Entstehung des Sonnensystems

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Nach heutigen Erkenntnissen entstand unser Sonnensystem vor 4,56 Milliarden Jahren, als ein Teil einer molekularen Wolke instabil wurde und sich auf Grund ihrer eigenen Schwerkraft verdichtete. Diese Theorie geht teilweise auf die Idee von Immanuel Kant und Pierre-Simon Laplace zur Entstehung des Sonnensystems aus einer Urwolke zurück, die auch unter dem Namen Nebularhypothese bekannt ist.

Urwolke und Nebularhypothese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee einer Urwolke beschreibt der deutsche Philosoph Immanuel Kant im Jahr 1755 in seinem Werk Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels. Zwischenzeitlich war sie umstritten, gilt aber heute als Vorreiter der aktuellen Theorie der Entstehung unseres Sonnensystems.

Molekulare Wolke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Molekulare Wolken, auch Molekülwolken genannt, bestehen zu über 99 % aus den Gasen Wasserstoff und Helium sowie einem geringen Anteil kleiner Staubteilchen, die sich aus schwereren Elementen und Verbindungen wie Wasser, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, anderen Kohlenstoffverbindungen, Ammoniak und Siliziumverbindungen zusammensetzen.

Kontraktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derartige Molekülwolken werden teilweise instabil. In diesem Fall führt die Eigengravitation dazu, dass ein Teil der Wolke instabil wird und unter ihrem eigenen Gewicht kollabiert. Es kommt somit zu einer Kontraktion dieses Teiles der Wolke. Unsere Sonne entstand auch in einem solchen Prozess, dabei stürzte fast die Materie aus der Molekülwolke in das Zentrum und bildete die Protosonne.

Protosonne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sogenannte Protosonne kollabierte weiter. Im Innern dieses Gaskörpers stiegen Druck und Temperatur so weit an, bis ein Kernfusionsprozess gezündet wurde, bei dem Wasserstoffkerne zu Heliumkernen verschmelzen. Die dabei freigesetzte Energie erzeugte einen Strahlungsdruck, der der Gravitation entgegenwirkte und die weitere Kontraktion aufhielt. Ein stabiler Stern – die Sonne – war entstanden.

Entstehung unseres Planetensystems[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da bei der solchen Kontraktion der Drehimpuls erhalten bleiben muss, erhöht sich eine schon minimal existierende Rotation des kollabierenden Materials (Pirouetteneffekt). Die dabei entstehenden, nach außen wirkenden Fliehkräfte führten dazu, dass sich die Wolke zu einer rotierenden Akkretionsscheibe formte. Der Staub in dieser Scheibe verdichtete sich an unterschiedlichen Stellen, woraus letztendlich die Planeten entstanden.