Paolo Maldini

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Paolo Maldini

Paolo Maldini, Rekordspieler des AC Mailand

Spielerinformationen
Voller Name Paolo Cesare Maldini
Geburtstag 26. Juni 1968
Geburtsort MailandItalien
Größe 186 cm
Position Abwehrspieler
Vereine in der Jugend
1978–1985 AC Mailand
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1984–2009 AC Mailand 647 (30)
Nationalmannschaft
1986–1988
1988–2002
Italien U-21
Italien
12 0(5)
126 0(7)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Paolo Cesare Maldini (* 26. Juni 1968 in Mailand) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler auf der Position des Abwehrspielers. Er spielte von 1984 bis 2009 für den italienischen Serie A-Verein AC Mailand.

Karriere[Bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten]

Paolo Maldini (1993)

Der Sohn des ehemaligen italienischen Fußballspielers und Fußballtrainers Cesare Maldini spielte ab seinem 10. Lebensjahr für den italienischen Traditionsklub AC Mailand. In der Saison 1984/85 gab Maldini sein Serie-A-Debüt am 20. Januar 1985 beim Spiel des AC Mailand gegen Udinese Calcio. Maldini wurde in diesem Spiel zur Halbzeit für den verletzten Sergio Battistini eingewechselt. Während der Saison 1984/85 absolvierte Maldini ein Spiel in der italienischen Liga.

In der Saison 1985/86 wurde Maldini zum Stammspieler beim AC Mailand. Er wurde seitdem zumeist als Innenverteidiger oder linker Außenverteidiger eingesetzt. Der Scudetto in der Saison 1987/88 war der erste Titel, den Maldini mit seinem Club gewann. Ab Ende der 1980er Jahre spielte Maldini beim AC Mailand an der Seite von Franco Baresi, Marco van Basten, Roberto Donadoni, Ruud Gullit und Frank Rijkaard. Seitdem hat Maldini mit dem AC Mailand zahlreiche nationale und internationale Titel gewonnen. Bislang war Maldini mit dem AC Mailand sieben Mal italienischer Meister, einmal italienischer Pokalsieger und fünf Mal Gewinner der Supercoppa Italiana. Darüber hinausgehend gewann Maldini mit seinem Club zwei Mal den Europapokal der Landesmeister, drei Mal die Champions League, fünf Mal den UEFA Super Cup, zwei Mal den Weltpokal und ein Mal die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft.

Maldini 2008

Im Jahr 1994 wurde Maldini, der mit seinem Verein im selben Jahr den Scudetto und die UEFA Champions League gewann, vom World Soccer-Magazin zum Spieler des Jahres gewählt. Er ist der erste Abwehrspieler, dem diese Auszeichnung verliehen wurde. Nach dem Karriereende von Franco Baresi zum Saisonende 1996/97 war Maldini Mannschaftskapitän des AC Mailand. Am 11. März 2007 bestritt Maldini im Stadtderby gegen Inter Mailand seinen 600. Serie-A-Einsatz. Er ist von seinen Einsätzen her Rekordspieler der Serie A. Sein letztes Spiel, zugleich das 902. im Trikot der Mailänder, bestritt er am 31. Mai 2009 auswärts gegen den AC Florenz (2:0-Sieg).

Am 16. Dezember 2007 gab Maldini im Rahmen der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft in Yokohama bekannt, 2008 seine Karriere beenden zu wollen,[1] revidierte seinen Entschluss aber zwei Tage nach dem Ausscheiden des AC Mailand im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Arsenal am 7. März 2008 und verlängerte seinen Vertrag bei Mailand bis zum 30. Juni 2009. Am 17. April 2009 gab Maldini schließlich bekannt, dass er seinen Vertrag beim AC Mailand nicht erneut verlängern werde und beendete seine Karriere am Ende der Saison 2008/09. Er ließ außerdem verlauten, dass er weiterhin im Fußballgeschäft tätig sein wolle, jedoch nicht als Trainer.[2]

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Maldini gab am 31. März 1988 unter Azeglio Vicini beim 1:1-Unentschieden gegen Jugoslawien sein Debüt in der italienischen Nationalmannschaft. Er war von 1994 bis 2002 Kapitän seines Landes und mit 126 Länderspielen bis 2009, als ihn Fabio Cannavaro ablöste, Rekordnationalspieler Italiens.

Höhepunkte in Maldinis internationaler Karriere waren die Finalteilnahmen bei der WM 1994 (Niederlage gegen Brasilien) und der EM 2000 (Niederlage gegen Frankreich). Bei der WM 1990 im eigenen Land scheiterte Italien im Halbfinale an Argentinien und beendete das Turnier auf Rang drei. Insgesamt nahm Maldini mit Italien an vier Fußball-Weltmeisterschaften (1990, 1994, 1998, 2002) und drei Fußball-Europameisterschaften (1988, 1996, 2000) teil.

In den Jahren 1996 bis 1998 spielte Maldini unter seinem Vater Cesare Maldini in der italienischen Nationalmannschaft. Nach dem glücklosen Verlauf der WM 2002 für Italien (Italien scheiterte im Achtelfinale an Südkorea) trat Maldini aus dem Nationalteam zurück. Die Rückkehr in die italienische Nationalmannschaft zur EM 2004 und zur WM 2006 lehnte er jeweils ab.

Erfolge[Bearbeiten]

Als Nationalspieler

Mit dem Verein

Persönliche Auszeichnungen

Leistungen[Bearbeiten]

  • Maldini stand achtmal (1989, 1990, 1993–1995, 2003, 2005, 2007) in den Finals des Europapokals der Landesmeister bzw. der UEFA Champions League. Er hält damit zusammen mit Francisco Gento den Rekord an Finalteilnahmen in diesem Europapokalwettbewerb. Gento bestritt insgesamt noch ein Europapokalfinale mehr, da er 1971 auch im Europapokal der Pokalsieger das Finale erreichte.
  • In der Champions-League-Saison 2002/03 stellte er mit 19 Spielen den Rekord für die meisten Einsätze in einer Spielzeit auf.
  • Maldini ist der Spieler mit der längsten Einsatzdauer bei Fußball-Weltmeisterschaften (2217 Minuten).
  • Nach seinem Ausscheiden als Fußballspieler beim AC Mailand soll die Rückennummer von Maldini („3“) nicht mehr an einen anderen Spieler vergeben werden, es sei denn, einer der Söhne von Maldini wird Profispieler beim AC Mailand.

Leben[Bearbeiten]

Maldini hat fünf Geschwister. Er ist verheiratet (seine Frau Adriana ist Ex-Model) und hat zwei Söhne. Sein Privatleben schirmt er ab; er lebt zurückgezogen in Mailand. Er modelt gelegentlich für Bekleidung (Armani, Versace, Hennes & Mauritz).[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paolo Maldini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Maldini macht Schluss – Artikel auf www.kicker.de vom 16. Dezember 2007
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMilan-Star Maldini setzt den Karriere-Schlusspunkt. www.focus.de, 17. April 2009, abgerufen am 17. April 2009.
  3. zeit.de 2010