Flughafen Vitoria

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Gasteiz-Foronda aireportua
Aeropuerto de Vitoria
Foronda aireportua antonov.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LEVT
IATA-Code VIT
Koordinaten
42° 52′ 58″ N, 2° 43′ 28″ WKoordinaten: 42° 52′ 58″ N, 2° 43′ 28″ W
513 m (1683 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 4 km nordwestlich von Vitoria
Straße N624
Basisdaten
Eröffnung 1980
Betreiber AENA
Passagiere 36.716 (2016)[1]
Luftfracht 52.135 t (2016)[1]
Flug-
bewegungen
6.692 (2016)[1]
Start- und Landebahn
11/29 3500 m × 45 m Beton

Der Flughafen Vitoria (spanisch Aeropuerto de Vitoria, baskisch Gasteiz-Foronda aireportua; IATA-Code: VIT, ICAO-Code: LEVT) ist der Verkehrsflughafen in Vitoria, in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland im Norden Spaniens.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Flughafen ist bereits der dritte Standort eines Flugplatzes Vitorias. Der erste Flugplatz befand sich seit den 1920er Jahren in Lacua, wo es diverse Flugtage gab und sich auch Spaniens erste Flugschule befand, initiiert vom französischen Flugpionier Leonce Garnier. Ein neuer Flughafen in Zalburu entstand kurz vor dem Spanischen Bürgerkrieges 1935 im Nordosten des Stadtzentrums, er wurde nach José Martínez Aragón benannt. Der Flugplatz wurde 1937 neuer Endpunkt der von Iberia bedienten Route Tetuán-Sevilla-Cáceres-Salamanca-Burgos, all diese Städte gehörten damals schon zum von den Nationalen eroberten Gebieten.

Beide Plätze dienten während des Krieges zeitweise auch der deutschen Legion Condor als Einsatzort. Auch beim Luftangriff auf Gernika kamen Flugzeuge zum Einsatz, die in Vitoria stationiert waren. Hierbei handelte es sich u.a. um Bf-109 der 2. Staffel der Jagdgruppe 88 (2/J88), die zwischen März und Anfang Juli 1937 von Vitoria aus operierten. Zusätzlich waren, von Ávila kommend, die Betriebskompanien Luftfahrzeuggruppe und Luftpark (P/88) vom Frühjahr bis Spätsommer 1937 in Vitoria stationiert. Den Rest des Krieges waren sie in Virgen del Camino beheimatet.

Nach dem Krieg wurde der Flughafen nach General Mola benannt, es dauerte jedoch bis 1946, bis es wieder zivile Flüge gab. Der Flughafen wurde kurz danach jedoch zwei Jahre für zivile Flüge geschlossen, dies war erneut zwischen 1957 und 1966 der Fall.

Um 1970 begannen Überlegungen der Aufnahme regulärer Flugverbindungen. Da die Infrastruktur in Zalburu hierfür nicht geeignet erschien, entschloss man sich 1972 zu einem erneuten Ortswechsel. Der Bau am Standort Foranda begann vier Jahre später und am 16. Februar 1980 wurde der neue Flughafen eröffnet. Bereits sechs Wochen später eröffnete Iberia am 6. April 1980 die Strecke nach Madrid.

Ryanair bedient ab Vitoria zurzeit (2017) die Ziele Mailand-Bergamo und Teneriffa-Süd. Ab Herbst 2017 wird der Flughafen Köln/Bonn ins Angebot aufgenommen. Früh hat man sich als Frachtflughafen positioniert, der aufgrund seiner längsten und am besten ausgestatteten Start- und Landebahn im Baskenland von den größten Frachtflugzeugen angesteuert werden kann.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passagierdienste nach Vitoria bietet lediglich Air Nostrum unter der Marke Iberia Regional für Iberia an. Air Nostrum stellte die Flüge jedoch 2011 zunächst ein. Hinzu kommen einige Frachtfluggesellschaften, insbesondere die der bekannten Logistikunternehmen.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen liegt stadtnah im Nordwesten im Stadtteil Foronda, und ist direkt an das Autobahnnetz angeschlossen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c TRÁFICO DE PASAJEROS, OPERACIONES Y CARGA EN LOS AEROPUERTOS ESPAÑOLES 2016. In: aena.es. AENA; abgerufen am 16. August 2017 (PDF; 69 KB, spanisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Airports in Spain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien