Marth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Marth
Marth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Marth hervorgehoben
Koordinaten: 51° 23′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Hanstein-Rusteberg
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 4,88 km2
Einwohner: 325 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036081
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 069
Adresse der Verbandsverwaltung: Steingraben 49
37318 Hohengandern
Webpräsenz: www.vg-hanstein-rusteberg.de
Bürgermeister: Peter Dreiling
Lage der Gemeinde Marth im Landkreis Eichsfeld
NiedersachsenHessenKyffhäuserkreisLandkreis NordhausenUnstrut-Hainich-KreisAm OhmbergAm OhmbergAm OhmbergArenshausenAsbach-SickenbergBerlingerodeBernterode (bei Heilbad Heiligenstadt)BirkenfeldeBodenrode-WesthausenBornhagenBrehmeBreitenworbisBüttstedtBuhlaBurgwaldeDeunaDieterodeDietzenrode/VatterodeDingelstädtEcklingerodeEffelderEichstruthFernaFreienhagen (Eichsfeld)FretterodeGeisledenGeismarGerbershausenGernrode (Eichsfeld)GerterodeGlasehausenGroßbartloffHausen (Eichsfeld)HaynrodeHeilbad HeiligenstadtHelmsdorf (Eichsfeld)HeuthenHohengandernHohes KreuzKallmerodeKefferhausenKellaKellaKirchgandernKirchworbisKleinbartloffKreuzebraKrombach (Eichsfeld)KüllstedtLeinefelde-WorbisLenterodeLindewerraLutter (Eichsfeld)Mackenrode (Landkreis Eichsfeld)MarthNiederorschelPfaffschwendeReinholterodeRöhrigRohrberg (Eichsfeld)RustenfeldeSchachtebichSchimbergSchönhagen (Eichsfeld)SchwobfeldSilberhausenSteinbach (Eichsfeld)Sonnenstein (Gemeinde)SteinheuterodeTastungenTeistungenThalwendenUderVolkerodeDeunaWachstedtWahlhausenWehndeWiesenfeld (Eichsfeld)WingerodeWüstheuterodeKarte
Über dieses Bild

Marth ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marth mit Rusteberg, gesehen von Burg Hanstein
Der Dorfkern von Marth vom Rusteberg gesehen

Marth liegt am südlichen Fuß des Rusteberges, noch oberhalb des Leinetales ungefähr 8 Kilometer westlich von Heilbad Heiligenstadt. Über die Kreisstraßen K 104 und K 105 ist der Ort mit der Bundesstraße 80 angeschlossen.

Zu der Gemarkung von Marth gehören noch die im Leinetal liegenden Kleinsiedlungen Hessenau und Eckstieg, die ehemalige Wiesenmühle und das beim ehemaligen Chausseewärterhaus liegende Gewerbegebiet „Miwepa“, heute Standort eines Arenshäuser Verpackungsmittelwerkes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Marth gehörte zur Burg Rusteberg, einer stark befestigten mittelalterlichen Burganlage. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg zu einer modernen Festung ausgebaut. Sie war Zentrum der kurmainzischen Verwaltung des Eichsfeldes und Wohnsitz des Verwalters. 1540 wurde die Verwaltung nach Heiligenstadt verlegt und die Burg vernachlässigt. Nachdem das Amtshaus am Fuß des Berges errichtet worden war, gab man die Burg auf.[2][3]

Von 1802 bis 1945 war Marth Teil der preußischen Provinz Sachsen. 1945 bis 1949 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Marth von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zu Thüringen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 376
  • 1995: 389
  • 1996: 386
  • 1997: 374
  • 1998: 376
  • 1999: 386
  • 2000: 376
  • 2001: 365
  • 2002: 370
  • 2003: 364
  • 2004: 355
  • 2005: 369
  • 2006: 362
  • 2007: 363
  • 2008: 365
  • 2009: 348
  • 2010: 354
  • 2011: 343
  • 2012: 345
  • 2013: 331
  • 2014: 330
  • 2015: 339
  • 2016: 325
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Marth besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren. Er wird alle fünf Jahre neu gewählt.

Sitzverteilung des Gemeinderates 2014
    
Insgesamt 6 Sitze
  • CDU: 2
  • Grüne: 1
  • SG Marth e. V.: 2
  • FFW Marth e. V.: 1
Parteien, Wählergemeinschaften und Vereine 2014[4] 2009[5] 2004[6] 1999[7]
Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 31,1 2 92,9 6 77,9 5
Sportverein SG Marth e. V. SG Marth e. V. 30,7 2 48,5 3
Freiwillige Feuerwehr Marth e. V. FFW Marth e. V. 27,4 1 33,8 2
Bündnis 90/Die Grünen GRÜNE 10,8 1 17,8 1
Aktion lebendiges Dorf Aktion l D 22,1 1
Lebens- und Agrarkulturelle Initiative e.V. LAI 7,1
prozentualer Anteil ungültiger Stimmabgaben 6,0 1,7 2,1 7,3
Sitze gesamt 6 6 6 6
Wahlbeteiligung 70,3 % 62,6 % 68,6 % 66,4 %
a prozentualer Anteil an den abgegebenen gültigen Stimmen

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ehrenamtlichen Bürgermeister wurde am 22. April 2012 mit 51,4 % der Stimmen Herr Peter Dreiling gewählt.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau im Schildfuß einen roten Berg, belegt mit einem sechsspeichigen silbernen Rad, dahinter eine silberne Burg mit Zinnenturm, beseitet mit je einer goldenen Hellebarde, die aus der Mauer wachsen.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg Rusteberg, rechts am Rand der Ort Marth
Mariengrotte in Marth

Auf dem kegelförmigen Berggipfel bei Marth befindet sich die Burgruine Rusteberg, sie war der Amtssitz der kurmainzischen Verwaltung für das Eichsfeld und geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Von der Burganlage und einer Kapelle sind nur noch Ruinen vorhanden.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • das Mitte des 18. Jahrhunderts als Amtshaus errichtete Schloss Rusteberg und heutige Fachklinik Rusteberg
  • die ehemalige Meierei im Ortskern und weitere Fachwerkbauten
  • die Mariengrotte
  • Aussichtspunkte über das westliche Eichsfeld
  • St. Aegidius (Marth)

Fachklinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachklinik

Die Fachklinik Rusteberg bietet 60 Therapieplätze für junge Menschen mit einem Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenproblem an. Träger der Klinik ist die SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbH.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde Marth (Hrsg.): 750 Jahre Marth 1254–2004. o. O. 2004, S. 36.
  • Karl Duval: «Rusteberg» In: Das Eichsfeld. Sondershausen 1845, S. 398–421.
  • «Rusteberg». In: Hans Patze (Hrsg.): Thüringen. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 9. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-520-31302-2, S. 365–367.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Thomas Bienert: Mitteldeutsche Burgen in Thüringen Wartberg Verlag 2000 ISBN 3-86134-631-1 S. 41 u. 42
  3. Burg
  4. Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 4. März 2018.
  5. Gemeinderatswahl 2009 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 4. März 2018.
  6. Gemeinderatswahl 2004 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 4. März 2018.
  7. Gemeinderatswahl 1999 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 4. März 2018.
  8. Bürgermeisterwahlen 2012 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. Thüringer Landesamt für Statistik, abgerufen am 18. Juni 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien