Ana Ivanović

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Ana Ivanović Tennisspieler
Ana Ivanović
Nationalität: SerbienSerbien Serbien
Geburtstag: 6. November 1987
Größe: 184 cm
Gewicht: 69 kg
1. Profisaison: 2003
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Nigel Sears
Preisgeld: 10.196.898 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 357:160
Karrieretitel: 11 WTA, 5 ITF
Höchste Platzierung: 1 (9. Juni 2008)
Aktuelle Platzierung: 14
Wochen als Nr. 1: 12
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 25:30
Karrieretitel: 0 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 50 (25. September 2006)
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 20. Mai 2013
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Ana Ivanović (serbisch-kyrillisch Ана Ивановић; * 6. November 1987 in Belgrad, damals Jugoslawien) ist eine serbische Tennisspielerin. Sie hat ihren Wohnsitz in Basel. Im Jahr 2008 stand sie 12 Wochen lang an der Spitze der Tennis-Weltrangliste.

Am 8. September 2007 wurde Ivanović neben Jelena Janković, Aleksandar Đorđević und Emir Kusturica zur UNICEF-Botschafterin für Serbien berufen. Die Organisation setzt sich für Kinder ein, insbesondere für deren Schutz und ihre Bildung.[1]

Inhaltsverzeichnis

Karriere [Bearbeiten]

Mit dem Tennisspielen begann Ana Ivanović als Fünfjährige, nachdem sie im Fernsehen Monica Seles spielen gesehen hatte. Ihre Mutter Dragana (Anwältin) und ihr Vater Miroslav (Geschäftsmann) meldeten sie daraufhin an einer Tennisschule an. Während der Bombardierungen Serbiens durch die NATO 1999 trainierte sie in einem umgebauten Schwimmbad im Belgrader Sportcenter. Mit 14 Jahren zog sie mit ihrer Mutter in die Schweiz, wo sie bessere Bedingungen vorfand, ihr Spiel zu verbessern. Der Basler Geschäftsmann Dan Holzmann wurde ihr Manager. Ivanović hatte zunächst keinen ständigen Trainer, sie arbeitete u.a. auch mit Sven Groeneveld.[2]

Im August 2003 begann sie ihre Profikarriere mit der Teilnahme an ITF-Turnieren.

2004 [Bearbeiten]

Ihr erster großer Erfolg war das Erreichen des Endspiels der Juniorinnen in Wimbledon, das sie gegen Kateryna Bondarenko verlor. Auf ITF-Turnieren gewann sie 26 Spiele in Folge und fünf Titel. Ihr erster großer Auftritt auf der WTA Tour war ein Match gegen Venus Williams im Oktober in Zürich, das sie trotz mehrerer Satzbälle mit 6:711 und 6:76 verlor. Eine Woche später erreichte sie in Luxemburg das Viertelfinale. Sie beendete das Jahr als 97. der Weltrangliste, nachdem sie zu Jahresbeginn noch auf Platz 708 gestanden hatte.

2005 [Bearbeiten]

2005 überraschte Ivanović mit einem Finalsieg über Melinda Czink in Canberra, Australien. Weitere Siege folgten, z. B. über Swetlana Kusnezowa, Nadja Petrowa, Wera Swonarewa, allesamt Top-Ten-Spielerinnen. Bei den French Open bezwang sie Amélie Mauresmo, ehe sie gegen Petrowa ausschied. Im Laufe des Jahres erreichte sie trotz kleinerer Verletzungen in Zürich und in Linz das Halbfinale. Sie beendete das Jahr auf Platz 16 der WTA-Rangliste.

2006 [Bearbeiten]

Bei den Australian Open scheiterte Ivanović bereits in der zweiten Runde mit 3:6, 5:7 an der australischen Doppelspezialistin Samantha Stosur. Bei den French Open kam sie bis in Runde drei, wo sie der Russin Anastassija Myskina, der French-Open-Siegerin von 2004, mit 2:6 und 3:6 unterlag.

In Wimbledon traf sie im Achtelfinale auf die Weltranglistenerste und spätere Siegerin Mauresmo, der sie mit 3:6, 4:6 unterlag. Beim Vorbereitungsturnier auf die US Open in Montreal sicherte sich Ivanović den zweiten Turniersieg ihrer Karriere, sie schlug Martina Hingis (damals Nummer 9 der Welt) mit 6:2, 6:3. Als Geheimfavoritin verlor sie bei den US Open in der dritten Runde gegen Lokalmatadorin Serena Williams (2:6, 4:6). Danach scheiterte bei den Turnieren auf Bali und in Luxemburg jeweils in der ersten Runde. Nach fast vier Wochen Turnierpause und guter Leistung schied sie in Linz im Viertelfinale gegen die US-Open- und spätere Siegerin Maria Scharapowa mit 6:7, 5:7 aus. Am Jahresende stand Ivanović auf Position 14 der Weltrangliste.

Ivanović bei den US Open, 2006

2007 [Bearbeiten]

Im Jahr 2007 gewann sie mit einem Finalsieg über Kusnezowa das Turnier in Berlin. Bei den French Open erreichte sie durch einen Halbfinalsieg über Scharapowa (6:2, 6:1) erstmals das Finale eines Grand-Slam-Turniers, das sie allerdings mit 1:6, 2:6 gegen Justine Henin hoch verlor. Im Halbfinale von Wimbledon unterlag sie erneut Venus Williams (2:6, 4:6). Im August gewann sie das WTA-Turnier von Los Angeles und kletterte in der Weltrangliste damit auf Rang 4. Bei den US Open scheiterte sie in der vierten Runde schon wieder an Venus Williams (4:6, 2:6).

2008 – Weltranglistenerste und French-Open-Siegerin [Bearbeiten]

Anfang des Jahres erreichte Ivanović zum ersten Mal das Finale der Australian Open, das sie jedoch in zwei Sätzen gegen Scharapowa verlor. Durch den Finaleinzug rückte sie in der Weltrangliste auf Platz zwei vor. Bei den Dubai Tennis Championships kam sie ins Viertelfinale, wo sie Jelena Dementjewa unterlag. In Indian Wells feierte sie mit einem Finalsieg über die Weltranglistendritte Swetlana Kusnezowa ihren größten Erfolg bis dahin. Eine Woche später in Miami schied sie dann in der dritten Runde mit 4:6, 2:6 gegen die ehemalige Weltranglistenerste Lindsay Davenport aus.

Durch ihren Sieg im Halbfinale der French Open am 5. Juni gegen Jelena Janković (6:4, 3:6, 6:4) setzte sie sich am 9. Juni 2008 an die Spitze der Weltrangliste. Damit wurde sie als zweite Serbin nach Monica Seles die Nummer 1 im Damentennis. Am 7. Juni krönte sie ihre guten Leistungen in Paris mit ihrem ersten Grand-Slam-Titel. In Wimbledon schied sie allerdings in der dritten Runde gegen die Chinesin Zheng Jie (1:6, 4:6) aus. Auch beim WTA-Turnier in Montreal kam sie mit einem Handicap (Verletzung am rechten Daumen) nicht über die dritte Runde hinaus. Sie musste daraufhin sogar ihre Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2008 absagen. Am 11. August 2008 gab sie den Spitzenplatz in der Weltrangliste an ihre Landsfrau Janković ab, um schon eine Woche später die Führung wieder zu übernehmen.

Ivanović in Antwerpen, März 2007

Bei den US Open scheiterte sie in der zweiten Runde an der Französin Julie Coin (3:6, 6:4, 3:6). Bereits in der Runde zuvor hatte sie beim Dreisatzsieg über Wera Duschewina große Schwierigkeiten. Durch das frühe Ausscheiden gab sie die Weltranglistenführung endgültig ab an die US-Open-Siegerin Serena Williams. Am 26. Oktober gewann Ivanović in Linz ihren dritten Titel des Jahres. Sie qualifizierte sich auch für die WTA Tour Championships, krankheitsbedingt musste sie aber nach dem zweiten Match aufgeben.

2009 [Bearbeiten]

Als Fünfte der Weltrangliste erreichte sie bei den Australian Open diesmal nur die dritte Runde, wo sie gegen Alissa Kleibanowa aus Russland in drei Sätzen verlor.

Im Februar verpflichtete Ivanović als Trainer probeweise Craig Kardon.[3] An seiner Seite kam sie in Dubai bis ins Viertelfinale, scheiterte dort jedoch an der Nummer 1, Serena Williams.

Ihr erstes Finale in diesem Jahr bestritt sie als Titelverteidigerin im kalifornischen Indian Wells, unterlag dort jedoch Wera Swonarewa mit 6:7, 2:6. In Miami schied sie in der dritten Runde gegen Ágnes Szávay aus. Sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon scheiterte sie im Achtelfinale. Bei den US Open kam sie nicht einmal über die erste Runde hinaus. Direkt danach erklärte Ivanović, dass sie für unbestimmte Zeit pausieren würde.[4] Schon einen Monat später stand sie allerdings wieder auf dem Platz. In Tokio unterlag sie Lucie Šafářová bereits in der ersten Runde. Das Turnier in Peking musste sie wegen einer Atemwegserkrankung absagen. Sie beendete die Saison auf Platz 21 der Weltrangliste.[5]

2010 [Bearbeiten]

Ivanović, die von Februar bis Oktober von Heinz Günthardt trainiert wurde, durchlebte eine durchwachsene Saison: Bei den Grand-Slam-Turnieren in Melbourne (Niederlage gegen Gisela Dulko) und Paris (Niederlage gegen Alissa Kleibanowa) kam sie über die zweite Runde nicht hinaus, in Wimbledon scheiterte sie bereits im Auftaktmatch an der Israelin Shahar Peer. Vorübergehend rutschte sie bis auf Rang 64 der Weltrangliste ab, die schlechteste Platzierung seit 2005.

Ihre größten Erfolge feierte sie bei zwei Premier-5-Turnieren, bei denen sie jeweils in das Halbfinale einzog: In Cincinnati (Hartplatz) musste sie gegen Kim Clijsters wegen einer zu Beginn des ersten Satzes erlittenen Fußverletzung aufgeben, in Rom (Sandplatz) unterlag sie der späteren Turniersiegerin María José Martínez Sánchez glatt in zwei Sätzen. Bei ihrem Jahresauftaktturnier in Brisbane unterlag sie im Halbfinale Justine Henin. Ihren ersten Turniersieg nach zwei Jahren feierte sie dann in Linz (Hartplatz), wo sie bereits zum zweiten Mal den Titel gewinnen konnte. Kurzfristig für die verletzte Serena Williams eingesprungen entschied sie das Endspiel gegen Patty Schnyder klar (6:1, 6:2) für sich. Am 7. November gewann sie schließlich auch das letzte WTA-Turnier des Jahres, im Finale von Bali bezwang sie Alissa Kleibanowa mit 6:2, 7:65.

2011 [Bearbeiten]

Bei den Australian Open und bei den French Open schied Ivanović jeweils in der ersten Runde gegen ungesetzte Spielerinnen aus. Beim Rasenturnier von Birmingham kam sie als Nummer 2 der Setzliste bis ins Halbfinale, wo sich Daniela Hantuchová jedoch als die Stärkere erwies. In Eastbourne beförderte sie bei ihrem Auftaktmatch die aufstrebende Deutsche Julia Görges mit 6:4, 6:3 aus dem Turnier. In Wimbledon scheiterte Ivanović in der dritten Runde an der Tschechin Petra Cetkovská. Beim Hartplatzturnier in Carlsbad stürmte sie bis ins Halbfinale, wo sie der topgesetzten Wera Swonarewa unterlag. In Toronto, bei den US Open und in Tokio kam sie bis ins Achtelfinale, wo sie gegen Roberta Vinci, Maria Kirilenko bzw. Serena Williams jeweils in zwei Sätzen ausschied. In Peking musste sie ihr Viertelfinalmatch gegen Radwanska nach Satzrückstand aufgeben. In Bali gewann sie dann doch noch einen weiteren Titel. Nachdem sie dort Vinci und Petrowa besiegt hatte, war sie auch im Endspiel gegen Anabel Medina Garrigues in zwei Sätzen erfolgreich. Sie belegte damit am Ende der Saison Rang 22.

Persönliches [Bearbeiten]

2006 war Ana Ivanović zusammen mit ihrer Kollegin Daniela Hantuchová in einem Werbespot der Firma Sony Ericsson zu sehen.

Während der Australian Open 2008 schrieb sie für die Melbourner Zeitung The Age eine tägliche Kolumne.

Turniersiege [Bearbeiten]

Einzel [Bearbeiten]

Ivanović bei den Australian Open, 2008
Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 15. Januar 2005 AustralienAustralien Canberra WTA Tier V Hart UngarnUngarn Melinda Czink 7:5, 6:1
2. 20. August 2006 KanadaKanada Montreal WTA Tier I Hart SchweizSchweiz Martina Hingis 6:2, 6:3
3. 13. Mai 2007 DeutschlandDeutschland Berlin WTA Tier I Sand RusslandRussland Swetlana Kusnezowa 3:6, 6:4, 7:64
4. 12. August 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles WTA Tier II Hart RusslandRussland Nadja Petrowa 7:5, 6:4
5. 30. September 2007 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA Tier II Hart SlowakeiSlowakei Daniela Hantuchová 3:6, 6:4, 6:4
6. 23. März 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indian Wells WTA Tier I Hart RusslandRussland Swetlana Kusnezowa 6:4, 6:3
7. 7. Juni 2008 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand RusslandRussland Dinara Safina 6:4, 6:3
8. 26. Oktober 2008 OsterreichÖsterreich Linz WTA Tier II Hart RusslandRussland Wera Swonarjowa 6:2, 6:1
9. 17. Oktober 2010 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hart SchweizSchweiz Patty Schnyder 6:1, 6:2
10. 7. November 2010 IndonesienIndonesien Bali WTA Tournament of Champions Hart RusslandRussland Alissa Kleibanowa 6:2, 7:6
11. 6. November 2011 IndonesienIndonesien Bali WTA Tournament of Champions Hart SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues 6:3, 6:0

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren und den WTA Tour Championships [Bearbeiten]

Einzel [Bearbeiten]

Turnier 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Karriere
Australian Open 3 2 3 F 3 2 1 AF AF F
French Open VF 3 F S AF 2 1 3 S
Wimbledon 3 AF HF 3 AF 1 3 AF HF
US Open 2 3 AF 2 1 AF AF VF VF
WTA Tour Championships HF RR HF

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Ana Ivanović – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Ana, Jelena Become UNICEF Ambassadors WTA Tour News, 8. September 2007
  2. Ivanović grows into role of Australia’s adopted daughter The Independent, 25. Januar 2008
  3. Kardon auf Probe Trainer von Ivanovic SID/Handelsblatt, 11. Februar 2009
  4. Tennis: Ivanovic legt Pause ein Focus Online, 3. September 2009
  5. Ana’s Season Ends Sony Ericsson WTA Tour, 3. Oktober 2009