FC Nantes

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FC Nantes
FC Nantes 2019 logo.svg
Basisdaten
Name Football Club de Nantes
Sitz Nantes, Frankreich
Gründung 1943
Farben gelb-grün
Präsident Waldemar Kita
Website fcnantes.com
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Antoine Kombouaré
Spielstätte Stade Louis-Fonteneau
Plätze 37.473
Liga Ligue 1
2021/22 9. Platz
Heim
Auswärts

Der Football Club de Nantes (1992–2007: FC Nantes Atlantique) aus der westfranzösischen Hafenstadt Nantes ist einer der erfolgreichsten französischen Fußballvereine.

Gegründet wurde er am 21. April 1943 durch die Fusion von sechs Clubs; die Vereinsfarben sind Gelb und Grün, weshalb der FC Nantes als „Kanarienvögel“ (französisch Les Canaris) bezeichnet wird. Bis 1984 spielt die erste Mannschaft im Stade Malakoff (1963 in Stade Marcel-Saupin umbenannt), seither im Stade de la Beaujoire, das heute Stade Louis-Fonteneau heißt und 37.473 Zuschauer fasst.

Der Vereinspräsident ist Waldemar Kita. Die Ligamannschaft wird seit Februar 2021 von Antoine Kombouaré trainiert.[1]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Nantes spielte von 1945 bis 1963 in der Division 2, seither bis 2007 ununterbrochen, erneut 2008/09 und wieder seit 2013 erstklassig (Division 1, seit 2002 in Ligue 1 umbenannt). Insbesondere seine selbst für „französische Verhältnisse“ herausragende Jugendarbeit hat zu dieser langen Erfolgsserie beigetragen. Untrennbar mit Nantes' Aufstieg in den 1960ern verbunden ist der Name seines langjährigen Trainers José Arribas, der hier von 1960 bis 1976 erfolgreich wirkte. Jean Vincent und Jean-Claude Suaudeau (bis 1988) standen anschließend ebenfalls für große Kontinuität des FCN in der Trainerfrage, zu der man auch die 35 Jahre rechnen kann, die der Verein mit demselben Manager (Robert Budzynski, 1970–2005) arbeitete. 2007 wurde der Verein von dem polnischstämmigen Millionär Waldemar Kita für 10 Millionen Euro gekauft. Am 26. Dezember 2020 übernahm der ehemalige Nationaltrainer Raymond Domenech (2004–2010) den abstiegsbedrohten Verein von Christian Gourcuff bis zum Saisonende 2020/21.[2]

Logohistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader 2022/23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 17. Januar 2023[3]

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 FrankreichFrankreich Alban Lafont (C)ein weißes C in blauem Kreis 23.01.1999 2019 2024
16 FrankreichFrankreich Rémy Descamps 25.06.1996 2021 2024
30 Serbien Denis Petrić 24.05.1988 2019 2023
Abwehr
03 Brasilien Andrei Girotto 17.02.1992 2017 2024
04 FrankreichFrankreich Nicolas Pallois 19.09.1987 2017 2024
21 Kamerun Jean-Charles Castelletto 26.01.1995 2020 2026
24 FrankreichFrankreich Sébastien Corchia 01.11.1990 2020 2023
26 FrankreichFrankreich Jaouen Hadjam 26.03.2003 2023 2027
28 FrankreichFrankreich Fabien Centonze 16.01.1996 2022 2027
93 Mali Charles Traoré 01.01.1992 2018 2023
FrankreichFrankreich Nathan Zézé 18.06.2005 2022
Mittelfeld
05 FrankreichFrankreich Pedro Chirivella 23.05.1997 2020 2026
08 Kongo Demokratische Republik Samuel Moutoussamy 12.08.1996 2017 2024
10 FrankreichFrankreich Ludovic Blas 31.12.1997 2019 2024
17 FrankreichFrankreich Moussa Sissoko 16.08.1989 2022 2024
25 FrankreichFrankreich Florent Mollet 19.11.1991 2023 2025
27 Nigeria Moses Simon 12.07.1995 2020 2024
29 FrankreichFrankreich Quentin Merlin 16.05.2002 2021 2026
Sturm
07 FrankreichFrankreich Evann Guessand 01.07.2001 2022 2023
11 FrankreichFrankreich Marcus Coco 24.06.1996 2019 2023
14 Kamerun Ignatius Ganago 16.02.1999 2022 2026
31 Agypten Mostafa Mohamed 28.11.1997 2022 2023

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Verein wesentliche Spieler in der Vergangenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 hat der Verein eine Frauenabteilung eingerichtet, nachdem der Landesverband FFF beschlossen hatte, dass alle Profiklubs in den kommenden Jahren eine solche aufbauen müssen. Anders als mancher Ligakonkurrent gingen die Canaris den Weg „von unten“, das heißt, sie begannen mit dem Aufbau von Frauschaften im weiblichen Jugendbereich, statt sich einen älteren benachbarten Frauenklub unter das eigene Dach zu holen – wenngleich es in den folgenden Jahren durchaus Gespräche über eine mögliche Fusion insbesondere mit dem traditionsreichen Nantes Saint-Herblain FF gegeben hatte, der bis in die Mitte der 2010er Jahre der zweiten Liga angehörte.

Eine Elf des FCN im Erwachsenenbereich nahm erst 2014 den Spielbetrieb auf und begann auf unterstem regionalen Niveau. 2018 stieg sie schließlich in die dritte, ein Jahr darauf in die zweite Liga auf. Darin standen Nantes’ Frauen zum Zeitpunkt des vorzeitigen Abbruchs der Saison 2019/20 aufgrund der Corona-Pandemie auf Platz vier in ihrer Gruppe. Die folgende Spielzeit (2020/21) wurde aus demselben Grund noch früher beendet und nicht gewertet.[4] 2021/22 spielt der FC Nantes an der Tabellenspitze mit und hat zudem im Vereinspokalwettbewerb nach Siegen über drei Erstdivisionäre (EA Guingamp, ASJ Soyaux, Stade Reims) das Halbfinale erreicht, in dem der FCN allerdings den Frauen aus Yzeure, gleichfalls ein Zweitligist, unterlag.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3.
  • Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, Genève 1978.
  • L’Équipe (Hrsg.): FC Nantes Atlantique. Un club à la Une. L’Équipe, Issy-les-Moulineaux 2005 ISBN 2-915535-04-3.
  • Pierre Minier: 1943–2003 – Football Club de Nantes, le doyen de l’élite. Cahiers intempestifs, Saint-Étienne 2003 ISBN 2-911698-23-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: FC Nantes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nantes trennt sich von Coach Domenech – Kombouaré übernimmt. In: sportschau.de. ARD, 11. Februar 2021, abgerufen am 27. März 2021.
  2. Raymond Domenech, nouvel entraîneur du FC Nantes. In: fcnantes.com. FC Nantes, 26. Dezember 2020, abgerufen am 26. Dezember 2020 (französisch).
  3. FC Nantes. Abgerufen am 17. Januar 2023.
  4. Datenblatt des Vereins bei footofeminin.fr