits längere Zeit Einfluss auf ihre Karriere, da Williams des Öfteren über Schwäche, Müdigkeit oder mangelnde Energie auf dem Platz und während ihrer Matches geklagt hatte. Sie begab sich daraufhin in Behandlung.

2012 [Bearbeiten]

Im Februar 2012 gewann Venus Williams beim Fed-Cup gegen Weißrussland das Doppel mit Liezel Huber.

Im März 2012 stieg sie beim WTA Miami mit einer Wildcard wieder in die Tour ein. Sie qualifizierte sich als einzige ungesetzte Spielerin für das Viertelfinale, in dem sie Agnieszka Radwańska in zwei Sätzen unterlag. Auf dem Weg dahin besiegte sie in Runde zwei die damalige Nummer 3, Petra Kvitová, mit 6:0 im dritten Satz sowie im Achtelfinale die Serbin Ana Ivanović mit 6:7, 6:2, 6:2.

Beim Turnier von Charleston erreichte Venus Williams ebenfalls das Viertelfinale, wo sie in drei Sätzen erstmals gegen Samantha Stosur verlor. Sie besiegte im Turnierverlauf unter anderem Jelena Janković mit 7:5, 6:0. In Madrid schied sie nach knappem Auftaktsieg gegen Simona Halep in der zweiten Runde gegen Angelique Kerber aus. Das Turnier von Rom verlief deutlich besser. Dort besiegte sie Simona Halep, Jekaterina Makarowa wie auch Samantha Stosur jeweils klar in zwei Sätzen. Im Viertelfinale verlor sie in einem guten Match erstmals seit fünf Jahren gegen Maria Scharapowa.

Weniger gut lief es bei den French Open, wo sie nach einem Auftaktsieg über die Argentinierin Paula Ormaechea in der zweiten Runde gegen Agnieszka Radwańska verlor. Auch in Wimbledon verlor sie mit einer schwachen Leistung deutlich gegen die Russin Jelena Wesnina. Es wurde vermutet, dass Williams wieder Probleme mit dem im Vorjahr diagnostizierten Sjögren-Syndrom hatte. Sie hatte 2006 bei den Australian Open letztmals bei einem Grand-Slam-Turnier in Runde eins verloren, in Wimbledon gar 1997. Im Doppel gab sie indes an der Seite ihrer Schwester Serena nach über zwei Jahren ihr Comeback im Doppel. In der zweiten Runde gegen die Russinnen Nadja Petrowa und Marija Kirilenko drehten die beiden einen 3:5-Rückstand im dritten Satz. Im Halbfinale besiegten sie die Weltranglistenersten Huber und Raymond nach verlorenem ersten Satz am Ende deutlich mit 2:6, 6:2, 6:1. Im Finale setzten sich die Williams-Schwestern gegen die Tschechinnen Lucie Hradecká und Andrea Hlaváčková in zwei Sätzen durch und gewannen ihren 13. gemeinsamen Grand-Slam-Titel, ihren fünften in Wimbledon.

Bei den Olympischen Spielen in London nahm Venus im Einzel wie auch im Doppel an der Seite ihrer Schwester Serena teil. Im Einzel besiegte sie in der ersten Runde die Weltranglistenzehnte Sara Errani mit 6:3, 6:1. In der zweiten Runde bezwang sie Aleksandra Wozniak ebenso deutlich mit 6:3, 6:1. Im Achtelfinale unterlag sie dann erneut Angelique Kerber mit 6:7, 6:7. Venus Williams ließ in diesem Match allerdings etliche Chancen aus. Im ersten Satz vergab sie beim Stand von 5:4 drei Satzbälle und im Tiebreak eine Führung von 5:1. Auch im zweiten Satz konnte sie eine frühe Breakführung nicht halten. Im Doppel hingegen triumphierten die Williams-Schwestern nach 2000 und 2008 zum dritten Mal. Venus sicherte sich damit ihre vierte Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Die Williams-Schwestern schlugen im Finale erneut Hradecká und Hlaváčková in zwei Sätzen. Im Achtelfinale hatten sich die beiden gegen das deutsche Doppel Angelique Kerber und Sabine Lisicki in zwei Sätzen durchgesetzt, ebenso im Halbfinale gegen Nadja Petrowa und Marija Kirilenko. Mit ihrer jeweils vierten Goldmedaille wurden die Williams-Schwestern zudem die erfolgreichsten Tennisspieler bei Olympischen Spielen. Diese Wertung wurde seit über einem Jahrhundert von dem Briten Reginald Doherty angeführt.

Bei ihrem letzten Vorbereitungsturnier für die US Open in Cincinnati erreichte Venus Williams erstmals in dieser Saison im Einzel das Halbfinale. Nach dem Auftaktsieg über Marija Kirilenko und dem Sieg gegen die Südafrikanerin Chanelle Scheepers in jeweils drei Sätzen schlug sie als Ungesetzte im Achtelfinale erneut Sara Errani (6:3, 6:0), im Viertelfinale setzte sie sich gegen Samantha Stosur durch. Bei ihrer anschließenden Niederlage gegen Li Na klagte sie ab Mitte des zweiten Satzes über Rückenprobleme, die sie offenbar bei ihrem Aufschlag, den sie nicht mit der gewohnten Geschwindigkeit ausführte, behinderten. Sie hatte in dem Match mit 5:7, 0:2 zurückgelegen und verlor am Ende mit 5:7, 6:3 und 1:6.

Persönliches [Bearbeiten]

Eine ältere Halbschwester von Venus, Yetunde Price (* 1972), wurde am Morgen des 14. September 2003 an ihrem früheren Wohnort Compton in ihrem Fahrzeug erschossen.

Im Juli und August 2005 zeigte der amerikanische Fernsehsender ABC Family eine sechsteilige Realityshow mit dem Titel Venus and Serena: For Real, die sich um das Leben der beiden Schwestern dreht.

Seit 2009 ist sie zusammen mit ihrer Schwester Serena sowie Gloria Estefan, Emilio Estefan, Fergie, Jennifer Lopez und Marc Anthony Mitbesitzerin des US-amerikanischen Footballclubs Miami Dolphins.

Zitat [Bearbeiten]

It was more than a dream come true because I had never dreamed it.“ (Dt. „Es war mehr als ein wahr gewordener Traum, denn ich hatte nie davon geträumt“) - nach den beiden Olympiasiegen 2000

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren und bei den WTA Tour Championships [Bearbeiten]

Einzel [Bearbeiten]

Turnier 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Karriere Titel
Australian Open VF VF HF VF F 3 AF 1 VF 2 VF 3 3 F 0
French Open 2 VF AF VF 1 F AF VF 3 VF 3 3 3 AF 2 F 0
Wimbledon 1 VF VF S S F F 2 S 3 S S F VF AF 1 S 5
US Open F HF HF S S F AF VF HF VF AF HF 2 2 S 2
WTA Tour Championships HF HF S F S 1

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Venus Williams – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien