Ternitz
| Ternitz | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Neunkirchen | |
| Kfz-Kennzeichen: | NK | |
| Fläche: | 65,38 km² | |
| Koordinaten: | 47° 43′ N, 16° 2′ O47.71666666666716.033333333333393Koordinaten: 47° 43′ 0″ N, 16° 2′ 0″ O | |
| Höhe: | 393 m ü. A. | |
| Einwohner: | 14.831 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 226,84 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 2620, 2630, 2631, 2632, 2732, 2733, 2734 | |
| Vorwahl: | 02630 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 18 39 | |
| NUTS-Region | AT122 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hans-Czettel-Platz 1 2630 Ternitz |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Rupert Dworak (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2010) (37 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Ternitz im Bezirk Neunkirchen | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Ternitz ist eine Stadtgemeinde mit 14.831 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Ternitz liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 65,32 Quadratkilometer. 56,38 Prozent der Fläche sind bewaldet.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
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Gliederung
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[Bearbeiten] Angrenzende Gemeinden
| Puchberg am Schneeberg | Schrattenbach | Würflach |
| Bürg-Vöstenhof, Prigglitz | Neunkirchen | |
| Buchbach, Enzenreith | Grafenbach-Sankt Valentin | Wimpassing im Schwarzatale, Wartmannstetten |
[Bearbeiten] Geschichte
Der Name „Ternitz“ wird 1352 das erste Mal als Flurname urkundlich erwähnt. Das Zentrum des heutigen Ternitz dürfte schon im Mittelalter dicht besiedelt gewesen sein, allerdings verödete es im Laufe der Jahrhunderte. Aufschwung kam erst wieder im 19. Jahrhundert durch die Verlängerung der Südbahn 1842 (Bahnhof Ternitz 1847) und durch die Errichtung eines Hammerwerkes 1846 durch Franz Müller. 1862 kaufte Alexander von Schoeller die Fabrik vom damaligen Besitzer Reichenbach und gründete vier Jahre später die Ternitzer Eisen- und Stahlwerke. Durch die Ansiedelung der Stahlindustrie entstanden Arbeitersiedlungen und die Bevölkerung wuchs stetig, bald arbeiteten über 1000 Menschen im Werk. Das Ternitzer Siedlungsgebiet lag auf den Gebieten der Gemeinden St. Johann am Steinfeld, Dunkelstein und Rohrbach am Steinfeld. 1923 erfolgt die Zusammenlegung dieser drei Orte zur Gemeinde Ternitz. 1948 wird Ternitz zur Stadt erhoben. 1969 vereinigten sich die Gemeinden Flatz und Sieding mit Ternitz und 1971 erfolgt die Zusammenlegung der Gemeinden Pottschach und Raglitz mit der Stadtgemeinde Ternitz.
[Bearbeiten] Bevölkerung
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten] Religion
Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 62,6 % der Einwohner römisch-katholisch und 4,6 % evangelisch. 9,4 % sind Muslime, 0,6 % gehören orthodoxen Kirchen an. 20,5 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.
Es gibt eine evangelische Gemeinde Ternitz sowie die römisch-katholischen Pfarren Ternitz, Dunkelstein, Sieding, St. Johann, St. Lorenzen und Pottschach. Außerdem gehören Teile der Gemeinde zu den Pfarren St. Valentin-Landschach und Wimpassing im Schwarzatale.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 37 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist Rupert Dworak (SPÖ). Er betreut zudem die Ressorts Koordination der Geschäftsgruppen, Personalwesen, Sport, Sicherheitspolizei, Katastrophenhilfe. Amtsleiter ist Helmut Million.
Liste der Bürgermeister von Ternitz:
| Amtszeit | Name |
|---|---|
| 1923-1932 | Josef Wochesländer |
| 1932-1934 | Johann Wegscheider |
| 1934-1934 | Lorenz Reiterer (Gemeindewalter) |
| 1934-1938 | Josef Spieß |
| 1938-1938 | Josef Scherz (kommissionell) |
| 1938-1944 | Anton Raaber |
| 1944-1945 | Andreas Schwarzer |
| 1945-1945 | Johann Brenner |
| 1945-1945 | Franz Paar |
| 1945-1956 | Franz Dinhobl |
| 1956-1965 | Johann Wegscheider |
| 1965-1973 | Karl Holoubek |
| 1973-1974 | Robert Binder |
| 1974-1993 | Franz Samwald |
| 1993-2004 | Werner Feurer |
| 2004-heute | Rupert Dworak |
[Bearbeiten] Vizebürgermeister
Vizebürgermeister ist Karl Reiterer (SPÖ). Er betreut die Ressorts Abwasser- und Müllbeseitigung, Städt. Bauhof, Park- und Gartenanlagen, Fuhrpark, Erlebnisparkbad, Ortsbildpflege.
[Bearbeiten] Stadträte
SPÖ 6
ÖVP 1
FPÖ 1
Johann Fuchs, SPÖ
Feuerwehrwesen, Straßenbau, Brücken, Schutzwasserbau, Erhaltung land- und forstwirtschaftlicher Wege, Straßenreinigung, Schneeräumung, öff.Beleuchtung
Nicole Haberler, SPÖ
Raumordnung und Raumplanung, Bauamt, Neubauten der Gemeinde im Hochbau
Andrea Reisenbauer, SPÖ
Schulwesen, Horte, Jugendverkehrserziehung, Volkshochschule, Studienbeihilfen, Musikschule, Ferienspiel
Christian Samwald, SPÖ
Liegenschaftsverwaltung, Förderung von Handel, Gewerbe und Industrie, Stadtmarketing, Fremdenverkehr, Umweltschutz, Jugendamt, Beschaffungswesen
Peter Spicker, SPÖ
Kulturwesen, Kulturs, Finanz- und Vermögensverwaltung, Stadthalle, Kulturhäuser, Bücherei, Museen, Saunaanlage, Mehrzwecksporthalle
Franz Stix, SPÖ
Fürsorge- und Gesundheitswesen, Kindergärten, Soziale Wohlfahrt, EDV
Trude Waitzbauer, ÖVP
Wohn- und Geschäftsgebäude, Amtsgebäude, Rathaus, Marktpolizeiliche Angelegenheiten, Land- und forstwirtschaftlicher Wegebau, Markt am Petersberg
Franz Schnell, FPÖ
Landwirtschaftswesen, Gewerbe-, Markt und Lebensmittelpolizei, Veterinärangelegenheiten, Friedhöfe, Förderung Land- und Forstwirtschaft, Flurpolizei
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Ternitz ist gut an wichtige Verkehrsrouten angeschlossen. Ternitz liegt an der B17 Wiener Neustädter Straße und auch von der S6 Semmering Schnellstraße Abfahrt Neunkirchen ist die Gemeinde schnell erreichbar.
Ternitz liegt an der Südbahn und ist durch den Bahnhof Ternitz und die Haltestelle Pottschach an den Verkehr von Regionalzügen in Richtung Mürzzuschlag und Wien angebunden.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Im Jahr 2001 gab es 484 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und 168 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Es gab 6383 Erwerbstätige am Wohnort bei der Volkszählung 2001. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,19 Prozent.
[Bearbeiten] Bildung
[Bearbeiten] Kindergärten
- NÖ Landeskindergarten Ternitz-Stadtzentrum
- NÖ Landeskindergarten Ternitz-Grundackergasse
- NÖ Landeskindergarten Ternitz-Raglitz
- NÖ Landeskindergarten Ternitz-Dunkelstein
- NÖ Landeskindergarten Ternitz-Pottschach
- NÖ Landeskindergarten Ternitz-Sonnwendgasse
- Pfarrkindergarten Pottschach
[Bearbeiten] Volksschulen
- Volksschule Ternitz I (Stapfgasse)
- Volksschule Ternitz II (Dunkelstein)
- Volksschule St. Lorenzen
- Dr. Adolf Schärf Volksschule Pottschach
- Volksschule Kreuzäckergasse
[Bearbeiten] Hauptschulen
- Dr. Karl Renner-Hauptschule Ternitz
- Neue Mittelschule - HS Pottschach
[Bearbeiten] Allgemein Bildenende Höhere Schule
[Bearbeiten] Sonderschule
- Allgemeine Sonderschule Ternitz
[Bearbeiten] Polytechnische Schule
- Polytechnische Schule Ternitz
[Bearbeiten] Musikschule
- Regionalmusikschule Ternitz mit Außenstellen in den VS Stapfgasse, Pottschach, St. Lorenzen, Grafenbach, im Amtshaus Sieding und in der ehemaligen VS Penk
[Bearbeiten] Volkshochschule
- Volkshochschule Bildungszentrum Ternitz
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Töchter und Söhne der Stadt
- Johann Georg Hauer (1853–1905), Doktor der Philosophie und Mundart-Heimatdichter
- Ernst Winkler (1886–1974), bekannt als Goldfüllfederkönig, Hochstapler
- Kurt Ingerl (1935–1999), Bildhauer („Die geschnürte Frau“)
- Karl Spiehs (* 1931), Produzent von Filmkomödien, Unterhaltungsfilmen und Fernsehserien
- Ferry Graf (* 1931), finnischer Sänger und Vertreter Österreichs beim Grand Prix 1959
- Rudolf Taschner (* 1953), Mathematiker
[Bearbeiten] Personen, die in Ternitz gewirkt haben
- Wolfgang Schmeltzl (1500/05–1564), Komponist und Dichter, von 1554 bis 1564 Pfarrer im heutigen Stadtteil Sankt Lorenzen am Steinfeld
- Paul Kupelwieser (1843–1919), Generaldirektor der Eisen- und Stahlwerke
- Hans Czettel (1923–1980), Abgeordneter zum Nationalrat von 1953 bis 1969, Bundesminister des Innern von 1964 bis 1966 und stellvertretender Landeshauptmann von 1969 bis 1980
[Bearbeiten] Literatur
- Ernő Deák: Ternitz. In: Othmar Pickl, Alfred Hoffmann (Hrsg.): Österreichisches Städtebuch. Teil 4: Friederike Goldmann (Red.): Die Städte Niederösterreichs. Band 3: R – Z. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1982, ISBN 3-7001-0459-6, S. 133–145.
- René Harather: Die Geschichte der Region und Stadt Ternitz von den Anfängen bis zur Gegenwart. Unter besonderer Berücksichtigung sozialgeschichtlicher Aspekte. Stadtgemeinde Ternitz, Ternitz 1998.
- René Harather: Unser Ternitz. Zum 650. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung. Fotografien von Christian Handl. Heimat-Verlag, Schwarzach u. a. 2002.
- Elisabeth Schober: Schulen der Stadt Ternitz. Versuch einer narrativen Studie aus dem Bereich der Schulgeschichte. Wien 1991, (Diplomarbeit Univ. Wien 1991).
- Dieter Steindl: Regesten der hochmittelalterlichen Nennungen auf dem Gebiet der Stadtgemeinde Ternitz und ihrer Katastralgemeinden. Wien 1997, (Diplomarbeit Univ. Wien 1997).
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Stadtgemeinde Ternitz
- Forschung Burg Dunkelstein
- Gemeindedaten von Ternitz. In: Statistik Austria.
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