Aizenay

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Aizenay
Wappen von Aizenay
Aizenay (Frankreich)
Aizenay
Region Pays de la Loire
Département Vendée
Arrondissement La Roche-sur-Yon
Kanton Aizenay (Hauptort)
Gemeindeverband Vie et Boulogne
Koordinaten 46° 44′ N, 1° 36′ WKoordinaten: 46° 44′ N, 1° 36′ W
Höhe 10–76 m
Fläche 81,06 km2
Einwohner 9.314 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 115 Einw./km2
Postleitzahl 85190
INSEE-Code
Website http://www.aizenay.eu/

Schloss La Marronnière

Aizenay ist eine französische Stadt mit 9314 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Vendée in der Region Pays de la Loire. Sie gehört zum Kanton Aizenay im Arrondissement La Roche-sur-Yon.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aizenay liegt 15 Kilometer nordwestlich von La Roche-sur-Yon, 53 Kilometer südlich von Nantes und etwa 25 Kilometer westlich der Küste der Vendée (côte vendéenne). Die Vie[1] und der Jaunay fließen durch das Gemeindegebiet.

Aizenay ist einer Klimazone des Typs Cfb (nach Köppen und Geiger) zugeordnet: Warmgemäßigtes Regenklima (C), vollfeucht (f), wärmster Monat unter 22 °C, mindestens vier Monate über 10 °C (b). Es herrscht Seeklima mit gemäßigtem Sommer.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aizenay war die Hauptstadt des keltischen Stammes der Agesinates, deshalb ist die Bezeichnung für die Einwohner von Aizenay heute noch Agésinates.[3] Im Dialekt des Poitevin (einer Art der Langues d’oïl) werden die Einwohner jedoch Trjhous genannt (les Toujours, „die Immer“).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aizenay gehört zum Gemeindeverband Vie et Boulogne.

Seit dem 5. April 1998 besteht eine Partnerschaft mit Görisried.[4]

Das Wappen der Stadt ist das alte Wappen der Familie La Brosse Penthièvre (Vicomtes de Brosse, heute Burgruine Brosse in Chaillac, und Comtes de Penthièvre). Die La Brosse Penthièvre waren ab 1437 vier Generationen lang Seigneurs von Aizenay.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aizenay ist mit zwei Blumen im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.[5] Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal drei Blumen erreicht werden können.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Saint-Benoît

Die Kirche Saint-Benoît wurde von 1904 bis 1905 vom Architekten Alcide Boutaud erbaut. Sie befindet sich im Gemeindebesitz und ist seit 2007 in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques (historische Denkmale) eingetragen. In der Kirche befinden sich mehrere Goldschmiedearbeiten. Ein silberner Behälter für Chrisam aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein Abendmahlskelch, der zwischen 1798 und 1809 hergestellt worden ist, wurden 1982 als Monument historique (MH) klassifiziert.[6]

Das Logis de Bonnefonds wurde im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance erbaut. Aus jener Zeit sind nur die Fenster, Tür und der Kamin erhalten geblieben, die 1994 in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques eingetragen wurden (inscrit MH). Das Gebäude befindet sich heute im Privatbesitz.[7]

Das Schloss La Marronnière („Schloss des Edelkastanienhains“) wurde im 18. Jahrhundert auf den Grundmauern einer Burg aus dem 14. Jahrhundert erbaut. Es steht in einem großen Park. 2008 wurde es renoviert. Es befindet sich im Privatbesitz und wird für Fremdenzimmer (franz. Chambre d’hôtes) genutzt.[8]

Lokale Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gelten kontrollierte Herkunftsbezeichnungen (AOC) für Butter (Beurre Charentes-Poitou, des Charentes und des Deux-Sèvres) sowie geschützte geographische Angaben (IGP) für Rindfleisch (Bœuf de Vendée und du Maine), Schweinefleisch (Porc de Vendée), Geflügel (Volailles de Challans und de Vendée), Feldsalat (Mâche nantaise) und Brioche (Brioche vendéenne).[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de la Vendée. Flohic Editions, Band 2, Paris 2001, ISBN 2-84234-118-X, S. 735–739.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aizenay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vie bei SANDRE (französisch)
  2. a b La ville de Aizenay. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 22. Juli 2012 (französisch).
  3. Caius Plinius Secundus (maior), Ajasson de Grandsagne: Histoire naturelle de Caius Plinius Secundus. Band 3. Panckoucke, Paris 1829, S. 254 f. (in Google Books [abgerufen am 20. Oktober 2009]). (lateinisch/französisch)
  4. Partnerschaft mit Aizenay, Frankreich. Offizielle Webpräsenz von Görisried. Abgerufen am 8. August 2012
  5. Aizenay, Palmarès des communes labellisées@1@2Vorlage:Toter Link/www.villes-et-villages-fleuris.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch) Abgerufen am 8. August 2012
  6. Eintrag Nr. 85003 in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)
  7. Eintrag Nr. 85003 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  8. Château de la Marronnière (französisch) Abgerufen am 20. Oktober 2009