Ana Ivanović

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ana Ivanović Tennisspieler
Ana Ivanović
Ivanović 2010 in Stuttgart
Nationalität: SerbienSerbien Serbien
Geburtstag: 6. November 1987
Größe: 184 cm
Gewicht: 69 kg
1. Profisaison: 2003
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Nemanja Kontic
Preisgeld: 11.915.214 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 418:183
Karrieretitel: 14 WTA, 5 ITF
Höchste Platzierung: 1 (9. Juni 2008)
Aktuelle Platzierung: 11
Wochen als Nr. 1: 12
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 26:32
Karrieretitel: 0 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 50 (25. September 2006)
Aktuelle Platzierung: 558
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 7. Juli 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Ana Ivanović (serbisch-kyrillisch Ана Ивановић; * 6. November 1987 in Belgrad, damals Jugoslawien) ist eine serbische Tennisspielerin. Im Jahr 2008 stand sie 12 Wochen lang an der Spitze der Tennis-Weltrangliste.

Karriere[Bearbeiten]

Mit dem Tennisspielen begann Ana als Fünfjährige, nachdem sie im Fernsehen Monica Seles spielen gesehen hatte. Ihre Mutter Dragana (Anwältin) und ihr Vater Miroslav (Geschäftsmann) meldeten sie daraufhin in einer Tennisschule an. Während der Bombardierungen Serbiens durch die NATO 1999 trainierte sie in einem umgebauten Schwimmbad im Belgrader Sportcenter. Mit 14 Jahren zog sie mit ihrer Mutter wegen besserer Trainingsbedingungen in die Schweiz. Der Basler Geschäftsmann Dan Holzmann wurde ihr Manager. Ivanović hatte zunächst keinen ständigen Trainer, sie arbeitete auch mit Sven Groeneveld zusammen.[1] Im August 2003 begann sie ihre Profikarriere mit der Teilnahme an ITF-Turnieren.

2004[Bearbeiten]

Ihr erster größerer Erfolg war das Erreichen des Endspiels der Juniorinnen in Wimbledon, das sie gegen Kateryna Bondarenko verlor. Auf ITF-Turnieren gewann sie 26 Spiele und fünf Titel in Folge. Ihr erster großer Auftritt auf der WTA Tour war ein Match gegen Venus Williams im Oktober in Zürich, das sie trotz mehrerer Satzbälle mit 6:711 und 6:76 verlor. Eine Woche später erreichte sie in Luxemburg das Viertelfinale. Sie beendete das Jahr als Nummer 97 der Weltrangliste, nachdem sie zu Jahresbeginn noch auf Platz 708 gestanden hatte.

2005[Bearbeiten]

2005 überraschte Ivanović mit einem Finalsieg über Melinda Czink in Canberra. Weitere Siege folgten, so z.B. über Swetlana Kusnezowa, Nadja Petrowa, Wera Swonarewa - allesamt Top-Ten-Spielerinnen. Bei den French Open bezwang sie Amélie Mauresmo, ehe sie gegen Petrowa ausschied. Im Laufe des Jahres erreichte sie trotz kleinerer Verletzungen in Zürich und in Linz das Halbfinale und beendete das Jahr auf Platz 16 der WTA-Rangliste.

2006[Bearbeiten]

Bei den Australian Open scheiterte Ivanović in der zweiten Runde mit 3:6, 5:7 an der damaligen Doppelspezialistin Samantha Stosur. Bei den French Open kam sie bis Runde drei, wo sie Anastassija Myskina, der French-Open-Siegerin von 2004, mit 2:6 und 3:6 unterlag.

In Wimbledon traf sie im Achtelfinale auf die Weltranglistenerste und spätere Siegerin Mauresmo, der sie mit 3:6, 4:6 unterlag. Beim Vorbereitungsturnier auf die US Open 2006 in Montreal schlug Ivanović Martina Hingis (damals Nummer 9 der Welt) mit 6:2, 6:3 und sicherte sich den zweiten Turniersieg ihrer Karriere. Als Geheimfavoritin der US Open schied sie dort in der dritten Runde gegen Serena Williams aus (2:6, 4:6). Danach scheiterte sie bei den Turnieren auf Bali und in Luxemburg jeweils in Runde eins. Nach fast vier Wochen Turnierpause verlor sie im Viertelfinale von Linz gegen die US-Open-Siegerin Maria Scharapowa mit 6:7, 5:7. Am Jahresende stand Ivanović auf Position 14 der Weltrangliste.

Ivanović 2006 bei den US Open

2007[Bearbeiten]

In diesem Jahr gewann sie mit einem Finalsieg über Kusnezowa das WTA-Turnier in Berlin. Bei den French Open erreichte sie mit einem Halbfinalsieg über Scharapowa (6:2, 6:1) erstmals das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers, das sie gegen Justine Henin allerdings mit 1:6, 2:6 verlor. Im Halbfinale von Wimbledon unterlag sie erneut Venus Williams (2:6, 4:6). Im August gewann sie das WTA-Turnier von Los Angeles und kletterte damit auf Rang 4 der Weltrangliste. Wiederum an Venus Williams (4:6, 2:6) scheiterte sie im Achtelfinale der US Open.

2008 – Weltranglistenerste und French-Open-Siegerin[Bearbeiten]

Anfang des Jahres erreichte Ivanović erstmals das Finale der Australian Open 2008, das sie jedoch in zwei Sätzen gegen Scharapowa verlor; in der Weltrangliste rückte sie damit vor auf Platz 2. Bei den Dubai Tennis Championships stand sie im Viertelfinale, wo sie Jelena Dementjewa unterlag. In Indian Wells feierte sie mit einem Finalsieg über die Weltranglistendritte Swetlana Kusnezowa ihren bis dahin größten Erfolg. Eine Woche später in Miami schied sie gegen die ehemalige Weltranglistenerste Lindsay Davenport in der dritten Runde mit 4:6, 2:6 aus.

Durch ihren Sieg im Halbfinale der French Open am 5. Juni gegen Jelena Janković (6:4, 3:6, 6:4) setzte sie sich am 9. Juni 2008 an die Spitze der Weltrangliste. Damit wurde sie als zweite Serbin nach Monica Seles die Nummer 1 im Damentennis. Am 7. Juni krönte sie ihre guten Leistungen in Paris mit dem ersten Grand-Slam-Titel. In Wimbledon schied sie dann in der dritten Runde gegen die Chinesin Zheng Jie (1:6, 4:6) aus. Auch beim WTA-Turnier in Montreal kam sie (mit einer Verletzung am rechten Daumen) nicht über die dritte Runde hinaus (sie musste ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking absagen. Am 11. August 2008 gab sie die Weltranglistenführung an ihre Landsfrau Janković ab, um diese schon eine Woche später wieder zu übernehmen.

Ivanović im März 2007 in Antwerpen

Bei den US Open scheiterte sie in der zweiten Runde an Julie Coin (3:6, 6:4, 3:6). Bereits in der Runde zuvor hatte sie große Mühe bei ihrem Dreisatzsieg über Wera Duschewina. Durch das frühe Ausscheiden gab sie Führung im Ranking endgültig an die US-Open-Siegerin Serena Williams ab. Am 26. Oktober gewann Ivanović in Linz ihren dritten Titel des Jahres. Sie qualifizierte sich damit auch für die WTA Tour Championships, krankheitsbedingt musste sie dort jedoch nach dem zweiten Match aufgeben.

2009[Bearbeiten]

Als Fünfte der Weltrangliste erreichte sie bei den Australian Open diesmal nur die dritte Runde, wo sie gegen Alissa Kleibanowa in drei Sätzen verlor.

Im Februar verpflichtete sie als neuen Trainer Craig Kardon.[2] Mit seiner Unterstützung erreichte sie in Dubai das Viertelfinale, scheiterte dort jedoch an Serena Williams.

Ihr erstes Finale des Jahres im kalifornischen Indian Wells verlor sie als Titelverteidigerin gegen Wera Swonarewa mit 6:7, 2:6. In Miami schied sie in der dritten Runde gegen Ágnes Szávay aus. Sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon scheiterte sie im Achtelfinale, bei den US Open kam sie nicht über die erste Runde hinaus. Direkt danach erklärte Ivanović, dass sie erst einmal eine Pause einlegen werde.[3] Schon einen Monat später stand sie allerdings wieder auf dem Platz. In Tokio unterlag sie Lucie Šafářová bereits in der ersten Runde. Das Turnier in Peking musste sie wegen einer Atemwegserkrankung absagen. Sie beendete die Saison auf Platz 21 der Weltrangliste.[4]

2010[Bearbeiten]

Ivanović, die von Februar bis Oktober 2010 von Heinz Günthardt trainiert wurde, durchlebte eine durchwachsene Saison. Bei den Grand-Slam-Turnieren in Melbourne (Niederlage gegen Gisela Dulko) und Paris (Niederlage gegen Alissa Kleibanowa) kam sie über die zweite Runde nicht hinaus, in Wimbledon scheiterte sie bereits im Auftaktmatch an Shahar Peer. Vorübergehend rutschte sie bis auf Rang 64 der Weltrangliste ab, ihre schlechteste Platzierung seit 2005.

Ihre größten Erfolge feierte sie bei zwei Premier-5-Turnieren, bei denen sie jeweils ins Halbfinale einzog. In Cincinnati (Hartplatz) musste sie gegen Kim Clijsters wegen einer zu Beginn des ersten Satzes erlittenen Fußverletzung aufgeben, in Rom (Sandplatz) unterlag sie der späteren Turniersiegerin María José Martínez Sánchez in zwei Sätzen. Bei ihrem Jahresauftaktturnier in Brisbane unterlag sie im Halbfinale Justine Henin. Ihren ersten Turniersieg nach zwei Jahren feierte sie dann in Linz, wo sie den Titel zum zweiten Mal gewann. Kurzfristig für die verletzte Serena Williams eingesprungen konnte sie das Endspiel gegen Patty Schnyder klar mit 6:1 und 6:2 für sich entscheiden. Am 7. November gewann sie schließlich auch das letzte WTA-Turnier des Jahres, als sie im Finale von Bali Alissa Kleibanowa mit 6:2, 7:65 bezwang.

2011[Bearbeiten]

Bei den Australian Open und den French Open schied Ivanović jeweils in der ersten Runde gegen ungesetzte Spielerinnen aus. Beim Rasenturnier von Birmingham erreichte sie als Nummer 2 der Setzliste das Halbfinale, wo sich Daniela Hantuchová jedoch als die Stärkere erwies. In Eastbourne beförderte sie im Auftaktmatch Julia Görges mit 6:4, 6:3 aus dem Turnier. In Wimbledon scheiterte sie in der dritten Runde an Petra Cetkovská. In Carlsbad stürmte sie ins Halbfinale, wo sie der topgesetzten Wera Swonarewa unterlag. In Toronto, bei den US Open und in Tokio stand sie im Achtelfinale, sie schied gegen Roberta Vinci, Maria Kirilenko bzw. Serena Williams jeweils in zwei Sätzen aus. In Peking musste sie ihr Viertelfinalmatch gegen Radwanska nach Satzrückstand aufgeben. In Bali gewann sie einen weiteren Titel; nachdem sie Vinci und Petrowa besiegt hatte, war sie auch im Endspiel gegen Anabel Medina Garrigues in zwei Sätzen erfolgreich. Damit belegte sie zum Saisonende Rang 22.

Persönliches[Bearbeiten]

2006 war Ana Ivanović zusammen mit ihrer Kollegin Daniela Hantuchová in einem Werbespot der Firma Sony Ericsson zu sehen. Während der Australian Open 2008 schrieb sie für die Melbourner Zeitung The Age eine tägliche Kolumne. Am 8. September 2007 wurde Ivanović neben Jelena Janković, Aleksandar Đorđević und Emir Kusturica zur UNICEF-Botschafterin für Serbien berufen.[5]

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

2008 bei den Australian Open
Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 15. Januar 2005 AustralienAustralien Canberra WTA Tier V Hartplatz UngarnUngarn Melinda Czink 7:5, 6:1
2. 20. August 2006 KanadaKanada Montreal WTA Tier I Hartplatz SchweizSchweiz Martina Hingis 6:2, 6:3
3. 13. Mai 2007 DeutschlandDeutschland Berlin WTA Tier I Sand RusslandRussland Swetlana Kusnezowa 3:6, 6:4, 7:64
4. 12. August 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles WTA Tier II Hartplatz RusslandRussland Nadja Petrowa 7:5, 6:4
5. 30. September 2007 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA Tier II Hartplatz SlowakeiSlowakei Daniela Hantuchová 3:6, 6:4, 6:4
6. 23. März 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indian Wells WTA Tier I Hartplatz RusslandRussland Swetlana Kusnezowa 6:4, 6:3
7. 7. Juni 2008 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand RusslandRussland Dinara Safina 6:4, 6:3
8. 26. Oktober 2008 OsterreichÖsterreich Linz WTA Tier II Hartplatz RusslandRussland Wera Swonarjowa 6:2, 6:1
9. 17. Oktober 2010 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hartplatz SchweizSchweiz Patty Schnyder 6:1, 6:2
10. 7. November 2010 IndonesienIndonesien Bali WTA Tournament of Champions Hartplatz RusslandRussland Alissa Kleibanowa 6:2, 7:6
11. 6. November 2011 IndonesienIndonesien Bali WTA Tournament of Champions Hartplatz SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues 6:3, 6:0
12. 4. Januar 2014 NeuseelandNeuseeland Auckland WTA International Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Venus Williams 6:2, 5:7, 6:4
13. 6. April 2014 MexikoMexiko Monterrey WTA International Hartplatz SerbienSerbien Jovana Jakšić 6:2, 6:1
14. 15. Juni 2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Premier Rasen TschechienTschechien Barbora Záhlavová-Strýcová 6:3, 6:2

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren und den WTA Tour Championships[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Karriere
Australian Open 3 2 3 F 3 2 1 AF AF VF F
French Open VF 3 F S AF 2 1 3 AF 3 S
Wimbledon 3 AF HF 3 AF 1 3 AF 2 3 HF
US Open 2 3 AF 2 1 AF AF VF AF VF
WTA Tour Championships HF RR HF

Doppel[Bearbeiten]

Turnier 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Bilanz Karriere
Australian Open 0:0
French Open 1 1 0:2 1
Wimbledon AF 1 1 2 3:4 AF
US Open AF 2:1 AF

Weltranglistenpositionen am Jahresende[Bearbeiten]

Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Einzel 705 97 16 14 4 5 22 17 22 13 16 11 v
Doppel - - 133 52 916 - - - 160 - - 560 v

v = vorläufige Ranglistenposition im laufenden Jahr

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ana Ivanović – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ivanović grows into role of Australia’s adopted daughter The Independent, 25. Januar 2008
  2. Kardon auf Probe Trainer von Ivanovic SID/Handelsblatt, 11. Februar 2009
  3. Tennis: Ivanovic legt Pause ein Focus Online, 3. September 2009
  4. Ana’s Season Ends Sony Ericsson WTA Tour, 3. Oktober 2009
  5. Ana Ivanović new UNICEF National Ambassador for Serbia 14. September 2007