Volkerode

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Volkerode in Thüringen.
Ein Ortsteil der Gemeinde Rosdorf in Niedersachsen trägt ebenfalls den Namen Volkerode
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Volkerode
Volkerode
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Volkerode hervorgehoben
Koordinaten: 51° 15′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Ershausen/Geismar
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 6,86 km2
Einwohner: 225 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37308
Vorwahl: 036082
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 098
Adresse der Verbandsverwaltung: Kreisstr. 4
37308 Schimberg
Webpräsenz: www.ershausen-geismar.de
Bürgermeister: Jens Schmidt
Lage der Gemeinde Volkerode im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode/Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Silberhausen Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
Über dieses Bild
Volkerode

Volkerode ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Ershausen/Geismar.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkerode liegt rund 14 km südlich von Heilbad Heiligenstadt und breitet sich im Tal des Hühnerbachs, einem westlichen Zufluss der Rode, an der Ostabdachung des Höhenzugs Gobert aus. Nachbarorte sind Wiesenfeld im Ostnordosten und Pfaffschwende im Südosten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkerode wurde erstmals im Jahre 1227 als „Wacolderot“ urkundlich erwähnt. Das Dorf war bis 1802 im Besitz des Erzstifts Kurmainz, Grundherren waren die Junker von Volkerode. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. Von 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. Von 1945 bis 1949 war der Ort Teil der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Volkerode von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

Der Hühnerbach ermöglichte den Betrieb von zwei Mühlen, bereits im 16. Jahrhundert wird eine Obermühle erwähnt, im 19. Jahrhundert sind hier die Hühnermühle und die Schadenmühle als Mahlmühlen nachweisbar. Nach der Aufgabe der Mühlen wurde aus der Schadenmühle ein Wohnhaus, die Hühnermühle wurde zu einer Pension umgebaut.[2]

Herren von Volkerode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herren von Volkerode, die zum niederen Adel gehörten, waren zunächst auf ihrer befestigten Wohnsitz auf der Goburg mit einem dazugehörigen Dorf ansässig. Ihnen gehörte Volkerode (mit Gerichtsbarkeit) und weitere Besitzungen in der Umgebung, in Dingelstädt, der Mark Duderstadt und Lutterhusen[3] bei Großbartloff. Sie waren auch zeitweise Burgherren auf Burg Stein. Ab dem 14. Jahrhundert wohnten sie in Volkerode. Im 16. Jahrhundert wurden die von Volkerode evangelisch und setzten einen Prediger in der Kirche ein. 1641 wird letztmals mit Adam Philipp ein Herr von Volkerode genannt. Weitere Vertreter des Adelsgeschlechtes waren:

  • Albert von Coburge (1312) vermutlich identisch mit Berlt von Volkerode (1320)
  • Hans, Berlt und Conrad von Volkerode (1376)[4]
  • Wolf von Volkerode (1577), Feldmarschall[5]
  • Philipp von Volkerode genannt Goburg (1604[6], 1631, 1636)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 305
  • 1995: 301
  • 1996: 300
  • 1997: 300
  • 1998: 296
  • 1999: 282
  • 2000: 270
  • 2001: 275
  • 2002: 267
  • 2003: 266
  • 2004: 257
  • 2005: 259
  • 2006: 264
  • 2007: 258
  • 2008: 252
  • 2009: 255
  • 2010: 245
  • 2011: 235
  • 2012: 237
  • 2013: 236
  • 2014: 228
  • 2015: 225
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barockkirche aus dem Jahr 1780
  • Burganlage Volkerode
  • Anger mit 600 bis 800 Jahre alter Gerichtslinde
  • Lourdeskapelle am Ortsausgang zum Höhenzug „Gobert“

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Volkerode setzt sich aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • CDU 2 Sitze
  • Heimatverein (Volkerode) 4 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Jens Schmidt wurde am 6. Juni 2010 gewählt und 2016 wiedergewählt. Am 26. März 2017 kam es zu einer Neuwahl, keiner der Bewerber erreichte die erforderliche Mehrheit. Am 9. April wurde Stephan Fiedler zum neuen Bürgermeister gewählt. Da Herr Fiedler die Wahl nicht annahm, ist eine Neuwahl erforderlich.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brunhilde Bittner: Festschrift zur 775-Jahr-Feier von Volkerode (Eichsfeld). 1227–2002. Kurzchronik. Hrsg.: Gemeindeverwaltung Volkerode. Heiligenstadt 2002, S. 88.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Volkerode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Volker Große, Klaus Herzberg: Volkerode: «Hühnermühle», «Schadenmühle», «Obermühle». In: Maik Pinkert (Hrsg.): Mühlen im Obereichsfeld. Ein Kompendium. Eichsfeld-Verlag, Heiligenstadt 2008, ISBN 978-3-935782-13-5, S. 332–333, 398.
  3. Hrsg. K. Ed. Förstemann: Neue Mittheilungen aus dem Gebiet historisch=antiquarischer Forschungen. Halle 1835, 2. Band, Erstes Heft, Seite 271
  4. Johann Wolf: Eichsfeldisches Urkundenbuch nebst der Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel. Göttingen 1819 (Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel, als Beitrag zu dessen Geschichte. §3 Seite 19)
  5. Cyriakus Spangenberg: Anderer Teil des Adelsspiegels. Schmalkalden 1594, 46. Kapitel, Seite 261
  6. Philipp von Volkerode genannt Goburg (1604)
  7. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 5. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  8. Bürgermeisterwahlen in Thüringen. Abgerufen am 2. Juli 2017.