Diemeringen

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Diemeringen
Wappen von Diemeringen
Diemeringen (Frankreich)
Diemeringen
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Drulingen
Koordinaten 48° 57′ N, 7° 11′ O48.9416666666677.1866666666667225Koordinaten: 48° 57′ N, 7° 11′ O
Höhe 222–329 m
Fläche 8,81 km²
Einwohner 1.635 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 186 Einw./km²
Postleitzahl 67430
INSEE-Code
Website http://www.diemeringen.fr/

Diemeringen ist eine französische Gemeinde im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Der Ort gehört zum Arrondissement Saverne und zum Kanton Drulingen. Diemeringen hat 1635 Einwohner (Stand 1. Januar 2011) auf 8,81 km² und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Communauté de communes d'Alsace Bossue.

Diemeringen liegt im Naturpark Nordvogesen (Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Herrschaft Diemeringen gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, das die Herrn von Finstringen damit belehnte. 1421 verpfändete Heinrich von Finstringen die Hälfte der Herrschaft (Burg, Vorburg und Stadt Diemeringen, Dehlingen, Butten, Völlerdingen und Weyer) für 4000 Gulden an Graf Philipp I. von Nassau-Saarbrücken (um 1368–1429).

Durch Erbgang wurde die Herrschaft am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts zwischen der Rheingrafschaft (als Grafen von Salm) und der Grafschaft Moers-Saarwerden geteilt. Um 1560 wurde durch Rheingraf Philipp Franz von Dhaun und Salm-Neufviller-sur-Moselle (1518–1561) und seinen Sohn Friedrich I. von Dhaun und Salm-Neuviller-sur-Moselle (1547–1608) die Reformation eingeführt.

Während der Kriege des siebzehnten Jahrhunderts wurde die Region stark verwüstet. Zwischen 1671 und 1673 wurden in der Herrschaft Diemeringen nach den Aufzeichnungen des Pfarrers Johann Andreas Keifflin (1638-1709) im Kirchenbuch mindestens zwölf Frauen und fünf Männer wegen Zauberei hingerichtet, eine beschuldigte Frau starb im Gefängnis[1].

Im achtzehnten Jahrhundert war die Herrschaft zwischen dem Fürstentum Salm-Salm, den Wild- und Rheingrafen zu Dhaun-Grumbach, zu Dhaun-Kyrburg und vom Stein geteilt.

1793 wurde Diemeringen, das bis dahin eine Exklave des Heiligen Römischen Reiches gebildet hatte, Teil der Französischen Republik.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 1133 1216 1294 1407 1542 1654 1671

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

protestantische Kirche Diemeringen
Synagoge Diemeringen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diemeringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Diemeringen auf der Website der Communauté de communes d'Alsace Bossue

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. August Stöber: Die Hexenprozesse im Elsaß. II. Aus dem ältesten Kirchenbuch der Pfarrei Diemeringen. In: Alsatia 1856-57, S. 265-338, bes. S. 335-338 (Online-Ressource, abgerufen am 28. Februar 2013). Johann Andreas Keifflin war 1665 bis 1674 Pfarrer in Diemeringen.