Atalanta Bergamo

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Atalanta B.C.
Vereinswappen von Atalanta Bergamo
Basisdaten
Name Atalanta Bergamasca Calcio S.p.A.
Sitz Bergamo, Italien
Gründung 1907
Farben Schwarz-Blau
Präsident Antonio Percassi
Website atalanta.it
Erste Mannschaft
Trainer Gian Piero Gasperini
Stadion Stadio Atleti Azzurri d’Italia
Plätze 21.300
Liga Serie A
2016/17 4. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Atalanta Bergamo (offiziell: Atalanta Bergamasca Calcio S.p.A., kurz Atalanta B.C.) ist ein 1907 gegründeter italienischer Fußballklub aus der lombardischen Stadt Bergamo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft der Saison 1913/14

Der Verein wurde im Oktober 1907 als Società Bergamasca di Ginnastica e Sport Atletici „Atalanta“ gegründet und ging in seiner heutigen Form aus einer Zusammenlegung mit „Società Bergamasca di Ginnastica e Scherma“ im Jahr 1920 hervor. Er nannte sich fortan „Atalanta Bergamasca di Ginnastica e Scherma“, wurde 1945 jedoch wieder in seinen noch heute gültigen Namen „Atalanta Bergamasca Calcio“ umbenannt. International ist der Verein allerdings allgemein unter der Kurzform „Atalanta Bergamo“ bekannt.

Obwohl Atalanta Bergamo in seiner Vereinsgeschichte überwiegend der Serie A, Italiens höchster Fußball-Liga, angehörte, blieb dem Klub der ganz große Erfolg bis heute verwehrt. Die Mannschaft aus der Lombardei wurde bis heute noch kein einziges Mal italienischer Landesmeister und zählt daher das Jahr 2017, in dem sie die Serie A mit Platz vier abschlossen, nun zum erfolgreichsten Meisterschaftsjahr. Der einzige Vereinserfolg ist der Gewinn des italienischen Pokals aus dem Jahr 1963 (3:1 gegen den AC Turin), dessen Wiederholung sie in den Jahren 1987 (gegen den SSC Neapel) und 1996 (gegen die AC Florenz) knapp verpassten, als sie zweimal erst im Finale unterlagen.

Größter internationaler Erfolg ist das Erreichen des Halbfinales im Europapokal der Pokalsieger, für den Atalanta 1987/88 trotz der Finalniederlage gegen Neapel zugelassen wurde, weil jene als Meister im Europapokal der Landesmeister starteten. Nach Siegen über Merthyr Tydfil FC, OFI Kreta und Sporting Lissabon scheiterte Atalanta, das zwischenzeitlich in die Serie B (Zweite Liga) abgestiegen war, erst im Halbfinale am späteren Gewinner KV Mechelen. Mit dem Erreichen des Halbfinales stellte das Team einen Rekord ein: Als Zweitligist schaffte es vor Atalanta Bergamo nur Cardiff City (1967) so weit im Europapokal.[1]

In der Saison 2005/06 wurde Atalanta mit 81 Punkten Serie B-Meister und stieg damit wieder in die Serie A auf. Dem neuerlichen Abstieg als 18. der Saison 2009/2010 folgte der sofortige Wiederaufstieg in die Eliteklasse im Jahr 2011. Zurück in der Serie A wurde Atalanta allerdings mit einem Abzug von sechs Punkten bestraft, da die Atalanta-Spieler Cristiano Doni und Thomas Manfredini verdächtigt wurden, in einen Wett- und Manipulationsskandal verwickelt zu sein. Der ehemalige Atalanta-Kapitän Doni hat inzwischen gestanden, zwei Serie B-Spiele manipuliert zu haben, um seiner Mannschaft den Aufstieg zu sichern. Sein Verein habe davon allerdings nichts gewusst. Manfredini hingegen wurde von den Anschuldigungen freigesprochen. Für Atalanta Bergamo selbst lief die Spielzeit 2011/12 recht zufriedenstellend, wurde die Saison doch trotz des Punkteabzuges auf dem 12. Tabellenplatz abgeschlossen. Auch in den Folgejahren sprangen Platzierungen im Mittelfeld der ersten italienischen Fußballliga heraus.

Die Saison 2016/17 schloss Atalanta Bergamo auf dem 4. Tabellenplatz ab und sicherte sich somit die Möglichkeit zur Qualifikation für die UEFA Europa League 2017/18.

Jugendsystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jugendarbeit wird in Italien, sowie in Europa hoch angesehen. Ein Grundstein dafür war Anfang der 90er, die Maßnahme des damaligen Präsidenten Antonio Percassi, zukünftige Investitionen vermehrt auf den Nachwuchs zu legen. Er konnte Fermo Favini davon überzeugen, Como zu verlassen und ihm die Verantwortung des Jugendsektors zu überlassen.

Das Atalanta-Jugendsystem hat nicht nur die Produktion von Spielern für die erste Mannschaft erhöht, sondern begann in den wichtigsten nationalen Ligen mehrere Titel zu gewinnen. Von 1991 bis 2014 haben die verschiedenen Jugendmannschaften 17 nationale Titel gewonnen.

Fan-Freundschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht seit 2000 ein Ultra-Fanbündnis zwischen Atalanta-Fans, Fans des deutschen Bundesligateams Eintracht Frankfurt und Fans des österreichischen Bundesligisten FC Wacker Innsbruck, das bis heute gepflegt wird. So trifft man in Frankfurt und Innsbruck oft auf Schals der Curva Nord und in Bergamo auf Anhänger aus Frankfurt und Innsbruck.

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 26. Oktober 2017[2]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 AlbanienAlbanien Etrit Berisha 10.03.1989
31 ItalienItalien Francesco Rossi 27.04.1991
91 ItalienItalien Pierluigi Gollini 18.03.1995
03 BrasilienBrasilien Rafael Tolói 10.10.1990
05 ItalienItalien Andrea Masiello 05.02.1986
06 ArgentinienArgentinien José Luis Palomino 05.01.1990
08 DeutschlandDeutschland Robin Gosens 05.07.1994
13 ItalienItalien Mattia Caldara 05.05.1994
21 BelgienBelgien Timothy Castagne 05.12.1995
28 ItalienItalien Gianluca Mancini 17.04.1996
33 NiederlandeNiederlande Hans Hateboer 09.01.1994
95 ItalienItalien Alessandro Bastoni 13.04.1999
04 ItalienItalien Bryan Cristante 03.03.1995
11 SchweizSchweiz Remo Freuler 15.04.1992
15 NiederlandeNiederlande Marten de Roon 29.03.1991
23 ItalienItalien Filippo Melegoni 18.02.1999
27 SlowenienSlowenien Jasmin Kurtić 10.01.1989
32 SchweizSchweiz Nicolas Haas 23.01.1996
37 ItalienItalien Leonardo Spinazzola 25.03.1993
88 BrasilienBrasilien João Schmidt 19.05.1993
07 ItalienItalien Riccardo Orsolini 24.01.1997
09 DanemarkDänemark Andreas Cornelius 16.03.1993
10 ArgentinienArgentinien Alejandro Gómez (C)Kapitän der Mannschaft 15.02.1988
20 ItalienItalien Luca Vido 03.02.1997
29 ItalienItalien Andrea Petagna 30.06.1995
72 SlowenienSlowenien Josip Iličić 29.01.1988

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atalanta Bergamo bejubelt die Serie-B-Meisterschaft der Saison 2010/11

A-Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugendmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1963/64 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde PortugalPortugal Sporting Lissabon 4:6 2:0 (H) 1:3 (A)
1:3 (N)
1987/88 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde WalesWales Merthyr Tydfil FC 3:2 1:2 (A) 2:0 (H)
2. Runde GriechenlandGriechenland OFI Kreta 2:1 0:1 (A) 2:0 (H)
Viertelfinale PortugalPortugal Sporting Lissabon 3:1 2:0 (H) 1:1 (A)
Halbfinale BelgienBelgien KV Mechelen 2:4 1:2 (A) 1:2 (H)
1989/90 UEFA-Pokal 1. Runde SowjetunionSowjetunion Spartak Moskau 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
1990/91 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Dinamo Zagreb (a)1:1(a) 0:0 (H) 1:1 (A)
2. Runde TurkeiTürkei Fenerbahçe Istanbul 5:1 1:0 (A) 4:1 (H)
3. Runde DeutschlandDeutschland 1. FC Köln 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
Viertelfinale ItalienItalien Inter Mailand 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
2017/18 UEFA Europa League Gruppenphase EnglandEngland FC Everton 8:1 3:0 (H) 5:1 (A)
FrankreichFrankreich Olympique Lyon 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
Zypern RepublikZypern Apollon Limassol 4:2 3:1 (H) 1:1 (A)
Sechzehntelfinale DeutschlandDeutschland Borussia Dortmund :  : (A)  : (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 27 Spiele, 11 Siege, 8 Unentschieden, 8 Niederlagen, 36:25 Tore (Tordifferenz +11)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Atalanta B.C. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcel Nasser: Atalanta Bergamo - Verein, Stadion und Fans | europapokal.de. In: Europapokal.de. 28. Oktober 2016 (europapokal.de [abgerufen am 4. April 2017]).
  2. Squadra. In: atalanta.it. Atalanta Bergamasca Calcio; abgerufen am 26. Oktober 2017 (italienisch).