Serie A 2004/05

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Serie A 2004/05
Serie A
Meister Juventus Turin (aberkannt)
Champions League Juventus Turin
AC Mailand
Champions-League-
Qualifikation
Inter Mailand
Udinese Calcio
UEFA-Pokal Sampdoria Genua, US Palermo, AS Rom
UI-Cup Lazio Rom
Pokalsieger Inter Mailand
Absteiger FC Bologna
Brescia Calcio
Atalanta Bergamo
Mannschaften 20
Spiele 380
Tore 960  (ø 2,52 pro Spiel)
Torschützenkönig Cristiano Lucarelli
(AS Livorno)
Serie A 2003/04
Die Mannschaften der Serie A der Saison 2004/05

Die Saison 2004/05 war die 74. Spielzeit der Serie A. Sie startete am 11. September 2004 und endete am 29. Mai 2005. Die Serie A wurde in der Saison 2004/05 erstmals mit 20 Vereinen ausgetragen. Rekordmeister Juventus Turin gewann den italienischen Meistertitel. 2006 wurde ihnen der Titel jedoch aufgrund der Aufdeckung des italienischen Manipulationsskandals nachträglich aberkannt. Zu den direkten Absteigern in die Serie B zählten Atalanta Bergamo und Brescia Calcio. Der dritte Absteiger wurde im Relegationsspiel zwischen dem FC Parma und dem FC Bologna ermittelt. Parma gewann das Spiel und sicherte sich dadurch den Klassenerhalt. Torschützenkönig mit 24 Toren wurde Cristiano Lucarelli vom Aufsteiger AS Livorno.

Saisonverlauf[Bearbeiten]

Titelrennen[Bearbeiten]

Der Titelkampf der Serie A 2004/05 fand hauptsächlich zwischen den Traditionsvereinen AC Mailand und Juventus Turin statt. Frühzeitig konnten sich beide Teams absetzen[1] und lieferten sich bis kurz vor Saisonende einen Zweikampf um den Scudetto. Am 35. Spieltag kam es im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion zum Aufeinandertreffen der beiden Klubs. Turin siegte unter Cheftrainer Fabio Capello durch ein Tor von David Trezeguet mit 1:0[2] und sicherte sich damit die Tabellenspitze. Milan konnte sich anschließend nicht mehr an die Spitze setzen, wobei am Ende der Abstand zwischen Milan und Juve sieben Punkte betrug.

Nach wenigen Spieltagen verlor Inter Mailand den Anschluss an die Tabellenspitze. Nach 15 Partien, in denen Inter Mailand zwölf Remis und drei Siege aufwies, belegte die Mannschaft Rang vier, bei mehr als siebzehn Punkten Rückstand auf Tabellenführer Juventus Turin.[1] Am Saisonende belegte Inter Mailand Platz drei und qualifizierte sich für die Champions League. Neben Inter Mailand sicherte sich Udinese Calcio den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigte. Dahinter folgten Sampdoria Genua und der Aufsteiger US Palermo. In der Nähe der Europapokalplätze fand sich auch der zweite Aufsteiger, FC Messina, wieder.

Nach mehreren Trainerwechseln (darunter einem kurzen Intermezzo von Rudi Völler[3]), belegte der AS Rom zum Saisonende den achten Platz und schaffte als Finalist der Coppa Italia den Einzug in den UEFA-Pokal. Fehlende Disziplin und Streitigkeiten innerhalb der Mannschaft[4], hatten das Ausscheiden in der Vorrunde der Champions League besiegelt.

Abstiegskampf[Bearbeiten]

Stadtrivale Lazio Rom konnte wegen finanziellen Schwierigkeiten kaum Neuzugänge erwerben. Abwehrchef und Leistungsträger Jaap Stam wurde vor Saisonbeginn an den AC Mailand verkauft. Nach gutem Start[5] verlor Lazio an Boden und fand sich noch vor Weihnachten im unteren Tabellendrittel wieder.[6] Zum Saisonende sicherte sich der Verein mit zwei Punkten Vorsprung vor den Abstiegsplätzen den Klassenerhalt.

Nach dem Abgang von Chievo-Trainer Luigi Delneri konnte sein Nachfolger Mario Beretta nicht an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Am 35. Spieltag, drei Spieltage vor Saisonende, belegte die AC Chievo Verona den 18. Platz[7], welcher den Abstieg in die Serie B bedeutet hätte. Durch zwei Siege aus den letzten drei Spielen schaffte die Mannschaft noch den Klassenerhalt.

Für den Verbleib in der Serie A hatte auch der Aufsteiger AC Florenz, der nach dem Abstieg und Lizenzentzug 2002 bis in die Serie C1 strafversetzt wurde, einiges in neues Personal investiert. Nachdem die Mannschaft mit guten Resultaten Kontakt mit den Europapokalplätzen hergestellt hatte, leitete eine 0:6-Niederlage[1] beim amtierenden Meister AC Mailand eine Negativserie ein, die den AC Florenz in die Nähe der Abstiegsränge rückte. Kurz vor Saisonende, als der Verein von zwölf Spielen nur eines gewinnen konnte, fiel Florenz auf den vorletzten Tabellenplatz zurück. Am letzten Spieltag sicherte der Klub den Klassenerhalt, indem er gegen den direkten Konkurrenten Brescia Calcio mit 3:0 siegte.

Für Brescia bedeutete dies den Fall von Rang 16 auf Rang 19 und dem damit verbundenen Abstieg. Zum Saisonende trennten den Tabellenachten AS Rom und den Vorletzten Brescia Calcio lediglich drei Punkte. Der FC Parma verkaufte aufgrund eines laufenden Insolvensverfahren viele seiner Leistungsträger, welche durch das fehlende Geld nicht kompensiert werden konnten. Fast die gesamte Saison stand Parma auf einem Abstiegsplatz, ein 6:4-Heimerfolg gegen den AS Livorno und dem darauffolgenden 2:1-Heimsieg gegen den AS Rom brachten Parma in die Relegationsspiele gegen den FC Bologna. Nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel gelang mit einem 2:0-Erfolg im Rückspiel in Bologna der Ligaerhalt in der Serie A.

Abschneiden im Europapokal[Bearbeiten]

Erneut erreichte ein italienischer Verein das Endspiel der Champions League. Der AC Mailand verlor allerdings gegen den FC Liverpool nach einer 3:0-Halbzeitführung (3:3 nach Verlängerung) noch im Elfmeterschießen. Am FC Liverpool scheiterte zuvor Juventus Turin, das nach einer 1:2-Niederlage im Hinspiel und einem 0:0-Remis daheim im Viertelfinale ausschied. Ein reines italienisches Stadtderby, das mit einem Spielabbruch endete, wurde zwischen Milan und Inter ausgetragen. Dabei wurde das Rückspiel 3:0 für Milan gewertet, nachdem Hooligans in der 72. Spielminute anfingen Feuerwerkskörper zu zünden und auf das Spielfeld zu werfen, wobei Milan-Torhüter Dida getroffen wurde. Schiedsrichter Dr. Markus Merk brach das Spiel in der 75. Minute ab. Inter Mailand wurde von der UEFA zu einer Geldstrafe von 193.000 € verurteilt und musste seine nächsten sechs Europapokalheimspiele vor leeren Rängen austragen.[8]

Der AS Rom fiel durch vier Platzverweise in sechs Spielen mit Unsportlichkeiten auf und schied in den Gruppenspielen als Gruppenletzter mit einem Zähler aus dem Wettbewerb aus. Die Champions League-Heimpremiere von Rudi Völler endete mit einem Spielabbruch. Beim Stand von 0:1 für Dynamo Kiew warfen Zuschauer einen Metallgegenstand auf Schiedsrichter Anders Frisk, der daraufhin eine blutende Wunde erlitt.[9] Die Partie wurde daraufhin abgebrochen und von der UEFA mit 3:0 für Dynamo Kiew gewertet.[10] Im UEFA-Pokal stieß der FC Parma nach Siegen gegen den FC Sevilla und VfB Stuttgart bis ins Halbfinale vor. Nach einem torlosen Hinspiel verloren die Gialloblù mit 0:3 bei ZSKA Moskau und schieden aus dem Wettbewerb aus. Lazio Rom gelangte in die Gruppenphase des neu reformierten UEFA-Pokal und schied dort ohne Sieg als Vorletzter aus. Für Udinese Calcio kam das Aus in Runde eins.

Abschlusstabelle[Bearbeiten]

Verein Spiele S U N T GT Diff. Pkt.
1 Juventus Turin 38 26 8 4 67 27 +40 86
2 AC Mailand (M) 38 23 10 5 63 28 +35 79
3 Inter Mailand 38 18 18 2 65 37 +28 72
4 Udinese Calcio 38 17 11 10 56 40 +16 62
5 Sampdoria Genua 38 17 10 11 42 29 +13 61
6 US Palermo (N) 38 12 17 9 48 44 +4 53
7 FC Messina (N) 38 12 12 14 44 52 -8 48
8 AS Rom 38 11 12 15 55 58 -3 45
9 AS Livorno (N) 38 11 12 15 49 60 -11 45
10 Lazio Rom (P) 38 11 11 16 48 53 -5 44
11 US Lecce 38 10 14 14 66 73 -7 44
12 Cagliari Calcio (N) 38 10 14 14 51 60 -9 44
13 Reggina Calcio 38 10 14 14 36 45 -9 44
14 AC Siena 38 9 16 13 44 55 -11 43
15 Chievo Verona 38 11 10 17 32 49 -17 43
16 AC Florenz (N) 38 9 15 14 42 50 -8 42
17 FC Parma 38 10 12 16 48 65 -17 42
18 FC Bologna 38 9 15 14 33 36 -3 42
19 Brescia Calcio 38 11 8 19 37 54 -17 41
20 Atalanta Bergamo (N) 38 8 11 19 34 45 -11 35

Bei Punktgleichheit entschied der direkte Vergleich

Italienischer Meister und Teilnahme an der UEFA Champions League
Teilnahme an der UEFA Champions League
Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation
Teilnahme am UEFA-Pokal
Abstieg in die Serie B
(M) Italienischer Meister 2003/04
(P) Pokalsieger 2003/04
(N) Neuaufsteiger der Saison 2003/04

Zuschauer 2004/05[Bearbeiten]

Wie im Vorjahr wies der AC Mailand die höchste Zuschauerzahl der Serie A auf
Rund 10.000 Fans besuchten im Schnitt die Heimspiele des AC Siena
Die Stadionauslastung lag bei Udinese Calcio im Schnitt bei weniger als 50 %
Platz Verein Zuschauer Spiele Schnitt
1. AC Mailand Logo.svg AC Mailand 1.206.487 19 63.499
2. Inter Mailand.svg Inter Mailand 1.028.845 19 54.150
3. AS Rom.svg AS Rom 883.413 19 46.495
4. Lazio Rom.svg Lazio Rom 726.255 19 38.224
5. AC Florenz.svg AC Florenz 628.936 19 33.102
6. US Palermo.svg US Palermo 627.218 19 33.011
7. FC Messina.svg FC Messina 567.300 19 29.858
8. Juventus Turin.svg Juventus Turin 533.988 19 28.105
9. Sampdoria Genua.svg Sampdoria Genua 451.632 19 23.770
10. FC Bologna.svg FC Bologna 377.695 19 19.879
11. Udinese Calcio.svg Udinese Calcio 358.000 19 18.842
12. Reggina Calcio.svg Reggina Calcio 348.573 19 18.346
13. Cagliari Calcio.svg Cagliari Calcio 313.800 19 16.516
14. AS Livorno.svg AS Livorno 299.204 19 15.748
15. US Lecce.svg US Lecce 297.819 19 15.675
16. FC Parma.svg FC Parma 287.634 19 15.139
17. Atalanta BC.svg Atalanta Bergamo 280.650 19 14.771
18. AC Chievo Verona.svg AC Chievo Verona 223.580 19 11.767
19. Brescia Calcio.svg Brescia Calcio 206.029 19 10.844
20. AC Siena.svg AC Siena 191.000 19 10.053
--. Scudetto.svg Insgesamt: [11]9.838.058 380 25.890
Liga Zuschauer Spiele Schnitt
Bundesliga-Logo.svg Bundesliga [12]11.570.634 306 37.813
Logo FA Premier League.svg Premier League [13] 12.882.140 380 33.900
LFP logo.svg Primera División [14] 10.968.467 380 28.864
Scudetto.svg Serie A 9.838.058 380 25.890

9,8 Mio Zuschauer besuchten die Spiele der Saison 2004/05. Das waren fast zwei Millionen mehr als in der Vorsaison, als zirka acht Millionen Fans die Stadien von Italiens höchster Spielklasse aufsuchten.[15] Einen entscheidenden Anteil an den höheren Zuschauerzahlen der Serie A trugen die drei Aufsteiger, AC Florenz, FC Messina und der US Palermo die zusammen 1,8 Millionen Menschen in ihre Stadien lockten. Spitzenreiter der Zuschauertabelle wurde wie in den vorigen Jahren der AC Mailand, gefolgt von Stadtrivale Inter. Zu den Heimspielen der Römer Vereine Lazio und dem AS Rom strömten insgesamt 1,5 Millionen Zuschauer. Die Fans des Aufsteigers AC Florenz passierten mehr als eine halbe Million Mal die Stadioneingänge der Fiorentina. Udinese Calcio konnte trotz einer Saison, in der am Ende die Qualifikation für die Champions League erreicht wurde, vergleichsweise niedrige Zuschauerzahlen aufweisen. Weniger als die Hälfte der Stadionkapazität wollten sich die Spiele der Zebrette ansehen. Die wenigsten Zuschauer vermeldeten der Absteiger Brescia Calcio und der AC Siena.

Europäischer Vergleich 2004/05[Bearbeiten]

Die Serie A befand sich beim direkten Zuschauervergleich mit den drei stärksten Ligen Europas, der deutschen Bundesliga, der englischen Premier League und der spanischen Primera Division, auf dem vierten Platz. Zuletzt wurde vor der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 im eignen Land in die Infrastruktur investiert.

Torschützenliste[Bearbeiten]

Luca Toni vom Aufsteiger US Palermo sicherte mit seinen 20 Saisontoren die UEFA Cup Teilnahme seines Vereins zur neuen Saison
Romas Francesco Totti landete mit seinem Verein auf Rang acht

Torschützenkönig der Serie A 2004/05 wurde Cristiano Lucarelli vom Aufsteiger AS Livorno mit 24 Toren. Durch seine Tore wurde der neue Nationaltrainer Marcello Lippi auf ihn aufmerksam und nominierte ihn für die Squadra Azzurra. Auf Rang zwei schoss sich wie im Vorjahr Alberto Gilardino vom FC Parma, der 23 Treffer erzielte. Seine Tore sicherten dem FC Parma den Ligaerhalt und brachten ihn gleichzeitig ins Visier der Topklubs der Serie A und Europa. Der Lohn für Gilardino war ein Vertrag beim AC Mailand zur neuen Saison 2005/06.[16] Vincenzo Montella erzielte 21 Saisontore für den AS Rom, der sich als Pokalfinalist für den UEFA-Pokal qualifizierte.

In Europa dabei war der Aufsteiger aus Palermo, der auf die Treffsicherheit seines Stürmers Luca Toni zählen konnte, der 21 Mal ins gegnerische Tor traf. Zur neuen Saison wechselte der Angreifer zum AC Florenz.[17] Hinter Luca Toni platzierten sich Mirko Vučinić und der Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit, Andrij Schewtschenko, der 17 Saisontore erzielte. Zlatan Ibrahimović – in Diensten von Rekordmeister Juventus Turin – gelangen 16 Treffer für die Turiner. Die 16 Saisontore von Mauro Esposito reichten dem Aufsteiger Cagliari Calcio zum Klassenerhalt und Verbleib in der Serie A. Die ebenfalls gleiche Anzahl von Toren von Inters Adriano reichten auch unter dem neuen Trainer Roberto Mancini nicht zum Titel. Zusammen mit Christian Vieri kam das Sturmduo Adriano/Vieri auf 29 Saisontore. Francesco Totti und Fabrizio Miccoli erzielten jeweils 12 Saisontreffer. Miccolis Elfmetertor am letzten Spieltag gegen Brescia Calcio war der Auftakt zum 3:0-Erfolg, welcher letztendlich den Klassenerhalt für den AC Florenz sicherte.

Pl. Nat. Spieler Verein Tore
1 ItalienItalien Cristiano Lucarelli AS Livorno 24
2 ItalienItalien Alberto Gilardino FC Parma 23
3 ItalienItalien Vincenzo Montella AS Rom 21
4 ItalienItalien Luca Toni US Palermo 20
5 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Mirko Vučinić US Lecce 19
6 UkraineUkraine Andrij Schewtschenko AC Mailand 17
7 ItalienItalien Mauro Esposito Cagliari Calcio 16
SchwedenSchweden Zlatan Ibrahimović Juventus Turin 16
BrasilienBrasilien Adriano Leite Ribeiro Inter Mailand 16
10 ItalienItalien David Di Michele Udinese Calcio 15
11 ItalienItalien Alessandro Del Piero Juventus Turin 14
ItalienItalien Francesco Flachi Sampdoria Genua 14
13 BulgarienBulgarien Waleri Boschinow US Lecce 13
ItalienItalien Vincenzo Iaquinta Udinese Calcio 13
ItalienItalien Christian Vieri Inter Mailand 13
ItalienItalien Tommaso Rocchi Lazio Rom 13
Rudi Völler blieb einen Monat als Cheftrainer des AS Rom tätig, zuvor war er für den zurückgetretenen Cesare Prandelli eingesprungen
Claudi Prandelli trat wegen familiärer Probleme vor Saisonbeginn von seinem Amt beim AS Rom zurück, welches er erst im Sommer von Fabio Capello übernommen hatte
Luigi Delneri übernahm die Nachfolge als Trainer beim AS Rom, nachdem Völler den Verein verlassen hatte

Trainerentlassungen und Trainerwechsel[Bearbeiten]

Der erste Trainerwechsel vollzog sich zwei Wochen vor Saisonstart. Cesare Prandelli, der den Trainerposten beim AS Rom im Sommer von Fabio Capello, der auf die Trainerbank von Juventus Turin wechselte, übernommen hatte, erklärte aus familiären Gründen Ende August seinen Rücktritt.[3] Als Nachfolger wurde der ehemalige AS Rom-Profi Rudi Völler verpflichtet. Am vierten Spieltag trat Rudi Völler nach der 1:3-Niederlage in Bologna zurück. Völlers Nachfolger wurde Luigi Delneri, der kurz vor Saisonstart beim FC Porto entlassen worden war. Nach einer 0:3-Niederlage beim Aufsteiger US Cagliari und dem Aus in der Vorrunde der Champions League wurde sein Vertrag beim AS Rom aufgelöst. Später trat Delneri die Nachfolge des scheidenden Francesco Guidolin beim US Palermo zur neuen Saison an. Unter der Führung seines Nachfolgers Bruno Conti rutschte der AS Rom auf Rang acht ab und verlor von den noch ausstehenden acht Partien fünf, bei jeweils einem Sieg. Zum Saisonende wurde Conti durch Luciano Spalletti ersetzt, der Udinese Calcio als Ligavierten in die Qualifikation für die Champions League führte. Stadtrivale Lazio Rom konnte aufgrund der schlechten Finanzlage keine nennenswerten Neuzugänge verpflichten, zudem musste der Verein Leistungsträger wie den Niederländer Jaap Stam an Konkurrenten wie den AC Mailand verkaufen, ohne das Trainer Domenico Caso gleichwertigen Ersatz erhielt. Nach einem positiven Saisonstart fiel die Mannschaft in der Tabelle und fand in der Nähe zu den Abstiegsplätzen wieder. Kurz vor Jahreswechsel kam das Aus für Trainer Caso. Sein Nachfolger Giuseppe Papadopulo konnte Lazio noch ins Mittelfeld auf Rang zehn führen.

Der Aufsteiger AC Florenz investierte vor Saisonbeginn viele Millionen in neues Personal, um sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen. Nach einem Sieg aus den ersten sieben Partien wurde Emiliano Mondonico von seinen Aufgaben entbunden. Sergio Buso trat seine Nachfolge an und führte die Fiorentina in die Nähe der Europapokalplätze. Auf die Siegesserie folgte eine Negativserie von sechs sieglosen Spielen in Folge, darunter eine 0:6-Niederlage beim AC Mailand. Nach einer 1:2-Heimniederlage gegen den AS Rom und dem Fall auf Rang 16 wurde Buso entlassen und der ehemalige Weltmeister Dino Zoff bis Saisonende verpflichtet. Unter Zoff fand sich der AC Florenz am 37. Spieltag kurz vor Saisonende auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Durch ein 3:0 gegen Brescia Calcio blieb die Fiorentina erstklassig und Brescia stieg ab. Bei Brescia wurde Gianni De Biasi durch Alberto Cavasin ersetzt, der den Abstieg nicht verhindern konnte. Auch die AC Chievo Verona belegte unter Cheftrainer Mario Beretta nach einem positiven Saisonstart untere Tabellenplätze und kämpfte um den Ligaerhalt. Am 35. Spieltag, nach dem Abrutschen auf einem Abstiegsplatz, trat Beretta von seinen Ämtern zurück. Maurizio D'Angelo übernahm und führte das Team mit zwei Siegen und einem torlosen Remis zum Klassenerhalt. Aufsteiger AS Livorno trennte sich trotz eines Nichtabstiegsplatzes am 18. Spieltag von Trainer Franco Colomba und ernannte Roberto Donadoni, der bereits in der Saison 2002/03 die Geschicke in Livorno leitete, zum neuen Cheftrainer. Er führte Livorno auf den neunten Tabellenplatz. Bei Atalanta Bergamo sorgte der Trainerwechsel am 14. Spieltag von Andrea Mandorlini zu Delio Rossi nach 14 sieglosen Runden wieder für sportlichen Erfolg, den Abstieg konnte er jedoch nicht verhindern. Silvio Baldini wurde bei Parma des Amtes enthoben und gab die Verantwortung an Pietro Carmignani weiter, der den Verein in die Relegationsspiele gegen den FC Bologna führte. Parma behielt die Oberhand und Carmigani gab das Amt des Cheftrainers bei Parma an seinen Nachfolger Mario Beretta ab.

Trainer Verein Nachfolger Entlassung/Rücktritt
Claudio Prandelli AS Rom.svg AS Rom Rudi Völler Saisonbeginn
Rudi Völler AS Rom.svg AS Rom Luigi Delneri 4. Spieltag
Emiliano Mondonico AC Florenz.svg AC Florenz Sergio Buso 7. Spieltag
Andrea Mandorlini Atalanta BC.svg Atalanta Bergamo Delio Rossi 14. Spieltag
Silvio Baldini FC Parma.svg FC Parma Pietro Carmignani 15. Spieltag
Domenico Caso Lazio Rom.svg Lazio Rom Giuseppe Papadopulo 16. Spieltag
Franco Colomba AC Livorno-Logo.svg AS Livorno Roberto Donadoni 18. Spieltag
Luigi Simoni AC Siena.svg AC Siena Luigi De Canio 18. Spieltag
Sergio Buso AC Florenz.svg AC Florenz Dino Zoff 20. Spieltag
Gianni De Biasi Brescia Calcio.svg Brescia Calcio Alberto Cavasin 22. Spieltag
Luigi Delneri AS Rom.svg AS Rom Bruno Conti 28. Spieltag
Mario Beretta AC Chievo Verona.svg AC Chievo Verona Maurizio D'Angelo 35. Spieltag
Maurizio D'Angelo AC Chievo Verona.svg AC Chievo Verona Saisonende 38. Spieltag
Pietro Carmignani FC Parma.svg FC Parma Saisonende 38. Spieltag
Giuseppe Papadopulo Lazio Rom.svg Lazio Rom Saisonende 38. Spieltag
Bruno Conti AS Rom.svg AS Rom Saisonende 38. Spieltag
Dino Zoff AC Florenz.svg AC Florenz Saisonende 38. Spieltag
Alberto Cavasin Brescia Calcio.svg Brescia Calcio Saisonende 38. Spieltag
Delio Rossi Atalanta BC.svg Atalanta Bergamo Saisonende 38. Spieltag
Carlo Mazzone FC Bologna.svg FC Bologna Saisonende 38. Spieltag
Daniele Arrigoni Cagliari Calcio.svg Cagliari Calcio Saisonende 38. Spieltag
Luciano Spalletti Udinese Calcio.svg Udinese Calcio Saisonende 38. Spieltag
Zdenek Zeman US Lecce.svg US Lecce Saisonende 38. Spieltag
Francesco Guidolin US Palermo.svg US Palermo Saisonende 38. Spieltag

Meistermannschaft[Bearbeiten]

(in Klammern sind die Spiele und Tore angegeben)

Juventus Turin
Juventus Turin

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c fussballdaten: Milans Schützenfest. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  2. fussballdaten: Juventus hat die Nase vorn. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  3. a b kicker-online: Rudi Völler zurückgetreten. 24. September 2004. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  4. kicker-online: Völler: "Schluss mit dem Verhalten!". 17. September 2004. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  5. fussballdaten: Inter feiert ersten Sieg. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  6. fussballdaten: Trostloses Gipfeltreffen. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  7. fussballdaten: Juventus hat die Nase vorn II. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  8. kicker-online: Sechs Spiele vor leeren Rängen. 15. April 2005. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  9. kicker-online: Wie bestraft die UEFA den AS Rom?. 20. September 2004. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  10. kicker-online: Kiew siegt am "grünen Tisch". 21. September 2004. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  11. weltfussball.de: Serie A 2004/05 Zuschauer. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  12. weltfussball.de: Bundesliga 2004/05 Zuschauer. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  13. weltfussball.de: Premiere League 2004/05 Zuschauer. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  14. weltfussball.de: Primera Division 2004/05 Zuschauer. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  15. www.weltfussball.de: Serie A 2003/04 Zuschauer. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  16. kicker-online: Milan verpflichtet Gilardino. 10. Juli 2005. Abgerufen am 11. Februar 2011.
  17. kicker-online: Fiorentina mit namhaften Neuzugängen. 21. Juli 2005. Abgerufen am 11. Februar 2011.