Mauro Camoranesi

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Mauro Camoranesi

Mauro Camoranesi 2008 im Trikot von Juventus Turin

Spielerinformationen
Voller Name Mauro Germán Serra Camoranesi
Geburtstag 4. Oktober 1976
Geburtsort TandilArgentinien
Größe 174 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
bis 0001994
1994
Jorge Newbery Tandil Gimnasia y Esgrima Tandil
CA Aldosivi
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1994–1996
1995–1996
1997
1997–1998
1998–2000
2000–2002
2002–2010
2010
2011–2012
2012–
CA Aldosivi
Santos Laguna (Leihe)
Montevideo Wanderers FC
CA Banfield
CD Cruz Azul
Hellas Verona
Juventus Turin
VfB Stuttgart
CA Lanús
Racing Club

22 0(8)
6 0(1)
38 (16)
78 (32)
50 0(7)
224 (27)
7 0(0)
35 0(0)
28 0(3)
Nationalmannschaft
2003–2010 Italien 55 0(5)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 28. April 2013

Mauro Germán Serra Camoranesi (* 4. Oktober 1976 in Tandil, Argentinien) ist ein argentinisch-italienischer Fußballspieler, der für die italienische Fußballnationalmannschaft spielte.

Karriere[Bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten]

In der Vergangenheit spielte Mauro Camoranesi für Santos Laguna (1996–1997) und CD Cruz Azul (1998–2000) in Mexiko sowie beim Club Atlético Banfield (1997–1998) in seinem Geburtsland Argentinien. Im Jahr 2000 wechselte Camoranesi nach Italien, wo er zunächst für Hellas Verona spielte.

Im Sommer 2002 wurde er von Rekordmeister Juventus Turin verpflichtet. Mit den Turinern gewann er 2003 die italienische Meisterschaft. Nachdem Juventus aufgrund des Manipulationsskandals nach der Saison 2005/06 in die Serie B absteigen musste, machten Transfergerüchte um Camoranesi die Runde. Die Fans der Bianconeri stellten Camoranesis Loyalität zum Verein in Frage und er wurde zu Beginn der Spielzeit 2006/07 von Juventus-Fans ausgepfiffen. Mit guten Leistungen eroberte er sich im Saisonverlauf jedoch den Respekt der Fans zurück und war Stammspieler im Team von Didier Deschamps, das den direkten Wiederaufstieg schaffte. Im Juli 2007 wurde sein Vertrag bei der Juve bis 2010 verlängert, bereits 2008 verlängerte er um noch ein weiteres Jahr. Am 7. August 2010 löste Mauro Camoranesi seinen Vertrag bei den Turinern auf[1], nachdem er dort auf das Abstellgleis geraten war.

Nachdem die Gazzetta dello Sport auf einen Wechsel von Mauro Camoranesi zu Birmingham City spekulierte[2], unterschrieb dieser Ende August 2010 beim VfB Stuttgart. Dort erhielt er einen Einjahresvertrag mit einer Option für eine weitere Spielzeit. Seinen Einstand für die Stuttgarter feierte er am 11. September 2010, als er am 3. Spieltag der Bundesliga-Spielzeit 2010/11 gegen den SC Freiburg gleich in der Anfangsformation stand. Der VfB Stuttgart verlor das Spiel mit 1:2 und das Sportmagazin „kicker“ hatte die Leistung Camoranesis mit der Note 3 bewertet.[3] Fünf Tage nach dem Spiel hatte Christian Gross moniert, dass Camoranesi mehr Effizienz zeigen müsse und „mehr Einfluss“ von ihm erwarte.[4] Einen Tag später stand er im ersten Europa League-Gruppenspiel gegen Young Boys Bern in der Anfangsformation und zeigte hierbei eine durchwachsene bis ausreichende Leistung (kicker-Note 4).[5] Wiederum zwei Tage später kam er am 4. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach zu seinem zweiten Bundesligaspiel und zeigte eine gute Leistung. Von „kicker“ wurde Camoranesi mit einer 2 bewertet.[6] Diesen krönte er mit der Vorlage für den zweiten Treffer der Schwaben durch Georg Niedermeier. Die Stuttgarter gewannen das Spiel letztlich mit 7:0. Im nächsten Spiel gegen den 1. FC Nürnberg wurde Camoranesi eingewechselt um im nächsten Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen zwar in der Anfangsformation zu stehen, jedoch nach einer Notbremse des Feldes verwiesen zu werden. Der VfB Stuttgart stand nach sechs Spieltagen auf dem 18. und letzten Tabellenplatz. Aus diesem Grund wurde Christian Gross im Oktober 2010 durch Jens Keller ersetzt. Unter ihm verlor Camoranesi seinen Stammplatz. So wurde er erst gar nicht eingesetzt oder wurde lediglich eingewechselt. Einzig in den Europa League-Gruppenspielen gegen den FC Getafe und im zweiten Gruppenspiel gegen Young Boys Bern stand er in der Anfangsformation. Nachdem der VfB zwischenzeitlich die Abstiegsränge verließ, jedoch wieder dorthin zurückrutschte, musste auch Jens Keller seinen Posten räumen. Bruno Labbadia wurde sein Nachfolger. Unter ihm kam Camoranesi noch im letzten Europa League-Gruppenspiel gegen Odense BK zum Einsatz, nachdem er in der 62. Minute eingewechselt wurde. Am 26. Januar 2011 wurde sein Vertrag aufgelöst. Camoranesi kam für die Schwaben im Punktspielbetrieb lediglich zu sieben Einsätzen, während er in der Europa League in allen sechs Gruppenspielen zum Einsatz kam.

Am 3. Februar 2011 wechselte Camoranesi nach Argentinien zum CA Lanús.[7] Im Juli 2012 wechselte er innerhalb der Liga zum Racing Club.

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Camoranesi ist gebürtiger Argentinier und hat sowohl die argentinische als auch die italienische Staatsbürgerschaft, da ein Großelternteil aus Italien stammte. Für die Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 wurde er in die italienische Nationalmannschaft berufen und spielte seitdem bis Juni 2010 regelmäßig für diese. Originalton Camoranesi: „Ich bin in der italienischen Nationalelf gelandet, weil Bielsa, der Argentinien trainierte, mich nicht berufen hat, wohl aber Trapattoni.“ Sein Länderspieldebüt gab er am 12. Februar 2003 beim 1:0 gegen Portugal.

Im Jahr 2006 gewann er die Weltmeisterschaft mit Italien. Camoranesi kam dabei in fünf von sieben Spielen zum Einsatz (u.a. im Halbfinale gegen Deutschland und im Finale gegen Frankreich) und war in seiner Position am rechten Flügel ein wichtiger Teil des italienischen Teams. Seinen Zopf, den er aus Verbundenheit mit der südamerikanischen Heimat trug, ließ er sich direkt nach dem Endspiel noch auf dem Spielfeld abschneiden.

Als er die italienische Nationalmannschaft der argentinischen vorzog, traf er folgende Aussage: „Ich fühle mich noch immer als Argentinier, und das hat nichts mit meiner persönlichen Selbstfindung zu tun. Es ist eine Fußball-Frage, nichts anderes.“ Zudem machte er deutlich: „Ich singe die Inno di Mameli (italienische Nationalhymne) nicht mit, weil ich noch nicht einmal meine eigene kenne.“

Der italienische Journalist Aldo Cazzullo beschreibt seine fußballerische Technik folgendermaßen: „Er ist ein Flügelstürmer alten Schlags, der das Dribbling nicht dem Mythos des Ballbesitzes opfert, der in die Tiefe des Raumes geht und der beim Spielen sich zuweilen daran erinnert, dass zum Fuß auch der Absatz gehört.“

Erfolge[Bearbeiten]

Als Nationalspieler

Mit seinem Verein

* aberkannt im Rahmen des italienischen Fußball-Skandals 2005/2006

Individuell

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mauro Camoranesi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Camoranesi: consensual rescinding of contract vom 31. August 2010 auf juventus.com
  2. spox (Hrsg.): Camoranesi von Turin nach Birmingham. 7. August 2010, abgerufen am 31. Juli 2013.
  3. kicker online (Hrsg.): Freiburg dreht das Spiel. 11. September 2010, abgerufen am 31. Juli 2013.
  4. kicker online (Hrsg.): Delpierre als Hoffnungsträger. 15. September 2010, abgerufen am 31. Juli 2013.
  5. kicker online (Hrsg.): Cacaus Zitter-Elfer gibt dem VfB Sicherheit. 16. September 2010, abgerufen am 31. Juli 2013.
  6. kicker online (Hrsg.): Pogrebnyak glänzt beim Schützenfest. 16. September 2010, abgerufen am 31. Juli 2013.
  7. Un campeón del mundo llega a Lanús vom 3. Februar 2011 auf clublanus-beta.com.ar