MGM-29 Sergeant

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Sergeant im Flug

Die MGM-29 Sergeant war eine amerikanische Kurzstreckenrakete, mit der kurzzeitig auch die Korpsartillerie der Bundeswehr ausgerüstet war. Die Rakete hatte einen Startschub von 200 kN (20.400 kg), eine Startmasse von 4.530 kg, einen Durchmesser von 0,79 m, eine Länge von 10,52 m und eine Flossenspannweite von 1,80 m. Der mit einem Atomsprengkopf bestückbare Flugkörper wurde mit Feststofftreibstoff angetrieben und hatte eine Reichweite von bis zu 140 km.

Außer Dienst gestellte Sergeant-Raketen wurden auch in Kombination mit zusätzlichen Oberstufen als zivile und militärische Höhenforschungsraketen eingesetzt. Der Raketenmotor der Sergeant wurde in den zivilen Castor-Raketenmotor weiterentwickelt, der in einer ganzen Reihe von Raumfahrtprojekten verwendet wurde.

[Bearbeiten] Stationierung der Sergeant-Rakete in der Bundesrepublik Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland waren während des Kalten Krieges vier Raketenartilleriebataillone (RakArtBtl) der Bundeswehr zwischen 1965 und 1977 an verschiedenen Standorten mit Sergeant-Kurzstreckenraketen ausgerüstet. Diese Bataillone, die in das NATO-Konzept der „nuklearen Teilhabe“ direkt eingebunden waren, verteilten sich zwischen Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg folgendermaßen:

Die Verfügungsgewalt über die in speziell befestigten sogenannten Sondermunitionslagern (Special Ammunition Sites) deponierten Nuklearsprengköpfe lag innerhalb der NATO bei den USA, und wurde bei den einzelnen Einheiten durch Artillery und Ordnance Detachments der US Army wahrgenommen.

Im Jahr 1976 wurden an allen vier Standorten die Sergeant-Systeme durch ebenfalls atomar bestückbare Lance-Kurzstreckenraketen abgelöst.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: MGM-29 Sergeant – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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