24-Stunden-Rennen von Le Mans 1929

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Die Startaufstellung
Der Tracta A Le Mans mit der Startnummer 27, gefahren von Jean-Albert Grégoire und Fernand Vallon, Zweiter der Klasse bis 1,1-Liter-Hubraum

Das siebte 24-Stunden-Rennen von Le Mans, der 7e Grand Prix d’Endurance les 24 Heures du Mans, auch 7emes Grand Prix d'Endurance les 24 Heures du Mans, Circuit Permanenthe de la Sarthe, fand vom 15. bis 16. Juni 1929 auf dem Circuit des 24 Heures statt.

Das Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals seit dem Eröffnungsrennen 1923 wurde die Strecke adaptiert. Die Kurve von Pontlieue wurde durch einen neuen Streckenteil ersetzt und dadurch die Streckenlänge auf 16,340 km verkürzt.

Favoriten auf den Gesamtsieg waren erneut die Werkswagen von Bentley, die das Rennen in den letzten beiden Jahren gewonnen hatten. Woolf Barnato und Tim Birkin fuhren den neuen 6-Zylinder-Bentley, den Speed Six. Ernsthafte Konkurrenz erwuchs den britischen Wagen wie 1928 von den amerikanischen Stutz und Chrysler, die jedoch von französischen Teams eingesetzt wurden. Dazu kamen ein 5,3-Liter-Du Pont sowie diverse Privatteams. Das Gastgeberland war vor allem durch Tracta vertreten.

Von Beginn an bestimmten die Bentleys das Tempo. Nur die Stutz konnten den britischen Werkswagen folgen. Bereits am Samstagabend hatten diese Fahrzeuge das gesamte restliche Feld mindestens einmal überrundet. Nach einer ruhigen Nacht wurde bald klar, dass die Bentleys nicht zu schlagen waren. Die britische Presse konnte am Ende einen Bentley-Vierfachsieg feiern. Barnato gewann sein zweites 24-Stunden-Rennen in Folge und Tim Birkin sein erstes. Der siegreiche Speed Six sicherte sich auch die Indexwertung und den Sieg in der höchsten Hubraumklasse, sodass Barnato und Birkin bei der Siegerehrung gleich jeweils drei Preise entgegennehmen durften.

In den letzten Runden formierten sich die führenden Werks-Bentleys, um knapp hintereinander die Ziellinie zu überfahren. Damit wurde von den „Bentley Boys“ ein Prozedere eingeführt, das auch heute noch von den jeweiligen Teams beim Zieleinlauf praktiziert wird.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Piloten nach Nationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik 27 Franzosen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 21 Briten Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten 1 US-Amerikaner MonacoMonaco 1 Monegasse

Schlussklassement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pos. Klasse Nr. Team Fahrer Chassis Motor Reifen Runden
1 8.0 1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Woolf Barnato
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tim Birkin
Bentley Speed Six Old Number One Bentley 6.6L I6 174
2 5.0 9 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jack Dunfee
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Glen Kidston
Bentley 4,5 Litre Bentley 4.4L I4 167
3 5.0 10 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dudley Benjafield
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik André d’Erlanger
Bentley 4,5 Litre Bentley 4.4L I4 159
4 5.0 8 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Frank Clement
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Jean Chassagne
Bentley 4,5 Litre Bentley 4.4L I4 156
5 8.0 5 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Stutz Motor Company Paris Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Guy Bouriat
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Philippe de Rothschild
Stutz DV32 Stutz 5.3L Supercharged I8 153
6 5.0 14 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Chrysler France Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Henri Stoffel
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Robert Benoist
Chrysler 75 Chrysler 4.1L I6 152
7 5.0 15 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Chrysler France Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Cyril de Vère
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Marcel Mongin
Chrysler 77 Chrysler 4.1L I6 149
8 1.5 21 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lea-Francis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Kenneth Peacock
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sammy Newsome
Lea-Francis Hyper TT Meadows 1.5L Supercharged I4 135
9 1.1 26 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Pierre Fenaille Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Louis Balart
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Louis Debeugny
Tracta A Le Mans S.C.A.P 1.0L Supercharged I4 128
10 1.1 27 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Pierre Fenaille Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Jean-Albert Grégoire
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Fernand Vallon
Tracta A Le Mans S.C.A.P. 1.0L Supercharged I4 126
Ausgefallen
11 8.0 6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Colonel Warwick Wright Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Capt. George E. T. Eyston
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Richard Watney
Stutz DV32 Stutz 5.3L Supercharged I8 104
12 1.5 20 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Bollack, Netter et Cie Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Lucien Desvaux
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Auguste Garalp
B.N.C. B.N.C. 1.5L I4 88
13 5.0 7 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich A.C. Saunders-Davies
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich C.W. Fiennes
Invicta S-Type Meadows 4.5L I6 78
14 2.0 19 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich W.R. Hutchinson
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich R.F. Turner
S.A.R.A SP7 S.A.R.A. 1.8L I4 73
15 1.1 25 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Pierre Fenaille Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Lucien Lemesle
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Maurice Benoist
Tracta A Le Mans S.C.A.P. 1.0L Supercharged I4 70
16 8.0 4 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Charles Weymann Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Édouard Brisson
MonacoMonaco Louis Chiron
Stutz DV32 Stutz 5.3L Supercharged I8 65
17 1.1 24 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Pierre Fenaille Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Roger Bourcier
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Henri Tribaudot
Tracta S.C.A.P. 1.0L Supercharged I4 43
18 2.0 16 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Fox & Nicholl Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tim Rose-Richards
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brian E. Lewis
Lagonda OH Lagonda 2.0L I4 29
19 1.1 29 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Bollack, Netter et Cie Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Jean Lajeune
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Maurice Faure
B.N.C. B.N.C. 1.0L I4 24
20 2.0 18 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Gaston Mottet
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Douglas Hawkes
S.A.R.A. SP7 S.A.R.A. 1.8L I4 22
21 1.5 22 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Alvis Cars Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Cyril Paul
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich William Urquhart-Dykes
Alvis 12/75 Alvis 1.5L Supercharged I4 21
22 8.0 2 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Alfredo Luis Miranda
Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Charles Moran Jr.
Du Pont Model G Speedster Le Mans Continental 5.3L I8 20
23 1.1 30 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Michel Doré
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Jean Treunet
B.N.C. B.N.C. 1.0L I4 15
24 750 31 Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik „Trillaud“
Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Henri Lachner
D'Yrsan Ruby 0.7 I4 9
25 5.0 11 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bernard Rubin
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Earl Howe
Bentley 4,5 Litre Bentley 4.4L I6 7
Nicht gestartet
26 8.0 Stutz DV32 Bear Cat Stutz 5.3L Supercharged I8 1
27 1.5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sammy Davis
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Leon Cushman
Alvis TA Alvis 1.5L I4 2
28 Oakland 3
29 Tracta 4
30 D’Yrsan 5
31 Du Pont G8 Continental 6
32 8.0 Bentley 4,5 Litre Bentley 4.4L I6 7

1 Nicht gestartet 2 Nicht gestartet 3 Nicht gestartet 4 Nicht gestartet 5 Nicht gestartet 6 Nicht gestartet 7 Trainingswagen

Nur in der Meldeliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier finden sich Teams, Fahrer und Fahrzeuge die ursprünglich für das Rennen gemeldet waren, aber aus den unterschiedlichsten Gründen daran nicht teilnahmen.

Pos. Klasse Nr. Team Fahrer Chassis Motor Reifen
33 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lagonda

Klassensieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klasse Fahrer Fahrer Fahrzeug Platzierung im Gesamtklassement
5. Biennial Cup – Index of Performance Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Woolf Barnato Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tim Birkin Bentley Speed Six Gesamtsieg
5001–8000 cm³ Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Woolf Barnato Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tim Birkin Bentley Speed Six Gesamtsieg
3001–5000 cm³ Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jack Dunfee Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Glen Kidston Bentley 4,5 Litre Rang 2
1101–1500 cm³ Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Kenneth Peacock Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sammy Newsome Lea-Francis Hyper TT Rang 8
750–1100 cm³ Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Louis Balart Dritte Französische RepublikDritte Französische Republik Louis Debeugny Tracta A Le Mans Rang 9

Renndaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeldet: 33
  • Gestartet: 25
  • Gewertet: 10
  • Rennklassen: 5
  • Zuschauer: unbekannt
  • Ehrenstarter des Rennens: unbekannt
  • Wetter am Rennwochenende: trocken
  • Streckenlänge: 16,340 km
  • Fahrzeit des Siegerteams: 24:00:00,000 Stunden
  • Gesamtrunden des Siegerteams: 174
  • Gesamtdistanz des Siegerteams: 2843,830 km
  • Siegerschnitt: 118,492 km/h
  • Pole Position: unbekannt
  • Schnellste Rennrunde: Tim Birkin – Bentley Speed Six (#1) – 7.21.000 = 133,551 km/h
  • Rennserie: zählte zu keiner Rennserie

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909-413-06-3.
  • R. M. Clarke: Le Mans. The Bentley & Alfa Years 1923–1939. Brooklands Books, Cobham 1998, ISBN 1-85520-465-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1929 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien