Bundestagswahlkreis Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I

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Wahlkreis 60: Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I
Bundestagswahlkreis 60-2013.svg
Staat Deutschland
Bundesland Brandenburg
Wahlkreisnummer 60
Einwohner 226.500
Wahlberechtigte 183.181
Wahlbeteiligung 69,9 %
Wahldatum 24. September 2017
Wahlkreisabgeordneter
Name Dietlind Tiemann
Partei CDU
Stimmanteil 31,8 %

Der Wahlkreis Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I (Wahlkreis 60) ist ein Bundestagswahlkreis in Brandenburg. Er umfasst neben der Stadt Brandenburg an der Havel das Gebiet der zum Landkreis Potsdam-Mittelmark gehörigen Gemeinden Beelitz, Bad Belzig, Groß Kreutz (Havel), Kloster Lehnin, Seddiner See, Treuenbrietzen und Wiesenburg/Mark sowie das Gebiet der Ämter Beetzsee, Brück, Niemegk, Wusterwitz und Ziesar. Außerdem gehören zum Wahlkreis aus dem Landkreis Havelland die Gemeinden Milower Land, Premnitz und Rathenow sowie aus dem Landkreis Teltow-Fläming die Gemeinden Jüterbog und Niedergörsdorf.[1] Seit seinem Bestehen bis 2013 wurde der Wahlkreis stets durch den jeweiligen Kandidaten der SPD gewonnen. Bei der Bundestagswahl 2017 konnte erstmals die CDU das Direktmandat erringen.

Direktkandidaten, Listen und Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2017 traten in diesem Wahlkreis 15 Parteien mit Landeslisten für Brandenburg an. In diesem Wahlkreis traten 9 Kandidaten für das Direktmandat an.[2]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Dietlind Tiemann CDU 31,8 28,2
Erardo Rautenberg SPD 25,1 20,7
Anke Domscheit-Berg DIE LINKE 15,1 16,6
Klaus-Dieter Riedelsdorf AfD 16,9 17,9
Till Heyer-Stuffer GRÜNE/B90 03,4 04,2
NPD 00,9
Eric Vohn FDP 04,6 06,5
Bettina Sommerlatte-Hennig FREIE WÄHLER 02,0 01,2
MLPD 00,1
BGE 00,4
Werner Becker DKP 00,4 00,2
DM 00,3
ÖDP 00,2
Die PARTEI 01,1
Tierschutzpartei 01,7
Mathias Täge Piraten 01,7

Bundestagswahl 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2013 traten in diesem Wahlkreis 12 Parteien mit Landeslisten für Brandenburg an.[3] In diesem Wahlkreis traten acht Kandidaten für das Direktmandat an,[4] darunter ein Einzelbewerber.[5]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Diana Hertha Golze DIE LINKE 23,8 22,9
Frank-Walter Steinmeier SPD 33,1 26,2
Andrea Astrid Voßhoff CDU 32,8 34,0
Max Koziolek FDP 1,6 2,3
Yvonne Plaul GRÜNE/B90 2,4 3,8
Maik Schneider NPD 3,3 2,6
Frank Steinert PIRATEN 2,5 2,0
REP 0,2
MLPD 0,1
AfD 4,9
pro Deutschland 0,4
FREIE WÄHLER 0,8
Thomas Rödiger Einzelbewerber 0,5

Bundestagswahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis:[6]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Frank-Walter Steinmeier SPD 32,9 27,7
Diana Golze DIE LINKE 28,5 28,6
Andrea Astrid Voßhoff CDU 24,7 24,0
Heinz Lanfermann FDP 5,9 8,0
Joachim Gessinger GRÜNE/B90 3,8 4,9
Dieter Manfred Brose NPD 3,0 2,4
MLPD 0,1
BüSo 0,2
DVU 0,9
REP 0,1
FWD 0,6
PIRATEN 2,5
Lothar Sommer Einzelbewerber
(Spitzenkandidat der Bürger)
0,7
Hans-Jürgen Rettig Einzelbewerber (UBB) 0,6

Bundestagswahl 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundestagswahl 2005 hatte folgendes Ergebnis:[7][8]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Margrit Spielmann SPD 41,2 37,6
Andrea Astrid Voßhoff CDU 22,5 20,2
Diana Golze Die Linke. 26,3 26,5
Christian Griebel FDP 4,2 6,6
Martin Köhler GRÜNE/B90 2,8 4,5
Dieter Woche NPD 3,0 2,9
GRAUE 1,0
50Plus 0,6
MLPD 0,2

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wahlkreis besteht in der jetzigen Form seit der Wahlkreisreform von 2002. Im Zuge der Neuordnung der Wahlkreise in Brandenburg wurden damals dem Vorgängerwahlkreis 275 Brandenburg a.d. Havel – Rathenow – Belzig die beiden Gemeinden Jüterbog und Niedergörsdorf, die bis 2002 zum Wahlkreis 278 Luckenwalde – Zossen – Jüterbog – Königs Wusterhausen gehörten, hinzugefügt. Gleichzeitig wurden die beiden Ämter Friesack und Rhinow an den nördlichen Nachbarwahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I abgegeben.

Zum Wahlkreis gehörte ursprünglich das gesamte Gebiet des damaligen Amtes Groß Kreutz. Nach dessen Auflösung 2003 ging vor der Bundestagswahl 2005 die ehemalige Gemeinde Derwitz an den Wahlkreis Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II. 2005 hatte er die Wahlkreisnummer 60, 2009 die Nummer 61 und seit 2013 wieder die Nummer 60. Zur Bundestagswahl 2017 gab der Wahlkreis das Amt Nennhausen an den Wahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I ab.

Bisherige Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I bzw. Brandenburg a.d. Havel – Rathenow – Belzig waren:

Jahr Name Partei Erststimmen in %
2017 Dietlind Tiemann CDU 31,8
2013 Frank-Walter Steinmeier SPD 33,1
2009 Frank-Walter Steinmeier SPD 32,8
2005 Margrit Spielmann SPD 41,2
2002 Margrit Spielmann SPD 46,4
1998 Margrit Spielmann SPD 48,6
1994 Hans-Hinrich Knaape SPD 50,1
1990 Hans-Hinrich Knaape SPD 38,5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlkreiseinteilung beim Bundeswahlleiter
  2. Wahlkreis 60. Vürläufiges Ergebnis im Wahlkreis Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I.. Abgerufen am 26. September 2017.
  3. Bettina Cain: Presseinformation | Nr. 08/2013. Mehr Kandidaten – mehr Frauen. In: Brandenburg.de, 2013. Abgerufen am 25. August 2013.
  4. Bewerber in den Wahlkreisen (Kreiswahlvorschläge 2013). Wahlkreis 60: Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I. In: Wahlen.Brandenburg.de. Abgerufen am 25. August 2013.
  5. Wahlkreis 60. Die Direktkandidaten im Wahlkreis Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I. In: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung Online. Abgerufen am 25. August 2013.
  6. Wahlkreis 061 – Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I. Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2009. In: Bundeswahlleiter.de. Abgerufen am 25. August 2013.
  7. Ergebnis der Bundestagswahl 2005
  8. Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2005