Benedikt Doll

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Benedikt Doll Biathlon
Benedikt Doll in Ostersund 2016
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 24. März 1990 (27 Jahre alt)
Geburtsort Titisee-NeustadtDeutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Deutschland
Karriere
Verein SZ Breitnau
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2012
Debüt im Weltcup 2013
Weltcupsiege 3 (1 Einzelsieg)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
EM-Medaillen 2 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 4 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JEM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Nationale Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 5 × Bronze
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Silber0 2016 Oslo Staffel
0Gold0 2017 Hochfilzen Sprint
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Gold0 2011 Ridnaun Staffel
0Gold0 2013 Bansko Verfolgung
0Silber0 2013 Bansko Sprint
0Silber0 2014 Nové Město Einzel
0Bronze0 2014 Nové Město Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 2008 Ruhpolding Staffel
0Gold0 2009 Canmore Staffel
0Gold0 2010 Torsby Staffel
0Gold0 2011 Nové Město Staffel
0Silber0 2011 Nové Město Einzel
IBU Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
0Silber0 2011 Ridnaun Sprint
0Silber0 2011 Ridnaun Verfolgung
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
0Bronze0 2010 Ruhpolding Staffel
0Bronze0 2011 Langdorf Staffel
0Bronze0 2012 Altenberg Sprint
0Bronze0 2013 Langdorf Staffel
0Silber0 2015 Ruhpolding Staffel
0Gold0 2017 Langdorf Sprint
0Bronze0 2017 Langdorf Verfolgung
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 8. (2015/16)
Einzelweltcup 15. (2016/17)
Sprintweltcup 7. (2015/16, 2016/17)
Verfolgungsweltcup 12. (2016/17)
Massenstartweltcup 7. (2015/16)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Sprint 1 0 1
Verfolgung 0 1 0
Massenstart 0 1 0
Staffel 1 4 3
Continental-Cup-Bilanz
Gesamt-IBU-Cup 1.  (2011/12)
Einzel-IBU-Cup 1. (2013/14)
Sprint-IBU-Cup 1.  (2011/12)
Verfolgungs-IBU-Cup 1.  (2011/12)
letzte Änderung: Saisonende 2016/17

Benedikt Doll (* 24. März 1990 in Titisee-Neustadt) ist ein deutscher Biathlet.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benedikt Doll, Sohn des Läufers Charly Doll, startet für SZ Breitnau. In Ruhpolding nahm er an den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2008 teil und wurde 71. des Einzels, Fünfter des Sprints, Siebter der Verfolgung und gewann mit Benjamin Thym und Felix Schuster den Titel im Staffelrennen. Ein Jahr später in Canmore wurde erneut das Einzel mit Platz 16 Dolls schlechtestes Rennen. In Sprint mit Platz fünf und der Verfolgung mit Rang vier verpasste er knapp Medaillen. Den Titel gewann er erneut an der Seite von Erik Lesser, Simon Schempp und Florian Graf mit der Staffel. Die nächsten internationalen Einsätze folgten bei der Junioren-WM 2010 in Torsby. Mit den Rängen vier im Einzel und fünf im Sprint verpasste er erneut knapp Medaillen, im Verfolgungsrennen wurde er Zehnter. Mit der Staffel, zu der auch Tom Barth, Johannes Kühn und Manuel Müller gehörten, gewann Doll zum dritten Mal den Titel. Bei der wenig später stattfindenden Militär-Skiweltmeisterschaft 2010 in Brusson kam er im Sprint auf den 32. und mit Robin Irion, Robin Kiel und Robin Belau in der Militärpatrouille auf den 14. Platz. In Nové Město na Moravě nahm er 2011 an seiner vierten Junioren-WM teil und gewann mit Steffen Bartscher, Kühn und Barth seinen vierten Titel im Staffelrennen. Im Einzel gewann er hinter Simon Desthieux die Silbermedaille. Im Sprint wurde er 23. und verbesserte sich im darauf beruhenden Verfolgungsrennen bis auf Platz neun. Bei den Biathlon-Europameisterschaften 2011 in Ridnaun kam Doll zunächst bei den Junioren zum Einsatz und wurde dort im Sprint und der Verfolgung hinter Wjatscheslaw Akimow jeweils Zweiter. Im Einzel und im Staffelrennen kam er bei den Männern zum Einsatz und wurde im Einzel Elfter. Mit Kiel, Graf und Lesser gewann er den EM-Titel. Nach der EM folgten erste Einsätze im IBU-Cup. Im ersten Rennen, einem Einzel in Annecy, verpasste er als 41. um einen Platz den erstmaligen Gewinn von IBU-Cup-Punkten. Im folgenden Sprint gewann er als 20. erste Punkte.

In Osrblie lief er 2012 seine ersten vollständigen Europameisterschaften bei den Männern und wurde 24. des Einzels, 25. des Sprints sowie 13. der Verfolgung. Zum Saisonfinale kam Doll in Chanty-Mansijsk zu seinen ersten Einsätzen im Biathlon-Weltcup. Als 32. des Sprints und 28. er Verfolgung gewann er sogleich erste Weltcuppunkte und erreichte in der Gesamtwertung der Saison nach vier Rennen in denen er immer Punkte gewinnen konnte Platz 83. Beim Saisonhöhepunkt des Jahres darauf, den Europameisterschaften 2013 in Bansko gewann er hinter Vetle Sjåstad Christiansen Silber im Sprint und den Titel im Verfolgungsrennen. Im Einzel wurde er 13. Beim Biathlon-Weltcup 2012/13 in Sotschi kam er, nach Einsätzen in Hochfilzen beim Sprint (35. Platz) und in der Verfolgung (40. Platz), gegen Ende der Saison zu weiteren Einsätzen im Weltcup. Im Einzel wurde er dort Sechster und erreichte damit sein mit Abstand bestes Einzel-Weltcupergebnis. Ebenfalls zu Punkten kam er mit Platz 34 in der Verfolgung. Aufgrund dieser Leistung erfolgte auch sein Einsatz als Schlussläufer der Staffel, mit der er den zweiten Platz erreichte.

Nach der Saison 2013/14, in der er nur wenige Einsätze erhielt, gelang ihm 2014/15 der Durchbruch. Nach drei Top-10-Platzierungen in drei Rennen konnte er sich fest im Weltcupteam etablieren. In Chanty-Mansijsk gelang ihm mit dem dritten Platz im Sprint zum ersten Mal eine Podiumsplatzierung. Zwei Tage darauf wurde er Zweiter in der Verfolgung hinter dem Kanadier Nathan Smith. Im Februar 2016 gelang ihm ein weiterer zweiter Platz beim Massenstart in Canmore. Seit der Saison 2015/16 gehört Doll zum festen deutschen Kader für den Biathlon-Weltcup. Bei den Weltmeisterschaften 2017 in Hochfilzen gewann er im Sprint seinen ersten Weltmeisterschaftstitel und zugleich sein erstes Einzelrennen im Weltcup.

Bei den Deutschen Meisterschaften 2017 in Langdorf gewann er im Sprint seinen ersten nationalen Titel und sicherte sich in der anschließenden Verfolgung Bronze.[1]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Siege bei Biathlon-Weltcups, getrennt aufgelistet nach Einzel- und Staffelrennen. Durch Anklicken des Symbols im Tabellenkopf sind die Spalten sortierbar.

Einzelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 11. Feb. 2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Sprint (WM)
Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 21. Jan. 2017 ItalienItalien Antholz Staffel 1

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 1
2. Platz 1 1 3 5
3. Platz 1 1
Top 10 2 9 3 2 7 23
Punkteränge 3 19 12 8 7 49
Starts 4 22 14 8 7 55
Stand: 11. Februar 2016

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Doll lebt in Furtwangen, wo er derzeit ein Marketingstudium absolviert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Benedikt Doll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sport1.de: Biathlon-DM: Laura Dahlmeier bleibt ohne Titel. In: sport1.de. 10. September 2017; abgerufen am 10. September 2017.