Bergen (Vogtland)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bergen
Bergen (Vogtland)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bergen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 29′ N, 12° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Vogtlandkreis
Verwaltungsverband: Jägerswald
Höhe: 473 m ü. NHN
Fläche: 8,34 km2
Einwohner: 971 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08239
Vorwahl: 037463
Kfz-Kennzeichen: V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 050
Gemeindegliederung: Hauptort, 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Falkensteiner Straße 10
08239 Bergen
Webpräsenz: www.bergen-vogtland.de
Bürgermeister: Volkmar Trapp (parteilos)
Lage der Gemeinde Bergen im Vogtlandkreis
Tschechien Bayern Thüringen Erzgebirgskreis Landkreis Zwickau Adorf/Vogtl. Auerbach/Vogtl. Bad Brambach Bad Elster Bergen (Vogtland) Bösenbrunn Eichigt Ellefeld Elsterberg Falkenstein/Vogtl. Grünbach (Sachsen) Heinsdorfergrund Klingenthal Lengenfeld (Vogtland) Limbach (Vogtland) Markneukirchen Mühlental Muldenhammer Netzschkau Neuensalz Neumark (Vogtland) Neustadt/Vogtl. Oelsnitz/Vogtl. Pausa-Mühltroff Plauen Pöhl Reichenbach im Vogtland Weischlitz Rodewisch Rosenbach/Vogtl. Schöneck/Vogtl. Steinberg (Vogtland) Triebel/Vogtl. Theuma Tirpersdorf Treuen WerdaKarte
Über dieses Bild

Bergen ist eine Gemeinde im sächsischen Teil des Vogtlands. Sie ist zentral im Vogtlandkreis gelegen und befindet sich rund elf Kilometer südöstlich von dessen Kreisstadt Plauen gelegen. Mit drei weiteren angrenzenden Gemeinden bildet sie den Verwaltungsverband Jägerswald. Bergen hat rund 1000 Einwohner und wurde 1267 erstmals urkundlich erwähnt. Neben dem Hauptort gliedert sich die Gemeinde in drei weitere Teilorte.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergen ist im sächsischen Teil des Vogtlandes auf 473 m ü. NHN gelegen.[2] Der höchste Punkt befindet sich bei etwa 516 m ü. NHN. An der nördlichen Gemeindegrenze ist der Harzberg gelegen, er ist 541 Meter hoch. Bergen liegt zwischen diesem Berg und dem südlich des Ortes beginnenden Jägerswald. Er erstreckt sich im Südosten bis an die Talsperre Werda (auch Geigenbachtalsperre). Der Jägerswald umschließt Bergen im Süden, Südosten und Westen. Nur in den Tälern von Trieb und Jahnsgrüner Bach ist das Waldgebiet durchbrochen.

Im Oberlauf wird die Trieb Geigenbach genannt, sie entspringt bei Grünbach und fließt dann durch den Jägerswald, wird bei Werda in der Talsperre aufgestaut und setzt ihren Verlauf dann als Trieb durch Bergen und den gleichnamigen Ortsteil Falkensteins fort. Bei Thoßfell wird sie dann zur Talsperre Pöhl aufgestaut und mündet später in die Weiße Elster. Die Trieb hat noch einige kleinere Zuläufe in Bergen, die meist im Jägerswald oder am Harzberg entspringen. Westlich des Berges hat auch der Jahnsgrüner Bach seine Quelle, er entwässert über zwei weitere kleine Bäche ebenfalls in die Talsperre Pöhl.

Der geographische Mittelpunkt des Vogtlandkreises befindet sich in Tirpersdorf und ist damit nur wenige Kilometer von Bergen entfernt.

Nachbargemeinden und Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergen bildet eine eigene Gemarkung, die gleichzeitig das gesamte 8,3 km² große Gemeindegebiet umfasst. An Bergen grenzt im Norden die Gemeinde Neuensalz mit dem Ortsteil Mechelgrün. Nordöstlich ist die Stadt Falkenstein/Vogtl. benachbart, hier liegt der Ortsteil Trieb am Nächsten. Im Osten schließt sich das Gemeindegebiet Neustadts an Bergen an. Die übrigen drei angrenzenden Gemeinden bilden zusammen mit Bergen den Verwaltungsverband Jägerswald. Dies sind Werda im Süden, Tirpersdorf im Südwesten mit dem Ortsteil Lottengrün, sowie Theuma, das westlich benachbart ist.

Zu Bergen gehören die Ortsteile Jahnsgrün, Steinigt und Streuberg, die jedoch seit dem 1. Oktober 2010 nicht mehr amtlich als solche geführt werden.[3] Von der 830 Hektar großen Gemarkung Bergens ist über die Hälfte (443 Hektar) bewaldet. 72 Hektar sind Siedlungs- und Verkehrsfläche, davon 38 Hektar Gebäude- und Freifläche, sechs Hektar Erholungsfläche und 26 Hektar Verkehrsfläche. Der Friedhof Bergens ist rund einen Hektar groß. Landwirtschaftliche Flächen sind 287 Hektar, drei Hektar sind Gewässerfläche. Der Steinbruch bei Streuberg bemisst acht Hektar. Die übrigen 18 Hektar Fläche werden anderweitig genutzt.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Bergen (Vogtl), Empfangsgebäude (2017)

In Bergen sind insgesamt 17 Straßen benannt. Dies sind die Straßen Am Anger, Am Brandteich, Am Forellenteich, Am Forsthaus, Am Harzberg, Am Roten Bühl, Am Streuberg, Am Winkel, Bergstraße, Falkensteiner Straße, Gartenstraße, Mechelgrüner Weg, Plauensche Straße, Poppengrüner Straße, Rosenweg, Theumaer Straße und Thomas-Müntzer-Straße.

Durch Bergen verläuft die Bundesstraße 169. Sie verbindet die Städte Stollberg/Erzgeb. und Plauen und hat über die Bundesstraße 173 bei Neuensalz Anschluss an die Bundesautobahn 72 (Anschlussstelle Plauen-Ost). Eine Autofahrt von Bergen ins Zentrum von Plauen dauert etwa 20 Minuten. In die andere Richtung bindet die Bundesstraße Bergen an Falkenstein an, zudem zweigt im Ort die Staatsstraße 301 in Richtung Poppengrün (zu Neustadt/Vogtl.) ab. Über die Staatsstraße gelangt man in den Ortsteil Steinigt. Von der Plauenschen Straße führt des Weiteren eine kleinere Straße an Streuberg vorbei durch den Jägerswald nach Theuma. Der Teilort Jahnsgrün befindet sich an der Bundesstraße Richtung Plauen.

Seit 1972 hat Bergen keinen Anschluss an das Schienennetz mehr. Zuvor gab es einen Bahnhof an der Bahnstrecke Herlasgrün–Oelsnitz. Heute befindet sich der nächste Bahnhof in Falkenstein (Vogtl).

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergen befindet sich mit dem humiden Klima in der Gemäßigten Klimazone, wobei ein Übergang zum Kontinentalklima spürbar ist. In den Tallagen Bergens herrscht Hügellandklima. Bedingt durch die Gebirgszüge in der Umgebung des Vogtlandes fällt relativ wenig Niederschlag.[5] Die nächste Wetterwarte befindet sich in Hof, auf die sich die nachfolgenden Werte beziehen.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 7,5 °C, die maximale Monatsdurchschnittstemperatur wird im Juli bei 16,8 °C gemessen, die geringste Monatsdurchschnittstemperatur mit -1,3 °C im Januar. Die maximale Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,5 °C, während die minimale Temperatur bei 3,6 °C gemessen wird. Auch hier werden jeweils die höchsten bzw. niedrigsten Monatsdurchschnittstemperaturen im Juli (bei Maximaltemperatur auch Juni) bzw. Januar angegeben.

Die jährliche Niederschlagsmenge beläuft sich auf 749 mm. Am meisten Niederschlag fällt in den Monaten Juli (91 mm) und August (77 mm). Die geringste Niederschlagsmenge verzeichnet der Monat April mit 42 mm. Im Jahresverlauf ergeben sich 198 Regentage. Davon sind die meisten im Dezember und März (jeweils 19) und die wenigsten in den Monaten August und September (jeweils 14) verzeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Bergen wurde im Jahr 1267 erstmals als villa Pergen in einer Schenkungsurkunde des Vogts Heinrich von Plauen erwähnt.[7] Im Jahr 1418 wurde der Ort Pergen oder bereits Bergen genannt, beide Namensvarianten wechseln sich noch bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts ab, stammen aber gleichermaßen vom Ort in den Bergen ab. Von der Dorfform handelt es sich um ein Waldhufendorf, das 1900 mit einer etwa 831 Hektar großen Waldhufenflur umgeben war.

In der Frühen Neuzeit wurde Bergen von Plauen aus verwaltet. So gehörte der Ort im 15. Jahrhundert zur Pflege Plauen, Mitte des 16. Jahrhunderts war Bergen dann zum Amt Plauen (mit Pausa) gehörig. Ab 1856 unterstand das Dorf dem Gerichtsamt Falkenstein und nach 1875 oblag die Verwaltung dann der Amtshauptmannschaft Auerbach.

Bevor Bergen 1838 durch die Sächsische Landgemeindeordnung Eigenständigkeit als Landgemeinde erhielt, war der Ort durch das Lehnswesen geprägt. Die Grundherrschaft übten 1583 die Herren zu Mechelgrün und die Trützschler zu Falkenstein aus. Deren Herrschaft erstreckte sich auf 29 besessene Mann und einen Häusler, die 1557 in Bergen lebten. Während des Dreißigjährigen Krieges wird Bergen zwischen 1629 und 1640 mehrmals geplündert. Erste Aufzeichnungen über die Pest in Bergen stammen aus dem Jahr 1626.[7] Ihren Höhepunkt erreichte die Krankheit in Bergen jedoch 1633, als in einem Monat laut den Aufzeichnungen fast 50 Menschen der Pest erlagen. Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) gab es 33 besessene Mann und neun Häusler im Ort, die 234 Hufen zu je 30 Scheffel bewirtschafteten und anteilig dem 1764 erstgenannten ortsansässigen Rittergut und dem Rittergut Oberlauterbach unterstanden.[8]

Die Industrialisierung führte auch in Bergen zu einer Veränderung der Wirtschaftsstruktur. Traditionell waren im Dorf Landwirtschaft, Viehzucht und das Handwerk verbreitet. Mit dem Anschluss an die Bahnstrecke Herlasgrün–Oelsnitz samt Haltepunkt begann ab 1865 die Entwicklung zu einem typischen Standort der Textilindustrie. Die erste Schiffchenstickmaschine in Bergen wurde 1890 in Betrieb genommen. Im Jahr 1903 erhielt Bergen ein eigenes Elektrizitätswerk, das 1907 fertiggestellt wurde. Mit zwei Dampfturbinen wurde begonnen, Strom für die Textilindustrie im Ort zu erzeugen. Dabei wurde mit dem Elektrizitätswerk Trieb zusammengearbeitet, das mit Wasserkraft arbeitete und bereits einige Zeit zuvor bestand. Bald wurden von Bergen aus sogar die Orte an den Grenzen zu Bayern und Tschechien mit Strom versorgt. Die Kapazitäten reichten schnell nicht mehr aus, sodass zusätzlich Fernstrom genutzt werden musste.[9] In den ersten zehn Jahren nach der Jahrhundertwende entstanden viele Textilbetriebe und Stickereien. Über 250 Stickmaschinen gab es in Bergen 1911.[10] Der Bergener Haltepunkt wurde 1905 zum Bahnhof erhoben.[11] Im Jahr 1913 bekam Bergen mit einer Kraftwagenlinie von Plauen nach Eibenstock Anschluss an den Straßennahverkehr.

Die Einwohnerzahl wuchs infolge der Industrialisierung zwischen 1834 und 1871 von 682 auf 1001 Einwohner an, 1910 wurden schon fast 1900 Einwohner gezählt. Von 1879 Einwohnern im Jahr 1925 gehörte der überwiegende Teil der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde im Ort an. Acht Personen waren katholischer Konfession, eine Person evangelisch-reformiert sowie 24 konfessionslos. Die Bergener St.-Nicolai-Kirche wurde etwa 1527 errichtet und 1870 umgebaut. Im Jahr 1900 erfolgten Umbauten am Kirchturm. In die Bergener Kirche sind auch die Orte Schönau und Trieb eingepfarrt.[8] Während des Ersten Weltkrieges starben 73 Bergener. Im Jahr 1925 errichtete die Gemeinde ihr heutiges Rathaus. Die Stromerzeugung in Bergen wurde Ende der 1920er Jahre aus Kostengründen eingestellt, Verwaltungs- und Reparaturarbeiten wurden jedoch weiterhin hier ausgeführt.[9] Ein Adressbuch aus dem Jahr 1944 führt Bergen betreffend 665 Einträge.[12] Nach dem Zweiten Weltkrieg, der über 140 Tote aus Bergen forderte, kam Sachsen in die Sowjetische Besatzungszone und später zur DDR. Die seit 1875 bestehende Zugehörigkeit zum Verwaltungsort Auerbach blieb auch nach der Gebietsreform 1952 erhalten, die Bergen dem Kreis Auerbach im Bezirk Karl-Marx-Stadt (vormals Chemnitz) zuordnete.[13]

Der Bergenit bekam den Namen seines Fundortes.

Das bäuerliche Leben in Bergen wurde nun nach dem Prinzip der Landwirtschaft in der DDR ausgerichtet. Zusätzlich entwickelte sich der Uranbergbau in Bergen. Ab 1949 wurden erfolgreich Erkundungsarbeiten im Auftrag der SDAG Wismut durchgeführt. Kurz darauf begann der Abbau des Urans, es wurde bis 1964 aus sieben Schächten gefördert. Das im Bergener Revier gefundene Barium-Uranyl-Phosphat „Bergenit“ bekam den Namen von seinem Abbauort.[10] Im Jahr 1952 waren Schätzungen zufolge etwa 600 Arbeiter im Revier tätig, fünf Jahre später waren es noch rund 300.[14] Nach dem Ende des Uranbergbaus begann auch die Bedeutung der Eisenbahnlinie schnell zu sinken, 1970 wurde der Personen- und 1972 der Güterverkehr eingestellt, die Gleise ab 1978 zurückgebaut.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung kam Bergen zum wiedergegründeten Freistaat Sachsen. Die folgenden Gebietsreformen in Sachsen ordneten die Gemeinde 1994 dem Vogtlandkreis (Kfz-Kennzeichen: V) zu, der 2008 um die ehemals kreisfreie Stadt Plauen vergrößert wurde. In den Jahren nach 1990 erfolgte ein weiterer wirtschaftlicher Umbruch weg von der Textilindustrie zu Handwerk und Dienstleistungen.

Am 25. Dezember 1998 gründeten die Gemeinden Bergen, Theuma, Werda und Tirpersdorf den Verwaltungsverband Jägerswald mit Sitz in Tirpersdorf.[15] Es folgte die Erschließung eines Baugebietes für Eigenheime.

Der Bergener Gemeinderat beschloss im Juni 2010, Verhandlungen mit Falkenstein über eine Eingliederung aufzunehmen und den Verwaltungsverband zu verlassen. Dieser lehnte das ab, auch das Landratsamt des Vogtlandkreises genehmigte eine Fusion beider Orte nicht. Bergen ging gegen diese Entscheidung in Berufung. Parallel dazu existieren Vorschläge, den Verwaltungsverband in eine Einheitsgemeinde zu überführen.[16][17]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerdiagramm von Bergen

Zwischen 1834 und 1950 erlebte Bergen einen Anstieg der Bevölkerungszahl von 682 auf über 2000. Bei der Erhebung 1871 lebten erstmals mehr als 1000 Menschen im Ort, 1910 waren es dann schon deutlich über 1500. Nach dem Hoch 1950 ging die Einwohnerzahl bis 1964 um 300 zurück. Nach dem Ende des Bergbaus fiel die Bevölkerungszahl weiter, so lebten 1990 nur noch knapp 1200 Menschen in Bergen. Es folgte ein weiterer stetiger Bevölkerungsrückgang analog zu den anderen ländlichen Gemeinden in Ostdeutschland.[8][18][19]

Jahr Einwohner
1834 0682
1871 1.001
1890 0960
1910 1.888
1925 1.879
1933 1.906
1939 1.844
1946 1.934
1950 2.066
1964 1.720
Jahr Einwohner
1990 1.182
1991 1.170
1992 1.162
1993 1.142
1994 1.151
1995 1.139
1996 1.134
1997 1.135
1998 1.135
1999 1.145
Jahr Einwohner
2000 1.152
2001 1.140
2002 1.124
2003 1.113
2004 1.102
2005 1.086
2006 1.060
2007 1.036
2008 1.061
2009 1.053
Jahr Einwohner
2010 1.037
2011 1.028
2012 1.022
2013 0997
2014 0987

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bergener Gemeinderat besteht aus 10 Mitgliedern und dem ehrenamtlich tätigen Bürgermeister.

Übersicht der Gemeinderatswahlen seit 1990
Partei 1990[20] 1994[20] 1999[21] 2004[22] 2009[23]
CDU 22,1
DSU 07,9 15,0 41,6 21,4 07,0
FDP 03,1 02,9
Freie Wähler 44,4 49,4
PDS/Linke 07,5 07,7
SPD 02,9
Wählervereinigungen 85,0 58,4 26,7 32,9
Sonstige 64,0
Gemeinderatswahl 2014[24]
Wahlbeteiligung: 71,8 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,2 %
16,6 %
1,8 %
1,8 %
13,7 %
24,9 %
WVS
BIG
WV Fw

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Freie Wähler (FW): 6 Sitze
  • Wählervereinigung „Ihre Feuerwehr“ (WV Fw): 3 Sitze
  • Wählervereinigung Sport (WVS): 2 Sitze
  • Bergener Interessengemeinschaft (BIG): 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgermeisterwahl am 12. Juni 1994 ging Beate Schubert von der Bürgerinitiative Bergen als Siegerin hervor. Bei der nächsten Wahl am 10. Juni 2001 gewann dann der parteilose Volkmar Trapp, der 2008 und 2015 im Amt bestätigt wurde.[25]

Auf Landesebene zählt die Gemeinde zum Wahlkreis Vogtland 2, bei Bundestagswahlen liegt die Gemeinde im Bundestagswahlkreis Vogtlandkreis, der dem Landkreisgebiet entspricht.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bergen gibt es eine Freiwillige Feuerwehr. Sie ist eine von insgesamt sieben im Verwaltungsverband. Der Bergener Kindergarten trägt den Namen „Am Ententeich“. Die nächsten Grundschulen befinden sich in den Gemeinden Theuma und Werda.

Im Vereinsleben existiert ein Heimatverein, der 1992 gegründet wurde und im August 2012 23 Mitglieder hatte. Die Geschichte des Männerchors „Liederkranz“ geht bis ins Jahr 1887 zurück. Er wurde 1994 wiedergegründet und hat etwa 25 aktive Sänger.[26] Der Sportverein Turbine Bergen wurde 1911 gegründet und ist im Fußball tätig. Er hat zwei Männer- und zwei Jugendmannschaften sowie eine Frauenmannschaft.[27] Die Spielstätte befindet sich im Osten Bergens an der Straße Am Anger.

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es in Bergen drei landwirtschaftliche Betriebe und drei Betriebe aus dem Baugewerbe. Zum 30. Juni 2011 waren 439 Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig am Wohnort beschäftigt.[4]

Für Übernachtungen gibt es das Hotel „Landhaus Marienstein“ mit 23 Betten,[28] das Ferienhaus „Neue Scheune“ mit Holzkunst-Schauanlage und historischer Tischlerei[29] und die Gaststätte mit Pension „Streuberg“ (15 Zimmer).[30] Entlang der ehemaligen Bahnstrecke wurde 2011 ein Radwanderweg zwischen Oelsnitz und Falkenstein eröffnet, der durch Bergen verläuft. Von Bergen aus ist zudem ein Wanderweg zur Geigenbachtalsperre ausgeschildert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bergen (Vogtland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Suche geographischer Namen. In: Dienstleistungszentrum des Geodatenzentrums. Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, abgerufen am 19. November 2013.
  3. Angaben für 14 5 23 050 Gemeinde Bergen. In: Regionalregister Sachsen. Statistisches Landesamt Sachsen, abgerufen am 20. November 2013.
  4. a b Gemeindestatistik 2012 für Bergen. In: Regionaldaten Gemeindestatistik Sachsen. Statistisches Landesamt Sachsen, abgerufen am 20. November 2013.
  5. Klima und Wetter. In: bergen-vogtland.de. Gemeindeverwaltung Bergen, abgerufen am 20. November 2013.
  6. Wetterdienst.de: Klimawerte Bergens (Station Hof), Datenbasis 1991–2010.
  7. a b Geschichte der Bergener Kirche. In: bergen-vogtland.de. Gemeindeverwaltung Bergen, abgerufen am 20. November 2013.
  8. a b c Bergen im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  9. a b Das Elektrizitätswerk in Bergen/Vogtland. In: bergen-vogtland.de. Gemeindeverwaltung Bergen, abgerufen am 20. November 2013.
  10. a b Kurze Chronik von Bergen. In: bergen-vogtland.de. Gemeindeverwaltung Bergen, abgerufen am 20. November 2013.
  11. Wilfried Rettig: Die Eisenbahnen im Vogtland. Band 1, S. 115 f.
  12. Historische Adressbücher: Einträge für den Ort Bergen (Vogtland). In: adressbuecher.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 19. November 2013.
  13. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  14. Chronik der Bergarbeiten in der Lagerstätte Bergen (Wismut). In: bergen-vogtland.de. Gemeindeverwaltung Bergen, abgerufen am 20. November 2013.
  15. sachbezogene Neubildung 7853 Verwaltungsverband Jägerswald. In: Regionalregister Sachsen. Statistisches Landesamt Sachsen, abgerufen am 20. November 2013.
  16. In weiter Ferne – Die Einheitsgemeinde Jägerswald. In: YouTube. VRFdirekt, abgerufen am 20. November 2013 (Video; kein Flash erforderlich).
  17. Brenzlige Situation für Verwaltungsverband Jägerswald. In: Vogtland Anzeiger. 13. Juli 2010 (Online).
  18. Michael Rademacher: Landkreis Auerbach. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Abgerufen am 19. November 2013.
  19. Gemeindeteilstrukturänderung. In: Regionalregister Sachsen. Statistisches Landesamt Sachsen, 1. Oktober 2010, abgerufen am 19. November 2013.
  20. a b Gemeinderatswahl 1994. In: statistik.sachsen.de. Statistisches Landesamt Sachsen, abgerufen am 19. November 2013.
  21. Gemeinderatswahl 1999. In: statistik.sachsen.de. Statistisches Landesamt Sachsen, abgerufen am 19. November 2013.
  22. Gemeinderatswahl 2004. In: statistik.sachsen.de. Statistisches Landesamt Sachsen, abgerufen am 19. November 2013.
  23. Gemeinderatswahl 2009. In: statistik.sachsen.de. Statistisches Landesamt Sachsen, abgerufen am 19. November 2013.
  24. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  25. https://www.statistik.sachsen.de/wpr_alt/pkg_s10_bmlr.prc_erg_bm_a?p_bz_bzid=BM151&p_ebene=GE&p_ort=14523050
  26. Vereine und Interessengruppen. In: bergen-vogtland.de. Gemeindeverwaltung Bergen, abgerufen am 20. November 2013.
  27. Mannschaften. In: turbine-bergen.de. SV Turbine Bergen, abgerufen am 20. November 2013.
  28. Hotel Landhaus Marienstein. In: landhaus-marienstein.de. Abgerufen am 20. November 2013.
  29. Historische Tischlerei. In: triebtal.de. Abgerufen am 20. November 2013.
  30. Zimmer und Preise. In: streuberg.de. Abgerufen am 20. November 2013.