Stanzer Tal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ferienregion St. Anton am Arlberg)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert die Region Tirols, die Obersteirische siehe Stanz im Mürztal.
Stanzer Tal
Das Stanzer Tal bei Strengen (Blick talauswärts)

Das Stanzer Tal bei Strengen (Blick talauswärts)

Lage Tirol, Österreich
Gebirge Lechtaler Alpen, Verwallgruppe
Geographische Lage 47° 9′ 0″ N, 10° 22′ 0″ O47.1510.3666666666671500Koordinaten: 47° 9′ 0″ N, 10° 22′ 0″ O
Stanzer Tal (Tirol)
Stanzer Tal
Gestein Quarzphyllit, Gneis
Höhe 800 m bis 1500 m ü. A.
Länge 25 km
Gewässer Rosanna, Sanna
OsterreichÖsterreich  Stanzertal
Planungsverband Nr. 5p1
Staatliche Ebene Land
Stellung Raumordnungsregion
Rechtsform Gemeindeverband
Aufsichtsbehörde(n) / -organe Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Raumordnung - Statistik
Gründung 2005 (LGBl. Nr. 87/2005)
Hauptsitz St. Anton am Arlberg, Dorfstraße 46
Leitung Bgm. Helmut Mall (Obmann)


Website www.tirol.gv.at/…/plv05
OsterreichÖsterreich  St. Anton am Arlberg
Tourismusverbandp1
Staatliche Ebene Land
Stellung Tourismusregion
Rechtsform Körperschaft öffentlichen Rechts
Aufsichtsbehörde(n) / -organe Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Tourismus
Gründung 2005 (LGBl. Nr. 87/2005)
Hauptsitz St. Anton am Arlberg, Dorfstraße 8
Leitung Martin Ebster (Gftsf.)


Website www.stantonamarlberg.com

Das Stanzer Tal, auch Stanzertal, ist ein westliches Seitental des Oberinntals in Tirol. Es stellt eine Raumplanungsregion Tirols dar (Planungsverband), als Tourismusregion nennen sich die Gemeinden des Tals St. Anton am Arlberg, nach dem bekannten Wintersportort.

Geographie[Bearbeiten]

Lage und Landschaft[Bearbeiten]

Das Stanzertal führt in Ost-West-Richtung vom namensgebenden Stanz bei Landeck, wo es in den Talkessel von Landeck mündet, bis St. Anton am Arlberg. Dabei stellt es die geradlinige Fortsetzung des Inntals Richtung Westen dar. Durchflossen wird es von der mittleren und unteren Rosanna, die sich zwischen Strengen und Tobadill/Pians mit der Trisanna aus dem Paznauntal zur Sanna vereinigt und in Landeck in den Inn mündet. Im Oberlauf bis um Schnann weist das Stanzer Tal einen vergleichsweise breiten Talboden auf, wo die zufließenden Bäche Schwemmkegel aufgeschüttet haben. Unterhalb ist es ein enges Kerbtal mit steilen Hängen, in das sich Rosanna und Sanna tief eingeschnitten haben. Die Siedlungen liegen dort an den Nordhängen oder weiter Richtung Landeck auf den nördlichen Terrassen.

Aufgrund der steilen Hänge und einmündenden Gräben ist das Tal oft von Naturgefahren wie Lawinen und Muren bedroht, zuletzt wurde es beim Alpenhochwasser 2005 stark in Mitleidenschaft gezogen.

Berge und Nebentäler, Geologie[Bearbeiten]

Das Tal trennt die Lechtaler Alpen im Norden von der Verwallgruppe bzw. im Abschnitt der Sanna von der Samnaungruppe im Süden. Wie der Großteil des Tiroler Inntals liegt es in einer tektonischen Störungszone, einer Grenze zwischen den Österreichischen Zentralalpen und den Nördlichen Kalkalpen. Das Tal hat Anteil am Quarzphyllit und am Zentralgneis.

Die wichtigsten Seitentäler sind:

Alle diese letzteren Täler sind unbewohnte Almregion.

Gemeinden[Bearbeiten]

Der Gemeindeverband Stanzertal (Nr. 5, LGBl. Nr. 87/2005), bzw. die Ferienregion St. Anton am Arlberg (Nr. 6017) umfasst folgende Gemeinden (talauswärts):

Am Talanfang, schon in der Region Landeck und Umgebung/Tirol West liegen

  • Pians gehört zum Planungsverband Landeck und Umgebung, aber zum Tourismusverband Paznaun-Ischgl

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Hautpeinnnahmequelle stellt heute insbesondere in und um St. Anton der Tourismus dar. Die Landwirtschaft spielt aufgrund der topographischen Bedingungen (steile Hänge, Höhenlage) nur eine untergeordnete Rolle, die meisten Höfe werden im Nebenerwerb bewirtschaftet.

Verkehr[Bearbeiten]

Das Stanzer Tal ist eine wichtige Verkehrsader und stellt die Hauptverbindung zwischen Tirol und Vorarlberg dar. Die S 16 Arlbergschnellstraße verläuft durch das Tal, diese und die Arlbergbahn verbinden das Tal über die Arlbergtunnel mit dem Klostertal in Vorarlberg, die L 197 Arlbergstraße über den Arlbergpass.

Weblinks[Bearbeiten]