Florian Graf (Biathlet)

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Florian Graf
Florian Graf DM Biathlon 2015.jpg
Verband Deutschland Deutschland
Geburtstag 24. Juli 1988 (34 Jahre)
Geburtsort Freyung, Deutschland
Karriere
Beruf Zollbeamter (Erster Zollhauptwachtmeister)
Verein WSV Eppenschlag
Zoll Ski Team
Trainer Hans Wallner
Andreas Stitzl
Aufnahme in den
Nationalkader
2004
Debüt im Weltcup 2010
Status zurückgetreten
Karriereende 2018
Medaillenspiegel
EM-Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
JuWM-Medaillen 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Nationale Medaillen 1 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
 Biathlon-Europameisterschaften
Gold 2011 Ridnaun Staffel
Bronze 2014 Nové Město Staffel
Bronze 2016 Tjumen Verfolgung
Gold 2016 Tjumen Massenstart
 Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2009 Canmore Staffel
Silber 2008 Ruhpolding Sprint
Silber 2008 Ruhpolding Verfolgung
Bronze 2008 Ruhpolding Staffel
 Biathlon-Jugendweltmeisterschaften
Silber 2006 Presque Isle Sprint
Gold 2007 Martell Verfolgung
Bronze 2007 Martell Sprint
 Deutsche Meisterschaften
Gold Langdorf 2013 Sprint
Silber Langdorf 2013 Verfolgung
Silber Langdorf 2013 Staffel
Bronze Ruhpolding 2013 Einzel
Silber Ruhpolding 2013 Massenstart
Bronze Oberhof 2014 Massenstart
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 21. (2011/12)
Einzelweltcup 30. (2011/12, 2016/17)
Sprintweltcup 22. (2011/12)
Verfolgungsweltcup 22. (2011/12)
Massenstartweltcup 18. (2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Staffel 0 1 1
Continental-Cup-Bilanz
Gesamt-IBU-Cup 01. (2014/15)
letzte Änderung: Karriereende

Florian Graf (* 24. Juli 1988 in Freyung) ist ein ehemaliger deutscher Biathlet und heutiger Biathlontrainer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon im Alter von sieben Jahren wurde Florian Graf von seinen älteren Geschwistern Katharina und Markus zum Langlauf beim WSV Eppenschlag gebracht. Graf begann unter Trainer Hans Wallner nach einigen Erfolgen im Langlauf bald auch mit dem Biathlonsport. Dem ersten Biathlonsieg mit zwölf Jahren folgte in der Saison 2002/03 der Gesamtsieg beim Deutschlandcup in der Altersklasse Schüler 15. Er wechselte daraufhin mit 15 Jahren auf das Berchtesgadener Skigymnasium und im August 2004 zum Zoll-Ski-Team nach Ruhpolding. Im Winter 2005/06 folgten die ersten Einsätze im Junioren-Europacup. Er errang den zweiten Platz im Sprint bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Presque Isle (USA).

International war sein erster großer Erfolg der Gewinn der Jugendweltmeisterschaft 2007 im italienischen Martell. Im folgenden Jahr konnte er in Ruhpolding bei den Junioren zwar keinen Titel erringen, zeigte aber sein Können mit zwei zweiten, einem dritten und einem fünften Platz als insgesamt bester Deutscher. Im Junioren-Europacup 2007/08 gelangen ihm drei Siege. Auf nationaler Ebene gelang ihm ein Sieg mit der Staffel Bayern III bei den deutschen Meisterschaften der Senioren 2007. Nur die weltcuperfahrenen Michael Rösch, Christoph Stephan, Christoph Knie und Andreas Birnbacher zeigten dort eine bessere Einzelleistung. Diese Erfolge führten zur Einstufung in die Leistungsgruppe 2a des C-Kaders beim deutschen Biathlon Nationalteam.

Zu seinen ersten Einsätzen im Weltcup kam Graf in der Saison 2010/11. Zunächst durfte er in Pokljuka im Sprint an den Start gehen. Dort belegte er einen 84. Platz. Zum Saisonfinale in Oslo kam er zu weiteren Einsätzen. Mit starken Platzierungen in Sprint und Verfolgung mit den Plätzen 14 und 12, qualifizierte er sich für den Massenstart und holte mit Rang zehn seinen ersten Top-Ten-Platz im vierten Weltcuprennen. In der Folgesaison 2011/12 war der Bayer fester Bestandteil der Weltcupmannschaft. Nach mäßigem Saisonstart in Östersund gelangen ihm in Hochfilzen bessere Ergebnisse mit Platz sieben im Sprint und Rang acht in der Verfolgung. Damit schaffte Graf die Norm für die Weltmeisterschaften in Ruhpolding. Nach dem Jahreswechsel gelang ihm sowohl im Sprint von Oberhof, als auch im Einzelrennen von Nové Město na Moravě erneut siebte Ränge. Ein weiteres gutes Resultat erreichte er in Oslo mit Platz acht in der Verfolgung und sicherte sich damit einen Einzelstart bei den Heimweltmeisterschaften. Im Sprint wurde er 34., in der Verfolgung fiel er auf Platz 38 zurück. Die Trainer vertrauten in den kommenden Wettkämpfen dem wiedererstarkten dreifachen Olympiasieger Michael Greis, sodass die Titelkämpfe für Graf nach zwei Rennen beendet waren. Zum Saisonabschluss im russischen Chanty-Mansijsk erreichte Graf im letzten Saisonrennen das beste Resultat seiner Weltcup-Karriere. Er kam im Massenstart auf den fünftem Platz und beendete die Saison mit einem 21. Rang im Gesamtweltcup.

In der Saison 2014/15 wurde Florian Graf Gesamtsieger des IBU-Cups und konnte zudem die Sprintwertung des zweitklassigen Biathlonwettbewerbes für sich entscheiden.

In der Saison 2015/16 wurde Florian Graf Zweiter in der Gesamtwertung des IBU-Cups und gewann die Massenstartwertung.

Am 17. März 2018, nach dem letzten Rennen des IBU-Cups der Saison 2017/18, verkündete Graf seinen Rücktritt vom Leistungssport.[1]

Biathlontrainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner aktiven Karriere wurde Florian Graf Trainer. Seit 2021 arbeitet er beim Deutschen Skiverband unter Denny Andritzke als Nachwuchstrainer der Lehrgangsgruppe 2b, das heißt der Jugendmannschaften (15 bis 18 Jahre).

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz  
2. Platz 1 1
3. Platz 1 1
Top 10 2 4 3 3 7 19
Punkteränge 4 26 22 10 7 69
Starts 8 35 27 10 7 87
Stand: Karriereende

Biathlon-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaft Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Herrenstaffel Mixedstaffel
2012 Deutschland Ruhpolding 34. 38.
2013 Tschechien Nové Město 40.

Biathlon-Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europameisterschaft Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Herrenstaffel Mixedstaffel Single-Mixed-Staffel
2011 Italien Ridnaun 17. 7. 5. 1.
2014 Tschechien Nové Město 8. 20. 10. 3.
2015 Estland Otepää 7. 15. 5. 5.
2016 Russland Tjumen 4. 3. 1. 4.
2018 Italien Ridnaun 8. 26. 28. 9.

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Staffel
Jahr Ort
2006 Vereinigte Staaten Presque Isle 28. 2. 5.
2007 Italien Martell 43. 3. 1.
2008 Deutschland Ruhpolding 5. 2. 2. 3.
2009 Kanada Canmore 4. 8. 1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Florian Graf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uslugina wins pursuit auf biathlonworld.com, abgerufen am 17. März 2018