Schöneck/Vogtl.

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schöneck/Vogtl.
Schöneck/Vogtl.
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schöneck/Vogtl. hervorgehoben
Koordinaten: 50° 24′ N, 12° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Vogtlandkreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Schöneck/Mühlental
Höhe: 707 m ü. NHN
Fläche: 55,06 km2
Einwohner: 3221 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08261
Vorwahlen: 037464, 037422 (Gunzen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 370
Adresse der
Stadtverwaltung:
Sonnenwirbel 3
08261 Schöneck/Vogtl.
Webpräsenz: stadt-schoeneck.de
Bürgermeisterin: Isa Suplie (CDU)
Lage der Stadt Schöneck/Vogtl. im Vogtlandkreis
Tschechien Bayern Thüringen Erzgebirgskreis Landkreis Zwickau Adorf/Vogtl. Auerbach/Vogtl. Bad Brambach Bad Elster Bergen (Vogtland) Bösenbrunn Eichigt Ellefeld Elsterberg Falkenstein/Vogtl. Grünbach (Sachsen) Heinsdorfergrund Klingenthal Lengenfeld (Vogtland) Limbach (Vogtland) Markneukirchen Mühlental Muldenhammer Netzschkau Neuensalz Neumark (Vogtland) Neustadt/Vogtl. Oelsnitz/Vogtl. Pausa-Mühltroff Plauen Pöhl Reichenbach im Vogtland Weischlitz Rodewisch Rosenbach/Vogtl. Schöneck/Vogtl. Steinberg (Vogtland) Triebel/Vogtl. Theuma Tirpersdorf Treuen WerdaKarte
Über dieses Bild

Schöneck/Vogtland ist eine Stadt im sächsischen Vogtlandkreis. Mit 707 m (Kirche) ist sie die höchstgelegene Stadt des Vogtlandes und ist dem so genannten Musikwinkel zuzurechnen. Aufgrund der Höhenlage und der ausgedehnten Wälder ist Schöneck seit 1962 ein staatlich anerkannter Erholungsort und Wintersportplatz. Die Stadt entwickelte sich durch schrittweise Eingliederung von sieben ehemaligen Dörfern der Umgebung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus naturräumlicher Sicht liegt Schöneck nicht im Vogtland, sondern im Westerzgebirge. In Schöneck befindet sich der westliche Endpunkt des Erzgebirgskamms. Die entlang dieses Kamms verlaufende Wasserscheide zwischen den linken Elbzuflüssen Eger einerseits und Mulde sowie Saale andererseits biegt auf dem Stadtgebiet nach Süden zum Hauptkamm des Elstergebirges ab. Auf dem Stadtgebiet entspringen die Zwickauer Mulde und die Zwota.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die angrenzende Gemeinden sind Grünbach, Klingenthal, Markneukirchen, Mühlental, Tirpersdorf, Werda und Neustadt.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Hauptort Schöneck hat die Stadt noch folgende Ortsteile[2]:

Ortsteil eingemeindet Einwohner (ca.) Fläche (km2) eigene Gemarkung Ortsbeirat (Mitglieder)
Arnoldsgrün 1996 380 8,0556 ja ja (4)
Eschenbach 1950 110 5,3779 ja nein
Gunzen 1995 200 6,0071[3] ja ja (5)
Korna 1950 030 2,0591 ja nein
Kottenheide 1956 060 0[4] nein nein
Schilbach 1995 230 6,0071 ja ja (5)
Tannenhaus 1939 0[5] nein nein
Zwotental 1995 050 0[6] nein nein

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besiedlung von Stadt und Burg Schöneck als mittelalterlicher Herrensitz begann vermutlich im Zeitraum zwischen 1180 und 1200. Als erster Besitzer von Burg (castrum Schoennecke) und Ort Schöneck wurde im Jahr 1225 Albertus de Schoenegge schriftlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert sind Burg und Ort Schöneck im Besitz der Vögte von Plauen. 1327 trug Vogt Heinrich der Ältere von Plauen seine Herrschaft dem König Johann von Böhmen zu Lehen auf. Neben anderen Ortschaften kam damit auch Schöneck zur Krone Böhmens. Im Jahr 1370 erhob Kaiser Karl IV. Schöneck zur Stadt und verlieh ihr die gleichen Rechte, wie sie die Stadt Elbogen in Böhmen besitzt. Vom selben Jahr datiert der Nachweis, dass die Schönecker Thosse die Burgherrschaft besitzen. Diese adlige Familie ging aus den Herren von Schöneck hervor. In der Folgezeit kamen Burg und Stadt Schöneck im Jahr 1397 an den Grafen Günter von Schwarzburg und 1422 durch die von König Sigismund veranlasste Verpfändung an die Wettiner. Dadurch wechselte die Burgherrschaft Schöneck von böhmische in sächsische Herrschaft, wobei die Freiheiten und Rechte von Schöneck nicht angetastet und in Zukunft immer wieder bestätigt wurden. Bereits 1430 verpfändeten Kurfürst Friedrich von Sachsen und Herzog Sigismund von Sachsen Schloss, Amt und die Vogtei Schöneck und Schönbach an die Gebrüder von Wolffersdorff. 1437, erhielt der erste bürgerliche Kanzler des Heiligen Römischen Reichs Kaspar Schlick, Burggraf zu Eger und Elbogen (heute Loket), das Schloss Schöneck mit allem Zubehör durch Verpfändung von den Wettinern.[7] Später wurde ihm die Burgherrschaft als rechtes Erbe und Lehen zuerkannt. Seinen Nachfolgern wurde 1466 die Burg Schöneck samt Zubehör als Gesamtlehen von den sächsischen Kurfürsten zugesprochen.[8] Der nochmals 1487 erwähnte[9] Nachfahre Wenzel (Wenzlaw) Schlick verkaufte das Schloss Schöneck „mit allen Zugehörungen“ 1499 an Hans von Scheuben aus Eger. Dabei gibt es Kaufstreitigkeiten, denn Schlick hat das Schloss an zwei Interessenten verkauft. Im Jahr 1534 verkauften die Vormünder Adams von Scheuben für ihr Mündel die Herrschaft Schöneck, bestehend aus Schloss, Gut und Städtchen, an den ernestinischen Kurfürsten Johann Friedrich. Nach 1542 wurde sie in das Amt Voigtsberg integriert.

16.–19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schmalkaldischen Krieg wird Stadt und Burg Schöneck 1546 von den kaiserlichen Truppen eingenommen und verwüstet. Drei Jahre später veräußerte der böhmische König Ferdinand seinem Kanzler Heinrich von Plauen zum Dank für die im Schmalkaldischen Krieg geleisteten Dienste u.a. Schloss und Stadt Schöneck. Seitdem gehörte Schöneck zum Amt Plauen. Durch die Niederlage der Ernestiner im Schmalkaldischen Krieg kamen die drei vogtländischen Ämter Pausa, Plauen und Voigtsberg im Jahr 1547 in Besitz der böhmischen Krone. 1548 kauften die Herren von Plauen die Ämter als böhmisches Lehen zurück und verpfänden sie 1559 an den sächsischen Kurfürsten August von Sachsen. Durch das nicht wieder eingelöste Pfand verlieb Schöneck beim Kurfürstentum Sachsen. Durch die häufigen Verpfändungen und Herrschaftswechsel wurde die Burg Schöneck stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Jahr 1580 wurden Teile der Unterburg abgetragen und dafür ein kurfürstliches Jagdschloss erbaut.

Im Dreißigjährigen Krieg wurden Burg und Stadt Schöneck hart getroffen. 1632 plünderten die Truppen unter General Heinrich von Holk die Stadt, zerstörten die Burganlage und brannte den Ort nieder.[10] 1655 erwarb der Rat der Stadt Schöneck die Obergerichte im Weichbild der Stadt, im Stadtwald Haselbrunn und über einige Güter in Eschenbach, sowie die Schriftsässigkeit. 1680 wurde die Stadt erneut zerstört und auch im Siebenjährigen Krieg entstand durch einquartiertes österreichisches Militär im Jahr 1761 ein Brand, der große Teile der Stadt vernichtet und auch die Burgreste betraf. 1765 wurden die letzten Reste des Schlosses, der alte Bergfried, abgetragen[11] und die Steine zum Wiederaufbau der Stadt verwendet.[12] Erhalten blieb nur der Burgberg "Alter Söll". Der letzte große Stadtbrand fand 1856 statt. Seit dem 17. Jahrhundert wurden in Schöneck Geigen gebaut. Dieses Handwerk brachten Exulanten aus Böhmen mit, die dort wegen ihres protestantischen Glaubens verfolgt wurden. 1730 wurde in Schöneck eine Geigenbauerinnung gegründet. Bis ins 20. Jahrhundert wurden neben Geigen weitere Musikinstrumente wie Flöten, Saxophone und elektrische Instrumente in der Stadt produziert. Die Stadt Schöneck gehörte um 1791 bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Voigtsberg.[13] Nach 1856 war die Stadt Sitz des Gerichtsamts Schöneck. Ab 1875 gehörte Schöneck zur Amtshauptmannschaft Oelsnitz. [14]

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Söll (2008)
Schönecks Rathaus (2010)

Nach mehreren Stadtbränden (1632, 1680, 1761 und 1856) fand Schöneck in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schließlich den Weg in die Industrialisierung. So wurde 1865 die Herstellung von Zigarren in Heim- und Fabrikarbeit eingeführt. 1875 erhielt Schöneck mit der Eröffnung der Bahnstrecke Chemnitz–Aue–Adorf Anschluss an das Schienennetz. Die Bedeutung des Bahnhofs stieg mit der Eröffnung der Bahnstrecke Zwotental–Klingenthal (1875) und der Bahnstrecke Falkenstein–Muldenberg (1892). Bis zum Ersten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung stetig an. Im Jahr 1912 weihte die Stadtverwaltung ein Amtsgerichts-Gebäude ein, das in den späten Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem Krankenhaus umgewandelt wurde. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges beschossen die Amerikaner die Stadt mit Artillerie und besetzten sie kampflos.[15]

Zwischen 1950 und 1996 wurden sieben umliegende Ortschaften nach und nach in die Stadt eingemeindet. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam die Stadt Schöneck/Vogtl. im Jahr 1952 zum Kreis Klingenthal im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der 1990 als sächsischer Landkreis Klingenthal fortgeführt wurde und 1996 im Vogtlandkreis aufging.

Im Jahr 1962 wurde die Stadt Schöneck/Vogtl. Staatlich anerkannter Erholungsort. Der erste Skilift an der Hohen Reuth entstand 1967. Neun Jahre später wurde dort ein Ferienheim erbaut. Das 1985 eingeweihte FDGB-"Ferien- und Erholungsheim Karl Marx" auf der Hohen Reuth gehörte mit 1000 Betten zu den größten Neubauten dieser Art in der DDR. Heute wird es als IFA-Hotel fortgeführt.[16] Seit 1969 wurde die Zigarrenindustrie auf die Branche Musikelektronik umprofiliert. Am 1. Juni 1992 entstand die TechniSat Vogtland GmbH in Schöneck/Vogtl., die seitdem HDTV-Receiver, Entschlüsselungsmodule, Multischalter, Einkabellösungen und Sat-Installationsprodukte produziert. Der nach ISO 9001:2008 zertifizierte Standort wurde im Jahr 2011 modernisiert. Zwischen 1995 und 1996 erfolgte der Umbau des IFA-Ferienparks und der Neubau von Sportstätten und eines Erlebnisbades. Am 9. Dezember 2006 wurde das Skigebiet „Skiwelt Schöneck“ und im Jahr 2015 die „Bikewelt Schöneck“ eingeweiht.[17]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1998 31. Dezember):

  • 1834: 1.680
  • 1890: 3.270
  • 1912: 4.896
  • 1971: 3.722
  • 1983: 3.500
  • 1998: 3.951[18]
  • 1999: 3.913
  • 2000: 3.889
  • 2001: 3.802
  • 2002: 3.775
  • 2003: 3.752
  • 2004: 3.721
  • 2007: 3.603
  • 2008: 3.524
  • 2012: 3.343
  • 2013: 3.318
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Friedhof erinnern vier Grabstätten mit einer Gedenktafel an zwei sowjetische, einen französischen und einen polnischen Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und in Schöneck zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[19]
Wahlbeteiligung: 56,2 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,9 %
38,9 %
5,2 %

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 10 Sitze
  • Freie Wähler Schöneck/Vogtland (FW): 6 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin der Stadt Schöneck ist seit dem 1. Mai 2009 Isa Suplie (CDU). Bei der Bürgermeisterwahl am 29. März 2009 war sie als bisherige Hauptamtsleiterin einzige Bewerberin. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der bisherige Bürgermeister Rolf Keil (CDU) als 1. Beigeordneter in das Landratsamt des Vogtlandkreises gewechselt war.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: „In Schwarz über goldenem Schildfuß ein goldener Löwe.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen Partnerschaften zu den Städten:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vogtlandhütte des Deutschen Alpenvereins, Sektion Plauen-Vogtland
Erlebnisbad des IFA-Ferienparks Hohe Reuth

Vom Felsen Alter Söll (734 m) hat man einen Rundblick auf das obere Vogtland mit dem Elstergebirge, das Elstertal und bei guter Sicht sogar bis zum Fichtelgebirge. Auf ihm befand sich bis 1765 die Burg Schöneck. Im Heimatmuseum der Stadt befinden sich interessante Ausstellungsstücke der abgegangenen Burg. Zu Füßen des Alten Söll befindet sich der Burgenabenteuerspielplatz Burg Schöneck

Sehenswert ist auch das 1923 im neobarocken Stil erbaute Rathaus. Es soll an das ehemalige Schloss Schöneck erinnern. Im Jahr 2003 wurde es komplett renoviert.

Die Stadtkirche St. Georg wurde nach dem letzten Stadtbrand 1856 im Zeitraum von ca. vier Jahren neu erbaut und im Herbst 1859 wieder geweiht. Die Orgel entstand im selben Jahr in der Werkstatt des Meisters Johann Gotthilf Bärmig aus Werdau. Sie hat etwa 2500 Pfeifen in 36 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Nach Eingriffen in den 1960er Jahren, die das ursprüngliche Klangbild verfälschten, wurde nach 2004 der ursprüngliche Zustand weitestgehend wiederhergestellt.
Die Glocken wurden ursprünglich vom Glockengießerbetrieb Große aus Dresden, gefertigt, wurden jedoch im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen. Die neuen Glocken der Firma Schilling & Lattermann aus Apolda wurden 1920 geweiht. Das Altarbild stammt von Adolf Wichmann aus Dresden. Die Apostelfiguren Petrus und Paulus (links und rechts des Altars) und der Taufstein sind die einzig erhalten gebliebenen Kunstwerke aus der Vorgängerkirche.

Schöneck, wegen seiner Panoramaaussichten auch als „Balkon des Vogtlandes“ bezeichnet, ist seit 1962 staatlich anerkannter Erholungsort. Zu DDR-Zeiten gab es in Schöneck das FDGB-Erholungsheim Karl Marx. Heute wird es als IFA-Hotel fortgeführt.[20] Die Stadt strebt die Anerkennung als Kneipp-Kurort an. Ein neues Skigebiet mit Skischaukel einschließlich eines Vierer-Sessellifts wurde am 9. Dezember 2006 feierlich eröffnet. In der Skiwelt Schöneck gibt es ein 40 Kilometer langes Loipennetz. Schöneck ist Ausgangspunkt der bekannten Kammloipe nach Johanngeorgenstadt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Zwotental

Durch die Stadt verläuft die Bahnstrecke Chemnitz–Adorf, wobei die Teilstücke Muldenberg bis Aue (Sachs) und Zwotental bis Adorf (Vogtl) nicht mehr im regulären Personenverkehr befahren werden. Im Zuge der Rationalisierung wurden sämtliche Ausweich- und Nebengleise im Bahnhof Schöneck (Vogtl.) entfernt, dafür wurde im Jahr 2000 im Bereich des Schönecker IFA-Ferienparks ein neuer Haltepunkt eröffnet. Die Strecke wird von Regionalzügen der Vogtlandbahn befahren, die Schöneck mit Klingenthal und Plauen verbinden. Kurz vor dem Bahnhof Schöneck (Vogtl) wird bei 772 m ü. NN der Erzgebirgshauptkamm überquert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TechniSat-Werk

Schöneck ist der Sitz der einzigen vogtländischen Aktiengesellschaft, der GK Software AG, und ein Produktionsstandort der TechniSat GmbH. Am Bahnhof befindet sich der Sitz der Raiffeisen-Handelsgenossenschaft Schöneck, welche 10 von 16 Baustoffmärkten im Vogtland betreibt.

Schöneck ist der Verwaltungssitz des südwestlichsten Forstbezirks des staatlichen Sachsenforsts, des Forstbezirks Adorf, der den Bereich des oberen Vogtlands mit fast 27.000 Hektar Wald umfasst.[21] Das Revier 11 dieses Forstbezirks hat ebenfalls seinen Sitz in Schöneck.[22]

Im Ortsteil Schilbach war bis zur Übernahme durch VEB Sinfonia Markneukirchen im Jahr 1973 das Musikinstrumentenbauunternehmen Otwin ansässig, das Zupf- und Streichinstrumente herstellte.

Gesundheitsversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, die Paracelsusklinik Adorf/Schöneck, die zu den Paracelsus-Kliniken gehört.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Ernst Marbach: Beschreibung des von 1730. an privilegirten freyen Städtleins Schöneck. Band 1, Schneeberg 1761 (Digitalisat)
  • Richard Steche: Schöneck. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 10. Heft: Amtshauptmannschaft Oelsnitz. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 20.
  • Schöneck. In: Das Obere Vogtland (= Werte unserer Heimat. Band 26). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976, S. 38–44.
  • Schilbach (OT von Schöneck). In: Das Obere Vogtland (= Werte unserer Heimat. Band 26). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976, S. 34–36.
  • Peter F. N. Hörz, Marcus Richter: „Schöneck – Bekannt durch gute Zigarren“. Studien zur Industriegeschichte einer vogtländischen Kleinstadt (= Bausteine aus dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde. Band 33), 1. Auflage, Verlag Thelem, Dresden 2014 (Online: Inhaltsverzeichnis, PDF File, 250 kB, abgerufen: 12. Oktober 2015).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schöneck/Vogtl. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schöneck – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. vgl. auch Stadt Schöneck – Ortsteile
  3. Der Fläche wird auch der Ortsteil Zwotental zugerechnet
  4. keine eigene Gemarkung, Fläche zählt zum Hauptort Schöneck
  5. keine eigene Gemarkung, Fläche zählt zum Hauptort Schöneck
  6. Ist der Fläche von Gunzen zugerechnet
  7. Regest 12064 in Regesta Imperia – Regest 12064
  8. Mathes und Wentzel Schlick, Vettern, Herren zu Weißkirchen, hatten am 23. März 1466 von Ghurfiirst Ernst und Herzog Albrecht zu Sachsen das Schloß Schöneck mit Zugehör zu Gesamtlehen erhalten“; vgl. von Raab, Regesten I, Nr. 744, S. 170. aus: Leipziger Schöffensspruchsammlung Bd. 1, Forschungsinstitut für Rechtsgeschichte Leipzig, Hrg. Dr. jur. Guido Kisch, Vlg. S. Hirzel, Leipzig
  9. Erich Wild: Geschichte von Markneukirchen: Stadt und Kirchspiel, in: Beilageheft zur 34. Jahresschrift des Vereins für vogtländische Geschichte und Altertumskunde, Vogtländischer Heimatverlag Franz Neupert G.m.b.H., 1925. Daraus zitiert: „1487, Oktober 3. Wenzlaw Schlick, Burggraf zu Eger etc. und Friedrich von Reitzenstein, Hauptmann zu Vogtsberg und Plauen, schlichten die zwischen den Bürgern von Schöneck und denen von Wohlbach über die Wacht zu St. Peter auf der Kottenheide entstandenen Streitigkeiten. D. Newnkirchen auf mitboch nach Michaelis. Gedr. Marbach, Schöneck II, 37. 97a. Ebenda S. 450“. Dazu die Anmerkung: Im Gegensatz zur folgenden bekannten Historie werden die Schlicks indirekt noch bis 1542 als Besitzer erwähnt (Grenzstreitigkeiten mit Nachbarorten). Ebenda S. 465
  10. Zill, Günter: Die ehemalige Burgherrschaft Schöneck, 1999; S. 147; Verlag Beier & Beran, 183 Seiten
  11. Die Burg Schöneck auf www.sachsens-schloesser.de
  12. Website der Stadt Schöneck – Chronik
  13. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 74 f.
  14. Die Amtshauptmannschaft Oelsnitz im Gemeindeverzeichnis 1900
  15. Geschichte der Stadt Schöneck auf der Homepage
  16. www.kammloipe.de
  17. Geschichte der Stadt Schöneck
  18. nach Eingemeindungen
  19. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  20. www.kammloipe.de
  21. Webseite des Sachsenforsts, abgerufen am 9. Dezember 2016
  22. Revierkarte