Montbronn

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Montbronn
Wappen von Montbronn
Montbronn (Frankreich)
Montbronn
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Sarreguemines
Kanton Rohrbach-lès-Bitche
Koordinaten 49° 0′ N, 7° 19′ O48.9944444444447.31336Koordinaten: 49° 0′ N, 7° 19′ O
Höhe 238–381 m
Fläche 14,99 km²
Einwohner 1.670 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 111 Einw./km²
Postleitzahl 57415
INSEE-Code
Website Montbronn

Montbronn vor dem Ersten Weltkrieg

Montbronn (deutsch Mombronn; 1940–1944 Bergbrunn) ist eine französische Gemeinde mit 1670 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Rohrbach-lès-Bitche.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Montbronn liegt im Süden des Bitscher Landes, am Übergang zum Krummen Elsass. Der Ort hat einen Anteil am Naturpark Nordvogesen. Montbronn, das sich im Wesentlichen an zwei Straßen entlangzieht, liegt am Übergang der Vogesen zur Lothringer Hochfläche.

Nachbargemeinden von Montbronn sind Enchenberg im Nordwesten, Saint-Louis-lès-Bitche im Osten, Meisenthal im Südosten, Soucht im Süden, Rahling im Westen sowie Bining im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Montbronn wurde 1150 als Mabrunnen erstmals erwähnt. Dies weist auf die zahlreichen Brunnen und Quellen in der Gemarkung hin, die Grundlage für die Vergangenheit Montbronns als Badeort waren, die erst im 19. Jahrhundert ihr Ende fand. Der ursprünglich als Lehen der Kirche von Verdun zu Zweibrücken-Bitsch gehörende Ort kam Mitte des 13. Jahrhunderts zu Hanau-Lichtenberg und somit 200 Jahre später zur Pfalz. 1557 wurde Montbronn protestantisch und zu einem Zentrum des Protestantismus im Bitscher Land. 1623 erfolgte die Abtretung des Ortes an Henriette, Nichte des Herzogs Henri II von Lothringen und Prinzessin von Lixheim. 1702 kehrte Montbronn zu Lothringen zurück, blieb aber als Enklave bis zur Französischen Revolution dem Bezirk Lixheim zugehörig. Von 1790 bis 1802 gehörte Montbronn zum nicht mehr bestehenden Kanton Lemberg, seither zum Kanton Rohrbach.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1649 1755 1791 1743 1698 1668 1671

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Cristallerie de Montbronn wurde im Jahr 1930 von Joseph Ferstler gegründet und ist auch heute noch in Familienbesitz. Sie fertigt aufwändig wertvolle Glasprodukte, mit denen sie auf allen wichtigen Messen der Welt vertreten ist.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Montbronn liegt an der Départementsstraße D 83a Enchenberg–Diemeringen und hat ein modernes und großzügiges Gemeindezentrum.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Haus eines Hufschmieds vom Ende des 18. Jahrhunderts mit einem prächtigen Türsturz aus einer Rahlinger Werkstätte.
  • Maison Salladin, um 1830 von der gleichnamigen Bildhauerfamilie erbaut, mit viel Skulpturenschmuck.

Weblinks[Bearbeiten]