Eppenschlag

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eppenschlag
Eppenschlag
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eppenschlag hervorgehoben
Koordinaten: 48° 53′ N, 13° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Verwaltungs­gemeinschaft: Schönberg
Höhe: 608 m ü. NHN
Fläche: 17,02 km2
Einwohner: 950 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94536
Vorwahl: 09928
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 116
Gemeindegliederung: 21 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 12
94536 Eppenschlag
Website: www.eppenschlag.de
Bürgermeister: Christian Süß (CSU)
Lage der Gemeinde Eppenschlag im Landkreis Freyung-Grafenau
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Über dieses Bild
Eppenschlag Gesamtansicht

Eppenschlag ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald inmitten des Bayerischen Waldes. Eppenschlag liegt an der B 85 unweit der Grenze zum Landkreis Regen, die Ortschaft befindet sich 40 km südöstlich von Viechtach, 20 km südlich von Zwiesel, 45 km nördlich von Passau und 33 km von der Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Hengersberg) entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 21 Ortsteile[2]:

Vier dieser Gemeindeteile liegen in der Gemarkung Großmisselberg, die früher eine selbständige Gemeinde war: Großmisselberg, Hohenthann, Hungerberg und Kleinarmschlag (ein Teil der Gemarkung Großmisselberg liegt in der Nachbargemeinde Schönberg, da die frühere Gemeinde Großmisselberg aufgeteilt wurde).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1395 wurden in Epenschlag acht Güter genannt. Eppenschlag gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Bärnstein des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Obmannschaft.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1830 brannte das Dorf fast vollständig ab, 1875 und 1899 gab es kleinere Brände. Die Expositur Eppenschlag wurde 1914 errichtet, die Pfarrei 1921. Seit 1901 besitzt Eppenschlag eine eigene Kirche.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges vernichtete Feindeinwirkung Eppenschlag am 24./25. April 1945 fast vollständig. Der im Ortsteil Marbach geborene Schriftsteller Franz Schrönghamer-Heimdal wurde 1951 Ehrenbürger von Eppenschlag.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1978 wurde die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. Dezember 1946 wurde der größere Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Großmisselberg eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1840: 675 Einwohner
  • 1871: 774 Einwohner
  • 1900: 761 Einwohner
  • 1925: 800 Einwohner
  • 1939: 828 Einwohner
  • 1950: 981 Einwohner
  • 1961: 886 Einwohner
  • 1970: 892 Einwohner
  • 1980: 803 Einwohner
  • 1987: 890 Einwohner
  • 1991: 910 Einwohner
  • 1995: 950 Einwohner
  • 2000: 973 Einwohner
  • 2005: 980 Einwohner
  • 2010: 973 Einwohner
  • 2015: 982 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

  • CSU: 5 Sitze (59,2 % der Stimmen)
  • UWG: 3 Sitze (40,8 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Christian Süß (CSU). Sein Vorgänger Karl Reith (CSU), der 2008 ohne Gegenkandidat mit 92,1 % der gültigen Stimmen gewählt wurde, trat nach 35 Jahren im Amt zum 1. Mai 2013 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bis zur Neuwahl am 28. Juli 2013 führte sein Stellvertreter Michael Binder (CSU) die Amtsgeschäfte.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die katholische Pfarrkirche St. Katharina wurde 1901 nach Plänen des Münchner Architekten Joseph Elsner erbaut und ausgestattet. 1971 wurde die Ausstattung beseitigt und die Kirche innen neu gestaltet[4].
Pfarrkirche St. Katharina

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2017 nach der amtlichen Statistik 90 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort und 363 am Wohnort, so dass die Zahl der Auspendler um 273 höher war. 2016 bestanden 29 landwirtschaftliche Betriebe, landwirtschaftlich genutzt waren 962 ha, davon waren 769 ha Dauergrünfläche und 193 ha Ackerland.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

  • Kindertagesstätte mit 33 Plätzen und 18 Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eppenschlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Eppenschlag in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 473.
  4. Georg Brenninger. In: Der Storchenturm 1990, Heft 48/49, S. 92/93