Ana Ivanović

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Ana Ivanović Tennisspieler
Ana Ivanović
Ivanović 2010 in Stuttgart
Nationalität: SerbienSerbien Serbien
Geburtstag: 6. November 1987
Größe: 184 cm
Gewicht: 69 kg
1. Profisaison: 2003
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Dejan Petrović
Preisgeld: 11.947.834 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 421:185
Karrieretitel: 14 WTA, 5 ITF
Höchste Platzierung: 1 (9. Juni 2008)
Aktuelle Platzierung: 11
Wochen als Nr. 1: 12
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 26:32
Karrieretitel: 0 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 50 (25. September 2006)
Aktuelle Platzierung: 548
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 11. August 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Ana Ivanović (serbisch-kyrillisch Ана Ивановић; * 6. November 1987 in Belgrad, damals Jugoslawien) ist eine serbische Tennisspielerin. Im Jahr 2008 stand sie 12 Wochen lang an der Spitze der Tennis-Weltrangliste.

Karriere[Bearbeiten]

Mit dem Tennisspielen begann Ivanović als Fünfjährige, nachdem sie im Fernsehen Monica Seles spielen gesehen hatte. Ihre Mutter Dragana (Anwältin) und ihr Vater Miroslav (Geschäftsmann) meldeten sie daraufhin in einer Tennisschule an. Während der Bombardierungen Serbiens durch die NATO 1999 trainierte sie in einem umgebauten Schwimmbad im Belgrader Sportcenter. Mit 14 Jahren zog sie mit ihrer Mutter wegen besserer Trainingsbedingungen in die Schweiz. Der Basler Geschäftsmann Dan Holzmann wurde ihr Manager. Ivanović hatte zunächst keinen ständigen Trainer, sie arbeitete untern anderem mit Sven Groeneveld zusammen.[1]

2003–2005: Rascher Aufstieg in die Weltspitze[Bearbeiten]

Im August 2003 begann Ivanović ihre Profikarriere mit der Teilnahme an ITF-Turnieren. Ihr erster größerer Erfolg war das Erreichen des Endspiels der Juniorinnen in Wimbledon, das sie gegen Kateryna Bondarenko verlor. Auf ITF-Turnieren gewann sie 26 Spiele und fünf Titel in Folge. Ihr erster großer Auftritt auf der WTA Tour war ein Match gegen Venus Williams im Oktober 2004 in Zürich, das sie trotz mehrerer Satzbälle mit 6:711 und 6:76 verlor. Eine Woche später erreichte sie in Luxemburg das Viertelfinale. Sie beendete das Jahr als Nummer 97 der Weltrangliste, nachdem sie zu Jahresbeginn noch auf Platz 708 gestanden hatte.

2005 überraschte sie mit einem Finalsieg über Melinda Czink in Canberra. Weitere Siege, auch gegen damalige Top-Ten-Spielerinnen wie Swetlana Kusnezowa, Nadja Petrowa oder Wera Swonarewa, folgten. Bei den French Open bezwang sie Amélie Mauresmo, ehe sie gegen Petrowa im Viertelfinale ausschied. Im Laufe des Jahres erreichte sie trotz kleinerer Verletzungen in Zürich und in Linz das Halbfinale und beendete das Jahr auf Platz 16 der WTA-Rangliste und damit erstmals unter den besten 20 Spielerinnen der Tour.

2006–2007: Erfolgreiche Grand-Slam-Turniere und Top 10[Bearbeiten]

Ivanović 2006 bei den US Open

Bei den Australian Open scheiterte Ivanović in der zweiten Runde mit 3:6, 5:7 an der damaligen Doppelspezialistin Samantha Stosur. Bei den French Open kam sie bis in Runde drei, wo sie Anastassija Myskina, der French-Open-Siegerin von 2004, mit 2:6 und 3:6 unterlag.

In Wimbledon traf sie im Achtelfinale auf die Weltranglistenerste und spätere Siegerin Mauresmo, der sie mit 3:6, 4:6 unterlag. Beim Vorbereitungsturnier auf die US Open 2006 in Montreal schlug sie Martina Hingis (damals Nummer 9 der Welt) mit 6:2 und 6:3 und sicherte sich den zweiten Turniersieg ihrer Karriere. Als Geheimfavoritin der US Open schied sie dort in der dritten Runde gegen Serena Williams aus (2:6, 4:6). Danach scheiterte sie bei den Turnieren auf Bali und in Luxemburg jeweils in Runde eins. Nach fast vier Wochen Turnierpause verlor sie im Viertelfinale von Linz gegen die US-Open-Siegerin Maria Scharapowa mit 6:7, 5:7. Am Jahresende stand sie auf Position 14 der Weltrangliste.

2007 gewann sie mit einem Finalsieg über Kusnezowa das WTA-Turnier in Berlin. Bei den French Open erreichte sie mit einem Halbfinalsieg über Scharapowa (6:2, 6:1) erstmals das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers, das sie gegen Justine Henin allerdings mit 1:6, 2:6 verlor. Im Halbfinale von Wimbledon unterlag sie Venus Williams (2:6, 4:6). Im August gewann sie das WTA-Turnier von Los Angeles und kletterte damit auf Rang 4 der Weltrangliste. Wiederum an Venus Williams (4:6, 2:6) scheiterte sie im Achtelfinale der US Open.

2008: Weltranglistenerste und French-Open-Siegerin[Bearbeiten]

Ivanović 2008 in Indian Wells.

Anfang des Jahres 2008 erreichte Ivanović erstmals das Finale der Australian Open, das sie in zwei Sätzen gegen Scharapowa verlor. In der Weltrangliste rückte sie damit auf Platz 2 vor. Bei den Dubai Tennis Championships stand sie im Viertelfinale, wo sie Jelena Dementjewa unterlag. In Indian Wells feierte sie mit einem Finalsieg über die Weltranglistendritte Swetlana Kusnezowa einen ihrer bis dahin größten Erfolge. Eine Woche später in Miami schied sie gegen die ehemalige Weltranglistenerste Lindsay Davenport in der dritten Runde mit 4:6, 2:6 aus.

Bereits durch ihren Sieg im Halbfinale der French Open am 5. Juni gegen Jelena Janković (6:4, 3:6, 6:4) stand fest, dass sie am 9. Juni 2008 an die Spitze der Weltrangliste stehen würde. Sie wurde damit als zweite Serbin nach Monica Seles die Nummer 1 im Damentennis. Am 7. Juni krönte sie ihre guten Leistungen in Paris mit ihrem ersten Grand-Slam-Titel. In Wimbledon schied sie in der dritten Runde gegen Zheng Jie (1:6, 4:6) aus. Auch beim WTA-Turnier in Montreal kam sie (mit einer Verletzung am rechten Daumen) nicht über die dritte Runde hinaus. Ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking musste sie verletzungsbedingt absagen. Am 11. August 2008 gab sie die Weltranglistenführung an ihre Landsfrau Janković ab, übernahm diese aber schon eine Woche später wieder.

Briefmarke anlässlich der Olympischen Spiele in Peking 2008, an denen Ivanović nicht teilnehmen konnte.

Bei den US Open scheiterte sie in der zweiten Runde an Julie Coin (3:6, 6:4, 3:6). Bereits in der Runde zuvor hatte sie große Mühe bei ihrem Dreisatzsieg über Wera Duschewina. Durch das frühe Ausscheiden gab sie die Führung im Ranking endgültig an die Siegerin der US Open, Serena Williams, ab. Am 26. Oktober gewann Ivanović in Linz ihren dritten Titel des Jahres. Sie qualifizierte sich damit auch für die WTA Tour Championships, krankheitsbedingt musste sie dort jedoch nach dem zweiten Match aufgeben.

2009[Bearbeiten]

Als Fünfte der Weltrangliste erreichte sie bei den Australian Open nur die dritte Runde, wo sie gegen Alissa Kleibanowa in drei Sätzen verlor. Im Februar verpflichtete sie mit Craig Kardon einen neuen Trainer.[2] Mit seiner Unterstützung erreichte sie in Dubai das Viertelfinale, wo sie an Serena Williams scheiterte. Ihr erstes Finale des Jahres im kalifornischen Indian Wells verlor sie als Titelverteidigerin gegen Wera Swonarewa mit 6:7, 2:6. In Miami schied sie in der dritten Runde gegen Ágnes Szávay aus. Sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon scheiterte sie im Achtelfinale, bei den US Open kam sie nicht über die erste Runde hinaus. Direkt danach erklärte Ivanović, dass sie zunächst eine Pause einlegen werde.[3] Einen Monat später stand sie bereits wieder auf dem Platz. In Tokio unterlag sie Lucie Šafářová in der ersten Runde. Das Turnier in Peking musste sie wegen einer Atemwegserkrankung absagen. Sie beendete die Saison auf Platz 21 der Weltrangliste.[4]

2010[Bearbeiten]

Bei ihrem Jahresauftaktturnier in Brisbane unterlag sie im Halbfinale Justine Henin. Beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne schied sie in der zweiten Runde gegen Gisela Dulko aus. Beim Premier-5-Turnieren in Rom unterlag sie im Halbfinale der späteren Turniersiegerin María José Martínez Sánchez in zwei Sätzen. Auch beim zweiten Grand-Slam-Turnier in Paris scheiterte sie bereits in Runde zwei, diesmal an Alissa Kleibanowa. In Wimbledon scheiterte sie bereits im Auftaktmatch an Shahar Peer. Vorübergehend rutschte sie bis auf Rang 64 der Weltrangliste ab, ihre schlechteste Platzierung seit 2005. In Cincinnati musste sie im Halbfinale gegen Kim Clijsters wegen einer zu Beginn des ersten Satzes erlittenen Fußverletzung aufgeben. Ihren ersten Turniersieg nach zwei Jahren feierte sie im Oktober in Linz, wo sie den Titel zum zweiten Mal gewinnen konnte. Kurzfristig für die verletzte Serena Williams eingesprungen konnte sie das Endspiel gegen Patty Schnyder klar mit 6:1 und 6:2 für sich entscheiden. Am 7. November beendete sie das durchwachsene Jahr mit einem Turniersieg beim letzte WTA-Turnier des Jahres in Bali, wo sie im Finale Alissa Kleibanowa mit 6:2, 7:65 bezwang.

Von Februar bis Oktober 2010 wurde Ivanović von Heinz Günthardt trainiert.

2011[Bearbeiten]

Bei den Australian Open und den French Open schied Ivanović jeweils in der ersten Runde gegen ungesetzte Spielerinnen aus. Beim Rasenturnier von Birmingham erreichte sie als Nummer 2 der Setzliste das Halbfinale, wo sich Daniela Hantuchová jedoch als die Stärkere erwies. In Eastbourne beförderte sie im Auftaktmatch Julia Görges mit 6:4, 6:3 aus dem Turnier. In Wimbledon scheiterte sie in der dritten Runde an Petra Cetkovská. In Carlsbad stürmte sie ins Halbfinale, wo sie der topgesetzten Wera Swonarewa unterlag. In Toronto, bei den US Open und in Tokio stand sie im Achtelfinale, sie schied gegen Roberta Vinci, Maria Kirilenko bzw. Serena Williams jeweils in zwei Sätzen aus. In Peking musste sie ihr Viertelfinalmatch gegen Radwanska nach Satzrückstand aufgeben. In Bali gewann sie einen weiteren Titel; nachdem sie Vinci und Petrowa besiegt hatte, war sie auch im Endspiel gegen Anabel Medina Garrigues in zwei Sätzen erfolgreich. Damit belegte sie zum Saisonende Rang 22.

Ab 2012[Bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Karriereverlauf ab 2012

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Seit Juli 2014 wird Ivanović von Dejan Petrović trainiert.[5]

Persönliches[Bearbeiten]

2006 war Ana Ivanović zusammen mit ihrer Kollegin Daniela Hantuchová in einem Werbespot der Firma Sony Ericsson zu sehen. Während der Australian Open 2008 schrieb sie für die Melbourner Zeitung The Age eine tägliche Kolumne. Am 8. September 2007 wurde Ivanović neben Jelena Janković, Aleksandar Đorđević und Emir Kusturica zur UNICEF-Botschafterin für Serbien berufen.[6]

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

2008 bei den Australian Open
Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 15. Januar 2005 AustralienAustralien Canberra WTA Tier V Hartplatz UngarnUngarn Melinda Czink 7:5, 6:1
2. 20. August 2006 KanadaKanada Montreal WTA Tier I Hartplatz SchweizSchweiz Martina Hingis 6:2, 6:3
3. 13. Mai 2007 DeutschlandDeutschland Berlin WTA Tier I Sand RusslandRussland Swetlana Kusnezowa 3:6, 6:4, 7:64
4. 12. August 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles WTA Tier II Hartplatz RusslandRussland Nadja Petrowa 7:5, 6:4
5. 30. September 2007 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA Tier II Hartplatz SlowakeiSlowakei Daniela Hantuchová 3:6, 6:4, 6:4
6. 23. März 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indian Wells WTA Tier I Hartplatz RusslandRussland Swetlana Kusnezowa 6:4, 6:3
7. 7. Juni 2008 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand RusslandRussland Dinara Safina 6:4, 6:3
8. 26. Oktober 2008 OsterreichÖsterreich Linz WTA Tier II Hartplatz RusslandRussland Wera Swonarjowa 6:2, 6:1
9. 17. Oktober 2010 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hartplatz SchweizSchweiz Patty Schnyder 6:1, 6:2
10. 7. November 2010 IndonesienIndonesien Bali WTA Tournament of Champions Hartplatz RusslandRussland Alissa Kleibanowa 6:2, 7:6
11. 6. November 2011 IndonesienIndonesien Bali WTA Tournament of Champions Hartplatz SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues 6:3, 6:0
12. 4. Januar 2014 NeuseelandNeuseeland Auckland WTA International Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Venus Williams 6:2, 5:7, 6:4
13. 6. April 2014 MexikoMexiko Monterrey WTA International Hartplatz SerbienSerbien Jovana Jakšić 6:2, 6:1
14. 15. Juni 2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Premier Rasen TschechienTschechien Barbora Záhlavová-Strýcová 6:3, 6:2

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren und den WTA Tour Championships[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Karriere
Australian Open 3 2 3 F 3 2 1 AF AF VF F
French Open VF 3 F S AF 2 1 3 AF 3 S
Wimbledon 3 AF HF 3 AF 1 3 AF 2 3 HF
US Open 2 3 AF 2 1 AF AF VF AF VF
WTA Tour Championships HF RR HF

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Bilanz Karriere
Australian Open 0:0
French Open 1 1 0:2 1
Wimbledon AF 1 1 2 3:4 AF
US Open AF 2:1 AF

Weltranglistenpositionen am Jahresende[Bearbeiten]

Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Einzel 705 97 16 14 4 5 22 17 22 13 16 11 v
Doppel - - 133 52 916 - - - 160 - - 560 v

v = vorläufige Ranglistenposition im laufenden Jahr

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ana Ivanović – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ivanović grows into role of Australia’s adopted daughter The Independent, 25. Januar 2008
  2. Kardon auf Probe Trainer von Ivanovic SID/Handelsblatt, 11. Februar 2009
  3. Tennis: Ivanovic legt Pause ein Focus Online, 3. September 2009
  4. Ana’s Season Ends Sony Ericsson WTA Tour, 3. Oktober 2009
  5. Dejan Petrovic, Coach. In: www.anaivanovic.com. Juli 2014, abgerufen am 17. August 2014 (englisch).
  6. Ana Ivanović new UNICEF National Ambassador for Serbia 14. September 2007