Beifuß

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Beifuß (Begriffsklärung) aufgeführt.
Beifuß
Beifuß (Artemisia vulgaris)

Beifuß (Artemisia vulgaris)

Systematik
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Untertribus: Artemisiinae
Gattung: Artemisia
Art: Beifuß
Wissenschaftlicher Name
Artemisia vulgaris
L.
Beifuß, Zeichnung 19. Jhd.
Detailaufnahme von Beifußblättern
Gesamtblütenstand mit mehreren Körben, welche jeweils zahlreiche gelbliche Röhrenblüten enthalten.

Der Beifuß oder Gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris), auch Gewürzbeifuß oder Gewöhnlicher Beifuß genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Artemisia in der Familie der Korbblütler (Asteraceae, veraltet Compositae). Weitere deutsche Trivialnamen sind Besenkraut, Fliegenkraut, Gänsekraut, Johannesgürtelkraut, Jungfernkraut, Sonnenwendkraut, Weiberkraut, Wilder Wermut oder Wisch.[1] Vom Beifuß gibt es eine europäische (Artemisia vulgaris var. vulgaris) und eine asiatische Varietät (Artemisia vulgaris var. indica), die sich geringfügig in der Zusammensetzung des ätherischen Öls unterscheiden. Die Pollen des Beifuß sind ein häufiger und bekannter Auslöser allergischer Reaktionen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 60 Zentimeter bis zu 2 Meter. Die meist aufrechten Stängel sind höchstens spärlich behaart. Die fiederteiligen Laubblätter sind derb, meist 2,5 bis 5 (selten bis zu 10) Zentimeter lang und 2 bis 3 Zentimeter breit. Die Blattoberseite ist grün, die Unterseite auf Grund von Behaarung grau-weißlich.

In endständigen, rispigen Blütenständen stehen viele körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Die unscheinbaren, weißlich-grauen, gelblichen oder rotbraunen Blütenkörbchen weisen eine Höhe von 2,5 bis 3,8 Millimeter und einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimeter auf. Die Blütenkörbchen enthalten nur fertile, radiärsymmetrische Röhrenblüten, außen sieben bis zehn weibliche und innen (selten fünf bis) acht bis 20 zwittrige. Die eiförmigen Hüllblätter sind filzig behaart. Die gelblichen bis rötlich-braunen Röhrenblüten sind 1 bis 3 Millimeter lang.

Die glatten, dunkelbraunen bis schwarzen, ellipsoiden Achänen sind 0,5 bis 1 Millimeter lang und 0,1 bis 0,3 Millimeter breit.

Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September. Die Fruchtreife beginnt ab September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18, 36, 40 oder 54.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beifuß ist ein ausdauernder, kurzlebiger Hemikryptophyt, er wurzelt 60 bis 155 cm tief.[2]

Die Blüten unterliegen der Windbestäubung, die Pollenfreisetzung erfolgt morgens zwischen 6 und 11 Uhr; er blüht schon im ersten Lebensjahr.[2] Der blühende Beifuß ist ein bedeutender Auslöser für Heuschnupfen.

Die Früchte sind nur 1,5 mm lange und 0,1 mg schwere, kahle Achänen ohne Pappus, ihre Hüllblätter bilden von der Funktion her eine Kapsel, die sich bei Trockenheit öffnet und durch den Wind ausgestreut wird. Daneben erfolgt eine Bearbeitungsausbreitung z. B. durch Kleinvögel. Die ganze Pflanze kann pro Jahr bis maximal etwa 500.000 Früchte produzieren. Die Samen sind langlebige Lichtkeimer.[2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beifuß ist ein typisches „Hackfrucht-Unkraut“ und verbreitete sich vermutlich zusammen mit dem neolithischen Ackerbau. In Mitteleuropa findet er sich seit der Bandkeramik. Die ursprüngliche Verbreitung des Beifuß ist heute nicht mehr zu bestimmen, nachdem er durch den Menschen über fast alle nördlichen Gebiete der Erde verbreitet wurde. Auf nährstoffreichen Böden, vor allem Ruderalfluren, kommt der Beifuß wild vor. Er ist eine Artemisietea-Klassencharakterart.[3]

Der Beifuß ist in allen Bundesländern Österreichs und Deutschlands häufig anzutreffen.[4] In den Allgäuer Alpen steigt er auf der Haldenwanger Alpe in Bayern bis zu 1650 m Meereshöhe auf.[5]

Der Anbau zur Gewinnung von Öl für die Parfümindustrie findet in Nordafrika (Algerien, Marokko) und Südeuropa (Frankreich, Balkan) statt.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artemisia vulgaris wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum erstveröffentlicht.[6] Synonyme für Artemisia vulgaris sind Artemisia opulenta Pamp., Artemisia samamisica Besser und Artemisia superba Pamp.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Kraut des Beifußes sind die Sesquiterpenlactone, die für den bitteren Geschmack verantwortlich sind, und bis zu 0,2 % komplex zusammengesetztes ätherisches Öl. Der Beifuß enthält folgende Stoffklassen/Stoffe:

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erntezeit reicht von Juli bis Oktober.[7] Solange die Blütenkörbchen noch geschlossen sind, schneidet man die oberen Triebspitzen ab. Sobald sich diese öffnen, werden die Blätter bitter und eignen sich nicht mehr zum Würzen. Die Erntezeit für die Wurzel ist der Spätherbst.

Beifuß gehört zu den traditionellen Grutbier-Kräutern und wird als Gewürzpflanze zu fetten, schweren Fleischgerichten benutzt. Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung. Durch Wasserdampfdestillation wird aus den getrockneten Pflanzen Parfümöl („Essence d’Armoise“) gewonnen.

Beifuß wird auch phytotherapeutisch eingesetzt. Einige Inhaltsstoffe (beispielsweise Thujon) sind giftig und machen längere Anwendungen oder hohe Gaben bedenklich. Wegen der Giftigkeit seiner ätherischen Öle wird vor der Verwendung des Beifuß in der Aromatherapie gewarnt. Die Droge nennt man Artemisiae herba oder Herba Artemisiae, es sind die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten Stängelspitzen mit den Blütenkörbchen. In der traditionellen chinesischen Medizin findet er Verwendung in der Moxa-Therapie.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Name Beifuß (althochdeutsch pīpōʒ, mittelhochdeutsch bībuoʒ) wird von dem althochdeutschen Verb bōʒen „stoßen, schlagen“ abgeleitet. Der Zusammenhang ist unklar, gegebenenfalls besteht er darin, dass die Blätter zur Verwendung gestoßen wurden oder aufgrund ihrer nachgesagten abstoßenden Wirkung auf sogenannte dunkle Mächte. Verwandt ist auch Amboss.

Die volksetymologische Umdeutung zu Fuß (sichtbar bereits an der mittelhochdeutschen Nebenform bīvuoʒ) steht in Zusammenhang mit einem Aberglauben, wonach Beifuß beim Laufen Ausdauer und Geschwindigkeit verleihen würde, wie bereits Plinius berichtete.

Der Name der ukrainischen Stadt Tschornobyl (besser bekannt unter dem russischen Namen Tschernobyl), in der sich am 26. April 1986 eine der schwersten Nuklearkatastrophen der Geschichte ereignete, bedeutet auf Deutsch „Beifuß“.

Trivialnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im deutschsprachigen Raum werden oder wurden für diese Pflanzenart, zum Teil nur regional, auch die folgenden weiteren Trivialnamen verwandt: Beifess (Siebenbürgen), Beipes (Erzgebirge), Beiposs (mittelhochdeutsch), Beiras (mittelhochdeutsch), Beivoss, Beiweich (mittelhochdeutsch), Bibes (althochdeutsch), Biboess (mittelhochdeutsch), Bibot (Altmark, althochdeutsch), Biboz, Bibs (Inselberg), Bibus (mittelhochdeutsch), Biefes (Eifel, Altenahr), Bifaut (Pommern), Bifood (Holstein), Bifoss (mittelniederdeutsch), Bifot (Pommern, Mecklenburg), Bigfood (Holstein), Bivoet, Bivuz (mittelhochdeutsch), Biwes (Ruhla), Bletechan (mittelhochdeutsch), Buchen (mittelhochdeutsch), Buck, Buckela (Bern), Bucken, Budschen, Bugel (mittelhochdeutsch), Bugga (mittelhochdeutsch), Buggel (mittelhochdeutsch), Buggila (mittelhochdeutsch), Bybot (mittelniederdeutsch), Byfas (mittelniederdeutsch), Byfass (mittelniederdeutsch), Byfoss (mittelniederdeutsch), Byfus, Byssmolte (mittelhochdeutsch), Byvoet (mittelniederdeutsch), Bywt, Flegenkraut (Altmark), Gänsekraut (Schlesien), Gurtelkraut (mittelhochdeutsch), Hermalter (mittelhochdeutsch), Himmelker (mittelhochdeutsch, bereits um 1519 erwähnt), Himmelskehr, St. Johannisgürtel (Österreich, Schweiz), St. Johanniskraut (Vorarlberg), Jungfernkraut (Altmark), Männerkrieg, Magert (Bremen), Melcherstengel (Augsburg), Müggerk (Ostfriesland, Oldenburg), Muggart, Muggerk (Oldenburg), Muggert (Ostfriesland), Mugwurz, Muterkraut, Muzwut, Peifos, Peipoz, Pesenmalten (mittelhochdeutsch), Pesmalten, Peypoz (althochdeutsch), Pipoz (althochdeutsch), Puckel (mittelhochdeutsch), Puggel (mittelhochdeutsch), Gross Reinfarn (mittelhochdeutsch), Reynber (mittelhochdeutsch), Siosmelta (althochdeutsch), Schossmalten (Salzburg, Linz), Sonnenwendel, Sonnenwendgürtel, Sunbentgürtel, Sunibentgürtel (mittelhochdeutsch), Suniwendgürtel (mittelhochdeutsch), Sunnenwendelgürtel, Weiberkraut, Weibpass (mittelhochdeutsch), Wermet (Bern), Wermut (mittelhochdeutsch), Wipose (mittelhochdeutsch), Wisch (Eifel) und Wil Wurmbiok (Wangerooge).[8]

Pharmazie- und Botanikgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unklar und umstritten bleibt, welche Pflanzen-Arten in den Heilpflanzen-Büchern der antiken und mittelalterlichen Autoren mit den Namen „Artemisia“[9][10][11][12][13][14][15], „Biboz“ [16], „Peipoz“ [17], „Peyfues“ [18][19][20] und „Bucken“[21][22][23][24] gemeint waren. Durch Abbildung und Beschreibung wurde diesen Namen erst ab der Wende vom 15. zum 16. Jh. die Pflanzen-Art Beifuß (Artemisia vulgaris) sicher zugeordnet.

Als „Mutter aller Kräuter“ bezeichnet (Macer floridus 11. Jh.), galt der Beifuß als Hauptmittel zur Behandlung von Frauenkrankheiten. In zweiter Linie sollte er Verdauungsstörungen und Harnstauung heilen.

Beifuß in Ritus und Mythologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Plinius sollten Wanderer, die „Artemisia“ bei sich tragen, auf der Reise nicht müde werden.[25]

Das erste Kräuterbuch in deutscher Sprache, das in der ersten Hälfte des 12. Jh. geschriebene Prüller Kräuterbuch, beschrieb die rituelle Verwendung von Beifußkraut in der Geburtshilfe:

„… Beifuß ist gut für die Frau, die sich von der Geburt erholt. Binde ihr Beifuß auf den Bauch und sie erholt sich schnell. Nimm es alsbald wieder weg damit es keinen Vorfall von inneren Organen gebe.“[26]

Im Deutschen Macer (13. Jh.) wurde zwischen einem Beifuß mit rotem Stiel und einem Beifuß mit weißem Stiel unterschieden. Die Blätter des rotstieligen Beifuß, nach unten abgestreift, sollten bei verspäteter Menstruation helfen, die des weißstieligen, nach oben abgestreift, bei zu lange dauernder Menstruation.

Besondere Beziehung sollte der Beifuß zur Sommer-Sonnenwende haben. Daher rühren seine Benennungen „Sunbent Gürtel“, „Sant Johans Kraut“ und „Himmelker“. Umgürtert mit einem Kranz aus Beifuß wurde das Johannisfeuer umtanzt. Dieser Kranz wurde anschließend „zusammen mit allen Anfeindungen“ ins Feuer geworfen.[27]

Das Beifuß-Kraut wurde in früheren Zeiten in Mitteleuropa zur Sommer- und Wintersonnenwende (vor allem in den zwölf Rauhnächten) zusammen mit anderen getrocknetenen Kräutern zur Abwehr von bösen Geistern in Häusern und Ställen als Räuchermittel genutzt. Der Ursprung dieses Brauchtums liegt vermutlich in alten kultischen Handlungen der Germanen.[28]

Der Beifuß ist das erste der neun Kräuter in dem altenglischen Text Nine Herbs Charm, Näheres siehe dort.

Beifuß galt im Mittelalter als sehr wirksames Mittel gegen und für Hexerei. Beigemischt war es Bestandteil vieler sogenannter magischer Rezepturen. Am Dachfirst mit den Spitzen nach unten geheftet, wehrt Beifuß angeblich Blitze ab und hält Seuchen fern. Ähnliches gilt für die Thorellensteine oder auch Narrenkohle genannt, die man dem Glauben nach am Johannestag an den Wurzeln der Pflanze findet.[29]

Beifußwurzeln gegen Epilepsie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Beyfůssz: oder Buck. ... Die magi graben diße wurtzel vff S. Johanns abent / so die sonn vndergadt / so finden sye darbey schwartze köenlin an der wurtzelen hangen. Vnnd das dem also / hab ich selb gesehen / ist ein sonderlich geheymnussz was damit gehandlet würt. …“

Otto Brunfels: Kräuterbuch. Straßburg 1532, S. 237. [30]

„Diß erwürdig kraut Beifůß / oder Bucken / S. Johans kraut vnnd gurtel / ist auch in die superstition vnnd zauberey kommen / also das etlich diß kraut / auff gewissen tag vnd stund graben wie Verbenam / sůchen kolen vnd narren steyn darunder / für febres …“

Hieronymus Bock: Kräuterbuch. Straßburg 1539, Teil I, Kapitel 113.[31]

„Artemisia … Die Wurzel wird selten gebraucht, einige machen viel Wesens von den Beyfußkohlen, welche nichts anders sind, als die alten, abgestorbenen schwarzen Wurzeln davon, sie sollen ein zuverlässiges Mittel wider die fallende Krankheit sein, und im Sommer um Johannistag gesammelt werden. …“

Albrecht von Haller (Hrsg.): Onomatologia medica completa oder Medicinisches Lexikon … Gaum, Ulm u.a. 1755, Spalte 140. [32]

Im 19. Jh. (1824 - ca. 1900) wurden Beifußwurzeln in Deutschland zur Behandlung der Epilepsie eingesetzt.[33][34][35]

Im Bundesanzeiger Nr. 122 vom 6. Juli 1988 veröffentlichte die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes eine (Negativ-)Monographie über Beifuß-Kraut und Beifuß-Wurzel. Darin wird eine therapeutische Anwendung nicht empfohlen.[36]

Historische Abbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leila M. Shultz: Artemisia. In:  Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae), Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 2006, ISBN 0-19-530563-9, Artemisia vulgaris, S. 533 (online). (Abschnitt Beschreibung)
  • M. Qaiser: Flora of Pakistan 207: Asteraceae (1) – Anthemideae. University of Karachi u.a., Karachi u.a. 2002, S. 123, Artemisia vulgaris, online. (Abschnitt Beschreibung)
  • Anne Iburg (Hrsg.): Dumonts kleines Gewürzlexikon. Edition Dörfler im Nebel Verlag, Egolsheim 2004, ISBN 3-89555-202-X.
  • Siegfried Bäumler: Heilpflanzenpraxis heute: Porträts, Rezepturen, Anwendung. Sonderausgabe der 1. Auflage von 2007, Urban & Fischer, München 2010, ISBN 978-3-437-57271-5.
  • Christoph Jänicke, Jörg Grünwald, Thomas Brendler: Handbuch Phytotherapie: Indikationen – Anwendungen – Wirksamkeit – Präparate. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2003, ISBN 3-8047-1950-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Synonyme für Heilpflanzen
  2. a b c  Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1, S. 117–118.
  3. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  4.  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 924.
  5. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. ISBN 3-930167-61-1.
  6.  Carl von Linné: Species Plantarum. 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 848 (Digitalisat).
  7. Essen und Trinken: Beifuß: kleine Warenkunde
  8. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 44–45 (online).
  9. Julius Berendes (Hrsg.): Des Pedanius Dioskurides Arzneimittellehre in 5 Büchern. (1. Jh.) Enke, Stuttgart 1902, Buch III, Cap. 117: Artemisia; Cap. 118: Zartblättrige Artemisia Universitätsbibliothek Düsseldorf Digitalisat
  10. Plinius der Ältere. Naturalis historia (1. Jh.) (nach der Ausgabe König 1996). Buch XXV, § 73-74: Artemisia ; Buch XXVI, § 150.
  11. Galenos. De simplicium medicamentorum temperamentis ac facultatibus, lib. VI, Cap. I/62 (2. Jh.) (Ausgabe Kühn 1826, Band XI, S. 839): Artemisia Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  12. Pseudo-Apuleius. (4. Jh.), (nach Howald Sigerist 1927: Kapitel 10: Artemisia monoclonos; Kapitel 11: Artemisia tagantes; Kapitel 12: Artemisia leptofillos). Druck Rom 1481 Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  13. Macer floridus. (11. Jh.) Druck Basel 1527, Kapitel 1: Artemisia Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  14. Circa instans. De simplicibus medicinis. (12. Jh.) Druck Venedig 1497, No XXIV: Artemisia Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  15. Hildegard von Bingen. Physica. (12. Jh.) Druck Straßburg 1533, S. 37: Artemisia Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  16. Innsbrucker (Prüller) Kräuterbuch. (12. Jh.) Staatsbibliothek München Clm 536 Blatt 86v Biboz Digitalisat. Friedrich Wilhelm. Denkmäler deutscher Prosa. München 1914-16, Band I (Text), S. 42-43 Universitätsbibliothek Düsseldorf Digitalisat; Band II (Kommentar), S. 109 Universitätsbibliothek Düsseldorf Digitalisat.
  17. Franz Pfeiffer (Hrsg.). Konrad von Megenberg. Buch der Natur. (14. Jh.) Stuttgart 1861, S. 385: Peipoz. Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  18. Deutscher Macer. (13. Jh.) Universitätsbibliothek Heidelberg Cpg 226, Elsass 1459-1469, Blatt 179v-180r Artemisia byfuß Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat. Bernhard Schnell, William Crossgrove: Der deutsche ›Macer‹ (Vulgatfassung) ... M. Niemeyer, Tübingen 2003, Kapitel 1.
  19. Herbarius Moguntinus. Mainz 1484. Kapitel 12: Arthimesia Bifoiß Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  20. Gart der Gesundheit. Mainz 1485. Ausgabe Augsburg (Schönsberger) 1485: Kapitel 1: Arthemisia Beifuß Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  21. Galgant-Gewürz-Traktat (14. / 15. Jh.) Heidelberg Cpg 620, Rezeptsammlung – Nordbayern um 1450, Blatt 85v: Arthemisia puggel Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat. Zur komplizierten Entstehungs- und Überlieferungs-Geschichte des Galgant-Gewürz-Traktats siehe: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, Bd. III, Sp. 476-479: G. Keil. Henrik Harpestraeng und Bd. VI, Sp. 988-990: W.C. Crossgrove. Niederdeutscher Gewürztraktat.
  22. Gabriel von Lebenstein. (14. / 15. Jh.) Edition Eis / Vermeer 1965, S. 62-63: Pejppos, Peyfues.
  23. Michael Puff. Büchlein von den ausgebrannten Wässern (15. Jh.) Druck Augsburg (Johannes Blaubirer) 1481 Blatt 6v: Beifuß Sunbentgürtel oder rot Pucken Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  24. Hieronymus Brunschwig. Kleines Destillierbuch. Straßburg 1500, Blatt 31v: Bucken Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  25. Naturalis historia. Buch XXVI, § 150.
  26. Eine ähnliche volkstümliche Anwendung des Beifuß wurde im 13. Jh. im Deutschen Macer beschrieben: „… Swelch wip mit einem kinde arbeitet, sudet si den bibos mit wine oder mit bire unde nutzet das: si geniset an der stunt. Oder bindet man ir das gesotene crůt an ir rechte dich [= an ihren rechten Oberschenkel], si geniset zuhant. Man sal is zuhant als das kint geborn ist abe nemen. Sumet man icht, is ist engestlich.“ (Universitätsbibliothek Heidelberg. Cpg226, Elsass 1459-1469, Blatt 179v/E) 1485 übernahm der Gart der Gesundheit diese Ausführung aus dem Deutschen Macer: „… Welche frauwe mit eynem kinde gait ader in arbeyt lyt eines kindes sudet sye den byfuß mit wyn ader mit bier vnd den also drincket sie geneset zů hant. ader bindet man ir daz gesotteinnn krut an ir rechtes diech sie geneset zů hant. Man sal auch zů hant wan daz kint geborn wirt daz krut abenemen. sumet man sich des das brecht grossen schaden.“ Digitalisat MDZ München
  27. Lorenz Fries. Synonima … Straßburg 1535, A 9 Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat.
  28. Beifuß (artemisia vulgaris). Abgerufen am 16. März 2016.
  29. Anne Iburg (Hrsg.): Dumonts kleines Gewürzlexikon. S. 51–52
  30. Otto Brunfels. Kräuterbuch Straßburg 1532, Seite 237: Beyfuss oder Buck Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  31. Hieronymus Bock. Kräuterbuch, Straßburg 1539, Teil I, Kapitel 113: Beifuß Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  32. Onomatologia medica completa oder Medicinisches Lexikon … Gaum, Ulm u.a. 1755, Spalte 140 Bayerische Staatsbibliothek Digitalisat
  33. Christoph Wilhelm Hufeland. Die Kräfte der Artemisia vulgaris gegen die Epilepsie. Journal der practischen Heilkunde. 1824 LVIII. Band (IV. Stück, April 1824, S. 78-88) Internet Archive Digitalisat
  34. Johann Heinrich Dierbach. Die neuesten Entdeckungen in der Materia Medica. Groos, Heidelberg / Leipzig 1828, S. 217-228 Digitalisat MDZ München
  35. Theodor Friedrich Ludwig Nees von Esenbeck und Karl Heinrich Ebermaier. Handbuch der Medicinisch-pharmaceutischen Botanik. Arnz & Comp., Düsseldorf 1831, Band II, S. 731-733 Digitalisat MDZ München.
  36. (Negativ-) Monographie der Kommission E Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beifuß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Beifuß – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen