Großthiemig

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großthiemig
Großthiemig
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Großthiemig hervorgehoben
Koordinaten: 51° 23′ N, 13° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Schradenland
Höhe: 113 m ü. NHN
Fläche: 20,1 km2
Einwohner: 1043 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04932
Vorwahl: 035343
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 208
Adresse der Amtsverwaltung: Großenhainer Straße 25
04932 Gröden
Webpräsenz: www.grossthiemig.info
Bürgermeister: Andreas Klemm
Lage der Gemeinde Großthiemig im Landkreis Elbe-Elster
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Über dieses Bild

Großthiemig ist eine Gemeinde im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Sie gehört dem Amt Schradenland mit Sitz in der Gemeinde Gröden an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schradengemeinde Großthiemig befindet sich etwa 15 Kilometer südöstlich von Elsterwerda in unmittelbarer Nähe zur sächsischen Landesgrenze.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großthiemig hat keine amtlich ausgewiesenen Ortsteile, bewohnten Gemeindeteile oder Wohnplätze.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1389 erstmals als Thimmigk erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 1 200
1890 1 300
1910 1 400
1925 1 516
1933 1 281
1939 1 274
1946 1 776
1950 1 742
Jahr Einwohner
1964 1 554
1971 1 568
1981 1 529
1985 1 479
1989 1 462
1990 1 455
1991 1 414
1992 1 388
1993 1 398
1994 1 390
Jahr Einwohner
1995 1 368
1996 1 350
1997 1 346
1998 1 323
1999 1 295
2000 1 315
2001 1 305
2002 1 287
2003 1 285
2004 1 242
Jahr Einwohner
2005 1 203
2006 1 198
2007 1 190
2008 1 184
2009 1 157
2010 1 158
2011 1 129
2012 1 103
2013 1 092
2014 1 059
Jahr Einwohner
2015 1 073
2016 1 043

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[3][4] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Großthiemig besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Freiwillige Feuerwehr 5 Sitze
  • Einzelbewerber Heiko Imhof 1 Sitz
  • Einzelbewerber Karlheinz Gründlich 1 Sitz
  • CDU 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998–2008: Georg Rimke[6]
  • seit 2008: Andreas Klemm[7]

Klemm wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ohne Gegenkandidat mit 86,2 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[8] gewählt.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 6. Januar 1995 genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Grün über Blau durch eine gewölbte Steinbrücke mit Geländer, oben ein belaubter silberner Lindenzweig mit zwei Fruchtständen.“[10]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Großthiemig und in der Liste der Bodendenkmale in Großthiemig stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

  • Gotische Dorfkirche
  • Kommunales Backhaus
  • Wasserhaus
  • Ehemaliger Gasthof „Wilder Mann“
  • Kriegerdenkmal zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Einwohner
  • Freibad Großthiemig

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großthienig liegt an der Landesstraße 59 zwischen Gröditz und Ortrand. Die nächstliegende Autobahnanschlussstelle ist Ortrand an der A 13 Berlin–Dresden.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Ortrand an der Bahnstrecke Großenhain–Cottbus. Er wird von den Regionalexpresslinien RE 15 Hoyerswerda–Dresden und RE 18 Cottbus–Dresden bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Braune (1850–1926), Germanist, in Großthiemig geboren
  • August Förster (1880–1959), Wunderheiler, lebte in Großthiemig. Noch heute gibt es in der Löwenapotheke Ortrand und in Hirschfeld seine sogenannten „August-Tropfen“. In vielen Orten kannten ihn die älteren Leute auch unter „Dafts August“ (ein Flurstück in Großthiemig nennt man landläufig „Dafts Birken“).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luise Grundmann, Dietrich Hanspach (Verf.): Der Schraden. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2005, ISBN 3-412-10900-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großthiemig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2016 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Großthiemig
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 18–21
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  5. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  6. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Elbe-Elster
  7. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 8
  8. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  10. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg