Stephanitag
Der Stephanitag, auch Stephanstag, selten Stephanus-Tag, als Feiertag in Österreich auch in der Schreibweise Stefanitag, wird seit dem 5. Jahrhundert am 26. Dezember in Erinnerung an das Martyrium des heiligen Stephanus begangen. Fällt der 26. Dezember auf einen Sonntag, entfällt in der katholischen Kirche das Fest des heiligen Stephanus zu Gunsten des Festes der Heiligen Familie, ausgenommen in der Erzdiözese Wien, wo stets das Fest des Diözesanpatrons Stephanus gefeiert wird.
Behandlung des Tages in den verschiedenen Glaubensgemeinschaften [Bearbeiten]
In römisch-katholisch geprägten Gegenden existierten bis weit in das 20. Jahrhundert zahlreiche Bräuche, die am 26. Dezember auf die Person des Heiligen, dessen (überlieferte) Biographie und insbesondere dessen Todesumstände Bezug nehmen. So etwa das „Stephanus-Steinigen“, das bestimmte Trinkrituale vor allem der männlichen Bevölkerung nach dem Kirchgang bezeichnet. Zum Teil werden diese Bräuche in reduzierter Form auch noch im 21. Jahrhundert gepflegt.
Auch die evangelische Agende sieht die Feier des Stephanstages am 26. Dezember vor. Dies wird aber in der Regel nicht wahrgenommen und das Datum wird als 2. Weihnachtsfeiertag begangen. In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wird seit dem Jahr 2007 am Tag des Erz-Märtyrers Stephanus (26. Dezember) der „Gebetstag für verfolgte Christen“ gefeiert.
In der griechisch-orthodoxen Kirche wird der Stephanus-Tag am 27. Dezember begangen.
Andere Länder [Bearbeiten]
In Irland ist der zweite Weihnachtstag ein gesetzlicher Feiertag und wird auf Englisch St. Stephen's Day genannt. Auf Irisch heißt er entweder Lá Fhéile Stiofáin (Tag der Stephansfeier) oder Lá an Dreoilín (Tag des Zaunkönigs/Schneekönigs).