Terauchi Masatake

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Terauchi Masatake (1906)

Terauchi Masatake (jap. 寺内 正毅; * 5. Februar 1852 im Lehen Chōshū (heute: Präfektur Yamaguchi); † 3. November 1919) war ein japanischer Soldat und Politiker und der 18. Premierminister Japans vom 9. Oktober 1916 bis zum 29. September 1918.

Leben[Bearbeiten]

Als junger Samurai kämpfte er 1868 im Boshin-Krieg gegen das Bakufu. Nachdem er zur militärischen Ausbildung nach Frankreich geschickt wurde, durchschritt er verschiedene, wichtige militärische Posten in der japanischen Armee und wurde im Jahr 1901 zum Heeresminister ernannt. In diesem Amt half er mit, den russisch-japanischen Krieg (1904–1905) zu gewinnen.

Im Mai 1910 wurde Terauchi der dritte und letzte Generalresident von Korea und mit der Annexion Koreas als japanische Provinz am 22. August 1910 wurde er erster Generalgouverneur der Provinz Chōsen.[1][2]

Während des Ersten Weltkriegs wurde er am 16. Juni 1916 zum Generalfeldmarschall (Gensui) ernannt und im Oktober zum Premierminister von Japan. Er erklärte, in die russische Revolution eingreifen zu wollen, indem er japanische Truppen nach Sibirien schicken würde (Sibirische Intervention). Im Jahr 1918 trat er jedoch wegen der landesweiten Reisunruhen von seinem Amt zurück.

Familie[Bearbeiten]

Sein Sohn Terauchi Hisaichi wurde ebenfalls zum Gensui ernannt, allerdings im Pazifikkrieg.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Djun Kil Kim (2005): The History of Korea. Westport, Connecticut: Greenwood Press. ISBN 0313332967, Seite 125 (englisch).
  2. Count Terauchi Masatake. Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 28. Mai 2013 (englisch).
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Terauchi der Familienname, Masatake der Vorname.