Uebigau-Wahrenbrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Uebigau-Wahrenbrück
Uebigau-Wahrenbrück
Deutschlandkarte, Position der Stadt Uebigau-Wahrenbrück hervorgehoben
Koordinaten: 51° 34′ N, 13° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Höhe: 85 m ü. NHN
Fläche: 135,61 km2
Einwohner: 5324 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 04924 (Wahrenbrück (mit Zinsdorf), Beiersdorf, Beutersitz, Bönitz, Domsdorf, Kauxdorf, Marxdorf, Prestewitz, Rothstein, Wildgrube, Winkel),
04938 (Uebigau mit Bomsdorf und München, Drasdo, Langennaundorf, Wiederau),
04895 (Bahnsdorf, Neudeck, Saxdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 035365, 035341 (Beutersitz, Bönitz, Kauxdorf, Rothstein, Saxdorf, Zinsdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 500
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 11
04938 Uebigau-Wahrenbrück
Webpräsenz: www.uebigau-wahrenbrueck.de
Bürgermeister: Andreas Claus
Lage der Stadt Uebigau-Wahrenbrück im Landkreis Elbe-Elster
Bad LiebenwerdaCrinitzDoberlug-KirchhainElsterwerdaFalkenbergFichtwaldFinsterwaldeGorden-StaupitzGroßthiemigGrödenHeidelandHerzbergHirschfeldHohenbuckoHohenleipischKremitzaueLebusaLichterfeld-SchacksdorfMassen-NiederlausitzMerzdorfMühlberg/ElbePlessaRöderlandRückersdorfSallgastSchildaSchliebenSchönbornSchönewaldeSchradenSonnewaldeTröbitzUebigau-WahrenbrückBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Uebigau-Wahrenbrück ist eine Stadt im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück liegt im Südwesten des Landes Brandenburg, etwa 25 km östlich der Elbestadt Torgau, etwa 10 km südlich der Kreisstadt Herzberg und 4 km nördlich von Bad Liebenwerda. Die Schwarze Elster fließt durch das Stadtgebiet, die Kleine Elster mündet nordöstlich von Wahrenbrück in die Schwarze Elster. Die größten Ortsteile bilden die ehemaligen Städte Uebigau und Wahrenbrück, welche 7 km voneinander entfernt liegen. Die Fernverkehrsstraße B 101 führt östlich von Wahrenbrück und Uebigau vorbei. Uebigau liegt 3 km östlich des Bahnknotenpunktes Falkenberg/Elster an der Bahnstrecke Halle–Cottbus.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Uebigau-Wahrenbrück grenzen folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Herzberg (Elster), Doberlug-Kirchhain, Schilda, Tröbitz, Schönborn, Bad Liebenwerda, Mühlberg/Elbe und Falkenberg/Elster.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe des Ortsteiles Rothstein ragt aus der flachen Landschaft der Rothsteiner Felsen heraus. Es sind die freiliegenden Reste eine Felsplatte, welche vor etwa 560 Millionen Jahren entstand. Ausgangsmaterial ist Grauwacke. Diese wurde durch Ablagerungen aus heißen Quellen verkieselt.

Das Felsengestein wurde jahrhundertelang abgebaut und als Baumaterial (Rothsteiner Schotter) verwendet. Seit 1915 ist der Abbau des Hauptfelsens verboten und er steht unter Naturschutz.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uebigau-Wahrenbrück besteht aus 21 Ortsteilen[2]:

Hinzu kommen die Wohnplätze Bahnhof Beutersitz, Bahnhof Wahrenbrück, Neumühl und Ziegelei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Städte Uebigau und Wahrenbrück und die Gemeinden Bahnsdorf, Drasdo und Wiederau wurden am 31. Dezember 2001 unter dem Namen Wahrenbrück zusammengeschlossen. Am folgenden Tag wurde diese neue Gemeinde in Uebigau-Wahrenbrück umbenannt.[3]

Vor der Neubildung der Stadt Uebigau-Wahrenbrück gab es etliche Eingemeindungen:

  • Die Stadt Wahrenbrück wurde 1998 um zwölf benachbarte Orte vergrößert.[4] Bereits Anfang 1977 hatte sie Zinsdorf erhalten.[5]
  • Die Stadt Uebigau wurde 1960 um München,[5] 1970 um Bomsdorf[5] und 1998 um Langennaundorf vergrößert.[4]
  • Die Gemeinde Bahnsdorf erhielt 1957 Neudeck.[5]
Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bahnsdorf 31. Dezember 2001 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Beiersdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Beutersitz 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Bomsdorf 22. März 1970 Eingemeindung nach Uebigau
Bönitz 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Domsdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Drasdo 31. Dezember 2001 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Kauxdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Langennaundorf 31. Dezember 1998 Eingemeindung nach Uebigau
Marxdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
München 1. Januar 1960 Eingemeindung nach Uebigau
Neudeck 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Bahnsdorf
Prestewitz 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Rothstein 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Saxdorf 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Uebigau 31. Dezember 2001 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Wahrenbrück 1. Januar 2002 Umbenennung in Uebigau-Wahrenbrück
Wiederau 31. Dezember 2001 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Wildgrube 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Winkel 27. September 1998 Eingemeindung nach Wahrenbrück
Zinsdorf 1. Januar 1977 Eingemeindung nach Wahrenbrück

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2001 6 727
2002 6 624
2003 6 550
2004 6 521
2005 6 392
Jahr Einwohner
2006 6 259
2007 6 145
2008 6 007
2009 5 892
2010 5 769
Jahr Einwohner
2011 5 755
2012 5 717
2013 5 598
2014 5 548
2015 5 462
Jahr Einwohner
2016 5 324

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[6][7] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Einwohnern der Stadt waren 2011 32 % evangelisch und 3 % katholisch.[8]

Das Pfarramt St. Nikolai (Uebigau) ist auch für die Dorfkirchen in Drasdo, Langennaundorf und Wiederau zuständig, das Pfarramt Wahrenbrück auch für Bönitz und das Pfarramt Saxdorf auch für Kauxdorf. Alle drei lutherischen Pfarrämter gehören zum Kirchenkreis Bad Liebenwerda im Propstsprengel Halle-Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Für die Katholiken gibt es seit 1964 die Kirche St. Peter und Paul (Uebigau); sie gehört zur Pfarrei St. Franziskus mit Sitz in Bad Liebenwerda, Bistum Magdeburg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz in Uebigau

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung von Uebigau-Wahrenbrück setzt sich aus 18 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister zusammen. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 55,9 % zu folgendem Ergebnis:[9]

Partei / Liste CDU WG LUN1 WG E-R2 FDP Linke SPD EB3
Stimmenanteil 32,8 % 14,7 % 13,7 % 11,4 % 10,8 % 5,8 % 3,5 %
Sitze 6 3 3 2 2 1 1

1 Wählergruppe Landwirtschaft, Umwelt und Natur     2 Wählergemeinschaft Elster-Röderland     3 Marleen Mirbach

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2003: Andreas Claus[10]

Claus wurde in der Bürgermeisterwahl am 19. Juni 2011 mit 65,5 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren[11] gewählt.[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. September 2003 genehmigt.

Blasonierung: „Geviert; Feld 1: in Grün hinter einer silbernen Zinnenmauer ein gezinnter silberner Turm mit zwei schwarzen Fenstern und einem beknauften roten Spitzdach; Feld 2: in Silber neun (3:3:3) schrägrechte grüne Blätter; Feld 3: in Silber zehn (3:3:3:1) schrägrechte grüne Blätter; Feld 4: in Rot auf einer dreibogigen silbernen Steinbrücke ein silberner Turm mit einem bewimpelten Spitzdach, schwarzen Tor und zwei schwarzen Fenstern.“[13]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet. In das Wappen sind die ehemaligen Stadtwappen der vormals eigenständigen Städte Uebigau und Wahrenbrück eingeflossen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte von Uebigau-Wahrenbrück sind:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimatmuseum in Wahrenbrück
Schloss Neudeck auf einer Lithografie von Alexander Duncker

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Uebigau-Wahrenbrück und in der Liste der Bodendenkmale in Uebigau-Wahrenbrück stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedenkstein von 1989 am Bahnkilometer 101,6 im Ortsteil Langennaundorf für 16 jüdische Opfer des Verlorenen Zuges, ein Bahntransport, der vom KZ Bergen-Belsen kam und in Tröbitz befreit wurde.
  • Gedenkstätte zum Gedenken an den Verlorenen Zug am Bahnkilometer 106,7
Hier wurden im sogenannten Schneewald Ende April 1945 auf Anweisung der Roten Armee 17 Tote aus dem Zug in einem Massengrab beerdigt. 1975 wurde an dieser Stelle eine Gedenkstätte eingerichtet.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rothstein ist der einzige größere Naturfelsen im Land Brandenburg.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konzertzyklus im Uebigauer Land (in Drasdo, Langennaundorf, Uebigau und Wiederau)
  • Sommermusiken in Saxdorf

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • uesa GmbH (Uebigauer Elektro- und Schaltanlagenbau, 350 Mitarbeiter)
  • Ormazabal Schaltanlagen Uebigau GmbH (120 Mitarbeiter)
  • EFEN GmbH (130 Mitarbeiter)
  • Predl GmbH Bönitz

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uebigau-Wahrenbrück liegt an der Bundesstraße 101 zwischen Herzberg (Elster) und Bad Liebenwerda. Im Süden des Stadtgebietes durchquert die Bundesstraße 183 die Ortsteile Marxdorf und Bönitz zwischen Torgau und Bad Liebenwerda.

An der Bahnstrecke Halle–Cottbus gibt es die Haltepunkte Uebigau und Beutersitz. Sie werden von der Regionalbahnlinie RB 43 (Falkenberg (Elster)Cottbus) bedient.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uebigau-Wahrenbrück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2016 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Stadt Uebigau-Wahrenbrück
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 37 f.
  4. a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  5. a b c d Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 30–33
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  8. Zensusdatenbank
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  10. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 24
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 19. Juni 2011
  13. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg