Bundestagswahlkreis Oberhavel – Havelland II

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Wahlkreis 58: Oberhavel – Havelland II
Bundestagswahlkreis 58-2017.svg
Staat Deutschland
Bundesland Brandenburg
Wahlkreisnummer 58
Einwohner 305.900
Wahlberechtigte 243'106
Wahlbeteiligung 76,1 %
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten
Partei CDU
Stimmanteil 29,9 %

Der Bundestagswahlkreis Oberhavel – Havelland II (Wahlkreis 58) ist ein Wahlkreis in Brandenburg für die Wahlen zum Deutschen Bundestag. Er umfasst den Landkreis Oberhavel und vom Landkreis Havelland die Gemeinden Brieselang, Dallgow-Döberitz, Falkensee, Ketzin, Schönwalde-Glien und Wustermark.[1]

Direktkandidaten, Listen und Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2017 traten in Brandenburg 15 Parteien mit Landeslisten an, außerdem 10 Direktkandidaten in diesem Wahlkreis.[2] Die Landesliste der Piraten wurde zurückgezogen.[3] Wahlergebnis.[4]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Uwe Feiler CDU 29,9 28,5
Benjamin Grimm SPD 22,7 18,5
Harald Petzold Die Linke 14,7 14,3
Christian Schmidt AfD 18,0 18,6
Petra Budke Bündnis 90/Die Grünen 5,3 6,4
- NPD - nur Landesliste 0,8
Volkmar Richter FDP 5,2 7,6
Heinz Ließke Freie Wähler 1,5 1,0
- MLPD - nur Landesliste 0,1
- BGE - nur Landesliste 0,3
Brigitte Müller DKP 0,2 0,1
- DM - nur Landesliste 0,3
- ÖDP - nur Landesliste 0,2
Stefan Reckin Die PARTEI 1,8 1,3
- Tierschutzpartei - nur Landesliste 2,0
Thomas Ney Piraten 0,6 – nur Direktkandidatur

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2013 traten in Brandenburg 12 Parteien mit Landeslisten an.[5] In diesem Wahlkreis traten zehn Kandidaten für das Direktmandat an,[6] darunter zwei Einzelbewerber.[7]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Harald Petzold Die Linke 19,6 18,44
Angelika Krüger-Leißner SPD 28,0 23,8
Uwe Feiler CDU 37,5 36,2
Georg Neubauer FDP 1,5 2,9
Maria Heider Bündnis 90/Die Grünen 4,9 5,7
Detlef Appel NPD 3,4 2,4
Anke Domscheit-Berg Piraten 3,0 2,2
REP 0,2
MLPD 0,1
AfD 6,7
pro Deutschland 0,5
Peter Heck Freie Wähler 1,4 0,9
Brigitte Müller DKP 0,2 – nur Direktkandidatur
Erhard Peschel unabhängig 0,5 – nur Direktkandidatur

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Angelika Krüger-Leißner SPD 29,2 25,6
Uwe Feiler CDU 27,7 24,9
Harald Petzold Die Linke. 24,2 23,3
Horst-Peter Stein FDP 7,8 11,5
Dietmar Strehl Bündnis 90/Die Grünen 7,3 7,8
Lore Lierse NPD 3,2 2,5
Piraten 2,3
DVU 0,8
FWD 0,8
Sonstige 0,6 0,5

Bundestagswahl 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2005 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Angelika Krüger-Leißner SPD 41,9 36,1
Barbara Richstein CDU 26,5 22,0
Hans Günther Oberlack FDP 4,2 8,0
Bündnis 90/Die Grünen 6,5
Philipp Becker Die Linke. 21,9 22,0
Bernd Schröer NPD 3,2 3,2
GRAUE 1,2
50Plus 0,8
MLPD 0,2
Knut Leitert FAMILIE 2,3

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wahlkreis besteht in der jetzigen Form seit der Wahlkreisreform von 2002. Im Zuge der Neuordnung der Wahlkreise in Brandenburg wurde damals dem Vorgängerwahlkreis 273 Oranienburg – Nauen das bin dahin zum Wahlkreis 272 Prenzlau – Angermünde – Schwedt – Templin – Gransee gehörende Gebiet des ehemaligen Landkreises Gransee hinzugefügt.

Zum Wahlkreis gehörte ursprünglich auch das gesamte Amt Nauen-Land. Nach dessen Auflösung 2003 gingen vor der Bundestagswahl 2005 die Gemeinde Retzow und die ehemalige Gemeinde Selbelang an den Bundestagswahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I. Gleichzeitig kam die ehemalige Gemeinde Börnicke vom Bundestagswahlkreis Märkisch-Oderland – Barnim II und die ehemalige Gemeinde Seeburg vom Bundestagswahlkreis Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II hinzu. Vor 2013 trug der Wahlkreis die Nummer 59, seither die Nummer 58. Zur Bundestagswahl 2017 gab der Wahlkreis die Stadt Nauen an den Wahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I ab.

Bisherige Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Oberhavel – Havelland II bzw. Oranienburg – Nauen waren:

Jahr Name Partei Erststimmen in %
2017 Uwe Feiler CDU 29,9
2013 Uwe Feiler CDU 37,5
2009 Angelika Krüger-Leißner SPD 29,2
2005 Angelika Krüger-Leißner SPD 41,9
2002 Angelika Krüger-Leißner SPD 45,0
1998 Angelika Krüger-Leißner SPD 49,6
1994 Wolfgang Ilte SPD 48,8
1990 Karl-Heinz Schröter SPD 37,4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung beim Bundeswahlleiter
  2. Landeswahlleiter-Brandenburg-Team: Download-Details: Stimmzettelmuster Wahlkreis 58. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 13. September 2017; abgerufen am 13. September 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de
  3. Piratenpartei Deutschland: Piratenpartei Brandenburg zieht Landesliste zurück. 5. Juni 2017, abgerufen am 13. September 2017.
  4. Landeswahlleiter Brandenburg-Team: Ergebnisse nach Wahlkreisen - WK 58. 24. September 2017, abgerufen am 25. September 2017.
  5. Bettina Cain: Presseinformation | Nr. 08/2013. Mehr Kandidaten – mehr Frauen. (Memento des Originals vom 30. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de In: Brandenburg.de, 2013. Abgerufen am 25. August 2013.
  6. Bewerber in den Wahlkreisen (Kreiswahlvorschläge 2013). Wahlkreis 58: Oberhavel – Havelland II. (Memento vom 8. Mai 2014 im Internet Archive) In: Wahlen.Brandenburg.de; Wahlkreis 58. Die Direktkandidaten im Wahlkreis Oberhavel – Havelland II. In: Politische-Bildung-Brandenburg.de. Abgerufen am 25. August 2013.
  7. Klaus D. Grote: Angelika Krüger-Leißner liegt laut Prognose vorn. SPD kämpft um eine ihrer letzten Hochburgen. In: Märkische Allgemeine Online, 21. August 2013.