Will Ferrell

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Will Ferrell bei der australischen Filmpremiere von Die Qual der Wahl im August 2012

John ‚Will‘ William Ferrell (* 16. Juli 1967 in Irvine, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Filmschauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Sein Interesse an der Schauspielerei entdeckte er während seiner Schulzeit an der University High School in Irvine (Kalifornien). Bei seinen täglichen Morgenansagen über das Lautsprechersystem seiner Schule schlüpfte er in verschiedene Rollen, indem er jeweils seine Stimme verfremdete. Er entwickelte sein schauspielerisches Handwerk als Mitglied einer Los Angeles Comedy/Improvisations-Gruppe The Groundlings, durch die auch Mitglieder wie Ana Gasteyer, Maya Rudolph und auch spätere Saturday Night Live-Schauspieler wie Laraine Newman, Jon Lovitz und Phil Hartman ihre Karrieren begründeten. Dort lernte er auch Chris Kattan kennen. Die beiden wurden gute Freunde und traten später gemeinsam dem Saturday Night Live-Ensemble bei. Will Ferrell trat während seiner Zeit bei The Groundlings auch bei Fernsehsendungen wie Strangers with Candy, Grace und Living Single auf.

Von 1995 bis 2002 spielte er in der Comedy-Show Saturday Night Live und ist eines der wenigen Mitglieder, das je für diese Show für einen Emmy (für seine Rolle als George W. Bush während der US-Präsidentschaftswahlen 2000) nominiert wurde. In dieser Zeit spielte er meist in Nebenrollen in zahlreichen Komödien mit. Erst 2003 konnte er sich mit der Fantasy-Komödie Buddy – Der Weihnachtself durchsetzen.

2009 wurde von Home Box Office die von ihm produzierte Fernsehserie Eastbound & Down ausgestrahlt, in der er für zwei Episoden auch eine Rolle übernahm. In einer Sondersendung von Abenteuer Survival, die erstmals am 2. Juni 2009 ausgestrahlt wurde, begleitete Will Ferrell Moderator Bear Grylls zu einer Survival-Unternehmung nach Nordschweden. Außerdem ist Ferrell Mitbegründer der Comedy-Webseite funnyordie.com.

Gegenwärtig gehört Ferrell laut dem amerikanischen Forbes Magazine zu den am besten verdienenden männlichen Schauspielern in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 31 Mio. US-Dollar und rangiert damit hinter Will Smith, Johnny Depp, Eddie Murphy, Mike Myers, Leonardo DiCaprio, Bruce Willis, Ben Stiller, Adam Sandler und Nicolas Cage auf Platz zehn.[1]

Seit dem 12. August 2000 ist er mit der schwedischen Schauspielerin Viveca Paulin verheiratet. Das Paar hat drei Söhne.

Frat Pack[Bearbeiten]

Der Name Frat Pack ist eine Anspielung auf das legendäre Rat Pack (Ratten-Rudel/Schurken-Rudel), dem Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis, Jr., Joey Bishop, und Peter Lawford angehörten (siehe auch Brat Pack). Dabei steht das Frat als Abkürzung für die amerikanischen Fraternities, die so oft portraitierten College-Verbindungen. Der Begriff manifestierte sich nach dem Film Old School.

Will Ferrell ist Teil dieser inoffiziellen Frat Pack-Truppe, zu der auch Ben Stiller, Owen Wilson, Luke Wilson, Vince Vaughn, Steve Coogan und Jack Black gehören. Diese Gruppe von Schauspielern hat in verschiedenen Konstellationen bereits zahlreiche Male und bei diversen Projekten wie Filmen, Shows und Awardshows zusammengearbeitet. Als Ferrells erste offizielle Verbindung zum Frat Pack kann der 2001 erschienene Film Zoolander angesehen werden, bei dem Ben Stiller die Hauptrolle spielte und auch Regie führte. Owen Wilson spielte darin Zoolanders Model-Rivalen, und Vince Vaughn war in einem Cameo-Auftritt zu sehen. Will Ferrell spielte den Bösewicht „Mugato“.

Ferrells Frat Pack-Filmografie beinhaltet Zoolander, Old School – Wir lassen absolut nichts anbrennen, Starsky & Hutch, Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy und Die Hochzeits-Crasher.

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

  • Will Ferrell leiht seine Stimme immer wieder Zeichentrick-Figuren, wie in der Fernsehserie The Oblongs (Stimme des arm- und beinlosen Vaters der Familie) und für den Film Curious George (als Ted/Mann im gelben Hut).
  • Am 14. März 2006 wurde Will Ferrell auf der Website von iNewswire.com in einer (schlecht verfassten) gefälschten Pressemitteilung für tot erklärt. Die Mitteilung besagte, dass Will Ferrell bei einem Paraglidingunfall verstorben sei.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Johnson, Wesley: Hollywood's Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Will Ferrell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien