Freienhagen (Eichsfeld)

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Wappen Deutschlandkarte
Freienhagen (Eichsfeld)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Freienhagen hervorgehoben

Koordinaten: 51° 25′ N, 10° 3′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Hanstein-Rusteberg
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 4,11 km2
Einwohner: 290 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036083
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 032
Adresse der Verbandsverwaltung: Steingraben 49
37318 Hohengandern
Website: www.vg-hanstein-rusteberg.de
Bürgermeister: Markus Kaspari (CDU)
Lage der Gemeinde Freienhagen im Landkreis Eichsfeld
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Über dieses Bild

Freienhagen ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freienhagen liegt ungefähr sechs Kilometer nordwestlich von Heilbad Heiligenstadt auf dem Buntsandsteinplateau des mittleren Eichsfeldes. Nachbargemeinden sind Streitholz im Osten, Schachtebich im Süden, Rohrberg im Westen und das niedersächsische Gleichen mit der Ortschaft Ischenrode im Nordwesten. Die höchste Erhebung mit 352,6 m befindet sich östlich des Ortes, die Gemarkung wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Unmittelbar südlich verläuft die Bundesautobahn 38 mit einer Anschlussstelle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freienhagen wurde 1304 erstmals erwähnt.[2] Während des 16. Jahrhunderts hielt die Familie von Bodenhausen sowohl den Besitz Freienhagens, als auch die Gerichtshoheit inne. Stets wiederkehrende Bestrebungen seitens des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg der Familie ihre Besitzrechte streitig zu machen, schlugen 1610 endgültig fehl. Das Dorf wurde während des Dreißigjährigen Krieges von den umherziehenden Truppen des braunschweigischen Herzogs Christian 1623 eingeäschert.[3] Bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1802 gehörte Freienhagen zu Kurmainz und ab 1815 als Teil des Landkreises Heiligenstadt bis 1945 zur preußischen Provinz Sachsen. 1945 bis 1949 lag der Ort in der Sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 befand sich der Ort nahe der innerdeutschen Grenze.

Bei Freienhagen liegt ein großer Gesteinsblock. Er wird Kucken- oder Bonifatiusstein genannt. Bonifatius soll dort im 8. Jahrhundert die Heiden getauft haben. Die Oberfläche des Steines ist pultförmig geneigt und besitzt näpfchenförmige Einbuchtungen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 368
  • 1995: 361
  • 1996: 358
  • 1997: 356
  • 1998: 345
  • 1999: 338
  • 2000: 348
  • 2001: 336
  • 2002: 338
  • 2003: 328
  • 2004: 326
  • 2005: 328
  • 2006: 316
  • 2007: 312
  • 2008: 311
  • 2009: 309
  • 2010: 305
  • 2011: 294
  • 2012: 295
  • 2013: 290
  • 2014: 291
  • 2015: 282
  • 2016: 284
  • 2017: 276
  • 2018: 278
  • 2019: 285
  • 2020: 285
  • 2021: 290
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Freienhagen setzt sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

Sitzverteilung des Gemeinderates 2014
 
Insgesamt 6 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaftend 2019[5] 2014[6] 2009[7] 2004[8] 1999[9] 1994[10]
Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 70,2 6 88,3 6 88,4 6 88,9 6 62,3 6 100,0 6
prozentualer Anteil ungültiger Stimmabgaben 8,9 2,9 3,1 11,7 2,8 6,5
Sitze gesamt 6 6 6 6 6 6
Wahlbeteiligung 80,6 % 67,4 % 58,5 % 61,5 % 78,3 % 87,6 %
a prozentualer Anteil an den abgegebenen gültigen Stimmen
d Differenz zu 100 %: Sonstige

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Johannes der Täufer in Freienhagen

Der ehrenamtliche Bürgermeister von Freienhagen, Markus Kaspari (CDU) wurde bei den Kommunalwahlen in Thüringen 2019 mit 53,2 Prozent wiedergewählt.[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot eine verkürzte eingebogene, silberne Spitze, vorn eine silberne Glocke mit einem schwarzen Passionskreuz, hinten eine gewölbte silberne Flasche, in der Spitze ein rotes sechsspeichiges Rad.“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Weidemann: 600 Jahre Freienhagen. Jubiläumsschrift. Freienhagen 2007, S. 68.
Blick von Süden auf Freienhagen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. 5. Auflage, Verlag Rockstuhl, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 78.
  3. Ulrich Harteisen: Das Eichsfeld. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme. Hrsg.: Ulrich Harteisen, u. a. Böhlau, Wien, Köln, Weimar 2018, ISBN 978-3-412-50066-5, S. 281.
  4. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag, 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 123.
  5. Gemeinderatswahlen 2019. In: wahlen.thueringen.de. Abgerufen am 31. Juli 2019.
  6. Gemeinderatswahlen 2014. In: wahlen.thueringen.de. Abgerufen am 27. März 2019.
  7. Gemeinderatswahlen 2009. In: wahlen.thueringen.de. Abgerufen am 27. März 2019.
  8. Gemeinderatswahlen 2004. In: wahlen.thueringen.de. Abgerufen am 27. März 2019.
  9. Gemeinderatswahlen 1999. In: wahlen.thueringen.de. Abgerufen am 27. März 2019.
  10. Gemeinderatswahlen 1994. In: wahlen.thueringen.de. Abgerufen am 27. März 2019.
  11. Kommunalwahl 2019/Bürgermeisterwahlen, mdr.de, abgerufen am 28. Mai 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Freienhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien