Annette Widmann-Mauz

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Annette Widmann-Mauz (2013)

Annette Widmann-Mauz geb. Widmann (* 13. Juni 1966 in Tübingen) ist eine deutsche Politikerin (CDU) und seit 2009 parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Merkel II und Kabinett Merkel III.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Gymnasium Balingen studierte Annette Widmann-Mauz acht Jahre lang Politik- und Rechtswissenschaften an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, machte aber keinen Abschluss.[1] Von 1993 bis 1998 war sie studentische Mitarbeiterin am Projekt European Studies Program (ESP) der Universität Tübingen.

Annette Widmann-Mauz ist katholisch und verheiratet.[2]

Partei[Bearbeiten]

Widmann-Mauz auf dem CDU-Parteitag 2012

1984 wurde Annette Widmann-Mauz Mitglied der Jungen Union (JU) und der CDU. Von 1985 bis 1989 gehörte sie dem JU-Landesvorstand in Baden-Württemberg an, ab 1986 als stellvertretende Landesvorsitzende.

Von 1985 bis 2005 war sie Mitglied und von 1993 bis 2005 stellvertretende Vorsitzende im Vorstand des CDU-Kreisverbandes Zollernalb. Annette Widmann-Mauz gehört seit 1991 dem CDU-Landesvorstand von Baden-Württemberg an und ist seit 2003 stellvertretende CDU-Landesvorsitzende.

Seit 1995 ist sie Landesvorsitzende der Frauen Union in Baden-Württemberg und seit 1999 auch stellvertretende Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschusses Frauenpolitik.

Auf dem 25. Bundesparteitag der CDU Deutschland am 3.Dezember 2012 wurde sie mit 80,84 % als Mitglied des CDU-Bundesvorstandes gewählt.

Abgeordnete und öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Annette Widmann-Mauz gehört seit 1999 dem Kreistag des Zollernalbkreises an.

Seit 1998 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier gehört sie seit 2000 dem Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Von 2000 bis 2005 war sie Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Fraktion und daneben von 2001 bis 2002 Fraktionsbeauftragte für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Seit 2002 ist Annette Widmann-Mauz gesundheitspolitische Sprecherin und seit dem 29. November 2005 auch Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Annette Widmann-Mauz ist 1998 über die Landesliste Baden-Württemberg und seit 2002 stets als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Tübingen in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2013 erhielt sie hier 46,9% [3] der Erststimmen nach 38,9% bei der Bundestagswahl 2009. Widmann-Mauz ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.

Am 29. Oktober 2009 wurde Widmann-Mauz zur Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit ernannt.

Ehrenämter[Bearbeiten]

Annette Widmann-Mauz ist Schirmherrin der Initiative Kinder brauchen Frieden e. V. Hechingen und von Arche Noah – Förderverein Betreutes Wohnen dauerbeatmeter Kinder e. V. Tübingen. Sie ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Eugen-Bolz-Stiftung Rottenburg, von Donum Vitae e. V. Bonn, der Irma-West-Gemeinschaft e. V. Hechingen, des Fördervereins Schwäbischer Dialekt e. V. Tübingen sowie des Fördervereins Hohenzollernklinik Hechingen.

Kritik[Bearbeiten]

Im August 2008 erschien im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL ein Bericht, in dem dargelegt wurde, dass Annette Widmann-Mauz und eine Gruppe weiterer Bundestagsabgeordneter, namentlich Martina Bunge (Die Linke) als Delegationsleiterin, Hubert Hüppe (CDU), Carola Reimann (SPD), Margrit Spielmann (SPD), Konrad Schily (FDP) und Birgitt Bender (Bündnis 90/Die Grünen), aus dem Gesundheitsausschuss im Mai 2008 auf einer Dienstreise nach Kanada und Kalifornien hauptsächlich Freizeitbeschäftigungen nachgegangen seien.[4] Grundlage des Artikels, auf den sich Artikel in weiteren namhaften Zeitungen berufen,[5][6][7][8][9] sei ein „Brandbrief“ des deutschen Generalkonsuls von San Francisco Rolf Schütte an das Auswärtige Amt, in dem dieser sich über das Verhalten der Abgeordneten beschwert. Weiterhin hätten die Parlamentarier zwei US-amerikanischen Ausschussvorsitzenden kurzfristig eine Absage erteilt und stattdessen San Francisco besichtigt. Zur Begründung hierfür gab Annette Widmann-Mauz an, dass der Delegation nur Gespräche mit den Mitarbeitern von Abgeordneten zugesichert worden seien. Die Delegation habe aber Wert auf „gleiche Augenhöhe“ gelegt.

In einer gemeinsamem Erklärung wiesen die Reiseteilnehmer die Darstellung des Spiegel zurück. Die Mitglieder hätten sich korrekt und angemessen verhalten, der Artikel stelle Tatsachen verzerrend und tendenziös dar.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Annette Widmann-Mauz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Markus Wehner: Deutsche Spitzenpolitiker verschleiern ihre Studienabbrüche. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26. Mai 2013, abgerufen am 26. Mai 2013.
  2. http://www.widmann-mauz.de/persoenlich.php
  3. http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/ergebnisse/wahlkreisergebnisse/l08/wk290/
  4. Abgeordnete: Neger gesucht (Spiegel Online), 18. August 2008
  5. Arbeit oder Freizeit? USA-Dienstreise wird für Politiker zur Blamage, Welt Online, 19. August 2008
  6. Eine Dienstreise voller Missvergnügen, Stuttgarter Zeitung Online, 19. August 2008
  7. German MP's accused of racial slur on US 'junket', Telegraph, 20. August 2008
  8. German MPs in racism row on US trip, The Independent, 20. August 2008
  9. German envoy attacks MPs for bad behaviour on US junket, The Guardian, 20. August 2008
  10. Antwort von Annette Widmann-Mauz, abgeordnetenwatch.de, 20. August 2008