Nasser Al-Attiyah

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Nasser Al-Attiyah
Nasser Al-Attiyah (2011)
Nation KatarKatar Katar
Rallye-Weltmeisterschaft (WRC)
Erste Rallye Rallye Schweden 2004
Beifahrer ItalienItalien Giovanni Bernacchini
Team Citroën Total World Rally Team
Fahrzeug Citroën DS3 WRC
Rallyes Siege Podien WP
46 0 0 0
Meistertitel PWRC 2006
Punkte 1
Stand: Vor Rallye 2 von 13, Saison 2011
Intercontinental Rally Challenge (IRC)
Erste Rallye Rallye Argentinien 2010
Beifahrer ItalienItalien Giovanni Bernacchini
Team Barwa Rally Team
Fahrzeug Ford Fiesta Super 2000
Rallyes Siege Podien WP
3 1 1 6
Punkte 10
Stand: Nach Rallye 11 von 11, Saison 2011

Nasser Salih Nasser Abdullah Al-Attiyah (arabisch ‏ناصر صالح ناصر عبد الله العطية‎, DMG Nāṣir Ṣāliḥ Nāṣir ʿAbd Allāh al-ʿAṭṭīya; * 21. Dezember 1970 in Doha) ist ein katarischer Sportschütze und Rallyefahrer. 2011 konnte der Katarer gemeinsam mit dem Deutschen Timo Gottschalk die Autowertung der Rallye Dakar gewinnen. Im Skeetwettbewerb der Olympischen Sommerspiele 2012 gewann Al-Attiyah bei seiner fünften Olympiateilnahme die Bronzemedaille.

Karriere[Bearbeiten]

Rallye-Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

Al-Attiyah im Subaru Impreza WRX bei der Rallye Griechenland

Er stieg 1989 in den Rallyesport ein. Seit 2004 nimmt er an Läufen der Rallye-Weltmeisterschaft teil. 2006 gewann er dort die Produktionswagenklasse (PWRC) und siegte bei der Rallye Argentinien sowie bei der Rallye Griechenland in seiner Klasse.

In der Saison 2012 startete Al-Attiyah als dritter Werksfahrer für das Qatar World Rally Team mit einem Citroën DS3 WRC und belegte den 12. Rang der Gesamtwertung.[1] 2013 fuhr er für dasselbe Team, das nun mit dem Ford Fiesta RS WRC startete, insgesamt fünf Rennen und belegte den 11. Gesamtrang. Seine besten Ergebnisse waren drei 5. Plätze.

Ergebnisse WRC[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
2004 MonacoMonaco SchwedenSchweden MexikoMexiko NeuseelandNeuseeland Zypern RepublikRepublik Zypern GriechenlandGriechenland TurkeiTürkei ArgentinienArgentinien FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland JapanJapan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich ItalienItalien FrankreichFrankreich SpanienSpanien AustralienAustralien
DNS 32 DNF 20 DNS DNS DNS 14 DNS DNS DNS DNS DNS 22 DNS 13
2005 MonacoMonaco SchwedenSchweden MexikoMexiko NeuseelandNeuseeland ItalienItalien Zypern RepublikRepublik Zypern TurkeiTürkei GriechenlandGriechenland ArgentinienArgentinien FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich JapanJapan FrankreichFrankreich SpanienSpanien AustralienAustralien
DNS DNS DNS 16 DNS 18 16 DNS 17 DNS DNS 21 DNS DNS DNS 13
2006 MonacoMonaco SchwedenSchweden MexikoMexiko SpanienSpanien FrankreichFrankreich ArgentinienArgentinien ItalienItalien GriechenlandGriechenland DeutschlandDeutschland FinnlandFinnland JapanJapan Zypern RepublikRepublik Zypern TurkeiTürkei AustralienAustralien NeuseelandNeuseeland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
30 DNS 10 DNS DNS 15 DNS 17 DNS DNS DNS 19 DNS DNS 26 DNS
2007 MonacoMonaco SchwedenSchweden NorwegenNorwegen MexikoMexiko PortugalPortugal ArgentinienArgentinien ItalienItalien GriechenlandGriechenland FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland NeuseelandNeuseeland SpanienSpanien FrankreichFrankreich JapanJapan IrlandIrland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
DNS 27 DNS DNF DNS DNF DNS 19 DNS DNS DNS DNS DNS DNS 17 DNS
2008 MonacoMonaco SchwedenSchweden MexikoMexiko ArgentinienArgentinien JordanienJordanien ItalienItalien GriechenlandGriechenland TurkeiTürkei FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland NeuseelandNeuseeland SpanienSpanien FrankreichFrankreich JapanJapan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
DNS 40 DNS DNF DNS DNS DNF 23 DNS DNS DNS DNS DNS DNS DNF
2009 IrlandIrland NorwegenNorwegen Zypern RepublikRepublik Zypern PortugalPortugal ArgentinienArgentinien ItalienItalien GriechenlandGriechenland PolenPolen FinnlandFinnland AustralienAustralien SpanienSpanien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
DNS DNS 11 16 8 9 DSQ DNS DNS DNS DNS DNF
2010 SchwedenSchweden MexikoMexiko JordanienJordanien TurkeiTürkei NeuseelandNeuseeland PortugalPortugal BulgarienBulgarien FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland JapanJapan FrankreichFrankreich SpanienSpanien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
DNS DNF 18 DNS 13 25 DNS 29 DNS DNS DNS DNS DNS
2011 SchwedenSchweden MexikoMexiko PortugalPortugal JordanienJordanien ItalienItalien ArgentinienArgentinien GriechenlandGriechenland FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland AustralienAustralien FrankreichFrankreich SpanienSpanien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
DNS EX DNS DNF 11 DNS 16 DNS 16 DNS DNF 11 DNS
2012 MonacoMonaco SchwedenSchweden MexikoMexiko PortugalPortugal ArgentinienArgentinien GriechenlandGriechenland NeuseelandNeuseeland FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich FrankreichFrankreich ItalienItalien SpanienSpanien
DNS 21 6 4 9 DNF DNS DNS 8 10 DNF DNS DNS
2013 MonacoMonaco SchwedenSchweden MexikoMexiko PortugalPortugal ArgentinienArgentinien GriechenlandGriechenland ItalienItalien FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland AustralienAustralien FrankreichFrankreich SpanienSpanien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
DNS DNS 5 5 DNS 5 DNS DNS

Ergebnisse PWRC[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8
2004 SchwedenSchweden MexikoMexiko NeuseelandNeuseeland ArgentinienArgentinien DeutschlandDeutschland FrankreichFrankreich AustralienAustralien
7 DNF 7 3 DNS 7 5
2005 SchwedenSchweden NeuseelandNeuseeland Zypern RepublikRepublik Zypern TurkeiTürkei ArgentinienArgentinien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich JapanJapan AustralienAustralien
DNS 4 5 3 1 DNS 3 5
2006 MonacoMonaco MexikoMexiko ArgentinienArgentinien GriechenlandGriechenland JapanJapan Zypern RepublikRepublik Zypern AustralienAustralien NeuseelandNeuseeland
3 2 1 1 DNS 5 DNS 7
2007 SchwedenSchweden MexikoMexiko ArgentinienArgentinien GriechenlandGriechenland NeuseelandNeuseeland JapanJapan IrlandIrland Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
7 DNF DNF 5 DNS DNS 3 DNS
2008 SchwedenSchweden ArgentinienArgentinien GriechenlandGriechenland TurkeiTürkei FinnlandFinnland NeuseelandNeuseeland JapanJapan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
17 DNF DNF 10 DNS DNS DNS DNF
2009 NorwegenNorwegen Zypern RepublikRepublik Zypern PortugalPortugal ArgentinienArgentinien ItalienItalien GriechenlandGriechenland AustralienAustralien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
DNS 3 4 1 1 DNS DNS DNF

Ergebnisse SWRC[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
2010 SchwedenSchweden MexikoMexiko JordanienJordanien NeuseelandNeuseeland PortugalPortugal FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland JapanJapan FrankreichFrankreich Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich
DNS DNF 4 5 7 7 DNS DNS DNS DNS
2011 MexikoMexiko JordanienJordanien ItalienItalien GriechenlandGriechenland FinnlandFinnland DeutschlandDeutschland FrankreichFrankreich SpanienSpanien
EX DNF 4 6 DNS 2 DNF 2

Middle East Rally Championship[Bearbeiten]

2003 sowie von 2005 bis 2009 wurde er sechs Mal Meister in der FIA-Middle East Rally Championship (MERC). 2011 gewann er diese Meisterschaft zum siebten Mal.

Rallye Raid[Bearbeiten]

2008 wurde er Rallye Raid-Weltmeister. Sein Co-Pilot war zu dem Zeitpunkt Chris Patterson.

Rallye Dakar[Bearbeiten]

Al-Attiyah nimmt seit 2004 an der Rallye Dakar teil. 2007 konnte er im BMW X3 vom X-Raid-Team eine Etappe gewinnen und wurde Sechster in der Gesamtwertung. Bei der Rallye Dakar 2009 gelangen ihm mit Co-Pilotin Tina Thörner zwei Etappensiege, jedoch wurde er nach der sechsten Etappe in Führung liegend disqualifiziert, da er zur Schonung seines beschädigten Fahrzeugs eine andere Route als vorgegeben fuhr und damit zu viele Kontrollpunkte verpasste.

Im selben Jahr erfolgte ein Wechsel in das Volkswagen Motorsport Team. Im Race Touareg 2 belegte er bei der Seidenstraßen-Rallye und der Rally dos Sertoes jeweils den zweiten Platz. Sein Co-Pilot war der Deutsche Timo Gottschalk.

Im Jahr 2010 nahm er für Volkswagen Motorsport mit einem VW Scirocco GT24 CNG mit Erdgasantrieb am ADAC-24-Stunden-Rennen am Nürburgring teil.

Bei der Rallye Dakar 2010 wurde er Zweiter mit 2:12 Minuten Rückstand auf Carlos Sainz.[2]

Bei der Rallye Dakar 2011 wurde er Erster mit 49:41 Minuten Vorsprung vor dem südafrikanisch-deutschen Duo Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz.

2012 musste er, diesmal mit dem Spanier Lucas Cruz als Beifahrer, auf der neunten Etappe wegen technischer Probleme an seinem Hummer aufgeben.

2013 fuhr Al-Attiyah für das neu gegründete Qatar Red Bull Rally Team, das auch Carlos Sainz verpflichtet hatte, einen Buggy von Demon Jefferies. Nach dem Gewinn von drei Etappen schied er in der neunten Etappe wegen eines Motorschadens aus.

Wurfscheibenschießen[Bearbeiten]

Nasser Al-Attiyah nimmt seit 1996 bei den Olympischen Spielen beim Wurfscheibenschießen in der Disziplin Skeet teil. Bei den Olympischen Spielen 2004 wurde er Vierter im Stechen um Bronze gegen Juan Miguel Rodriguez und verpasste nur knapp eine Medaille. Bei den Olympischen Spielen 2000 belegt er den sechsten Platz.

Bei den Asienspielen 2002 gewann er Gold in der Teamwertung. 2008 erreichte er Bronze im Einzel und wieder Gold in der Teamwertung. 2012 sicherte sich Nasser bei den Asien-Meisterschaften in Doha einen Olympia-Startplatz für London 2012 im Skeet und egalisierte dabei den Weltrekord von 150 abgeschossenen Tontauben.

Bei den Olympischen 2012 in London gewann er im Stechen des Skeet-Wettbewerbes die Bronzemedaille gegen den russischen Schützen Waleri Schomin.[3] Es ist die dritte olympische Medaille für Katar nach der Bronzemedaille von Mohamed Suleiman beim 1500-Meter-Lauf in der Leichtathletik bei den olympischen Spielen 1992 in Barcelona und der Bronzemedaille seines Landsmannes Said Saif Asaad bei den olympischen Spielen 2000 in Sydney im Gewichtheben.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nasser Al-Attiyah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Al-Attiyah mit Citroën-Cockpit (Rallye-Magazin.de am 16. Dezember 2011)
  2. Ergebnisliste der Dakar 2010
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUS-Amerikaner Hancock holt Gold im Skeet. ARD, 31. Juli 2012, abgerufen am 31. Juli 2012 (deutsch).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAl-Attiyah holt Olympia-Bronze im Tontaubenschießen. motorsport-total.com, 31. Juli 2012, abgerufen am 2. August 2012 (deutsch).