Adorf/Vogtl.

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Wappen Deutschlandkarte
Adorf/Vogtl.
Deutschlandkarte, Position der Stadt Adorf/Vogtl. hervorgehoben

Koordinaten: 50° 19′ N, 12° 16′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Vogtlandkreis
Höhe: 494 m ü. NHN
Fläche: 42,97 km2
Einwohner: 4841 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08626
Vorwahlen: 037423 und 037430Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 010
Stadtgliederung: Hauptort, 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
08626 Adorf
Website: www.adorf-vogtland.de
Bürgermeister: Rico Schmidt (SPD, aber als unabhängiger Kandidat gewählt)
Lage der Stadt Adorf/Vogtl. im Vogtlandkreis
TschechienBayernThüringenErzgebirgskreisLandkreis ZwickauAdorf/Vogtl.Auerbach/Vogtl.Bad BrambachBad ElsterBergen (Vogtland)BösenbrunnEichigtEllefeldElsterbergFalkenstein/Vogtl.Grünbach (Sachsen)HeinsdorfergrundKlingenthalLengenfeld (Vogtland)Limbach (Vogtland)MarkneukirchenMühlentalMuldenhammerNetzschkauNeuensalzNeumark (Vogtland)Neustadt/Vogtl.Oelsnitz/Vogtl.Pausa-MühltroffPlauenPöhlReichenbach im VogtlandWeischlitzRodewischRosenbach/Vogtl.Schöneck/Vogtl.Steinberg (Vogtland)Triebel/Vogtl.TheumaTirpersdorfTreuenWerdaKarte
Über dieses Bild

Adorf/Vogtl. ( Aussprache?/i) ist eine Kleinstadt im sächsischen Vogtlandkreis. Die Stadt gehört zum Vogtländischen Musikwinkel, in dem der Musikinstrumentenbau eine besondere Rolle spielt. Durch die Stadt führt die Alte Egerer Poststraße, einst eine wichtige Handelsstraße LeipzigEger.

Der Adorfer Marktplatz mit einer Länge von 231 Meter
Adorf aus dem Brunnenberg
Stadtkirche St. Michaelis

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adorf liegt im südwestsächsichen Vogtlandkreis, im Tal der Weißen Elster bei der Einmündung des Schwarzbaches. Der Ortskern mit Marktplatz und Kirche befindet sich linksseitig oberhalb der Flussaue.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adorf grenzt an vier Gemeinden im Vogtlandkreis sowie im Westen an Tschechien. Im Einzelnen sind dies Eichigt, Mühlental, Markneukirchen, Bad Elster und das böhmische Hranice u Aše (deutsch Roßbach).

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Adorf/Vogtl. gehören die Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In alten Überlieferungen wird geschrieben, dass Adorf, das Dorf an der Aa, am Fluss, zu Beginn des 3. Jahrhunderts gewachsen sei. Größer entstand Adorf um 1200 an der Straße von Plauen nach Eger. Die Stadt selbst wurde 1290 oberhalb des Dorfes angelegt. Im Jahr 1294 erfolgte die Erwähnung als oppidum Adorph, 1328 als stat czu Ahdorf, 1461 als Adruff und 1557 als Adroff. Der Name des Dorfes, welcher sich von Dorf in der Aue ableitet (Aue von mittelhochdeutsch ouwe mit der Bedeutung von Wasser umflossenes Land, Insel, nasse Wiese), wurde übernommen.[2]

Stadtmauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adorf besaß eine vollständige Stadtmauer, die den Stadtkern umschloss, welche durch zwei Stadttore (später kam, nach Westen hin, oberhalb der jetzigen Alten Stadtapotheke 1836 das Neutor hinzu) passiert werden konnte. Im Westen, entlang der Johannisstraße, sind noch heute einige Teile der Stadtmauer zu sehen. Diese Mauerteile zeigen einen gut restaurierten Turm mit Schießscharten. Die Mauer wendet sich dann in Richtung Osten hin bis zum ebenfalls restaurierten Freiberger Tor, welches erstmals 1773 erwähnt und nach dem Stadtbrand von 1768 wieder errichtet worden ist. Weitergeführt wird die Stadtmauer über das Tor hinaus, entlang Graben/Hellgasse. Sie zeigt dann den teilweise abgebrochenen Pulverturm. Die Stadtmauer an der Grabentreppe wurde 1998 restauriert und wieder aufgerichtet. Die Mauer biegt dann nach Süden ab und reicht unterhalb der St. Michaeliskirche, der „Alten Schule“ und dem Pfarramt bis hin zur früheren Pforte. An dem stark abfallenden Hang schützt die Mauer das darüber liegende Gelände. Am Kirchplatz biegt die Mauer dann ab zur Storchenstraße, wo sich der Störchenturm befand. Das letzte Stadttor, das Badertor, welches an der engsten Stelle der Straße am Schwarzen Bär stand, ist nicht mehr vorhanden. Die Restmauer verfolgt man dann den Roten-Turm-Weg hinauf, hin zu dem Roten Turm, welcher nicht mehr existiert und gelangt so an die Schützenstraße zum Neuen Tor. So schließt sich der Ring um die Altstadt.

Stadtrecht und Zugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1293 wurde das Stadtrecht verliehen. Ab spätestens 1398 gab es einen Bürgermeister und einen Rat. 1357 fiel Adorf an die Markgrafschaft Meißen, 1485 an das Kurfürstentum Sachsen, 1547 an die Vögte von Plauen und 1569 endgültig an Sachsen. 1522 begann die Reformation.

Von 1657 bis 1718 lag Adorf, wie das gesamte Amt Voigtsberg im albertinischen Sekundogeniturfürstentum Sachsen-Zeitz.[3]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs existierte ab 1942 ein Außenlager des Stalag IV F bei Adorf. An einer Anlage der Reichsbahn wurden dort Kriegsgefangene der Roten Armee und der US-Streitkräfte gefangen gehalten. Bei Kriegsende 1945 wurde das Lager aufgelöst und die verbliebenen Kriegsgefangenen wurden in Marschkolonnen in Richtung Karlsbad geschickt.[4]

Am 5. März 1945 stürzte ein Bomber vom Typ Avro Lancaster der Royal Air Force nach einem Angriff auf Chemnitz zwischen dem Ortsteil Gettengrün und dem damaligen Roßbach ab. Alle Besatzungsmitglieder, darunter ein Neuseeländer, starben dabei. Heute befindet sich ein Denkmal an der Absturzstelle.[5] Ende April 1945 kam es ebenfalls zu Tieffliegerangriffen und Artilleriebeschuss durch US-Truppen. Ziel waren u. a. eine Außenstelle der Heinkel-Werke, der Adorfer Bahnhof und andere Fabriken. Des Weiteren lieferten sich die amerikanischen Soldaten schwere Gefechte mit Angehörigen der Wehrmacht und Hitlerjugend. Am 5. Mai setzten sich der Kampfkommandeur der Stadt mit den verbliebenen Soldaten in Richtung Klingenthal ab. Die Stadt wurde am 6. Mai nach der Kontaktaufnahme einiger Einwohner komplett von der US-Armee besetzt. Im Juli übergaben die US-Truppen Adorf und das gesamte Vogtland an die Sowjetische Besatzungsmacht.[6] Zahlreiche Bahnanlagen wurden noch 1949 als Reparationsleistungen abgebaut und in die Sowjetunion verbracht.

Adorf gehörte bis zur Bildung des Vogtlandkreises 1996 zum Landkreis Oelsnitz (Kfz.-Kennz. OVL). Am 11. August 2006 benannte sich die Stadt von Adorf in Adorf/Vogtl. um.[7] Die Stadt ist Teil der grenzüberschreitenden Vereinigung Freunde im Herzen Europas.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Arnsgrün 1. Juli 1950
Freiberg 1. Juli 1950  Umgliederung von Neu-Freiberg nach Leubetha
Gettengrün 1. Januar 1994
Jugelsburg 1. Juli 1950
Leubetha[8] 1. Januar 1999
Obergettengrün 1. Juli 1950  Zusammenschluss mit Untergettengrün zu Gettengrün
Rebersreuth 1. März 1994
Remtengrün 1. Juli 1950
Untergettengrün 1. Juli 1950  Zusammenschluss mit Obergettengrün zu Gettengrün

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960jeweils am 31. Dezember):[9]

  • 1500: 1000
  • 1779: 1300 (272 Häuser)[10]
  • 1801: 1310 (268 Häuser)[10]
  • 1815: 1862[10]
  • 1831: 2395 (302 Häuser)[10]
  • 1834: 2348 (311 Häuser)[10]
  • 1910: 7887
  • 1960: 8832
  • 1971: 8398
  • 1998: 6396
  • 1999: 6296
  • 2000: 6214
  • 2001: 6127
  • 2002: 6017
  • 2004: 5817
  • 2005: 6096
  • 2007: 5563
  • 2008: 5474
  • 2012: 5207
  • 2013: 5178
  • 2015: 5078

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Ortsfriedhof befindet sich ein sowjetischer Ehrenhain mit den Gräbern von 13 Kriegsgefangenen sowie von Frauen und Männern, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 57,4 % (+ 5,6 %p.)
 %
40
30
20
10
0
33,2 %
36,3 %
15,4 %
15,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
−6,3 %p
+13,4 %p
−4,8 %p
+1,0 %p
Gemeinderat Adorf – Sitzverteilung 2019
    
Insgesamt 18 Sitze

1889 wurde der lokale Arbeiterverein gegründet, 1906 die SPD-Ortsgruppe sowie 1919 die KPD-Ortsgruppe.

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Adorfer Stadtrat besteht aus 18 Stadträten und dem Bürgermeister. Die Stadtratswahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung[11]:

Partei/Gruppierung Stimmenanteil Sitze +/−
CDU 33,2 % 6 − 2
Freie Wähler Adorf (FWA) 36,3 % 7 + 3
SPD 15,4 % 3 − 1
Die Linke 15,1 % 2 ± 0

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. August 2011 Rico Schmidt (SPD). Er trat als unabhängiger Kandidat an und gewann am 19. Juni 2011 im zweiten Wahlgang mit 53,5 % der Stimmen gegen Amtsinhaberin Mariechen Bang (CDU).[12] Am 27. Mai 2018 wurde er mit 96,9 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,3 %.

Wappen, Flagge, Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Adorf zeigt einen in einem schwarzen Schild rechtsgewendeten aufrecht stehenden goldenen Löwen mit roten Krallen, offenem Rachen und herausgeschlagener roter Zunge sowie einen nach oben geworfenen Schweif mit zwei Quasten.[13]

Die Flagge der Stadt ist gold/schwarz längs gestreift und trägt in ihrer Mitte das Stadtwappen.

Das Dienstsiegel der Stadt enthält das Wappen und die Umschrift „Stadt Adorf/Vogtl.“

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adorf ist der Name des südwestlichsten Forstbezirks des staatlichen Sachsenforsts, der den Bereich des oberen Vogtlands mit fast 27.000 Hektar Wald umfasst, seinen Verwaltungssitz allerdings in Schöneck hat.[14]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1865 erhielt die Stadt Anschluss an die Bahnstrecke Plauen–Cheb (Cheb hieß damals noch Eger). Im Jahr 1875 kam die Verbindung nach Chemnitz über die Bahnstrecke Chemnitz–Adorf hinzu.

Der Bahnhof Adorf (Vogtl) wird von der Vogtlandbahn bedient, die stündliche Verbindungen nach Zwickau und Plauen sowie zweistündlich nach Greiz, Gera und in die tschechische Stadt Cheb herstellt.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft der Stadt wurde im Mittelalter von der genannten Straße sowie einer weiteren Verbindungsstraße von Böhmen nach Hof begünstigt.

In Adorf beginnt die B 283, die zunächst nahe dem Gebirgskamm unweit der tschechischen Grenze in nordöstlicher Richtung über Markneukirchen nach Klingenthal verläuft. Des Weiteren befindet sich Adorf an der B 92, die ein Teilstück der Europastraße 49 ist.

Adorf wird im vertakteten ÖPNV des Verkehrsverbunds Vogtland von mehreren Buslinien bedient. Die Linien 30, 92 und 93 bilden unter der Woche einen Halbstundentakt zwischen Adorf und Bad Elster.

Stand: 13. Februar 2022
Linie Endpunkte Verlauf Verkehrsunternehmen Klassifizierung
30+ Bad Elster ↔ Klingenthal AdorfMarkneukirchen Plauener Omnibusbetrieb PlusBus
37 AdorfAdorf HermsgrünSaalig Plauener Omnibusbetrieb RufBus
38 AdorfAdorf Bergen – Gettengrün (gegen Uhrzeigersinn) Plauener Omnibusbetrieb RufBus
39 AdorfAdorf Gettengrün – Bergen (im Uhrzeigersinn) Plauener Omnibusbetrieb RufBus
92 Plauen ↔ Bad Elster Oelsnitz – Adorf Plauener Omnibusbetrieb TaktBus
93 Schöneck ↔ Bad Elster Markneukirchen – Adorf Plauener Omnibusbetrieb TaktBus
94 Adorf ↔ Bad Elster MühlhausenSohl Plauener Omnibusbetrieb StadtBus

Seit März 2017 fährt in Adorf ein Bürgerbus mit ehrenamtlichen Fahrern auf der Linie 96.[15][16] Er verkehrt jeden Montag, Dienstag und Donnerstag und verbindet den Ort mit seinen Ortsteilen und dem Bahnhof.

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Heimatmuseum endet der 25,8 km lange, und damit der längste Weg des von der Rodewischer Sternwarte ausgehenden Wegenetzes "Planetenwege Vogtland". Der Neptun-Weg kann als Rad- und Wanderweg genutzt werden.

Freiberger Tor
Haus in der historischen Hellgasse
Rathaus
Kalktuff im Botanischen Garten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Freiberger Tor, das einzige erhaltene Stadttor des Vogtlandes, beherbergt das Perlmutter- und Heimatmuseum mit der größten Perlmuttausstellung Deutschlands.
  • Die Miniaturschauanlage Klein-Vogtland wurde am 17. Juni 1995 eröffnet und stellt eine Reihe von vogtländischen Sehenswürdigkeiten in Form von Miniaturmodellen aus, darunter die Göltzschtalbrücke und die Klingenthaler Rundkirche. Zur Ausstellung gehört auch eine LGB-Gartenbahn und der Botanische Garten Adorf. Dort befindet sich die größte Kalktuffabteilung Deutschlands.
  • Im Bahnbetriebswerk des Vogtländischen Eisenbahnvereins sind Lokomotiven, Waggons, Werkzeuge und Maschinen ausgestellt. Der Ringlokschuppen mit vorgelagerter Drehscheibe von 1909 bietet die Möglichkeit, Dampf- und Diesellokomotiven von innen zu betrachten.[17]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der große, 231 m lange Marktplatz wurde im 13. Jahrhundert angelegt.
  • Die Stadtkirche St. Michaelis wurde 1905 bis 1906 vom Jugendstil beeinflusst errichtet.[18]
  • Das Rathaus ist ein Neorenaissancebau aus dem Jahre 1896.[18]
  • Im Ortsteil Remtengrün steht auf 566 m ü. NHN ein 2020 neu errichteter, 18 m hoher Aussichtsturm.[19]
  • Am Bahnhof befindet sich ein über 100 Jahre alter Lokschuppen des Vogtländischen Eisenbahnvereins Adorf e. V.
  • Die Hammermühle Leubetha gilt als ältestes Hammerwerk Sachsens.
  • Die Nachbildungen der Kursächsischen Postmeilensäulen, als Ganzmeilensäule Nr. 76 von 1725 in Adorf und als Viertelmeilenstein Nr. 77 von 1725 im Ortsteil Remtengrün, erinnern im Verlauf der Alten Egerer Poststraße an diese einst bedeutende Handelsstraße zwischen Leipzig und Eger. Zudem wurden in Adorf auch zwei Königlich-sächsische Meilensteine in Form von Stationssteinen aus der Zeit nach dem Chausseebau von 1859–1866 rekonstruiert.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hatte über längere Zeit bedeutende Orgelbauwerkstätten, aus der die Orgelbaufamilie Trampeli herausragt,[20] und war früher ein „Zentrum des Orgelbaus in Mitteldeutschland“.[21]

In der Stadt bestehen die beiden Live-Bands „Prinzenberger“ und „Vogtland-Express-Band“. Auch ein Blasorchester gibt es in Adorf. Die „Adorfer Blasmusikanten“ bildeten sich aus einem Schalmeien-Orchester und feierten 2008 ihr 50-jähriges Bestehen. Seit dem Jahr 2003 existiert auf dem Adorfer Ortsteil Gettengrün ein Laienchor.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • VFC Adorf e. V.
  • ESV Lok Adorf e. V.
  • 1. Badmintonclub Adorf e. V.
  • Budosportverein Adorf e. V.
  • KC „Gut Holz“ Adorf e. V.
  • TTV 1956 Adorf e.V.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adorfer Carneval-Verein e. V.
  • Dorf- und Heimatverein Gettengrün e. V.
  • Freiwillige Feuerwehr Adorf/Vogtl. e. V.
  • Gartenverein „Schöne Aussicht“ Adorf e. V.
  • kleinstadtPerspektiven e. V.
  • Obervogtländischer Modelleisenbahn Club e. V.
  • Verein Klassische Musik Adorf/V. e. V. (der Kirchen- und Musikverein)
  • Vogtländischer Eisenbahnverein Adorf e. V.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die GEWA music GmbH wurde 1925 durch Georg Walther in Adorf gegründet. Mitte der 50er-Jahre wurde das Unternehmen bedingt durch die Kriegsfolgen nach Mittenwald/Bayern verlegt. Nach der Wende erfolgte die Verlegung des Stammsitzes zurück nach Adorf sowie die schrittweise Zusammenlegung von allen betrieblichen Teilbereichen an diesen Standort bis zum Juni 2010. Heute hält GEWA neben Vertriebs-Tochtergesellschaften in vielen wichtigen Absatzländern auch substanzielle Beteiligungen an asiatischen Musikinstrumentenfabriken. Das Unternehmen, das über 250 qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt, konzentriert sich auf den Bereich der mechanisch-akustischen Musikinstrumente.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Arendt: Adorfer Orgelbaukunst und Orgelmusik. In: Sächsische Heimatblätter. Heft 5/1962, S. 393–396.
  • Richard Steche: Adorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 10. Heft: Amtshauptmannschaft Oelsnitz. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 3.
  • Adorf. In: Das Obere Vogtland (= Werte unserer Heimat. Band 26). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976, S. 97–104.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adorf/Vogtl. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Adorf – Reiseführer
Wikisource: Adorf/Vogtl. – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen nach Gemeinden am 31. Dezember 2020 (Hilfe dazu).
  2. Ernst Eichler und Hans Walther: Sachsen. Alte Städtenamen und deren Geschichte. Faber und Faber Verlag Leipzig 2007, S. 41.
  3. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen.
  4. Bericht zum Kriegsgefangenenlager Am Kaltenbach.
  5. Artikel zum Flugzeugabsturz bei Gettengrün und Roßbach.
  6. Ortschronik zum Zweiten Weltkrieg.
  7. Meldung zur Namensänderung der Stadt beim Statistischen Landesamt Sachsen. (PDF, 12,0 kB) Abgerufen am 14. März 2013.
  8. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999.
  9. Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen.
  10. a b c d e Albert Schiffner: Handbuch der Geographie, Statistik und Topographie des Königreiches Sachsen. Band 1. Leipzig 1839.
  11. Ergebnis der Kommunalwahl 2019. Abgerufen am 22. Februar 2020.
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 19. Juni 2011 auf der Seite des Statistischen Landesamtes. Abgerufen am 14. März 2013.
  13. Hauptsatzung der Stadt Adorf, § 2 behandelt das Wappen etc. (PDF; 28 kB) Abgerufen am 25. Juli 2019.
  14. Webseite des Sachsenforsts, abgerufen am 9. Dezember 2016
  15. Vogtlandauskunft – Bürgerbus. Abgerufen am 25. Juli 2019.
  16. Online-Magazin Plauen: Bürgerbus-Verein Vogtland erhält drei Kleinbusse – www.spitzenstadt.de. Abgerufen am 16. Juni 2017.
  17. Seite des Eisenbahnvereins
  18. a b Georg Dehio et al.: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen II. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1998, S. 1–2.
  19. Aussichtsturm Remtengrün auf adorf-vogtland.de
  20. Über die Orgelbaufamilie Trampeli.
  21. Lausitzer Rundschau Online-Ausgabe vom 27. Februar 2015.