ÖFB Frauen Bundesliga

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ÖFB Frauen Bundesliga
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Verband ÖFB
Erstaustragung 1972 (Wiener Fußballverband);
Übernahme durch den ÖFB 1982
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 10 Teams
Meister SKN St. Pölten
Rekordmeister USC Landhaus Wien und SV Neulengbach (je 12 Titel)
Aktuelle Saison 2017/18
Website www.oefb.at/oefb-frauen.bundesligaVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für seit UEFA Women’s Champions League 2015/16:
2 Vereine
2. Frauenliga (II)
Mitte/West
Ost/Süd

Die ÖFB Frauen Bundesliga ist die höchste Spielklasse im österreichischen Frauenfußball. Frauenfußball wurde in Österreich schon 1936 ausgetragen. Seit 1972 wird eine Meisterschaft durchgeführt. Seit 2010 wird die ÖFB Frauen-Bundesliga mit zehn Mannschaften ausgetragen.

Die Bundesliga ist in einem Ligasystem aufgebaut, bei dem jeder Verein in einem Hin- und Rückspiel gegen jeden anderen Verein antritt. Der Meister der ÖFB Frauen Bundesliga ist seit 2001, der Vizemeister zwischenzeitlich für 2013 und seit 2016, zur Teilnahme an der UEFA Women’s Champions League berechtigt. Amtierender Meister ist 2017/18 der SKN St. Pölten.

Modus und Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Austragungsmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während eines Meisterschaftsjahres, das sich in eine Hin- und Rückrunde unterteilt, treffen alle zehn Vereine der Bundesliga zweimal aufeinander, je einmal im eigenen Stadion und einmal im Stadion des Gegners. Eine Fußballsaison mit 18 pieltagen erstreckt sich in der Regel von August oder September bis Mai oder Juni.

Die Mannschaft, die am Ende der Saison ersten Platz belegt, ist Österreichischer Meister und nimmt für Österreich an der UEFA Women’s Champions League teil. Der Vizemeister zwischenzeitlich für 2013 und seit 2016, zur Teilnahme an der UEFA Women’s Champions League berechtigt. Die letztplatzierte Mannschaft muss entweder in die 2. Liga, entweder in die 2. Liga Mitte/West für die Vereine der Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol oder Vorarlberg oder in die 2. Liga Ost/Süd für die Vereine aus Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Steiermark oder Wien, absteigen.

Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst die bessere Tordifferenz über die Reihenfolge der Platzierung, bei gleicher Differenz danach die Anzahl der erzielten Tore. Sollte dieser Vergleich immer noch keine Entscheidung bringen, werden die folgenden Kriterien zu Rate gezogen: das Gesamtergebnis aus den Partien gegeneinander, die Anzahl der in diesen Partien erzielten Tore gegeneinander, die Anzahl der auswärts erzielten Tore im direkten Vergleich. Danach entscheiden die erzielten Auswärtstore in allen Spielen. Bringen diese Vergleiche nichts ein, wird auf neutralem Platz ein Entscheidungsspiel ausgetragen. Dies war bisher in der Bundesliga jedoch noch nie der Fall.

Modusänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Anfangen der Damenliga, 1972, bis 1979 gab es nur eine Leistungsstufe, die Damenliga Ost. In der Saison 1979/80 wurde eine 2. Leistunggstufe mit dem gleichen Namen eingeführt. Ab 1982 übernahm die Austrichtung der ÖFB und führte die zwei Ligen weiter. Zu Beginn der 1990er Jahre organisierten eine Bundesländerverbände Landesmeisterschaften für Frauenfußball ein. Die erste Länderübergreifende Meisterschaft, außer die im Osten gegründete Damenliga Ost, war die Regionalliga West, an der Tiroler und Vorarlberger Frauenfußballmannschaften teilnahmen, später kam die 2. Division Mitte (2001) und die 2. Division Süd (2001) hinzu. Ab diesen Zeitpunkt könnten die Meister der 2. Liga direkt aufsteigen, ab 2005 wurde die erste Relegation zwischen den Meister der 2. Division Ost und 2. Division Mitte ausgespielt. Der Meister der Regionalliga West wollte wegen finanzieller Gründe an der Relegation nicht teilnehmen. In der Saison 2009/10 wird die 2. Liga Mitte/Ost gegründet, zwei Jahre später die 2. Liga Ost/Süd. Seitdem wird eine Relegation zwischen den zwei Zweitligameistern ausgetragen.

Ausrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgerichtet wird die Bundesliga durch den ÖFB, der sich um die Durchführung, die Lizenzierung und um das Schiedsrichterwesen kümmert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Frauenfußball in der Ersten Republik (1923–1938)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ÖDU: ÖDFU-Liga
Saison Meister
1936
DFC Austria Wien
DFC Austria Wien
1937
DFC Austria Wien
DFC Austria Wien
1938 Saison wurde nicht fertiggespielt

In der Geschichte des Frauenfußballs nahm Österreich ursprünglich eine Vorreiterrolle ein. Bereits im Jahre 1923 rief Ferdinand Swatosch, der Stürmerstar der Wiener Austria, zur Gründung eines Damenteams auf. Insgesamt über 150 Spielerinnen meldeten sich. Ein Jahr später, 1924, wurde mit dem 1. Wiener Damenfußballklub „Diana“ der erste reine Frauen-Fußballverein Österreichs gegründet. Einen ersten Höhepunkt erreichte der österreichische Damenfußball in den 1930er Jahren. 1935 wurde die Österreichische Damenfußball-Union gegründet, die sich um die Ausrichtung einer eigenen Meisterschaft für Frauen bemühte. Die erste Meisterschaft kam 1936 mit neun Vereinen aus dem Wiener Raum zur Austragung, wobei die Heimspiele der Vereine durchschnittlich von 3000 Zuschauern besucht wurden. Diese Entwicklung widerstrebte allerdings der damaligen politischen Führung Österreichs, die einer sportlichen Betätigung von Frauen grundsätzlich ablehnend gegenüberstand. Das vorzeitige Ende des österreichischen Frauenfußballs kam 1938 mit der Annexion durch das Deutsche Reich.

Wiederbelebung und die Einführung der Meisterschaft (1968–1982)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WFV: Damenliga Ost – 1. Leistungsstufe
Saison Meister
1972/73
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Favoritner AC
1973/74
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1974/75
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KSV Ankerbrot Wien
1975/76
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1976/77
FS Elektra Wien
FS Elektra Wien
1977/78
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1978/79
FS Elektra Wien
SV Elektra Wien
1979/80
FS Elektra Wien
SV Elektra Wien
1980/81
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1981/82
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien

Die Unterdrückung des Frauensports in der Zeit des Nationalsozialismus wirkte nach Kriegsende noch lange nach. 1957 verbot der ÖFB außerdem Frauenabteilungen. Ende der 1960er Jahre kam es dennoch zu einer Wiederbelebung des Frauenfußballs in Österreich. Als eine der ersten Mannschaften gründete sich 1968 jene des USC Landhaus Wien. Da der Frauenfußballsport nach seiner Wiederbelebung noch in den Kinderschuhen steckte und es für die Wienerinnen in Österreich keine Gegnerinnen gab, absolvierte der Verein vorerst nur Freundschaftsspiele gegen ausländische Teams, vor allem gegen spielstarke Vereine aus der damaligen Tschechoslowakei. Die Aufnahme des offiziellen Spielbetriebes der Landhausdamen erfolgte am 1. Januar 1969, die Aufnahme als erste Frauenmannschaft in den Wiener Fußballverband im Jahr 1971.

Durch das Beispiel des USC Landhaus angespornt, gründeten sich vor allem im Wiener Raum innerhalb weniger Jahre zahlreiche Frauenmannschaften, die als eigene Sektionen in bereits bestehenden und bekannten Herrenvereinen Einzug hielten. Nach einem stetigen Zuwachs an Frauenmannschaften schrieb der Wiener Fußballverband im Jahr 1972 erstmals seit den 1930er Jahren eine Österreichische Meisterschaft im Frauenfußball aus. Zu den Gründungsmitgliedern der damaligen Damenliga Ost gehörten neben dem USC Landhaus der Favoritner AC, ESV Ostbahn XI, SV Kagran, SVS Antonshof und die Gersthofer Sportvereinigung. Als erster Meister nach der Reaktivierung des Frauenfußballs in Österreich trug sich der Favoritner AC in die Geschichte ein. Zur selben Zeit wurde auch ein Pokalwettbewerbes für Frauenvereine eingeführt, der seinen ersten Gewinner im USC Landhaus fand. Durch die stetig wachsende Teilnehmerzahl – 1979 nahmen bereits Vereine aus Wien, Niederösterreich der Steiermark und dem Burgenland an der Meisterschaft teil – wurde im selben Jahr eine zweite Leistungsstufe eingeführt. 1980 gründete sich in Linz mit der Union Kleinmünchen der erste große reine Frauenfußballverein Österreichs in der Zweiten Republik.

Übernahme durch den ÖFB und die Entwicklung bis heute (1982–heute)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ÖFB: Frauen-Bundesliga[1]
Saison Meister
1982/83
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1983/84
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SV Aspern
1984/85
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ESV Ostbahn XI Wien
1985/86
1. DFC Leoben
1. DFC Leoben
1986/87
1. DFC Leoben
1. DFC Leoben
1987/88
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1988/89
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1989/90
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen
1990/91
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen
1991/92
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen
1992/93
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen
1993/94
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen
1994/95
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1995/96
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen
1996/97
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
1997/98
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen
1998/99
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen
1999/2000
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
2000/01
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien
2001/02
Innsbrucker AC
Innsbrucker AC
ÖFB: Bundesliga Frauen
2002/03
SV Neulengbach
SV Neulengbach
2003/04
SV Neulengbach
SV Neulengbach
2004/05
SV Neulengbach
SV Neulengbach
ÖFB: ÖFB-Frauenliga
2005/06
SV Neulengbach
SV Neulengbach
2006/07
SV Neulengbach
SV Neulengbach
ÖFB: ÖFB-Frauenliga (Play-off)
2007/08
SV Neulengbach
SV Neulengbach
2008/09
SV Neulengbach
SV Neulengbach
2009/10
SV Neulengbach
SV Neulengbach
ÖFB: ÖFB-Frauenliga
2010/11
SV Neulengbach
SV Neulengbach
2011/12
SV Neulengbach
SV Neulengbach
2012/13
SV Neulengbach
SV Neulengbach
ÖFB: ÖFB Frauen Bundesliga
2013/14
SV Neulengbach
SV Neulengbach
2014/15
FSK St. Pölten-Spratzern
FSK St. Pölten-Spratzern
2015/16
FSK St. Pölten-Spratzern
FSK St. Pölten-Spratzern
2016/17
SKN St. Pölten
SKN St. Pölten
2017/18

1982 übernahm der Österreichische Fußball-Bund die Obhut über die Damenliga und führte sie forthin als Frauen-Bundesliga mit zwei Spielstufen. Während sich der Frauenfußballsport im Osten Österreichs seit den frühen 1970er Jahren rasant entwickelte und eine Vielzahl an Vereinen hervorbrachte, stieg das Interesse an dieser Sportart in Westösterreich erst in den frühen 1990er Jahren stetig an. Der erste bekannte Verein, der eine eigene Frauensektion führte, war der FC Wacker Innsbruck. Die Frauenvereine aus dem Westen nahmen jedoch aufgrund der hohen Reisekosten bei Auswärtsspielen und wegen der meist kleinen Vereinsbudgets nicht an der bundesweiten Meisterschaft teil; stattdessen spielten sie bis Mitte der 1990er Jahre nur in ihren eigenen Landesligen bzw. der von den Landesverbänden Tirols und Vorarlbergs gemeinsam geführten Westliga. Dass sich zumindest einzelne Mannschaften Westösterreichs mit jenen der Bundesliga messen konnten, bewiesen Wacker Innsbruck und der Innsbrucker AC mit dem Gewinn der Pokalwettbewerbe in den Jahren 1985 und 1994. Ab der Saison 1997/98 spielten auch die westösterreichischen Mannschaften in der Frauen Bundesliga. Erster Verein aus dem Westen war der Innsbrucker AC, später auch SW Bregenz, die in Österreichs höchster Spielklasse mitspielten. In der Saison 2000/2001 wurde mit Einführung der 2. Division Mitte, die aus der Zusammenlegung der Landesligen Oberösterreichs und Salzburgs entstand, eine Hierarchie zu ordnen Rechnung getragen. 2003 wurde die 2. Leistungsstufe mit den 2. Divisionen Süd und West erweitert. Im Sommer 2011 wurde dann die letzte Reform durchgeführt und seit der Saison 2011/12 gibt es die 2. Leistungsstufe nur mehr in zwei getrennte Spielklassen. Die 2. Liga Ost/Süd spielt mit den Vereinen aus den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Kärnten. Die 2. Liga Mitte/West beinhaltet die Vereine der Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Die 3. Leistungsstufe sind dann die Frauen Landesligen, die jeder Landesverband selbst durchführt. Auf Wunsch der teilnehmenden Vereine in der obersten Leistungsstufe heißt diese seit der Saison 2013/14 wieder ÖFB Frauen Bundesliga.

In den 70er und 80er Jahren war vor allem USC Landhaus die dominierende Mannschaft und holte in dieser Zeitspanne 8 Meistertitel. Trotzdem gab es in dieser Zeit den ersten Meister aus den Bundesländern. DFC Leoben wurde in den Jahren 1986 und 1987 Staatsmeister. Ab 1990 wuchs die Konkurrenz vor allem durch Union Kleinmünchen. Den Linzerinnen gelangen in den 90er Jahren nicht weniger als 8 Meistertitel und stellten die bisherige Vorherrschaft der Wienerinnen in Frage. Aber gegen Ende des letzten Jahrtausends und zu Beginn des 21. Jahrhunderts konnte Landhaus sich wieder behaupten und mit insgesamt 12 Meistertitel einen Titelrekord aufstellen. Nach dem Innsbrucker AC, der 2002 den Meistertitel errang, kam aber dann die große Zeit von SV Neulengbach. Ab 2003 gelang der Wienerwaldmannschaft ein Titel um den anderen. Bis 2012 nicht weniger als 10 Double-Erfolge in Serie und bis 2014 sogar 12 Meistertitel in Folge. Damit gibt es nun 2 Rekordmeister: USC Landhaus und SV Neulengbach. Beide halten bei jeweils 12 Meistertitel im Frauenfußball. Mit der Saison 2014/15 wird der Erfolgslauf von Neulengbach beendet und FSK St. Pölten-Spratzern wird erstmals Meister und auch in der Saison 2015/16 können die St. Pöltnerinnen den Titel wiederholen, kurz bevor der Verein als Frauenabteilung in den SKN St. Pölten eingegliedert wurde. Den 3. Titel in Serie holen sich die St. Pöltnerinnen in der Saison 2016/17.

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UEFA Women’s Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2001/02 war der österreichische Meister zur Teilnahme im UEFA Women’s Cup berechtigt, wobei in den ersten Jahren die teilnehmenden Mannschaften nur die Vor- bzw. Qualifikationsrunden erreichten.

2001/02 war USC Landhaus Wien als erste österreichische Mannschaft in diesem Bewerb vertreten. In Finnland gab es in der Vorrunde in drei Spielen drei Niederlagen. Im Jahr darauf war der Innsbrucker AC der Vertreter aus Österreich. Die Tirolerinnen veranstalteten diese Vorrunde, allerdings mussten auch sie in drei Spielen drei Niederlagen in Kauf nehmen. Im Sommer/Herbst 2003 war dann erstmals Neulengbach dabei, aber aufgrund der Niederlagen von USC Landhaus und dem IAC in den beiden Vorsaisonen musste der Wienerwaldverein in die erste Qualifikationsrunde und in Mazedonien gab es aber aus drei Spielen gleich drei Siege. In der Vorrunde gelang dann Neulengbach der erste Sieg einer österreichischen Mannschaft im Hauptbewerb. Allerdings musste dort mit Platz 3 (hinter Frankfurt, Athletic Club/Spanien), vorlieb genommen werden. In der Saison 2004/05 belegte Neulengbach hinter Montpellier den 2. Platz und schied damit in der Qualifikationsrunde trotz zwei Siegen aus. 2005/06 gelang dann wieder der Sprung in die zweite Qualifikationsrunde, denn Neulengbach konnte in Kroatien alle drei Spiele gewinnen. In Montpellier musste dann Neulengbach wieder die Stärke der europäischen Spitzenklasse von Potsdam, Montpellier und Saestum zur Kenntnis nehmen und verlor alle drei Spiele. Im August 2006 konnte Neulengbach erstmals selbst die erste Qualifikationsrunde veranstalten. Allerdings war mit dem isländischen Vertreter Breidablik ein übermächtiger Gegner zur Stelle, sodass auch die Siege gegen União Dezembro (Portugal) und Newtownabbey (Irland) nicht zum Aufstieg in die zweite Qualifikationsrunde führten. In der Saison 2007/08 veranstaltete Neulengbach wieder die erste Qualifikationsrunde und im Wienerwaldstadion gelang der Aufstieg gegen Hibernian (Schottland), Częstochowa (Polen), Mayo (Irland) in die zweite Runde. In dieser Runde in London verlor Neulengbach gegen Arsenal und gegen Verona, aber gegen Alma (Kasachstan) gab es einen Sieg, trotzdem war es der Abschied aus diesem Bewerb. Auch 2008/09 war Neulengbach in der ersten Qualifikationsrunde Veranstalter und gewann überlegen und ohne Gegentor gegen Novo Mesto, SU Dezembro und Vamos Idaliou. In Lyon wurde die zweite Runde ausgetragen und nach Niederlagen gegen Lyon und Arsenal gewann Neulengbach gegen Zürich und erreichte Platz 3 in der Gruppe. Aufgrund der guten Resultate des SV Neulengbach in diesem Bewerb, waren die Österreicherinnen nun für die erste Hauptrunde gesetzt und mussten nun keine Qualifikationsspiele mehr bestreiten.

UEFA Women’s Champions League[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009/10 heißt nun der Bewerb Women’s Champions League und es gelang gleich in diesem Jahr der Aufstieg im Sechzehntelfinale gegen Unia Raciborz. Im Achtelfinale verlor Neulengbach dann gegen Torres 1:4 und 1:4. 2010/11 war der Griechische Club PAOK Thessaloniki zum Gegner (0:1, 3:0) und im Achtelfinale Potsdam und da war dann Schluss. Die 1. TV Liveübertragung eines UEFA Champions League-Spieles der Frauen in Österreich gab es am 10. November 2010 via Eurosport aus Neulengbach (SV Neulengbach - Turbine Potsdam). Auch in der Saison 2011/12 gelang der Sprung ins Achtelfinale. Nach den Spielen gegen Kairat Almaty (1:2, 5:0) spielte der SV Neulengbach zwar sehr gute Begegnungen gegen Malmö, aber mit 1:3 und 0:1 musste der Österreichische Vertreter Abschied aus diesem Bewerb nehmen. In der Saison 2012/13 spielte Neulengbach in der ersten Hauptrunde gegen den rumänischen Meister CFF Olimpia Cluj und musste sich nach zwei Unentschieden aus dem Bewerb verabschieden. In Siebenbürgen spielte der österreichische Meister 1:1 und in Neulengbach im Wienerwaldstadion vor 1.150 Zuschauern 2:2 nach Verlängerung.

Aufgrund der UEFA-Fünfjahreswertung durften in der Saison 2013/14 zwei Vereine aus Österreich mitspielen. Neben dem Serienmeister Neulengbach war diesmal auch Vizemeister FSK St. Pölten-Spratzern mit dabei. Die Mannschaft aus der niederösterreichischen Hauptstadt bekam ASD Torres aus Sardinien zugelost. Nach einem Heim 2:2 am St. Pöltner Voith-Platz musste sich die Mannschaft auswärts 1:3 geschlagen geben und schied aus dem Bewerb aus. Der bisher größte Erfolg einer österreichischen Frauenmannschaft gelang dann aber Neulengbach. In der ersten Runde gab es zunächst einen 2:1-Auswärtssieg und mit einem 1:1-Heimunentschieden gegen Apollon Limassol (Zypern) stieg die Mannschaft ins Achtelfinale auf. Dann gelang das Meisterstück. Gegen Konak Izmir gewann Neulengbach auswärts und auch zu Hause jeweils 3:0. Vor allem Nina Burger ragte aus der Mannschaft heraus, denn sie erzielte in Izmir drei Tore und zu Hause ein Tor. Neulengbach ist damit erstmals unter den besten acht Mannschaften in Europa, im Viertelfinale. Mit dem schwedischen Vertreter bekam Neulengbach allerdings einen der Champions League Favoriten vorgesetzt. Bereits im Hinspiel wurde die Entscheidung getroffen. In Tyresö siegten die Skandinavierinnen 8:1. Neulengbach hatte keine Chance. Anders im Heimspiel. Der österreichische Meister war diesmal bestens eingestellt und konnte den Schwedinnen Paroli bieten und ein 0:0 abringen. Beide Viertelfinalspiele wurden von ORF Sport + live übertragen. Darüber hinaus konnte Neulengbach viele Fußballfreunde überzeugen, denn mit 1.255 Zuschauern gab es trotz Liveübertragung am Samstag, 29. März 2014 Zuschauerrekord im Wienerwaldstadion. Für Österreich war das ein weiterer wichtiger Erfolg für den Frauenfußball. Im Folgejahr schaffte Neulengbach wieder den Einzug ins Achtelfinale. Nach einem 2:1-Sieg in Ungarn bei MTK Hungaria gelang Neulengbach ein 2:2-Unentschieden nach Verlängerung in Neulengbach und damit der Aufstieg unter die besten 16 in Europa. Gegen den regierenden CL-Sieger Wolfsburg war aber dann Schluss. Zu Hause 0:4 und auswärts 0:7 sorgten für den klaren Ausstieg aus diesem Bewerb.

Nach 12-jähriger Neulengbacher Dominanz im österreichischen Frauenfußball gelang 2015 FSK St. Pölten-Spratzern der Meistertitel und erlangte damit die Berechtigung für die Teilnahme an der Champions League 2015/16. Die St. Pöltnerinnen hatten Losglück, denn statt einem Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Schweden, England oder Russland, wurde der italienische Vertreter Verona gezogen. Nach zwei sehr guten Spielen musste sich aber der österreichische Meister 4:5 und 2:2 knapp geschlagen geben. Für die UEFA 5 Jahreswertung war dieses Ausscheiden aber mehr als bedauerlich. Ähnlich war es auch in der Saison 2016/17. Gegen Brøndby IF (DEN) gab es zu Hause eine 0:2-Niederlage und auswärts ein 2:2 und damit schied SKN St. Pölten Frauen aus dem Bewerb aus. In dieser Saison durfte aufgrund einer UEFA Änderung (nun mehr 12 Topnationen) auch der Zweite der Österreichischen Frauen Bundesliga an der Women's Champions League teilnehmen. Sturm Graz spielte als Vizemeister gegen den FC Zürich, allerdings waren die Steirerinnen mit 0:6 (Heimspiel) und 0:3 (auswärts) chancenlos. In der Saison 2017/18 scheiterte Sturm Graz in der Qualifikationsrunde, während der SKN St. Pölten in die 1. Hauptrunde (1/16 Finale) gelost wurde. Dort siegte Manchester City W.F.C. mit insgesamt 6:0.

Bilanz österreichischer Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Vertreter Vorrunde/Qualifikation Gruppenphase KO-Phase
UEFA Women’s Cup
2001/02 USC Landhaus Wien keine 4. Platz (0 Punkte)= Top 32
2002/03 Innsbrucker AC keine 4. Platz (0 Punkte)= Top 32
2003/04 SV Neulengbach 1. Platz (9 Punkte) 3. Platz (3 Punkte) = Top 32
2004/05 SV Neulengbach 2. Platz (6 Punkte) = Qualirunde nicht erreicht
2005/06 SV Neulengbach 1. Platz (7 Punkte) 4. Platz (0 Punkte) = Top 16
2006/07 SV Neulengbach 2. Platz (6 Punkte) = Qualirunde nicht erreicht
2007/08 SV Neulengbach 1. Platz (9 Punkte) 3. Platz (3 Punkte) = Top 16
2008/09 SV Neulengbach 1. Platz (9 Punkte) 3. Platz (3 Punkte) = Top 16


Saison Vertreter Qualifikation KO-Phase
UEFA Women’s Champions League
2009/09 SV Neulengbach keine Achtelfinale erreicht
2010/11 SV Neulengbach keine Achtelfinale erreicht
2011/12 SV Neulengbach keine Achtelfinale erreicht
2012/13 SV Neulengbach keine Sechzehntelfinale ausgeschieden
2013/14 SV Neulengbach keine Viertelfinale erreicht
FSK St. Pölten keine Sechzehntelfinale ausgeschieden
2014/15 SV Neulengbach keine Achtelfinale erreicht
2015/16 FSK St. Pölten-Spratzern keine Sechzehntelfinale ausgeschieden
2016/17 FSK St. Pölten-Spratzern keine Sechzehntelfinale ausgeschieden
SK Sturm Graz keine Sechzehntelfinale ausgeschieden
2017/18 SKN St. Pölten keine Sechzehntelfinale ausgeschieden
SK Sturm Graz 2. Platz (6 Punkte) KO-Phase nicht erreicht

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Kärnten und Tirol haben zwei Bundesländer in der kommenden Saison 2017/18 keine Fußballmannschaft in der höchsten deutschen Liga.

Vereinsumbenennungen und -übertritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlaufe der Bundesligageschichte kam es häufiger zu Vereinsumbenennungen und -übertritten. Einige Vereine machten sich selbständig und traten aus ihren Stammvereinen aus. Meistens erhofften sich die Vereine bessere Vermarktungsmöglichkeiten.

Hier eine Übersicht

  • 1996: SV Altlengbach > SV Neulengbach (Vereinswechsel)
  • 2002: SC Stattersdorf > ASV Spratzern (Vereinswechsel)
  • 2002: SC Pinkafeld > FC Südburgenland (neuer selbständiger Verein)
  • 2002: Union Kleinmünchen Linz II > Ladies Soccer Club Linz (neuer selbständiger Verein)
  • 2006: Innsbrucker AC > FC Wacker Innsbruck (Übernahme)
  • 2006: Ladies Soccer Club Linz > LASK Ladies (Übernahme)
  • 2008: Schönberger LUV II > FC Stattegg (Vereinswechsel)
  • 2013: ASV Spratzern > FSK St. Pölten-Spratzern (neuer selbständiger Verein)
  • 2011: FC Stattegg > SK Sturm Graz (Übernahme)
  • 2012: SC Röthis > FFC Vorderland (neuer selbständiger Verein)
  • 2013: SV St. Veit/Glan > Carinthian Woman Soccer (neuer selbständiger Verein)
  • 2015: USK Hof > FC Bergheim (Vereinswechsel)
  • 2016: FSK St. Pölten-Spratzern > SKN St. Pölten (Übernahme)

Frauenfußball in den österreichischen Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Nur in wenigen Medien gibt es eine kontinuierliche Berichterstattung, im Fernsehen werden etwa einige ausgewählte Spiele vom Wiener Fernsehsender W24 kurz zusammengefasst ausgestrahlt. Eine Ausnahme stellt Vorarlberg dar. Die Spiele des Bundesligisten FFC Vorderland werden laufend vom Regionalsender Ländle-TV live übertragen. Auch besteht eine Medienpartnerschaft mit dem Regionalanzeiger. Sowohl die größte Tageszeitung in Vorarlberg, die Vorarlberger Nachrichten, als auch die Vorarlberger Kronenzeitung berichten jeden Montag über die Spielergebnisse der Vorderländerinnen und kündigen die Spiele des Bundesligisten jeweils umfangreich an.

Eine Weiterentwicklung im restlichen Österreich ist ebenfalls zu vermerken: so wird das Meisterschaftsfinish und das Pokalendspiel in den letzten Jahren auch vom ORF mit kurzen Meldungen bzw. kurzen Zusammenfassungen berücksichtigt. Das erste Frauenspiel, welches live in Österreich übertragen wurde, war ein Spiel in der UEFA Women’s Champions League zwischen Neulengbach und Potsdam, das am 10. November 2010 aus dem Wienerwaldstadion Neulengbach von Eurosport gesendet wurde.

Nach Gründung des neuen Kanals ORF SPORT + begann der ORF im Herbst 2012, Frauenländerspiele live aus Österreich zu übertragen. Das wichtige EM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark am 15. September 2012 in St. Pölten und das Play-Off-Spiel für die Endrunde in Schweden gegen Russland am 21. Oktober 2012 wurden gesendet. Danach führten die Viertelfinalspiele der Champions League von Neulengbach gegen Tyresö im März 2014 zu weiteren Liveübertragungen bei ORF Sport +. In den Saisonen 2014/15 und 2015/16 wurden weder ein ÖFB- Cup-Finale noch Champions-League-Spiele übertragen. Im Ausland werden dagegen fast alle CL-Spiele live übertragen, z.B. das Spiel MTK gegen Neulengbach und das Auswärtsspiel in Wolfsburg (Eurosport). Frauenländerspiele werden nun fast immer live übertragen und im Herbst 2016 gab es auch Direktübertragungen von ORF Sport + der Champions-League-Spiele in der 1. Runde der beiden österreichischen Vereine (SKN St. Pölten und Sturm Graz). Im Mai 2017 wurde erstmals ein ÖFB-Ladies-Cup-Endspiel live via ORF Sport+ übertragen. Ein Erfolg war die EM in den Niederlanden. ORF 1 übertrug alle Österreich-Spiele und hatte mehr als 1 Mio Zuschauer pro Spiel. Erstmals wurde am Sonntag, 12. November ein ÖFB Frauen Bundesligaspiel (USC Landhaus - SKN St. Pölten, 0:1) live via ORF Sport+ übertragen.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Österreichischer Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Verein Gesamt DFU WFV ÖFB
1
SV Neulengbach
SV Neulengbach 12 12
  ÖFB: 2002/03, 2003/04, 2004/05, 2005/06, 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2009/10, 2010/11, 2011/12, 2012/13, 2013/14
USC Landhaus Wien
USC Landhaus Wien 12 5 7
  WFV: 1973/74, 1975/76, 1977/78, 1980/81, 1981/82, ÖFB: 1982/83, 1987/88, 1988/89, 1994/95, 1996/97, 1999/2000, 2000/01
3
Union Kleinmünchen
Union Kleinmünchen 8 8
   ÖFB: 1989/90, 1990/91, 1991/92, 1992/93, 1993/94, 1995/96, 1997/98, 1998/99
4 FSK St. Pölten 3 3
FSK St. Pölten
als FSK St. Pölten 2 2
  ÖFB: 2014/15, 2015/16
SKN St. Pölten
als SKN St. Pölten 1 1
  ÖFB: 2016/17
FS Elektra Wien
FS Elektra Wien 3 3
  WFV: 1976/77, 1978/79, 1979/80
6
1. DFC Leoben
1. DFC Leoben 2 2
  ÖFB: 1985/86, 1986/87
DFC Austria Wien
DFC Austria Wien1 2 2
  DFU: 1936, 1937
8
Innsbrucker AC
Innsbrucker AC 1 1
  ÖFB: 2001/02
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ESV Ostbahn XI Wien 1 1
  ÖFB: 1984/85
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SV Aspern 1 1
  ÖFB: 1983/84
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KSV Ankerbrot Wien 1 1
  WFV: 1974/75
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Favoritner AC 1 1
  WFV: 1972/73
1 Die Meistertiteln der DFC Austria Wien zählen offiziell nicht dazu, weil sie unter der Österreichische Damenfußball-Union ausgetragen wurden.

Liste der Torschützenköniginnen seit 1997[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Name Verein Tore Alter
1997/98 Gertrud Stallinger Union Kleinmünchen 20 31
1998/99 Gertrud Stallinger Union Kleinmünchen 14 32
1999/00 Nina Aigner USC Landhaus 27 19
2000/01 Maria Gstöttner SV Neulengbach 33 17
2001/02 Maria Gstöttner SV Neulengbach 34 18
2002/03 Maria Gstöttner SV Neulengbach 28 19
2003/04 Maria Gstöttner SV Neulengbach 26 20
2004/05 Maria Gstöttner SV Neulengbach 22 21
2005/06 Rosana Dos Santos SV Neulengbach 26 24
2006/07 Nina Burger SV Neulengbach 38 19
2007/08 Nina Burger SV Neulengbach 33 20
2008/09 Nina Burger SV Neulengbach 23 21
2009/10 Nina Burger SV Neulengbach 22 22
2010/11 Nina Burger SV Neulengbach 29 23
2011/12 Nina Burger SV Neulengbach 28 24
2012/13 Maria Gstöttner SV Neulengbach 36 29
2013/14 Nicole Billa FSK St. Pölten-Spratzern 24 18
2014/15 Nicole Billa FSK St. Pölten-Spratzern 27 19
2015/16 Fanny Vágó FSK St. Pölten-Spratzern 19 25
2016/17 Fanny Vágó SKN St. Pölten 21 26

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle ÖFB-Meister der Frauenliga im Überblick. In: oefb.at. Abgerufen am 4. August 2013.